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Outdoor-Training in der Teamentwicklung

Steuerung von Lernprozessen aus systemtheoretisch-konstruktivistischer Perspektive

Title: Outdoor-Training in der Teamentwicklung

Bachelor Thesis , 2006 , 45 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Mag. Klaudia Woller (Author)

Didactics - Sport, Sport Pedagogy
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Die Kernfrage, die in dieser Arbeit behandelt wird, ist die nach der Möglichkeit der Initiierung und Steuerung von Lernprozessen durch Outdoor-Training in der Teamentwicklung aus systemtheoretisch-konstruktivistischer Sicht.

Nach der Erläuterung vorliegender Theorien zum Lernen in sozialen Systemen, sowie zu dem damit in ursächlichem Zusammenhang stehenden Aspekt der Kommunikation, wird die Möglichkeit durch handlungsorientierte Ansätze Lernprozesse zu initiieren diskutiert und Problemfelder und Grenzen werden aufgezeigt.

Im Anschluss daran werden Chancen sowie Kritikpunkte zum Einsatz handlungsorientierter Teamentwicklungskonzepte zusammengefasst und Schlussfolgerungen für die Anwendung in der Praxis gezogen.

Outdoor-Training als körper- und bewegungsbezogene Trainingsform bietet Werkzeuge zur Unterstützung in der Persönlichkeitsentwicklung durch körperlich-psychische Erlebnisse. Durch Konfrontation mit Unsicherheitsfaktoren sowie realitätsnahen, neuartigen, intensiven Situationen und Aufgaben sollen echte Gefühle und wahres Verhalten initiiert werden. Durch Reflexion und Aufarbeitung der Erlebnisse haben die TeilnehmerInnen die Möglichkeit aus diesen Erfahrungen zu lernen, wodurch Veränderungen in Wahrnehmung und Verhalten ermöglicht werden. Die Konfrontation mit diesen speziell auf Entwicklungsziele abgestimmten Aufgaben wirkt persönlichkeitsbildend.

Zahlreiche Mittel und Methoden werden in der Literatur in „rezeptform“ angeboten, kommerzielle Anbieter versprechen sensationelle Erfolge mit ihren Seminarprogrammen. Es werden jedoch weder in erlebnispädagogischer Literatur, noch bei der Anwendung praxisorientierter Outdoor-Konzepte die Grundsätze der Systemtheorie in ausreichendem Maß berücksichtigt.

Ziel dieser Arbeit ist es, die Möglichkeiten der Teamentwicklung durch Outdoor-Training basierend auf systemtheoretischen Ansätzen und die Problematik ihrer Anwendung zu erläutern, sowie im Anschluss daran die Bedeutung beider Aspekte für die Praxis aufzuzeigen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Relevanz und Ziel der Bearbeitung

1.3 Aufbau der Arbeit

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Grundbegriffe der Systemtheorie

2.1.1 System

2.1.2 Soziale Systeme

2.2 Systemisches Lernen

2.2.1 Kognition

2.2.2 Kommunikation

2.2.3 Kultur und Sinn

2.2.4 Die Offenheit des Systems

2.2.5 Ergebnis systemischen Lernens

2.3 Der Teamentwicklungsbegriff

2.3.1 Gruppe und Team

2.3.2 Teamentwicklung

3 Outdoor-Training

3.1.1 Lern- und Wirkungsmodelle im Outdoor-Training

4 Steuerung von Lernen aus systemtheoretischer Sicht

4.1 Steuerungsmöglichkeiten

4.1.1 Das Zusammenspiel von Kognition – Kommunikation – Kultur

4.1.2 Lernprozessmanagement / Kommunikationsmanagement

5 Systemtheorie und Outdoor-Training

5.1 Die Funktion von Outdoor-Übungen

5.1.1 Erkennen der Teamdynamik

5.1.2 Experimentieren mit alternativen Handlungsmustern

5.1.3 Die Bedeutung der Struktur von Outdoor-Übungen

5.2 Analyse und Zielformulierung

5.3 Quellen der Veränderung

5.3.1 Ressourcen / Lösungskompetenz

5.3.2 Lösungsorientierung

5.3.3 Sinn

5.4 Lernen durch Handeln

5.5 Vernetzung

5.6 Prozessbegleitung

5.7 Qualitätssicherung

6 Schlussbetrachtungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten, Lernprozesse im Rahmen der Teamentwicklung durch Outdoor-Training aus einer systemtheoretisch-konstruktivistischen Perspektive zu initiieren und zu steuern, wobei die Grenzen herkömmlicher, direktiver Steuerungsansätze kritisch hinterfragt werden.

