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Die Scientology-Organisation und ihr Kirchenverständnis

Title: Die Scientology-Organisation und ihr Kirchenverständnis

Examination Thesis , 1999 , 120 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Kerstin Heyne (Author)

Theology - Systematic Theology
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Pluralität der Religionen - Der christliche Glaube in einer neuen Situation - Wo früher Kirche und Religion noch zusammen gehörten, lebt man heute zunehmend neben bzw. außerhalb der Kirche Religion. Die großen christlichen Kirchen klagen über die bedenkliche Zahl der jährlichen Kirchenaustritte. Neben den Kirchen haben sich neue Formen von Religiosität und Spiritualität entwickelt und etabliert. Damit sind aber nicht nur die uns geläufigen (Welt-) religionen wie Islam, Judentum oder die östlichen Religionen, z.B. Buddhismus und Hinduismus, gemeint. Darüber hinaus präsentiert sich eine kaum erfassbare Palette religiöser Mischformen unterschiedlicher Herkunft und Qualität. Hierher gehören auch religiöse Neugründungen, die in den letzten Jahren als sogenannte Jugendsekten publizistisch viel Beachtung fanden, z.B. die Vereinigungskirche oder die Scientology Church. Insbesondere ist auch der Aufschwung okkult-esoterischer Weltdeutung zu nennen, der den gegenwärtigen Markt der religiösen Möglichkeiten prägt, z.B. Astrologie in vielerlei Spielarten, Psychokulte aller Art oder der Glaube an die Wendezeit New Age usw. Klaus Funke bezeichnet dieses Phänomen als Multireligiöse Situation:
„Alle Religionen und religionsähnlichen Gruppierungen, deren Verbreitung früher im wesentlichen auf ihre Entstehungsländer beschränkt war, sind infolge der Mobilität der modernen Gesellschaft, infolge der weltweiten Berichterstattung der Medien heute auch bei uns vertreten. (...) Unsere Welt ist ein religiöser Supermarkt geworden. (...) Alle Religionen, Weltanschauungen, Kirchen, Freikirchen, Sekten, Jugendreligionen, Okkult- oder Esoterik-Gruppen sind auf diesem Markt vertreten und werben um Mitglieder.“ ...

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung: Pluralität der Religionen - Der christliche Glaube in einer neuen Situation

B. Hauptteil: Die Scientology-Organisation und ihr Kirchenverständnis

B.I. Ein Einblick in die Scientology-Organisation

B.I.1. Entwicklungs- und Entstehungsgeschichte von Scientology

B.I.1.a Was ist Scientology? – Begriffserklärung

B.I.1.b Biographie von Lafayette Ronald Hubbard

B.I.1.b.1. Kindheit und Jugend Hubbards bis zur Gründung der ersten Scientology- „Kirche“

B.I.1.b.2. Stationen der Scientology-„Kirche“ bis zu Hubbards Tod

B.I.1.c Zusammenfassung der Entwicklungsstufen von Scientology

B.I.1.d Die Scientology-Organisation nach dem Tod Hubbards

B.I.2. Die Organisations- und Kommandostruktur des Scientology-Konzerns

B.I.2.a Beschreibung der Führungsstrukturen des Gesamtsystems

B.I.2.a.1. Religious Technology Center

B.I.2.a.2. Internationales Management der Scientology

B.I.2.a.3. Flag Command Bureaux

B.I.2.a.4. Continental Liaison Bureaux

B.I.2.a.5. International Association of Scientologists

B.I.2.b Organisationen der Scientology-Bewegung in Deutschland

B.I.2.b.1. Der Scientology-Sektor

B.I.2.b.2. Der WISE-Sektor

B.I.2.b.3. Der ABLE-Sektor

B.I.2.c Weitere Unter- bzw. Tarnorganisationen

B.I.3. Lehre und Ziele von Scientology

B.I.3.a Dianetik - Die moderne Wissenschaft der geistigen Gesundheit

B.I.3.b Das Menschenbild der Scientologen

B.I.3.b.1. Body - Mind - Thetan

B.I.3.b.2. Die Tonskala

B.I.3.c Zielsetzungen von Scientology

B.I.4. Methoden und Praxis der Scientologen

B.I.4.a Verschiedene Kurse der Scientology-Organisation

B.I.4.a.1. Der Reinigungs-Rundown

B.I.4.a.2. Der Kommunikationskurs

B.I.4.a.3. Das Auditing

B.I.4.b Typische Kennzeichen der Scientology-Praxis

B.I.5. Anwerbung durch Scientology

B.I.5.a Wie locken die Scientologen?

