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Die organisatorische Entwicklung der CDU in der Opposition (1969-1982 und 1998-2005)

Title: Die organisatorische Entwicklung der CDU in der Opposition (1969-1982 und 1998-2005)

Thesis (M.A.) , 2007 , 107 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: M.A. Henrik Zein (Author)

Politics - Political Systems - Germany
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Die Christliche Demokratische Union (CDU) gilt als die erfolgreichste Partei der bundesdeutschen Parlamentsgeschichte. Sie gewann die Mehrzahl der Wahlen, stellte die längste Zeit den Bundeskanzler und befand sich deutlich häufiger in der Regierungsverantwortung als ihre sozialdemokratische Hauptkonkurrentin.

Der chronische Vorsprung der Christdemokraten gegenüber der SPD galt über mehrere Jahrzehnte nahezu als ausgemacht. Überhaupt erst zwei Mal in ihrer Historie musste die traditionell häufig als „Kanzlerwahlverein“ apostrophierte christdemokratische Partei die Regierungsmacht abgeben und den Gang in die Opposition antreten. Dabei hatte sich die CDU zusammengezählt lediglich zwei Jahrzehnte lang mit dem ungewohnten Oppositionsstatus zu begnügen.

Die vorliegende Arbeit widmet sich diesem Umstand und untersucht in einer vergleichenden Analyse die beiden Oppositionsphasen der CDU auf Bundesebene. Ausgehend von der Themenstellung „Die organisatorische Entwicklung der CDU in der Opposition (1969-1982 und 1998-2005)“ werden die beiden genannten Zeiträume auf verschiedene Faktoren hin betrachtet. Um aufschlussreiche Erkenntnisse zu gewinnen, sollen vor allem die Kernbereiche der Parteiorganisation analysiert werden: die Parteiführung, die Bundesgeschäftsstelle, die Mitglieder und die Finanzen.

Dabei behandelt diese Einzelfallstudie, die einen Beitrag zur empirischen Parteienforschung leisten soll, die CDU weniger in ihrer Parlaments-, Programm- und Fraktionsgeschichte, sondern beschäftigt sich vornehmlich mit innerparteilichen Strukturen und Prozessen. Es soll typologisch dargestellt werden, wie die Regierungsverluste personelle, strukturelle und finanzielle Veränderungen in der Parteiorganisation ausgelöst haben.

Es wird vergleichend untersucht, ob es die CDU in den beiden Oppositionsphasen geschafft hat, ihre Parteiführung und -organisation so zu reformieren, dass sie dadurch einen entscheidenden Grundstein für die Rückkehr in die Regierungsverantwortung legen konnte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1.1 Thema, Fragestellung und Untersuchungsziel