  • Systemtheoretische Grundlagen sozialen Lernens
  • Abgrenzung von Outdoor-Trainingsmodellen
  • Steuerung von Lernprozessen in Organisationen
  • Rolle von Kommunikation und Systemkultur
  • Integration von Outdoor-Übungen in die Organisationsentwicklung

Auszug aus dem Buch

5.1.1 Erkennen der Teamdynamik

Ziel der Selbstbeobachtung von Kommunikationsmustern im Team während der Outdoor-Übung durch die einzelnen Mitglieder und den/die externe/n TrainerIn ist es, in anschließender Diskussion vorhandene „blinde Flecken“ aufzudecken und dadurch die Konstruktion bisheriger „Wahrheiten“ zu thematisieren und in Frage zu stellen. Das Erkennen von Problem-Konstruktionen kann in weiterer Folge als Basis für eine gemeinsame Entwicklung von Zielen dienen, da eine Veränderung von bestehenden Konstruktionen erst möglich ist, wenn diese vom System selbst als störend, belastend und veränderungsbedürftig angesehen werden.

Dabei ist zu beachten, dass auch die Beobachtung des/der Trainers/in aufgrund der Theorie der Beobachtung einen „blinden Fleck“ erzeugt (vgl. Kap. 2.1.1.1). Überdies ist der/die TrainerIn in der Trainingssituation Teil des Systems, wodurch er/sie auch nur als solcher agieren kann. Der/Die TrainerIn muss sich der Tatsache bewusst sein, dass die eigenen Beobachtungen und Erkenntnisse auch ausschließlich subjektive Wahrnehmungen, Selektionen und Interpretationen darstellen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Möglichkeiten und Grenzen der Steuerung von Teamentwicklungsprozessen durch Outdoor-Training aus systemtheoretischer Sicht.

2 Theoretische Grundlagen: Es werden zentrale Konzepte der Systemtheorie nach Luhmann sowie Aspekte des systemischen Lernens, der Kommunikation und der Organisationskultur erläutert.

3 Outdoor-Training: Das Kapitel bietet einen Überblick über verschiedene Lern- und Wirkungsmodelle im Outdoor-Training, von der Naturerfahrung bis zum metaphorischen Modell.

4 Steuerung von Lernen aus systemtheoretischer Sicht: Hier wird der systemtheoretische Steuerungsbegriff als kontextuelle Intervention definiert und das Zusammenspiel von Kognition, Kommunikation und Kultur analysiert.

5 Systemtheorie und Outdoor-Training: Dieses Kapitel verknüpft die theoretischen Erkenntnisse mit der Praxis, indem es die Funktionen von Outdoor-Übungen und die Gestaltung von Veränderungsprozessen detailliert.

6 Schlussbetrachtungen: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion über den Rechtfertigungsdruck systemischer Ansätze in leistungsorientierten Gesellschaften und betont die Bedeutung der Systemkompetenz.

Schlüsselwörter

Systemtheorie, Outdoor-Training, Teamentwicklung, Soziale Systeme, Autopoiesis, Kommunikation, Lernprozesse, Systemkultur, Konstruktivismus, Prozessbegleitung, Systemkompetenz, Interpenetration, Lernmodelle, Organisationsentwicklung, Selbststeuerung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung systemtheoretischer Prinzipien auf das Outdoor-Training im Kontext der Teamentwicklung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Kernthemen umfassen Systemtheorie, soziales Lernen, Kommunikation, Organisationskultur und die methodische Gestaltung von Outdoor-Trainings.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Möglichkeiten und Grenzen einer systemisch begründeten Steuerung von Lernprozessen in Teams durch Outdoor-Maßnahmen zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Perspektive wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf der systemtheoretisch-konstruktivistischen Perspektive nach Niklas Luhmann.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen der Systemtheorie, verschiedene Wirkungsmodelle des Outdoor-Trainings sowie die praktische Umsetzung von Lernprozessmanagement.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Systemtheorie, Autopoiesis, Outdoor-Training, Teamentwicklung und systemisches Lernen.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des Trainers?

Der Trainer wird nicht als allmächtiger Steuermann gesehen, sondern als Beobachter und Begleiter, der sich seiner eigenen Subjektivität bewusst sein muss.

Warum wird Outdoor-Training als isolierte Maßnahme kritisiert?

Weil Lernprozesse im System tief verankert sind und eine isolierte Maßnahme oft nicht die nötige strukturelle Einbettung im Unternehmen findet, um nachhaltig zu wirken.

Was bedeutet "systemisches Lernen" in diesem Kontext?

Systemisches Lernen bezeichnet den Aufbau organisationaler Wissensstrukturen durch Kommunikation, der nicht als bloße Addition individuellen Wissens verstanden werden darf.

Kann man Lernprozesse in Teams aktiv steuern?

Nein, aus systemtheoretischer Sicht kann man Prozesse nicht direkt steuern, sondern nur durch kontextuelle Interventionen und Anreize begünstigen, da das System selbst bestimmt, wie es darauf reagiert.

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Details

Title
Outdoor-Training in der Teamentwicklung
Subtitle
Steuerung von Lernprozessen aus systemtheoretisch-konstruktivistischer Perspektive
College
University of Vienna  (Institut für Sportwissenschaften)
Grade
1,0
Author
Mag. Klaudia Woller (Author)
Publication Year
2006
Pages
45
Catalog Number
V89720
ISBN (eBook)
9783638037143
ISBN (Book)
9783638933667
Language
German
Tags
Outdoor-Training Teamentwicklung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mag. Klaudia Woller (Author), 2006, Outdoor-Training in der Teamentwicklung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/89720
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