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Ist es möglich, für die Massenmedien, wenn man sie als soziales System nach Luhmann annimmt, eine funktionierende Medienethik zu entwickeln?

Title: Ist es möglich, für die Massenmedien, wenn man sie als soziales System nach Luhmann annimmt, eine funktionierende Medienethik zu entwickeln?

Term Paper , 2006 , 27 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Dipl. Medienwirtin Simone Drott (Author)

Communications - Ethics in the Media
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Die Kommunikationswissenschaftler Saxer und Rühl kritisieren in dem 1981 geschriebenen Aufsatz „25 Jahre Deutscher Presserat“ die Arbeit des Presserates. In ihren Ausführungen schlagen die Autoren einen systemrationalen Ansatz zur Gewinnung einer Medienethik vor und formulieren einen Katalog von Forderungen an eine solche Medienethik.

Der Kern dieser Arbeit ist der Vergleich zwischen den systemtheoretischen Aspekten in dem Aufsatz von Saxer und Rühl und dem systemtheoretischen Ansatz nach Niklas Luhmann.
Als Grundlage seiner Systemtheorie dient mir Luhmanns Buch „Soziale Systeme“ aus dem Jahre 1987, sowie seine systemtheoretische Auseinandersetzung mit den Massenmedien in seinem Werk „Die Realität der Massenmedien“.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

ZIEL DER ARBEIT

KRITISCHE BELEUCHTUNG DER SYSTEMTHEORIE NACH LUHMANN

2.1 SOZIALE SYSTEME – PRODUKTE, CODES UND SELEKTION

2.2 SELEKTOREN VS. FORMEN FÜR DEN SELEKTIONSPROZESS

2.3 KOPPLUNGEN ZWISCHEN SYSTEMEN

2.4 DIE STRUKTUR DER MASSENMEDIEN

2.5 MASSENMEDIEN ALS AUTOPOIETISCHES SYSTEM

2.6 MASSENMEDIEN UND DAS PROBLEM DES „BEOBACHTENS“

2.7 ZUSAMMENFASSUNG MEINER KRITIK

ZUSAMMENFASSUNG DES TEXTES „25 JAHRE DEUTSCHER PRESSERAT“

3.1 ENTWICKLUNG DES PROBLEMBEWUSSTSEINS

3.2 BEDARFSKLÄRUNG DER ETHIKANALYSE

3.3 BEDINGUNGEN EINER FUNKTIONAL-SYSTEMRATIONALEN ETHIKTHEORIE

3.4 SOZIALE STRUKTUREN JOURNALISTISCHER UND MASSENKOMMUNIKATIVER ETHIK

3.5 ENTWICKLUNG VON GRUNDSTRUKTUREN EINER KOMMUNIKATIONS- UND MEDIENETHIK

KRITISCHE BETRACHTUNG DES TEXTES „25 JAHRE DEUTSCHER PRESSERAT“ IM HINBLICK AUF DIE LEITFRAGE

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob für Massenmedien eine funktionierende Medienethik entwickelt werden kann, sofern diese als soziale Systeme nach Niklas Luhmann betrachtet werden. Dabei erfolgt ein kritischer Vergleich zwischen den systemtheoretischen Ansätzen von Saxer und Rühl sowie Luhmanns Theorie, um die theoretische Umsetzbarkeit ethischer Forderungen an das Mediensystem zu prüfen.

  • Systemtheoretische Analyse der Massenmedien nach Luhmann
  • Kritische Würdigung der Forderungen von Saxer und Rühl an eine Medienethik
  • Untersuchung der Kompatibilität von Ethikkonzepten mit autopoietischen Systemen
  • Problematisierung des Begriffs der "Doppelten Kontingenz"
  • Reflektion über die Autonomie und Selbststeuerung von Mediensystemen

Auszug aus dem Buch

2.5 Massenmedien als autopoietisches System

Soziale Systeme sind autopoietisch, d.h. sie sind selbstreferentiell. Sie produzieren ihre Grenzen und inneren Komponenten selbst. Im Vergleich zur Umwelt entstehen in sozialen Systemen höhere Ordnungen, die durch eine Grenze stabilisiert werden, jedoch gibt es eine geringere Anzahl an Möglichkeiten. Massenmedien berichten über die Umwelt und über sich selbst. Selbstreferenz in diesem Sinne bedeutet, dass sie ihre Informationen teilweise aus sich selbst heraus holen und nicht darauf angewiesen sind, selbst vor Ort zu sein. Die Massenmedien tun dies z. B., indem sie sich auf andere Medien berufen. Dies kann dazu führen, dass sich Medien auf eine Falschmeldung berufen und dadurch diese falsche Nachricht weiter verbreiten, wie bspw. bei der Meldung über die Zahl der Überlebenden bei dem Grubenunglück letzten Jahres in Amerika.

