Im September 2001 schloss sich die Kultusministerkonferenz (KMK) wieder dem Resultat der Spracherwerbsforschung an: die Ansicht, Kinder und Jugendliche ohne Deutschkenntnisse könnten nur mittels einer Beteiligung am Regelunterricht in der deutschen Sprache erfolgreich sein, hat sich als Irrtum herausgestellt. In allen Ländern der Bundesrepublik Deutschland dürfen die SchülerInnen mit Migrationshintergrund, deren Deutschkenntnisse nicht ausreichend sind, Förderunterricht in Anspruch nehmen.Die KMK-Empfehlung „Interkulturelle Bildung und Erziehung in der Schule“ bringt eine bedeutende bildungspolitische Veränderung hervor. Man ging davon aus, dass die gesamte Schülerschaft sowohl in Bezug auf die Sprache als auch auf die Kultur heterogen sei. Die Neuorientierung war im Bereich der sprachlichen Bildung so vorgesehen, dass manche Bundesländer „Herkunftssprachlichen Unterricht“ einführte. Ziel war nun nicht mehr die Rückkehr, sondern man verstand die eigene Zwei- und Mehrsprachigkeit von MigrantInnen als Ressource, die gefördert werden sollte.
Nachkommend haben Erziehung und Unterricht das Ziel, die Zwei- bzw. Mehrsprachigkeit, auch unter den Rahmenbedingungen eines führenden Unterrichts auf Deutsch, optimal zu fördern (KMK 2001)
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung: Förderung im Regelunterricht..
- 2. Aspekte eines integrativen Sprachunterrichts.......
- 2.1 Integration von DaZ in den Regelunterricht......
- 2.2 Integrativer DaZ- Unterricht...
- 3. Beobachtung sprachlicher Kompetenzen.
- 4. Zwei mögliche Kompetenzbereiche der DaZ- Förderung in der Schule
- 4.1 Lerntechniken im DaZ- Unterricht
- 4.1.1 Lerntechniken..
- 4.1.2 Übersicht über Lerntechniken.......
- 4.1.3 Probleme für DaZ-SchülerInnen
- 4.1.4 Zum Einüben.
- 4.2 Mehrsprachigkeit einbeziehen.........
- 4.2.1 Besonderheiten der Mehrsprachigkeit...
- 4.2.2 Chancen für DaZ-SchülerInnen....
- 4.2.3 Zum Üben.........
- 5. Ein Beispiel außerschulischer DaZ-Förderung...
- 5.1 Forschungsstand zur Wirksamkeit einer möglichen Sprachförderung
- 5.2 Die DaZ-Reise im Rahmen des Jacobs-Sommercamps ...
- 5.3 Zum Ablauf im Jacobs-Sommercamp
- 5.4 Evaluation von Maßnahmen der Sprachförderung im Jacobs-Sommercamp Projekt..
- 6. Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit untersucht die Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund im Deutschunterricht. Sie analysiert den aktuellen Stand der DaZ-Förderung im Regelunterricht und beleuchtet die Integration von DaZ-Aspekten in den regulären Unterricht. Zudem werden wichtige Kompetenzen für die DaZ-Förderung, wie Lerntechniken und die Berücksichtigung von Mehrsprachigkeit, diskutiert.
- Integration von DaZ-Aspekten in den Regelunterricht
- Bedeutung eines integrativen Sprachunterrichts
- Lerntechniken im DaZ-Unterricht
- Mehrsprachigkeit als Ressource im DaZ-Unterricht
- Evaluation von Maßnahmen der Sprachförderung
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung der Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund im Deutschunterricht, wobei die Entwicklung des schulischen DaZ-Unterrichts und die Herausforderungen der Integration von DaZ-Aspekten in den Regelunterricht im Vordergrund stehen. Kapitel 2 widmet sich den Aspekten eines integrativen Sprachunterrichts, wobei die Integration von DaZ in den Regelunterricht und die kontextorientierte, inhalts- und handlungsbezogene Erarbeitung sprachlicher Inhalte im Mittelpunkt stehen. Kapitel 3 befasst sich mit der Beobachtung sprachlicher Kompetenzen, wobei die Bedeutung von Einstufungstests und die kontinuierliche Beobachtung des Sprachentwicklungsstands von DaZ-Schülern im Fokus stehen. Kapitel 4 analysiert zwei wichtige Kompetenzbereiche der DaZ-Förderung in der Schule: Lerntechniken im DaZ-Unterricht und die Einbeziehung von Mehrsprachigkeit.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit wichtigen Themen der DaZ-Förderung, darunter die Integration von DaZ in den Regelunterricht, die Bedeutung eines integrativen Sprachunterrichts, Lerntechniken für DaZ-Schüler, die Berücksichtigung von Mehrsprachigkeit und die Evaluation von Maßnahmen der Sprachförderung.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet DaZ im schulischen Kontext?
DaZ steht für "Deutsch als Zweitsprache" und bezieht sich auf die Förderung von Schülern mit Migrationshintergrund, deren Erstsprache nicht Deutsch ist.
Wie hat sich die Ansicht zur Sprachförderung seit 2001 gewandelt?
Die Kultusministerkonferenz (KMK) erkannte an, dass bloße Beteiligung am Regelunterricht oft nicht ausreicht und gezielte Fördermaßnahmen sowie interkulturelle Bildung notwendig sind.
Was ist ein "integrativer Sprachunterricht"?
Dabei werden DaZ-Aspekte direkt in den Regelunterricht eingebettet, indem sprachliche Inhalte kontextorientiert, inhalts- und handlungsbezogen erarbeitet werden.
Warum wird Mehrsprachigkeit als Ressource betrachtet?
Anstatt nur Defizite zu sehen, wird die vorhandene Erstsprache der Migranten als Kompetenz genutzt, die den weiteren Spracherwerb und die Identitätsbildung positiv unterstützen kann.
Welches Beispiel für außerschulische Förderung wird genannt?
Die Arbeit evaluiert die Sprachförderung im Rahmen des Jacobs-Sommercamps als Modellprojekt für effektive DaZ-Förderung.
- Quote paper
- Veronika Bernau (Author), 2007, Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Familien mit Migrationshintergrund im Deutschunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/89766