B.I.5.a.1. Die anfällige Persönlichkeit

B.I.5.a.2. Scientology und Kinder

B.I.5.b Eigenwerbung (Public Relations) von Scientology

B.II. Diskussion: Kann man Scientology als Kirche bzw. Religion bezeichnen?

B.II.1. Einordnungsversuche /Begriffsdefinitionen

B.II.1.a Was versteht man unter Kirche eigentlich?

B.II.1.b Was ist eine Religion?

B.II.1.c Erläuterung zum Begriff Sekte

B.II.2. „Religiöse Elemente“ der Scientology-Organisation

B.II.2.a Die Wurzeln von Scientology

B.II.2.b Vergleich zwischen Scientology und dem Christentum

B.II.2.c Kultische Handlungen

B.II.2.d Zusammenfassung

B.II.3. Ethikverständnis der Scientology-Organisation

B.II.3.a Definition des Begriffs Ethik

B.II.3.b Ethik und Umgang mit Kritikern

B.II.3.c Fair-Game und andere Möglichkeiten

B.II.3.d Zusammenfassung

B.II.4. Die ökonomische Dimension von Scientology

B.II.4.a World Institute of Scientology Enterprises

B.II.4.b Hauptbeschäftigungsfelder von Scientology in der Wirtschaft

B.II.4.c Institutionen von WISE

B.II.4.c.1. WISE Charter Komitee

B.II.4.c.2. Hubbard College für Verwaltung

B.II.4.d Gefahren durch die Ausbreitung von Scientology in der Wirtschaft

B.II.5. Handlungsmöglichkeiten der Politik

B.II.5.a Beobachtung von Scientology durch den Verfassungsschutz

B.II.5.b Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages

C. Schlussbemerkung: Überblick über die Gefahren von Scientology und mögliches Entgegenwirken

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Scientology-Organisation im Hinblick auf ihr Selbstverständnis als Kirche bzw. Religion. Das primäre Ziel ist es, durch eine detaillierte Analyse der Organisationsstrukturen, der Lehre, der Praktiken sowie des wirtschaftlichen Gebarens zu klären, ob Scientology tatsächlich als Religionsgemeinschaft einzustufen ist oder ob religiöse Aspekte primär zur Tarnung wirtschaftlicher und machtpolitischer Interessen dienen.

  • Strukturelle Analyse der Organisation und Machtverhältnisse
  • Untersuchung der Lehre (Dianetik, Menschenbild, Tonskala)
  • Darstellung der Methoden zur Anwerbung und Indoktrination
  • Diskussion über den Religionsstatus und ethische Grundlagen
  • Analyse der ökonomischen Dimension und der Unterwanderung der Wirtschaft
  • Bewertung staatlicher Reaktionen und Gefahrenabwehr

Auszug aus dem Buch

B.I.1.b.1. Kindheit und Jugend Hubbards bis zur Gründung der ersten Scientology- „Kirche“

Lafayette Ron Hubbard wird am 13. März 1911 in Tilden (Nebraska)/USA als Sohn des Marine-Fregattenkapitäns Harry Ross Hubbard und Ledora May Hubbard geboren. Bis zu seinem zehnten Lebensjahr wächst er als Einzelkind bei seinem Großvater auf einer Ranch in Montana auf. Anschließend begleitet Hubbard vermutlich seinen Vater auf seinen zahlreichen Reisen (z.B. nach China, Indien usw.), wobei er angeblich die Glaubensvorstellungen verschiedener Völker auf der ganzen Welt erforscht (ca. 14.-18. Lebensjahr). Was seine schulischen Leistungen bzw. seine Studien angeht, so herrschen auch hier wiederum Ungereimtheiten. Wahrscheinlich absolvierte Hubbard das Columbian College in den Fächern Mathematik und Maschinenbau und wurde zudem Mitglied im ersten Kurs für Nuklear-Physik in den USA. Weiterhin soll er verschiedene Studien betrieben haben (z.B. Kernphysik, Mathematik und Ingenieurwissenschaften an der George Washington-Universität in Washington D.C.), die aber keinen Abschluss fanden. Unter anderem soll er auch an verschiedenen Expeditionen teilgenommen bzw. sie selbst geführt haben, z.B. nach Zentral-Afrika.

