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Aspekte des deutschen Steuerrechts bei der Finanzierung grenzüberschreitender Unternehmenskäufe

Title: Aspekte des deutschen Steuerrechts bei der Finanzierung grenzüberschreitender Unternehmenskäufe

Seminar Paper , 2008 , 26 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Benjamin Pompe (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Mit dem Fortschreiten der Globalisierung und der Integration des europäischen Binnenmarktes steigt auch die Zahl der grenzüberschreitenden Unternehmenskäufe. Im Jahr 2007 summierte sich das M&A-Volumen weltweit auf den Rekordwert von 4.340 Mrd. $. Neben betriebswirtschaftlichen Überlegungen, wie der Erschließung neuer Märkte oder geringere Produktionskosten, spielen steuerliche Überlegungen bei der Planung und Strukturierung grenzüberschreitender Unternehmenskäufe eine wichtige Rolle. Da Unternehmenskäufe nur in den seltensten Fällen vollkommen durch Eigenkapital finanziert werden können, kommt der steuerlichen Behandlung von Fremdfinanzierungskosten bei grenzüberschreitenden Unternehmenskäufen eine besondere Bedeutung zu. Eine Fremdfinanzierung des Unternehmenskaufs ist vor allem dann interessant, wenn ein Steuersatzgefälle zwischen dem Inland und der im Ausland belegenen Zielgesellschaft besteht. Gelingt es die Finanzierungskosten mit den Erträgen der im Hochsteuerland belegenen Zielgesellschaft zu verrechen, wird dort das steuerbare Einkommen gemindert, während bei der Erwerbergesellschaft höhere Gewinne anfallen, die einer geringeren Besteuerung unterliegen. In diesem Zusammenhang spricht man von einem debt-push-down. Ein weiterer Vorteil der Fremdfinanzierung besteht in der Hebelwirkung des Fremdkapitals für die Rendite des eingesetzten Eigenkapitals. Die Eigenkapitalrendite nimmt mit steigender Verschuldung zu, so lange die Gesamtkapitalrendite größer ist als der Fremdkapitalzins. Aufgrund der Hebelwirkung des Fremdkapitals werden hochgradig fremd-finanzierte Unternehmenskäufe auch als „Leveraged Buy Out“ (LBO) bezeichnet. Die Fremdfinanzierung des Unternehmenskaufs ist also sowohl steuerlich als auch betriebswirtschaftlich von besonderem Interesse.
Im Rahmen dieser Untersuchung soll die Allokation der Fremdfinanzierungskosten grenzüberschreitender Unternehmenskäufe auf Erwerber- und Zielgesellschaft anhand unterschiedlicher Strukturierungsalternativen dargestellt werden. Ziel dabei ist es die steuerliche Bedeutung der Zurechnung von Fremdfinanzierungskosten darzustellen und auf eventuelle Schwierigkeiten aufmerksam zu machen. In einem zweiten Schritt sollen die Auswirkungen der neuen Zinsschrankenregelung auf fremdfinanzierte Unternehmenskäufe in Deutschland dargestellt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Fremdfinanzierte grenzüberschreitende Unternehmenskäufe

1.2 Gang der Untersuchung

1.3 Annahmen Beispielfälle

2. Inbound Unternehmensakquisitionen

2.1 Erwerb einer Personengesellschaft

2.2 Erwerb einer Kapitalgesellschaft

3. Outbound Unternehmensakquisition

3.1 Erwerb einer Personengesellschaft

3.2 Erwerb einer Kapitalgesellschaft

4. Implikationen der Zinsschranke für LBO-Transaktionen

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die steuerlichen Konsequenzen und die Allokation von Fremdfinanzierungskosten bei grenzüberschreitenden Unternehmenskäufen. Das primäre Ziel ist es, Gestaltungsalternativen bei Inbound- und Outbound-Akquisitionen zu untersuchen und die Auswirkungen der neuen Zinsschrankenregelung auf fremdfinanzierte Transaktionen in Deutschland kritisch zu beleuchten.

  • Steuerliche Behandlung von Fremdfinanzierungskosten
  • Vergleich von Inbound- und Outbound-Unternehmensakquisitionen
  • Auswirkungen des Debt-Push-Down
  • Implikationen der Zinsschranke für Leveraged Buy-Outs

Auszug aus dem Buch

1.1 Fremdfinanzierte grenzüberschreitende Unternehmenskäufe

Mit dem Fortschreiten der Globalisierung und der Integration des europäischen Binnenmarktes steigt auch die Zahl der grenzüberschreitenden Unternehmenskäufe. Im Jahr 2007 summierte sich das M&A-Volumen weltweit auf den Rekordwert von 4.340 Mrd. $.

Neben betriebswirtschaftlichen Überlegungen, wie der Erschließung neuer Märkte oder geringere Produktionskosten, spielen steuerliche Überlegungen bei der Planung und Strukturierung grenzüberschreitender Unternehmenskäufe eine wichtige Rolle. Da Unternehmenskäufe nur in den seltensten Fällen vollkommen durch Eigenkapital finanziert werden können, kommt der steuerlichen Behandlung von Fremdfinanzierungskosten bei grenzüberschreitenden Unternehmenskäufen eine besondere Bedeutung zu. Eine Fremdfinanzierung des Unternehmenskaufs ist vor allem dann interessant, wenn ein Steuersatzgefälle zwischen dem Inland und der im Ausland belegenen Zielgesellschaft besteht.