1.2 Aufbau

1.3 Methode, Quellenlage und Forschungsstand

Parteiorganisationen

1.4 Begriffserklärung

1.5 Parteiorganisationstypen

1.5.1 Honoratiorenparteien

1.5.2 Massenparteien

1.5.3 „Catch-All“-Parteien

1.5.4 Kartellparteien

1.6 Parteiorganisationen zu Oppositionszeiten

Parteiorgane und Spezifika der CDU

1.7 Bundesparteitag

1.8 Bundesausschuss

1.9 Präsidium und Vorstand

1.10 Generalsekretär

1.11 Vereinigungen

1.12 Föderale Struktur

1.13 Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion

Die organisatorische Entwicklung der CDU in den Oppositionsjahren 1969-1982

1.14 Innerparteiliche Führung: Personen und Gremien

1.14.1 Kiesinger und Barzel als Parteivorsitzende

1.14.2 Politische Führung unter Helmut Kohl

1.15 Die Entwicklung der Bundesgeschäftsstelle

1.15.1 Die CDU-Bundesgeschäftsstelle unter Adenauer

1.15.2 Die Reorganisation und der Ausbau der Bundesgeschäftsstelle in der Opposition

1.16 Von der Honoratioren- zur Mitgliederpartei

1.17 Die Parteifinanzen der CDU

1.17.1 Das Finanz- und Spendensystem der CDU

1.17.2 Die Entwicklung der CDU-Finanzen in der Opposition 1969-1982

1.18 Zusammenfassung: Die organisatorische Entwicklung der CDU in der ersten Oppositionsphase (1969-1982)

Die organisatorische Entwicklung der CDU in den Oppositionsjahren 1998-2005

1.19 Die CDU-Parteiführung: Personen und Gremien

1.19.1 Schäuble als Parteivorsitzender

1.19.2 Generationswechsel unter der Vorsitzenden Merkel

1.19.2.1 Die Wahl Merkels und die Frage der Kanzlerkandidatur 2002

1.19.2.2 Merkel als Partei- und Fraktionsvorsitzende

1.20 Die Bundesgeschäftsstelle in der zweiten Oppositionsphase

1.21 Von der Mitglieder- zur Bürgerpartei

1.22 Die Parteifinanzen und die Spendenaffäre

1.23 Zusammenfassung: Die organisatorische Entwicklung der CDU in der zweiten Oppositionsphase (1998-2005)

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht in einer vergleichenden Analyse die beiden Oppositionsphasen der CDU auf Bundesebene (1969-1982 und 1998-2005) unter besonderer Berücksichtigung der innerparteilichen Strukturen und Prozesse, um zu ergründen, ob und wie organisatorische Reformen die Rückkehr zur Regierungsverantwortung beeinflussten.

  • Vergleichende Analyse innerparteilicher Strukturen (Parteiführung, Bundesgeschäftsstelle, Mitglieder, Finanzen).
  • Untersuchung von Zusammenhängen zwischen Regierungsverlusten und Organisationsreformen.
  • Typologische Einordnung des organisatorischen Zustands der CDU (Honoratioren-, Massen-, Catch-All- oder Kartellpartei).
  • Analyse der Rolle prägender Akteure für die innerparteiliche Entwicklung.
  • Bewertung der Rolle der Parteizentrale als Entscheidungszentrum.

Auszug aus dem Buch

1.12 Föderale Struktur

Zu den Besonderheiten der CDU gehört - sowohl im Vergleich mit den westeuropäischen Parteien des bürgerlichen Lagers als auch mit den anderen Parteien in der Bundesrepublik - der stark entwickelte innerorganisatorische Föderalismus. Dieser beeinflusst zum Beispiel die innere Machtverteilung so nachhaltig, dass eine „Diktatur des Parteiführers“ wie in Großbritannien - vor allem unter Margaret Thatcher - in der deutschen CDU kaum denkbar ist. Somit basieren viele langwierige Aushandlungsprozesse, gelegentliche Führungsschwächen oder ausgeprägte Proporzmuster bei der Besetzung von Posten in Partei, Fraktion und ggf. Regierung auf diesem Sachverhalt, der durch den entsprechenden föderal geprägten staatlichen Aufbau verstärkt wird.

Aufgrund dieser Tatsache weisen die christdemokratischen Landesverbände seit ihrer Gründung häufig ein eigenständiges organisatorisches und ideologisches Profil auf und sie fungieren bis heute oftmals als „politische Laboratorien“. Das heißt, bestimmte Modelle werden auf Länderebene getestet und werden dann bei Erfolg auf die Bundesebene projiziert. In der Parteienforschung herrscht seit langem Einigkeit darüber, dass vor allem die frühe CDU aus weitgehend autonomen Landesverbänden bestand, die wichtige Machtzentren bildeten. Der föderative Aufbau der Partei ergibt sich aus der Tatsache, dass sie sowohl auf programmatischer als auch auf organisatorischer Ebene als Gegenbild zu den alten zentralistischen Parteien der Linke fungieren wollte und nicht von ungefähr den Eigennamen Union gewählt hat. Neben dem Gedanken der Subsidiarität und dem Schutz vor Machtmissbrauch ist es für Schmid „der Reflex der eigenen politischen Heterogenität, der zu diesem 'locker gekoppelten System' - so ein Terminus der Organisationsforschung - geführt hat“.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Stellt das Thema der vergleichenden Analyse der beiden Oppositionsphasen der CDU vor und definiert die Forschungsziele sowie die methodische Herangehensweise.

