Der folgende Text beschäftigt sich mit den Problemen und Hindernissen des Benchmarking in der Praxis und mit den vorhandenen Lösungsansätzen.
Der Begriff des Benchmarking stammt aus der Entstehungsphase dieses Management-Tools in den siebziger Jahren und ist hergeleitet von dem englischen Wort „Benchmark“. Dieses bedeutet soviel wie Höhenmarke oder Orientierungswert und ist als Höhenunterschied zu einem gegebenen Punkt zu verstehen. Im wirtschaftlichen Zusammenhang steht der Begriff des Benchmarking somit für die Orientierung eines Unternehmens oder eines Unternehmensbereiches an einem besseren (oder dem Besten) Unternehmen oder Unternehmensbereich.
Dieses Bestreben nach dem Erreichen der „best practice“ bringt in der praktischen Umsetzung viele Probleme und Umsetzungshindernisse mit sich, die im Folgenden beschrieben werden. Einer kurzen allgemeinen Darstellung des Benchmarking folgt die Beschreibung der einzelnen Phasen des Benchmarking-Prozesses mit den jeweils ihnen eigenen Schwierigkeiten und Grenzen.
Ziel dieser Arbeit ist es allerdings nicht nur auf die Probleme hinzuweisen, sondern auch das Vorzuschlagen von Lösungsansätze und das Betrachten von Praxisbeispielen in Unternehmen, die das Benchmarking erfolgreich umgesetzt haben.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Allgemeine Beschreibung des Benchmarking
3. Probleme und Hindernisse
3.1 Planungsphase
3.2 Analysephase
3.3 Aktionsphase
3.4 Kontrollphase
4. Lösungsansätze in der Praxis
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Herausforderungen und Hindernisse, die bei der praktischen Anwendung von Benchmarking-Prozessen auftreten, und evaluiert mögliche Lösungsansätze für ein erfolgreiches Kosten- und Bereichscontrolling.
- Grundlagen und Definition des Benchmarking
- Detaillierte Analyse der vier Benchmarking-Phasen (Planung, Analyse, Aktion, Kontrolle)
- Identifikation prozessspezifischer Problematiken
- Praxisbeispiel: Benchmarking im Profifußball
- Strategien zur Optimierung der Umsetzungseffizienz
Auszug aus dem Buch
3.1 Planungsphase
In der Planungsphase geht es zunächst darum das Benchmarking-Objekt festzulegen, somit also darum, ob ein Produkt, ein Prozess ein Bereich oder das ganze Unternehmen verbessert werden soll. Ausschlaggeben für die Wahl können verschiedene Faktoren sein, wie zum Beispiel großes vermutetes Verbesserungspotential, aktuelle Probleme oder der Kundennutzen. Vor allem aber sollte das Objekt ein entscheidender Faktor für den Erfolg des Unternehmens darstellen.
Anschließend wird ein Benchmarking-Team im Unternehmen gebildet, das den Prozess begleiten und durchführen soll. Hierbei ist das Problem, dass dieses Team im gesamten Unternehmen eine gute Akzeptanz des Projektes und der Ergebnisse erzielen muss. Hierfür bietet es sich an aus jedem relevanten Bereich des Unternehmens mindestens ein Mitglied in das Team zu integrieren. Es ist außerdem von Vorteil externe Berater mit einzubeziehen, da diese einen unvorhereingenommenen Blick auf das Unternehmen werfen können.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einführung erläutert die Herkunft des Benchmarking-Begriffs und definiert die Zielsetzung, praktische Probleme dieses Management-Tools sowie Lösungsansätze zu beleuchten.
2. Allgemeine Beschreibung des Benchmarking: Das Kapitel definiert Benchmarking als systematisches Lern- und Verbesserungsinstrument für Unternehmen und unterscheidet zwischen internen und externen Vergleichsmöglichkeiten.
