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Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Familien mit Migrationshintergrund im Deutschunterricht

Title: Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Familien mit Migrationshintergrund im Deutschunterricht

Seminar Paper , 2007 , 23 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Veronika Bernau (Author)

Didactics for the subject German - German as a Foreign Language
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Summary Excerpt Details

Im September 2001 schloss sich die Kultusministerkonferenz (KMK) wieder dem Resultat der Spracherwerbsforschung an: die Ansicht, Kinder und Jugendliche ohne Deutschkenntnisse könnten nur mittels einer Beteiligung am Regelunterricht in der deutschen Sprache erfolgreich sein, hat sich als Irrtum herausgestellt. In allen Ländern der Bundesrepublik Deutschland dürfen die SchülerInnen mit Migrationshintergrund, deren Deutschkenntnisse nicht ausreichend sind, Förderunterricht in Anspruch nehmen.Die KMK-Empfehlung „Interkulturelle Bildung und Erziehung in der Schule“ bringt eine bedeutende bildungspolitische Veränderung hervor. Man ging davon aus, dass die gesamte Schülerschaft sowohl in Bezug auf die Sprache als auch auf die Kultur heterogen sei. Die Neuorientierung war im Bereich der sprachlichen Bildung so vorgesehen, dass manche Bundesländer „Herkunftssprachlichen Unterricht“ einführte. Ziel war nun nicht mehr die Rückkehr, sondern man verstand die eigene Zwei- und Mehrsprachigkeit von MigrantInnen als Ressource, die gefördert werden sollte.
Nachkommend haben Erziehung und Unterricht das Ziel, die Zwei- bzw. Mehrsprachigkeit, auch unter den Rahmenbedingungen eines führenden Unterrichts auf Deutsch, optimal zu fördern (KMK 2001)

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: Förderung im Regelunterricht

2. Aspekte eines integrativen Sprachunterrichts

2.1 Integration von DaZ in den Regelunterricht

2.2 Integrativer DaZ- Unterricht

3. Beobachtung sprachlicher Kompetenzen

4. Zwei mögliche Kompetenzbereiche der DaZ- Förderung in der Schule

4.1 Lerntechniken im DaZ- Unterricht

4.1.1 Lerntechniken

4.1.2 Übersicht über Lerntechniken

4.1.3 Probleme für DaZ-SchülerInnen

4.1.4 Zum Einüben

4.2 Mehrsprachigkeit einbeziehen

4.2.1 Besonderheiten der Mehrsprachigkeit

4.2.2 Chancen für DaZ-SchülerInnen

4.2.3 Zum Üben

5. Ein Beispiel außerschulischer DaZ-Förderung

5.1 Forschungsstand zur Wirksamkeit einer möglichen Sprachförderung

5.2 Die DaZ-Reise im Rahmen des Jacobs-Sommercamps

5.3 Zum Ablauf im Jacobs-Sommercamp

5.4 Evaluation von Maßnahmen der Sprachförderung im Jacobs-Sommercamp Projekt

6. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht Möglichkeiten zur effektiven Sprachförderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund im Deutschunterricht. Ziel ist es, integrative Ansätze aufzuzeigen, die sowohl schulische Lerntechniken als auch die Einbeziehung der Mehrsprachigkeit nutzen, um die Lesekompetenz und den Spracherwerb im Fach Deutsch nachhaltig zu verbessern.

  • Integrativer Sprachunterricht im Regelunterricht
  • Beobachtung und individuelle Erfassung sprachlicher Kompetenzen
  • Einsatz von Lerntechniken zur Bewältigung von Sprachschwierigkeiten
  • Nutzen der Mehrsprachigkeit für den Zweitspracherwerb
  • Evaluation außerschulischer Fördermaßnahmen am Beispiel des Jacobs-Sommercamps

Auszug aus dem Buch

2.2 Integrativer DaZ- Unterricht

Der zweite Aspekt betrifft die Umsetzung des DaZ- Unterrichts als integrativen Sprachunterricht. Damit ist gemeint, dass sprachliche Angelegenheiten nicht getrennt, sondern von den SchülerInnen kontextorientiert, inhalts- und handlungsbezogen erarbeitet werden sollen.