Da das Sozialsystem Massenmedium als autopoietisches, sich selbst reproduzierendes System besteht und sich operativ schließt, ist das Gelingen der Kommunikation nicht von der Rückmeldung abhängig. Mit Hilfe der Differenz Selbst-/Fremdreferenz produziert das System seine eigenen Operationen. Die Rückmeldungen werden ihrerseits nicht als Interaktion behandelt, sondern als Information wiederum in das System eingespeist. Sie dienen ebenfalls dem Systemerhalt, erklärt Luhmann.

Zusammenfassung der Kapitel

ZIEL DER ARBEIT: Einführung in die Fragestellung zur Entwicklung einer systemrationalen Medienethik im Kontext der Luhmannschen Systemtheorie.

KRITISCHE BELEUCHTUNG DER SYSTEMTHEORIE NACH LUHMANN: Detaillierte Auseinandersetzung mit Luhmanns Konzepten wie Autopoiese, binäre Codierung und Systemdifferenzierung im Hinblick auf Massenmedien.

ZUSAMMENFASSUNG DES TEXTES „25 JAHRE DEUTSCHER PRESSERAT“: Darstellung der Argumentationslinien von Saxer und Rühl, die einen funktional-systemrationalen Ansatz für eine Medienethik fordern.

KRITISCHE BETRACHTUNG DES TEXTES „25 JAHRE DEUTSCHER PRESSERAT“ IM HINBLICK AUF DIE LEITFRAGE: Synthese und kritische Prüfung der Umsetzbarkeit von Saxer/Rühls ethischen Forderungen innerhalb von Luhmanns systemtheoretischem Rahmen.

Schlüsselwörter

Medienethik, Systemtheorie, Niklas Luhmann, Saxer und Rühl, Autopoiese, Massenmedien, Soziale Systeme, Kommunikation, Doppelte Kontingenz, Binärcode, Journalismus, Medienethik, Systemrationalität, Selbststeuerung, Selektionsprozess

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert kritisch die Möglichkeiten, eine Medienethik für Massenmedien zu entwickeln, wenn diese als soziale autopoietische Systeme nach Niklas Luhmann verstanden werden.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Systemtheorie Luhmanns, der Diskurs von Saxer und Rühl zum Deutschen Presserat und die Herausforderungen einer ethischen Normierung in einem geschlossenen Mediensystem.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Die Leitfrage lautet, ob es möglich ist, für Massenmedien eine funktionierende Medienethik zu entwickeln, unter der Annahme, dass diese als soziale Systeme fungieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine kritische Literaturanalyse und ein systemtheoretischer Vergleich der Ansätze von Luhmann sowie Saxer und Rühl durchgeführt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine kritische Aufarbeitung der Systemtheorie Luhmanns, eine Zusammenfassung der Thesen von Saxer und Rühl sowie eine abschließende Synopse beider Positionen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?

Begriffe wie Autopoiese, Systemgrenzen, Binärcode, Rezipient, Selektion und die Doppelte Kontingenz sind zentral für das Verständnis der Argumentation.

Warum bezweifelt die Autorin Luhmanns Binärcode "Information / Nichtinformation"?

Die Autorin argumentiert, dass eine rein informationstheoretische Sichtweise nicht ausreicht, da Massenmedien in der Praxis primär nach dem Erfolg der Rezipientenerreichung (Quote/Auflage) operieren.

Inwiefern sehen Saxer und Rühl eine Identitätskrise beim Deutschen Presserat?

Sie kritisieren die mangelnde formale Abgrenzung, die personale Zusammensetzung und das Fehlen einer klaren sozialen Orientierung in den Entscheidungsstrukturen des Presserates.

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Details

Title
Ist es möglich, für die Massenmedien, wenn man sie als soziales System nach Luhmann annimmt, eine funktionierende Medienethik zu entwickeln?
College
University of Siegen
Course
Medienethik
Grade
1,3
Author
Dipl. Medienwirtin Simone Drott (Author)
Publication Year
2006
Pages
27
Catalog Number
V89851
ISBN (eBook)
9783638035491
Language
German
Tags
Massenmedien System Luhmann Medienethik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl. Medienwirtin Simone Drott (Author), 2006, Ist es möglich, für die Massenmedien, wenn man sie als soziales System nach Luhmann annimmt, eine funktionierende Medienethik zu entwickeln?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/89851
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