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Outsourcing von Forschung und Entwicklung

Möglichkeiten des Outsourcings und der Vertragsgestaltung

Title: Outsourcing von Forschung und Entwicklung

Seminar Paper , 2008 , 43 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Marcus Böhm (Author)

Business economics - Industrial Management
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Am Beginn des 21. Jahrhunderts erhält das Thema der F+E eine zentrale Bedeutung für die in Zukunft wettbewerbsfähigen Volkswirtschaften der Erde.

Besonders in Deutschland gewinnt die Erforschung neuen Grundlagenwissens und die Umsetzung in marktfähige Produkte eine Schlüsselrolle. Die Defizite in großtechnischen (Low Tech) Verfahren, die durch ein hohes Lohnniveau und andere Faktoren hohe Kosten generieren, können in unserer Wirtschaft nur durch den schöpferischen Geist der Menschen egalisiert werden.

Durch die Produktion neuen Wissens und dessen schnelle Umsetzung kann sich unser Land den entscheidenden Zeit-und-Know-how-Vorteil gegenüber weltweiten Konkurrenten sichern und somit langfristig wettbewerbsfähig bleiben.

Was liegt näher als diesen immanent wichtigen Prozess der Wissensgewinnung und Verwertung auf seine ökonomischen Aspekte und optimalen Ausprägungen zu untersuchen. Beginnend mit der Beschreibung der F+E- Ziele in U und Wettbewerbsumfeld werden anschließend die Möglichkeiten der Auslagerung dieser Aktivitäten in einem breiten Kontinuum von Gestaltungsformen diskutiert (Abb. 2).

Des Weiteren wird auf Kosten und Managementhintergründe des OS-Prozesses eingegangen, bei dem eine optimale Effizienz der Kostenreduktion, aber auch der Beherrschungs-und Durchgriffsmöglichkeiten in Unternehmen „beleuchtet“ wird.

Abschließend soll die vertragliche Gestaltung konkreter F+E-Outsourcing-Projekte dargestellt werden, wobei in diesem Kontext besonders die Prinzip-Agent-Problematik in den Fokus rückt.

Grundlegend bewegt sich die Outsourcing-Entscheidung in einem komplexen Spannungsfeld der optimalen Balance zwischen Nutzung der Spezialisierungsmöglichkeiten von Zulieferern und den Synergieeffekten einer integrierten Produktion innerhalb der eigenen Unternehmung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. PROBLEMSTELLUNG:

2. BEGRIFFSKLÄRUNG

2.1. ALLGEMEIN

2.2. GRÜNDE FÜR OUTSOURCING

2.3. BILANZPOLITISCHE ZIELE

3. FORMEN DES OUTSOURCING

3.1. ALLGEMEIN

3.2. KAUF VON F+E-ERGEBNISSEN

3.2.1. Kauf von Eigentumsrechten an F+E-Ergebnissen

3.2.2. Lizenzierung:

3.3. F+E-Kooperation

3.4. AKQUISITION VON F+E-UNTERNEHMEN

4. ÖKONOMISCHE ASPEKTE

4.1. MAKE OR BUY

4.2. TRANSAKTIONSKOSTENTHEORIE:

5. VERTRAGLICHE GESTALTUNG

5.1. ALLGEMEIN

5.2. PROBLEMFELDER DER VERTRAGSGESTALTUNG

5.2.1. Prinzipal-Agent-Theorie

5.2.2 Adverse Selektion

5.2.3. Moral Hazard

5.2.4. Hold Up Problem

5.3. IMPLEMENTIERUNG

6. STUDIE DES FRAUNHOFER ISI

7. RESÜMEE

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Outsourcing von Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten (F+E) im Kontext industriellen Innovationsmanagements. Ziel ist es, die ökonomischen Aspekte, die verschiedenen Gestaltungsformen der Auslagerung sowie die damit verbundenen vertraglichen Herausforderungen zu analysieren und kritisch zu bewerten.

  • Grundlagen des Outsourcings und dessen strategische Motive.
  • Differenzierung verschiedener Formen der F+E-Auslagerung (Kauf, Kooperation, Akquisition).
  • Analyse ökonomischer Theorieansätze (Make-or-Buy, Transaktionskostentheorie).
  • Vertragstheoretische Problemstellungen wie Prinzipal-Agent-Problematik, Moral Hazard und Hold Up.
  • Auswertung empirischer Daten zur Fertigungstiefe in der F+E.

Auszug aus dem Buch

5.2.1. Prinzipal-Agent-Theorie

Das PAP betrachtet das Handeln von Individuen in Hierarchien. (Abb. 16) Der Agent erhält Weisung vom Prinzipal, handelt demnach in dessen Auftrag und auf dessen Rechnung. Grundlegende Annahmen der P-A-Theorie sind die asymmetrische Informationsverteilung, Opportunismus, unterschiedliche Risikoeinstellungen und das Ziel der individuellen Nutzenmaximierung. Der A hat in Bezug auf Wissen um seine Fähigkeiten und sein Handeln einen Informationsvorsprung gegenüber dem P. Nach Vertragsschluss wird das Handeln als nicht mehr beobachtbar angenommen, der P sieht nur die Ergebnisse, die sein A produziert.