Seine Hauptbeschäftigung, nämlich die Schriftstellerei, die ihm zugleich als Lebensunterhalt diente, scheint jedoch unumstritten und bewiesen: „(...) Seine ersten Erfolge auf dem literarischen Sektor konnte er, lange bevor die Dianoetik auf eine nichtsahnende Welt losgelassen wurde, in den dreißiger Jahren für sich verbuchen, als er damit begann (unter dem ziemlich plumpen Pseudonym Winchester Remington Colt), eine lange Reihe Groschenhefttexte einschließlich Western-Stories, Abenteuergeschichten dieser und jener Art und selbst Romane der Spezies <> zu verzapfen. (...)“

Überdies entstehen unter seinem eigenen Namen bzw. den Pseudonymen Rene Lafayette, Kurt von Rachen bzw. Strachen diverse Science-fiction Hefte, Aufsätze usw. (z.B. die Kurzgeschichte The Dangerous Dimension oder der Roman The Tramp). Vorwiegend behandelt Hubbard hier das Thema der „paranormalen Fähigkeiten des Menschen“, z.B. die Überwindung von Raum und Zeit. Ferner verfasst Hubbard auch Erzählungen, die in die Kategorie Sword and Sorcery (=Schwert und Zauberei) fallen. 1938 entsteht ein weiteres Buchmanuskript Excalibur, wo er seine grundlegende Überzeugung vom Sinn menschlichen Lebens darlegt, was zugleich die Grundlage der späteren scientologischen Ideologie verkörpert.

Zusammenfassung der Kapitel

B.I. Ein Einblick in die Scientology-Organisation: Dieses Kapitel erläutert die Entstehungsgeschichte, die Führungshierarchie sowie die verschiedenen Unterorganisationen des Scientology-Konzerns.

B.II. Diskussion: Kann man Scientology als Kirche bzw. Religion bezeichnen?: Hier werden Definitionsversuche zu den Begriffen Kirche, Religion und Sekte herangezogen, um das Selbstverständnis von Scientology kritisch zu hinterfragen.

C. Schlussbemerkung: Überblick über die Gefahren von Scientology und mögliches Entgegenwirken: Dieser Abschnitt resümiert die identifizierten Gefahren und diskutiert die staatlichen Handlungsmöglichkeiten gegenüber der Organisation.

Schlüsselwörter

Scientology, L. Ron Hubbard, Dianetik, Auditing, E-Meter, WISE, Religion, Sekte, Weltanschauung, Organisation, Wirtschaft, Kontrolle, Ethik, Propaganda, Verfassungsschutz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Zulassungsarbeit analysiert die Scientology-Organisation, ihre Entstehungsgeschichte, ihre Strukturen, ihre Lehre sowie ihre ökonomischen und machtpolitischen Strategien im Hinblick auf ihr Selbstverständnis als Kirche.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den zentralen Themen gehören die Organisations- und Kommandostrukturen, die Methoden der Mitgliederwerbung und Kursgestaltung (wie das Auditing), das ethische Verständnis der Gruppe sowie ihr Einfluss auf die Wirtschaft.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist die Untersuchung der Frage, ob Scientology tatsächlich eine Religionsgemeinschaft ist oder ob dieses Label lediglich dazu dient, wirtschaftliche Interessen zu tarnen und rechtliche Vorteile zu erlangen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Quellenanalyse, die das Gedankengut Hubbards, interne Richtlinien sowie Berichte von Experten und Aussteigern gegenüberstellt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden Einblick in die Organisationsstrukturen (einschließlich WISE und RTC) und eine kritische Diskussion des Religionsstatus unter Einbeziehung von Fachlexika und politischer Einschätzungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Scientology, Dianetik, Auditing, E-Meter, WISE, Weltanschauung, Kontrolle, Wirtschaft und Verfassungsschutz.

Wie bewertet die Arbeit die ökonomische Dimension von Scientology?

Die Arbeit identifiziert Scientology als einen internationalen Konzern, dessen Lehre und Kurse gewinnorientiert vermarktet werden, um durch ein "Kriegskassen"-System und Firmeninfiltration Macht auszubauen.

Wie beurteilt die Arbeit den "Kirche"-Status der Scientology?

Basierend auf den Analysen kommt die Autorin zu dem Schluss, dass Scientology aufgrund totalitärer Strukturen, der ökonomischen Ausrichtung und mangelnder Vereinbarkeit mit christlichen Grundwerten nicht als Religion oder Kirche im herkömmlichen Sinne bezeichnet werden kann.

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Details

Title
Die Scientology-Organisation und ihr Kirchenverständnis
College
University of Regensburg  (Erste Staatsprüfung für das Lehramt an Realschulen in Bayern nach der LPO I)
Grade
1,0
Author
Kerstin Heyne (Author)
Publication Year
1999
Pages
120
Catalog Number
V89604
ISBN (eBook)
9783638029773
ISBN (Book)
9783638927826
Language
German
Tags
Scientology-Organisation Kirchenverständnis
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kerstin Heyne (Author), 1999, Die Scientology-Organisation und ihr Kirchenverständnis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/89604
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