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Lohn- und Gehaltssysteme im rechtlichen Kontext

Prämien und Sonderzahlungen

Title: Lohn- und Gehaltssysteme im rechtlichen Kontext

Bachelor Thesis , 2008 , 36 Pages , Grade: 2,00

Autor:in: Nicole Blaschitz (Author)

Leadership and Human Resources - Miscellaneous
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Dass Mitarbeiter für ihre Arbeit entlohnt werden ist selbstverständlich. „Es stellt sich allerdings die Frage, wie genau diese Entlohnung zustande kommt, auf welcher Grundlage sie erfolgt und was alles zur Entlohnung eines Mitarbeiters gehören kann“ . Das Thema des Entgelts ist sowohl rechtlich als auch personalwirtschaftlich eine heikle Angelegenheit. Im Bereich der Mitarbeiterführung stellt es zum einen einen Motivationsfaktor dar und zum anderen kann es innerhalb der Arbeitnehmerschaft zu Konfliktherden kommen.

Daher ist es von zentraler Bedeutung, dass bei der Festsetzung des Entgeltes innerhalb eines Betriebes eine klare und transparente Struktur verfolgt wird. Einerseits sollen für den einzelnen Mitarbeiter bzw. für eine definierte Gruppe von Mitarbeitern bestimmte Lohnformen festgelegt werden. Andererseits sind innerhalb des betrieblich gegebenen Entlohnungssystems die individuellen Arbeitsentgelte zu vereinbaren. Bei der Festsetzung des Entgelts für einen Mitarbeiter müssen mehrere Komponenten beachtet werden. Hierunter fallen die Anforderungen der Stelle, die erbrachten Leistungen, der Sozialstatus und den Lebensabschnitt des Betreffenden sowie die Stellung in der Hierarchie des Unternehmens.

Selbstverständlich müssen die betriebsinternen Entlohnungskonzepte rechtlichen Anforderungen entsprechen. Hierbei ist vor allem die Hierarchie der einzelnen Rechtsquellen von Bedeutung. An oberster Stelle steht das Recht der Europäischen Union, welches jedoch aufgrund des Umfanges dieser Arbeit außer Acht gelassen werden muss.

Danach kommen absteigend das Verfassungsrecht, in dem sich, unter anderem der Gleichbehandlungsgrundsatz wieder findet, das zwingende österreichische Recht, der Kollektivvertrag, die Betriebsvereinbarungen, der Arbeitsvertrag, das nachgiebige Recht und zum Schluss die Weisungen des Arbeitgebers. Die nachfolgenden (untergeordneten) Rechtsquellen dürfen zu den übergeordneten Rechtsquellen nicht in Widerspruch stehen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Zentrale Fragestellungen

1.2. Methode

2. Begriffsdefinitionen

2.1. Entgeltbegriff im Arbeits-, Sozial- und Finanzrecht

2.1.1. Entgeltbegriff im Arbeitsrecht

2.1.2. Entgeltbegriff im Sozialrecht

2.1.3. Entgeltbegriff im Finanzrecht

2.2. Arbeitnehmer: Arbeiter / Angestellte

2.3. Überblick über Entgeltformen

2.3.1. Naturalentgelt

2.3.2. Akkordlohn

2.3.3. Provisionen

2.3.4. Beteiligung am wirtschaftlichen Ergebnis

2.3.5. Unternehmenswertorientierte Entlohnung

2.4. Prämien

2.5. Sonderzahlung

3. Prämien

3.1. Definition

3.2. Rechtsquellen

3.2.1. Arbeitsverfassungsgesetz

3.2.2. Kollektivverträge

3.3. Besondere Arten von Prämien

3.3.1. Qualitätsprämie

3.3.2. Anwesenheitsprämie

3.3.3. Diensterfindungsvergütung

3.4. Finanzrechtliche Behandlung von Prämien

3.5. Sozialrechtliche Behandlung von Prämien

4. Sonderzahlungen

4.1. Rechtsquellen

4.1.1. Kollektivverträge

4.1.1.1. Kollektivverträge für Angestellte

4.1.1.2. Kollektivverträge für Arbeiter

4.1.2. Freiwillige Gewährung von Sonderzahlungen

4.2. Sonderzahlungen im Sozialrecht

4.3. Sonderzahlungen im Finanzrecht

5. Resumée – Beantwortung der Forschungsfrage

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, die rechtlichen Rahmenbedingungen von Lohn- und Gehaltssystemen – mit speziellem Fokus auf Prämien und Sonderzahlungen – in Österreich detailliert zu beleuchten und deren arbeits-, sozial- und finanzrechtliche Konsequenzen für Arbeitnehmer sowie Arbeitgeber aufzuzeigen.

