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Die Entwicklung und Erprobung diagnostisch-formativer Leistungsbeurteilungsinstrumente für das frühe Fremdsprachenlernen

Titel: Die Entwicklung und Erprobung diagnostisch-formativer Leistungsbeurteilungsinstrumente für das frühe Fremdsprachenlernen

Wissenschaftliche Studie , 2007 , 24 Seiten

Autor:in: Dr. Ralf Weskamp (Autor:in)

Anglistik - Linguistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Broschüre wird die Leistungsbeurteilung beim Fremdsprachenlernen in der Grundschule am Beispiel des Leseverstehens von Geschichten beschrieben.
Es werden Checklisten und Skalen zur Fremd-, Selbst- und Lehrerselbstbeurteilung vorgestellt und in einer wissenschaftlichen Untersuchung an einer baden-württembergischen Grundschule gezeigt, wie die betroffenen Personen mit diesen Instrumenten umgehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Leistungsbeurteilung und schülerorientierter Unterricht

Phasen und Qualitätsindikatoren der Leistungsbeurteilung

Sprachverarbeitungsprozesse beim Vorlesen

Methodisches Vorgehen

Die erste Vorlesungsstunde

Die zweite Vorlesungsstunde

Auswertung und Schlussfolgerungen

Bibliographie

Anhänge 1-3

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Entwicklung und Erprobung von diagnostisch-formativen Leistungsbeurteilungsinstrumenten im frühen Fremdsprachenlernen. Das primäre Ziel ist es, den Nutzen solcher Instrumente – wie Checklisten und Skalen – für die Förderung der Schüler sowie die Reflexion der eigenen Lehrpraxis zu evaluieren und aufzuzeigen, wie sie den Unterrichtsalltag in der Grundschule bereichern können.

  • Integration von Leistungsbeurteilung in schülerorientierte Lernprozesse
  • Kognitive Sprachverarbeitungsprozesse beim Hörverstehen von Geschichten
  • Einsatz und Validität von Fremd- und Selbstbeurteilungsinstrumenten
  • Bedeutung der diagnostisch-formativen Leistungsbeurteilung für den positiven Rückkopplungseffekt (Washback) auf den Unterricht

Auszug aus dem Buch

Sprachverarbeitungsprozesse beim Vorlesen

Traditionell (und so auch im Europäischen Referenzrahmen für Sprachen) wird das Zuhören als rezeptive Fertigkeit bezeichnet. Dies ist etwas irreführend, weil Zuhören tatsächlich eher einen interaktiven Prozess darstellt, in dem textuelle Information und das Wissen, das ein Zuhörer bereits besitzt, integriert werden. Mit jedem Wort, jedem Satz, der vorgelesen wird, stellen Kinder unbewusst Hypothesen über die Bedeutung und den möglichen Handlungsverlauf auf, die fortlaufend aktualisiert werden. Das Gehirn isoliert den auditorische Input von Hintergrundgeräuschen und überträgt den Lautstrom in eine abstrakte Repräsentation. Dann erfolgen die phonetische Segmentierung, die Worterkennung und die syntaktische und inhaltliche Analyse. Schließlich muss das Gehörte in den weiteren Kontext der Geschichte eingebettet werden (Cutler/Clifton 2000). Viele Modelle des Zuhörens gehen davon aus, dass sowohl bottom-up- als auch top-down-Prozesse beim Verstehen eine Rolle spielen.

Zusammenfassung der Kapitel

Leistungsbeurteilung und schülerorientierter Unterricht: Das Kapitel verortet die Leistungsbeurteilung innerhalb eines pädagogischen Leistungsbegriffs und betont ihre Bedeutung für schülerorientierte Unterrichtsformen durch den Erwerb in der Zone of Proximal Development.

Phasen und Qualitätsindikatoren der Leistungsbeurteilung: Es werden die verschiedenen Phasen des Assessments und der Evaluation dargelegt, wobei Fairness und die Integration in den Unterricht als wesentliche Qualitätsindikatoren identifiziert werden.

Sprachverarbeitungsprozesse beim Vorlesen: Das Kapitel erklärt, warum Zuhören als aktiver, konstruktiver Prozess zu verstehen ist, bei dem Lernende durch Hypothesenbildung und Kontextualisierung Bedeutung generieren.