Die Vernetzung von Sprach- und Sachlernen darf jedoch das Sprachlernen keineswegs vernachlässigen. Denn gerade die DaZ-SchülerInnen, die in jeder Unterrichtssituation merken, dass sie die Sprache während eines Sachkontextes hören und benutzen, bedürfen einer signifikanten Unterstützung ihres Spracherwerbs. Diese kann die Lehrkraft didaktisch so ausführen, dass sie das charakteristische Sprachphänomen, wie z.B. die Passivkonstruktion, zunächst im Sachkontext aufgreift, dann jedoch aus diesem Zusammenhang herauslöst und als Sprachphänomen mit den DaZ-SchülerInnen betrachtet. Danach wird das Passiv auf weitere Sachkontexte übertragen, um den SchülerInnen einen Eindruck von dem Wirkungsbereich des sprachlichen Phänomens zu vermitteln und dieses nicht auf den bestehenden sachlichen Zusammenhang zu begrenzen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Förderung im Regelunterricht: Beleuchtet die bildungspolitische Neuorientierung der KMK, die Mehrsprachigkeit bei Migranten als Ressource begreift und den Bedarf an gezielter Sprachförderung unterstreicht.

2. Aspekte eines integrativen Sprachunterrichts: Diskutiert die Integration von DaZ in den Regelunterricht und die Notwendigkeit, sprachliches Lernen kontextbezogen mit Sachlernen zu verknüpfen.

3. Beobachtung sprachlicher Kompetenzen: Erläutert die Relevanz einer kontinuierlichen Erfassung des Sprachentwicklungsstandes zur individuellen Förderung der SchülerInnen.

4. Zwei mögliche Kompetenzbereiche der DaZ- Förderung in der Schule: Behandelt die Vermittlung von Lerntechniken zur eigenständigen Spracharbeit sowie Strategien, um die Mehrsprachigkeit der Lernenden aktiv einzubeziehen.

5. Ein Beispiel außerschulischer DaZ-Förderung: Analysiert das Jacobs-Sommercamp-Projekt als wissenschaftliches Beispiel für die Wirksamkeit der Verknüpfung impliziter und expliziter Sprachförderung.

6. Ausblick: Führt aus, dass die positiven Evaluationsergebnisse der Ferienprogramme eine Abnahme von Bildungsungleichheiten unterstützen und die Wirksamkeit von DaZ-Ansätzen belegen.

Schlüsselwörter

Deutsch als Zweitsprache, DaZ-Förderung, Migrationshintergrund, integrative Sprachförderung, Lesekompetenz, Mehrsprachigkeit, Sprachstand, Lerntechniken, Sprachvergleich, Jacobs-Sommercamp, sprachliche Kompetenzen, Sprachförderkonzepte, schulischer Erfolg, Unterrichtsgestaltung, Sprachphänomene

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit Strategien und Methoden zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Familien mit Migrationshintergrund im Deutschunterricht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen der integrative Sprachunterricht, die Beobachtung sprachlicher Kompetenzen sowie die Vermittlung gezielter Lerntechniken.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie DaZ-Lehrkräfte durch integrative Maßnahmen und die Nutzung der Mehrsprachigkeit den Spracherwerb ihrer Schüler effektiv unterstützen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine theoretische Auseinandersetzung mit didaktischen Konzepten sowie auf die Evaluation von Interventionsstudien, wie dem Jacobs-Sommercamp-Projekt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Aspekte des integrativen Unterrichts, die systematische Beobachtung von Sprachkompetenzen und konkrete Förderbereiche wie Lerntechniken und Sprachvergleich.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind DaZ-Förderung, Mehrsprachigkeit, Lerntechniken, Integrativer Sprachunterricht und Sprachkompetenz.

Warum ist die Verknüpfung von impliziter und expliziter Förderung laut der Arbeit so wichtig?

Die Ergebnisse zeigen, dass reine Methoden der Theaterpädagogik (implizit) allein oft keine messbaren Erfolge bringen; erst die Kombination mit expliziten Fördermaßnahmen führt zu einer signifikanten Verbesserung der Sprachkompetenz.

Wie sollten Lehrkräfte mit der Mehrsprachigkeit der Schüler umgehen?

Die Autorin empfiehlt, die Erstsprachen der Kinder nicht auszugrenzen, sondern sie durch Sprachvergleiche und das Einbeziehen der Schüler als Experten zur bewussten Auseinandersetzung mit Sprache zu nutzen.

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Details

Title
Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Familien mit Migrationshintergrund im Deutschunterricht
College
LMU Munich  (Deutsche Philologie)
Course
Lesekompetenz im Umgang mit Sach- und Fachtexten
Grade
1,0
Author
Veronika Bernau (Author)
Publication Year
2007
Pages
23
Catalog Number
V89766
ISBN (eBook)
9783638040617
Language
German
Tags
Förderung Kindern Jugendlichen Familien Migrationshintergrund Deutschunterricht Lesekompetenz Umgang Sach- Fachtexten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Veronika Bernau (Author), 2007, Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Familien mit Migrationshintergrund im Deutschunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/89766
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