Gelingt es die Finanzierungskosten mit den Erträgen der im Hochsteuerland belegenen Zielgesellschaft zu verrechen, wird dort das steuerbare Einkommen gemindert, während bei der Erwerbergesellschaft höhere Gewinne anfallen, die einer geringeren Besteuerung unterliegen. In diesem Zusammenhang spricht man von einem debt-push-down. Ein weiterer Vorteil der Fremdfinanzierung besteht in der Hebelwirkung des Fremdkapitals für die Rendite des eingesetzten Eigenkapitals. Die Eigenkapitalrendite nimmt mit steigender Verschuldung zu, so lange die Gesamtkapitalrendite größer ist als der Fremdkapitalzins. Aufgrund der Hebelwirkung des Fremdkapitals werden hochgradig fremd-finanzierte Unternehmenskäufe auch als „Leveraged Buy Out“ (LBO) bezeichnet. Die Fremdfinanzierung des Unternehmenskaufs ist also sowohl steuerlich als auch betriebswirtschaftlich von besonderem Interesse.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der grenzüberschreitenden Unternehmenskäufe ein und erläutert die Bedeutung der Fremdfinanzierung sowie den Gang der Untersuchung.

2. Inbound Unternehmensakquisitionen: Es werden die steuerlichen Konsequenzen beim Erwerb von inländischen Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften durch ausländische Investoren analysiert.

3. Outbound Unternehmensakquisition: Das Kapitel untersucht die umgekehrte Konstellation, bei der inländische Unternehmen im Ausland akquirieren, unter Berücksichtigung von Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften.

4. Implikationen der Zinsschranke für LBO-Transaktionen: Es wird analysiert, wie die Zinsschranke die steuerliche Abzugsfähigkeit von Zinsaufwendungen bei fremdfinanzierten Akquisitionen einschränkt.

5. Fazit: Die Ergebnisse der Untersuchung werden zusammengefasst und die steuerlichen Gestaltungsspielräume sowie die restriktiven Auswirkungen der Zinsschranke kritisch gewürdigt.

Schlüsselwörter

Grenzüberschreitender Unternehmenskauf, Fremdfinanzierung, Zinsschranke, Debt-Push-Down, Inbound, Outbound, LBO, Steuerplanung, Personengesellschaft, Kapitalgesellschaft, Betriebsstätte, Organschaft, Eigenkapitalquote, Steuerbelastung, Doppelbesteuerungsabkommen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der steuerlichen Behandlung von Finanzierungskosten bei Unternehmenskäufen, die über nationale Grenzen hinweg stattfinden.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die steuerliche Optimierung durch Fremdfinanzierung, die Wahl der Erwerbsstruktur und die regulatorischen Einschränkungen durch die Zinsschranke.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die steuerliche Allokation von Zinsaufwand auf Erwerber- und Zielgesellschaft bei verschiedenen Strukturierungsformen zu verdeutlichen und die Folgen der Zinsschrankenregelung aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine modellbasierte Analyse anhand verschiedener Strukturierungsalternativen (Inbound/Outbound, Asset Deal/Share Deal) inklusive konkreter Zahlenbeispiele durchgeführt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert spezifisch die Vor- und Nachteile von Inbound- und Outbound-Strukturen beim Erwerb von Personen- und Kapitalgesellschaften sowie die Funktionsweise der Zinsschranke.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Zinsschranke, grenzüberschreitende Unternehmenskäufe, Debt-Push-Down, Akquisitionsvehikel und Doppelbesteuerungsabkommen.

Was versteht man in der Arbeit unter einem Debt-Push-Down?

Dies bezeichnet eine steuerliche Gestaltung, bei der Finanzierungskosten der Akquisition mit den operativen Erträgen der Zielgesellschaft verrechnet werden, um die Steuerbelastung im Hochsteuerland zu mindern.

Wie wirkt sich die Zinsschranke auf LBO-Transaktionen aus?

Sie begrenzt den steuerlichen Abzug von Zinsaufwendungen, was insbesondere bei hochgradig fremdfinanzierten Leveraged Buy-Outs die Steuerbelastung erhöht und die Rentabilität mindert.

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Details

Title
Aspekte des deutschen Steuerrechts bei der Finanzierung grenzüberschreitender Unternehmenskäufe
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät)
Grade
1,7
Author
Benjamin Pompe (Author)
Publication Year
2008
Pages
26
Catalog Number
V89611
ISBN (eBook)
9783638036412
ISBN (Book)
9783638933988
Language
German
Tags
Aspekte Steuerrechts Finanzierung Unternehmenskäufe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Benjamin Pompe (Author), 2008, Aspekte des deutschen Steuerrechts bei der Finanzierung grenzüberschreitender Unternehmenskäufe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/89611
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