Methodisches Vorgehen: Hier wird das Forschungsdesign der Untersuchung beschrieben, das auf der Erprobung von Beurteilungsinstrumenten in einer Grundschulklasse unter Verwendung von Videographie und Interviews basiert.

Die erste Vorlesungsstunde: Dieses Kapitel schildert den konkreten Unterrichtsverlauf während einer Vorleseeinheit und analysiert die erste Anwendung der Fremdbeurteilungsinstrumente sowie das Feedback der Lehrkraft.

Die zweite Vorlesungsstunde: Der Fokus liegt auf der Erprobung der Schüler-Selbstbeurteilungsskala und der Interaktion zwischen Beobachterin, Lehrkraft und Schülern bei der Anwendung des Instruments.

Auswertung und Schlussfolgerungen: Es werden die zentralen Thesen zusammengefasst, die aus den qualitativen Daten gewonnen wurden, und Empfehlungen für die zukünftige Forschung sowie den Praxiseinsatz gegeben.

Schlüsselwörter

Leistungsbeurteilung, Grundschule, Fremdsprachenlernen, diagnostisch-formativ, Hörverstehen, Selbstbeurteilung, Fremdbeurteilung, Sprachverarbeitung, Unterrichtsplanung, Feedbackprozesse, Schülerselbstbeurteilung, kognitive Modelle, Lernprozesse, Unterrichtsbeobachtung, Storytelling

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung und dem Einsatz von Instrumenten zur diagnostisch-formativen Leistungsbeurteilung im frühen Fremdsprachenunterricht an Grundschulen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Integration von Leistungsbeurteilung in den Unterricht, die kognitiven Prozesse beim Hörverstehen von Geschichten sowie die Evaluation von Checklisten und Skalen für Lehrkräfte und Schüler.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu erforschen, wie Leistungsbeurteilungsinstrumente als diagnostisch-formative Werkzeuge gestaltet sein müssen, um Lernprozesse zu fördern und Lehrkräfte bei der Einschätzung und Reflexion ihrer Unterrichtsführung zu unterstützen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Es handelt sich um eine qualitative Untersuchung im Rahmen einer Pilotphase, die Beobachtungen, Think-Aloud-Verfahren, videographierte Unterrichtsstunden sowie Leitfadeninterviews mit der Lehrkraft nutzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der theoretischen Einordnung der Leistungsbeurteilung, dem methodischen Forschungsdesign und der detaillierten Auswertung der zwei untersuchten Vorlesestunden sowie der Handhabung der entwickelten Instrumente.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie formative Leistungsbeurteilung, Fremdsprachenunterricht in der Grundschule, Selbstbeurteilungsskala, Sprachverarbeitungsprozesse und Lehr-Lern-Interaktion charakterisieren.

Welche Herausforderung ergab sich für die Lehrkraft bei der Handhabung der Instrumente?

Die Lehrkraft empfand es als anspruchsvoll, die gleichzeitige Tätigkeit des Vorlesens und der Beobachtung zur Beurteilung zu meistern, wobei sie den Vorteil der Instrumente gegenüber undifferenzierten Ansätzen betonte.

Wie reagierten die Grundschulkinder auf die Selbstbeurteilungsskala?

Die meisten Kinder konnten das Instrument trotz der hierarchischen Struktur eigenständig und reflektiert ausfüllen, wobei sich Hinweise zur Optimierung des Designs, wie die Gestaltung des Datumseingabefelds und der Symbole, ergaben.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Entwicklung und Erprobung diagnostisch-formativer Leistungsbeurteilungsinstrumente für das frühe Fremdsprachenlernen
Autor
Dr. Ralf Weskamp (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
24
Katalognummer
V89642
ISBN (eBook)
9783638029148
ISBN (Buch)
9783638927765
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Entwicklung Erprobung Leistungsbeurteilungsinstrumente Fremdsprachenlernen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dr. Ralf Weskamp (Autor:in), 2007, Die Entwicklung und Erprobung diagnostisch-formativer Leistungsbeurteilungsinstrumente für das frühe Fremdsprachenlernen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/89642
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  24  Seiten
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