Unsicherheiten können vom P mittels Aufwendung von Agenturkosten teilweise beseitigt werden. Bei vollständiger Information würde sich eine „First-Best-Solution“ einstellen, dieser versucht man sich anzunähern und die Effizienzverluste zu minimieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. PROBLEMSTELLUNG: Die Einleitung verdeutlicht die strategische Notwendigkeit von F+E für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und umreißt das Spannungsfeld zwischen interner Forschung und externer Auslagerung.

2. BEGRIFFSKLÄRUNG: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe Forschung und Entwicklung sowie Outsourcing und erläutert die verschiedenen Motivationslagen und bilanzpolitischen Zielsetzungen.

3. FORMEN DES OUTSOURCING: Es werden verschiedene Integrationsformen wie der direkte Kauf von Ergebnissen, Lizenzierung, Kooperationen und Akquisitionen detailliert auf ihre strukturellen Merkmale hin untersucht.

4. ÖKONOMISCHE ASPEKTE: Hier werden die Make-or-Buy-Entscheidung und die Transaktionskostentheorie als theoretisches Fundament zur Begründung der Auslagerungsentscheidung herangezogen.

5. VERTRAGLICHE GESTALTUNG: Dieses Kapitel widmet sich der Lösung von Informations- und Anreizproblemen mittels vertraglicher Mechanismen unter Berücksichtigung von Prinzipal-Agent-Theorie, Adverse Selektion, Moral Hazard und dem Hold-up-Problem.

6. STUDIE DES FRAUNHOFER ISI: Die empirischen Ergebnisse einer Studie zu F+E-Aktivitäten deutscher Betriebe werden ausgewertet, um die Praxisrelevanz von Eigenfertigung und Outsourcing zu prüfen.

7. RESÜMEE: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der Forschungsergebnisse und einem Ausblick auf künftige Entwicklungen von Netzwerkstrukturen in der F+E.

Schlüsselwörter

Outsourcing, Forschung und Entwicklung, Innovationsmanagement, Make-or-Buy, Transaktionskostentheorie, Prinzipal-Agent-Theorie, Fertigungstiefe, Lizenzierung, Kooperation, Akquisition, Informationsasymmetrie, Moral Hazard, Hold Up, Innovationsprozess, Wettbewerbsfähigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten und Herausforderungen der Auslagerung von Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten aus wirtschaftswissenschaftlicher Sicht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die ökonomische Fundierung von Outsourcing-Entscheidungen, die verschiedenen organisatorischen Gestaltungsformen und die vertragliche Absicherung komplexer Innovationsbeziehungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die theoretische und empirische Durchdringung der Entscheidungsprozesse bei der Wahl zwischen Eigenfertigung und Fremdbezug von F+E-Leistungen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es erfolgt eine Literaturanalyse gängiger ökonomischer Organisationstheorien sowie die Auswertung empirischer Daten des Fraunhofer Instituts für Systemtechnik und Innovationsforschung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine begriffliche Einführung, eine systematische Darstellung von Auslagerungsformen, eine ökonomische Fundierung durch die Transaktionskostentheorie und eine vertragstheoretische Analyse zur Problemlösung zwischen Vertragspartnern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Outsourcing, F+E, Transaktionskostentheorie, Prinzipal-Agent-Theorie sowie Innovationsmanagement.

Warum ist die Prinzipal-Agent-Theorie so wichtig für das F+E-Outsourcing?

Da Forschungsleistungen oft schwer ex-ante beurteilbar sind, entstehen Informationsasymmetrien, die ein opportunistisches Verhalten des Auftragnehmers ermöglichen, was durch geeignete Anreizverträge gesteuert werden muss.

Welches überraschende Ergebnis liefert die Studie des Fraunhofer ISI?

Die Studie zeigt, dass der Eigenfertigungsanteil in der F+E deutlich höher ist als oft in der öffentlichen Debatte vermutet, da Synergieeffekte und Know-how-Aufbau im eigenen Haus oft überwiegen.

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Details

Title
Outsourcing von Forschung und Entwicklung
Subtitle
Möglichkeiten des Outsourcings und der Vertragsgestaltung
College
http://www.uni-jena.de/  (Wirtschaftswissenschaften)
Course
Industrielles Innovationsmanagment
Grade
1,7
Author
Marcus Böhm (Author)
Publication Year
2008
Pages
43
Catalog Number
V89686
ISBN (eBook)
9783638040570
ISBN (Book)
9783638940696
Language
German
Tags
Outsourcing Forschung Entwicklung Industrielles Innovationsmanagment
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marcus Böhm (Author), 2008, Outsourcing von Forschung und Entwicklung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/89686
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