Parteiorganisationen: Vermittelt theoretische Grundlagen über Parteitypen (Honoratioren-, Massen-, Catch-All-, Kartellpartei) und deren Verhalten in der Opposition.

Parteiorgane und Spezifika der CDU: Erläutert die spezifischen Parteiorgane der CDU (Parteitag, Bundesausschuss, Präsidium, Vorstand) und ihre föderale Struktur sowie das Verhältnis zur CSU.

Die organisatorische Entwicklung der CDU in den Oppositionsjahren 1969-1982: Analysiert intensiv die Veränderungen in Führung, Geschäftsstelle, Mitgliederstruktur und Finanzen während der ersten Oppositionsphase.

Die organisatorische Entwicklung der CDU in den Oppositionsjahren 1998-2005: Beleuchtet analog zur ersten Phase die personellen und strukturellen Reformprozesse der CDU nach dem Machtverlust 1998 bis 2005.

Fazit: Vergleicht beide Oppositionsphasen miteinander, arbeitet Gemeinsamkeiten und Unterschiede heraus und beantwortet die in der Einleitung aufgeworfenen zentralen Forschungsfragen.

Schlüsselwörter

CDU, Opposition, Parteiorganisation, Mitgliederpartei, Bundesgeschäftsstelle, Parteifinanzen, Helmut Kohl, Angela Merkel, Föderalismus, Politische Führung, Machtzentrum, Parteireform, Mandatsträger, Spendensystem, Regierungsverlust.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert vergleichend die organisatorische Entwicklung der CDU während ihrer beiden langen Oppositionsphasen (1969-1982 und 1998-2005) auf Bundesebene.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die innerparteiliche Führung, die Rolle der Bundesgeschäftsstelle, die Entwicklung der Mitgliederbasis sowie das Finanz- und Spendensystem der Partei.

Was ist das primäre Ziel der Studie?

Es soll untersucht werden, ob und wie die Partei ihre Strukturen in der Opposition reformierte und ob diese Reformen als Grundlage für die Rückkehr in die Regierungsverantwortung dienten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende Einzelfallstudie, die sich auf Primär- und Sekundärliteratur, parteiinterne Dokumente sowie Experteninterviews stützt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert für beide Zeiträume nacheinander personelle Veränderungen in der Parteispitze, den Ausbau der Parteizentrale und die Reform des Finanzwesens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen gehören Parteiorganisation, Föderalismus, Mitgliederpartei, Spendenaffäre und politische Führung.

Welche Rolle spielt die CSU in der organisatorischen Entwicklung der CDU?

Die CSU agiert als unabhängige Schwesterpartei und ist ein wichtiger Machtfaktor im Gesamtgefüge der Union; Konflikte zwischen beiden Parteien prägten häufig die strategische Ausrichtung der CDU.

Wie wirkte sich die Spendenaffäre auf die CDU aus?

Sie löste finanzielle Krisen und Vertrauensverluste aus, erzwang jedoch auch eine drastische finanzielle Konsolidierung und eine grundlegende Neuordnung der Parteifinanzen mit Fokus auf mehr Transparenz.

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Details

Title
Die organisatorische Entwicklung der CDU in der Opposition (1969-1982 und 1998-2005)
College
University of Osnabrück
Grade
1,0
Author
M.A. Henrik Zein (Author)
Publication Year
2007
Pages
107
Catalog Number
V89774
ISBN (eBook)
9783638037051
ISBN (Book)
9783638933681
Language
German
Tags
Entwicklung Opposition
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. Henrik Zein (Author), 2007, Die organisatorische Entwicklung der CDU in der Opposition (1969-1982 und 1998-2005), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/89774
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