3. Probleme und Hindernisse: Dieser Hauptteil analysiert kritische Hürden in den vier Prozessphasen von der Auswahl geeigneter Kennzahlen und Partner bis hin zur operativen Umsetzung der gewonnenen Erkenntnisse.
3.1 Planungsphase: Der Fokus liegt auf der Definition des Benchmarking-Objekts, der Teambildung sowie der Herausforderung, valide Datenquellen für den angestrebten Vergleich zu erschließen.
3.2 Analysephase: Dieses Kapitel behandelt die Problematik der Datenvergleichbarkeit sowie die Identifikation von Leistungslücken durch den Einsatz standardisierter Instrumente.
3.3 Aktionsphase: Hier wird die Schwierigkeit beschrieben, die theoretischen Befunde in den Unternehmensalltag zu integrieren und das Personal von notwendigen strategischen Veränderungen zu überzeugen.
3.4 Kontrollphase: Dieses Kapitel beschreibt den Abschluss des Prozesses durch die Überprüfung der Ergebnisse und die Analyse etwaiger Abweichungen von den definierten Vorgaben.
4. Lösungsansätze in der Praxis: Anhand einer Fallstudie aus dem Profifußball wird aufgezeigt, wie Unternehmen durch Prozesskostenrechnung und differenzierte Dimensionen (sportlich, strukturell, prozessspezifisch) Benchmarking erfolgreich anwenden können.
5. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Bewertung des Benchmarking als effektives Instrument, trotz hoher Kosten und Zeitinvestitionen, und prognostiziert eine steigende Bedeutung für die Zukunft.
Schlüsselwörter
Benchmarking, Kostencontrolling, Prozessoptimierung, Best Practice, Leistungslücke, Planungsphase, Analysephase, Aktionsphase, Kontrollphase, Benchmarking-Team, Kennzahlen, Prozesskostenrechnung, Unternehmenssteuerung, Effizienzsteigerung, Wettbewerbsvorteil
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Hausarbeit im Kern?
Die Arbeit befasst sich mit den Strategien für einen erfolgreichen Einsatz von Benchmarking im Rahmen des Kosten- und Bereichscontrollings und untersucht dabei insbesondere die praktischen Hürden und Lösungswege.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die zentralen Themen umfassen die theoretischen Grundlagen des Benchmarkings, die detaillierte Darstellung der vier Prozessphasen sowie die praktische Anwendung anhand einer Fallstudie.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, auf die typischen Schwierigkeiten während eines Benchmarking-Prozesses hinzuweisen und konkrete Methoden vorzuschlagen, wie diese Herausforderungen durch professionelles Management überwunden werden können.
Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu Controlling-Methoden sowie der deskriptiven Auswertung einer Fallstudie aus der Sportwirtschaft.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auseinandersetzung mit den vier Phasen des Benchmarking-Prozesses: Planung, Analyse, Aktion und Kontrolle.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?
Die wichtigsten Schlagworte sind Benchmarking, Prozessoptimierung, Leistungslücken, Kostenmanagement und Best-Practice-Ansätze.
Welche Rolle spielt die externe Beratung im Benchmarking-Prozess laut Autor?
Externe Berater werden als vorteilhaft erachtet, da sie einen unvorhergefangenen, neutralen Blick auf die Unternehmensprozesse ermöglichen können.
Wie unterscheidet sich das interne vom externen Benchmarking?
Internes Benchmarking vergleicht Komponenten innerhalb des eigenen Unternehmens, während externes Benchmarking den Leistungsvergleich mit anderen Wettbewerbern sucht.
Welche Besonderheit weist das Fallbeispiel im Profifußball auf?
Besonders ist hier, dass neben strukturellen und prozessspezifischen Faktoren auch die sportliche Dimension einen signifikanten Einfluss auf die wirtschaftliche Leistung des Vereins hat.
- Quote paper
- Elin Tiedemann (Author), 2007, Strategien für den erfolgreichen Einsatz von Benchmarking, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/89845