  • Analyse des rechtlichen Entgeltbegriffs im Arbeits-, Sozial- und Finanzrecht
  • Untersuchung der rechtlichen Grundlagen für Prämien und deren Behandlung
  • Evaluation von Sonderzahlungen und deren Abgrenzung zum laufenden Entgelt
  • Gegenüberstellung der rechtlichen Situation von Arbeitern und Angestellten bei variablen Entlohnungsformen

Auszug aus dem Buch

3.3.2. Anwesenheitsprämien

Ein besonderes Problem bei der Prämienvergütung stellen die sogenannten Anwesenheitsprämien dar. Diese gebühren dem Arbeitnehmer überhaupt bzw. in voller Höhe nur dann zusätzlich zum laufenden Entgelt, wenn er während eines bestimmten Zeitraumes tatsächlich und ununterbrochen gearbeitet hat. Diesen Anspruch verliert der Mitarbeiter selbst bei begründeten Fehlzeiten, wie beispielsweise Krankheit. Der Arbeitgeber will so die Nichtleistungslöhne möglichst gering halten und einem möglichen Missbrauch der sozialen Schutzgesetze des österreichischen Arbeitsrechtes bezüglich der Fälle der Entgeltfortzahlung durch finanzielle Anreize für den Arbeitnehmer verhindern.

Die Anwesenheitsprämien unterlaufen so regelmäßig den Schutzzweck des Entgeltfortzahlungsgesetzes (EFZG). Gemäß § 3 EFZG darf das Entgelt des Arbeitnehmers aufgrund der im § 2 EFZG aufgezählten begründeten Fehlzeiten nicht geschmälert werden. Dies wird selbstverständlich dann nicht erreicht, wenn der Arbeitnehmer aufgrund von Krankheit oder dergleichen die Prämie nicht erhält. Kranken Arbeitnehmern wird durch eine derartige Prämienkonstellation nahe gelegt, keine Rücksicht auf Krankheit und daraus resultierenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu nehmen. Diese Arten von Prämienvereinbarung sind somit unzulässig.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der personalwirtschaftlichen Bedeutung des Entgelts sowie der hierarchischen Struktur der anzuwendenden Rechtsquellen.

2. Begriffsdefinitionen: Erläuterung der unterschiedlichen Entgeltbegriffe in den Bereichen Arbeits-, Sozial- und Finanzrecht sowie eine Übersicht gängiger Entgeltformen.

3. Prämien: Analyse von leistungsbezogenen Entlohnungsformen, deren Rechtsgrundlagen, speziellen Arten wie Qualitätsprämien und der steuer- sowie sozialversicherungsrechtlichen Behandlung.

4. Sonderzahlungen: Untersuchung von Remunerationen (z.B. Urlaubs- und Weihnachtsgeld), deren rechtliche Verankerung in Kollektivverträgen und arbeitsrechtliche Behandlung in Rumpfjahren.

5. Resumée – Beantwortung der Forschungsfrage: Synthese der Ergebnisse zur rechtlichen Handhabung von Prämien und Sonderzahlungen sowie Klärung der Unterschiede zwischen Arbeiter- und Angestelltenverhältnissen.

Schlüsselwörter

Entgelt, Arbeitsrecht, Sozialrecht, Finanzrecht, Prämien, Sonderzahlungen, Kollektivvertrag, Arbeitsverfassungsgesetz, Diensterfindungsvergütung, Anwesenheitsprämie, Einkommenssteuer, Remuneration, Leistungslohn, Aliquotierung, Arbeitnehmer

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die rechtlichen Aspekte von Entlohnungssystemen in Österreich, wobei der Schwerpunkt auf den beiden variablen Formen Prämien und Sonderzahlungen liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit fokussiert sich auf die arbeits-, sozial- und finanzrechtliche Einordnung von Prämien und Sonderzahlungen sowie die unterschiedliche Rechtsstellung von Arbeitern und Angestellten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die rechtlichen Rahmenbedingungen der Entgeltgestaltung übersichtlich darzustellen und zu klären, wie Prämien und Sonderzahlungen rechtlich korrekt in die Entlohnung eingebettet werden können.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturstudie unter Einbeziehung von Monographien, einschlägigen Lehrbüchern, OGH-Entscheidungen und diversen Kollektivverträgen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Untersuchung der Rechtsgrundlagen von Prämien (einschließlich Sonderformen wie Diensterfindungen) und Sonderzahlungen unter Berücksichtigung der jeweiligen gesetzlichen Behandlung in den Rechtsbereichen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wesentlichen Begriffe sind Entgelt, Prämien, Sonderzahlungen, Arbeitsrecht, Kollektivvertrag und Aliquotierung.

Warum sind Anwesenheitsprämien aus Sicht der Rechtsprechung problematisch?

Da sie den Schutzzweck des Entgeltfortzahlungsgesetzes unterlaufen, indem sie Anreize schaffen, trotz Krankheit zur Arbeit zu erscheinen, um keine finanziellen Einbußen zu erleiden.

Was ist das sogenannte Aliquotierungsgebot bei Sonderzahlungen?

Es besagt, dass Arbeitnehmer auch dann Anspruch auf anteilige Sonderzahlungen haben, wenn ihr Dienstverhältnis vor Fälligkeit der Auszahlung gelöst wird, was insbesondere für Angestellte zwingend geregelt ist.

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Details

Title
Lohn- und Gehaltssysteme im rechtlichen Kontext
Subtitle
Prämien und Sonderzahlungen
College
University of Salzburg
Grade
2,00
Author
Nicole Blaschitz (Author)
Publication Year
2008
Pages
36
Catalog Number
V89800
ISBN (eBook)
9783638039628
ISBN (Book)
9783638936224
Language
German
Tags
Lohn- Gehaltssysteme Kontext
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nicole Blaschitz (Author), 2008, Lohn- und Gehaltssysteme im rechtlichen Kontext, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/89800
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