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Exegese von Johannes 2,1-11 "Die Hochzeit zu Kana" - Das erste Zeichen Jesu

Titel: Exegese von Johannes 2,1-11 "Die Hochzeit zu Kana" - Das erste Zeichen Jesu

Hausarbeit , 2007 , 24 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Corinna Neeb (Autor:in)

Theologie - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem ersten öffentlichen <Zeichen> Jesu nach johanneischer Tradition: „Die Hochzeit zu Kana“ (Joh. 2,1-11).
Für die Exegese johanneischer Texte ist grundlegend zu beachten, dass der Evangelist die synoptische Tradition als bekannt voraussetzt. Im Unterschied zu den synoptischen Evangelien handelt es sich bei Johannes in erster Linie nicht um erzählende Texte, sondern um darauf basierende theologische Reflexion. So ist bei johanneischen Texten stets mit mehrschichtigen Bedeutungsebenen zu rechnen. Es sind besonders die <Zeichen>, die über sich hinausweisen und auf die Offenbarung des Wesens Jesu Christi zielen; sie haben somit eine stark christologische Relevanz. So geht es beim vorliegenden Weinwunder Jesu zwar auf den ersten Blick um die wundersame Verköstigung einer Hochzeitsgesellschaft, auf einer tieferen Ebene allerdings um die programmatische Eröffnung des Wirkens Gottes in Jesus zum Heil der Menschen.
Der „Hochzeit zu Kana“ als dem Schauplatz des ersten von insgesamt sieben Wundern kommt im Ganzen des Joh.-Evangeliums offensichtlich eine besonders betonte und exponierte Stellung zu. Zu untersuchen ist, wie es sich in den nahen wie auch weiteren Kontext des Evangeliums einfügt.
Die Untersuchung der Begriffe „Hochzeit“ und „Wein“ wird zeigen, dass Jesus mit diesem Zeichen den Anbruch der eschatologisch-messianischen Heilszeit in seiner Person proklamiert: Das 4. Evangelium zeigt die Person Jesu Christi „mit einer ausstrahlenden Offenbarungskraft wie in keinem der anderen Evangelien“ (Wilckens, U.: Theologie des NT, Bd. I/4, 2005, 153.).
Im Rahmen dieser Arbeit wird es aufgrund der Bezeichnung des „Weinwunders zu Kana“ als erstem der Zeichen von Nöten sein, auf die Problematik der sogenannten „Semeia“-Quelle einzugehen. Daneben ist zur in der Literatur sehr ausführlich diskutierten religionsgeschichtlichen Parallele des Dionysus-Kultes Stellung zu beziehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Exegese von Johannes 2,1-11

2.1. Übersetzung: Joh. 2,1-11(12) nach Hartwig Thyen

2.2. Literarkritik: Kontextanalyse

2.2.1. Abgrenzung

2.2.2. Gliederung des Textes

2.2.3. Mikrokontext

2.2.4. Makrokontext

2.3. Formkritik: Gattungsbestimmung

2.3.1. Exkurs: Charakteristika der johanneischen Wundererzählungen

2.3.2. Exkurs: Zeichenquelle bei Johannes

2.4. Traditionskritik

2.4.1. Begriffsanalyse „Hochzeit“

2.4.2. Begriffsanalyse „Wein“

2.4.3. Religionsgeschichtlicher Vergleich

2.5. Einzelversauslegung

3. Schluss – Gesamtinterpretation

4. Literatur

4.1. Primärliteratur

4.2. Sekundärliteratur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, das erste öffentliche Zeichen Jesu nach johanneischer Tradition – die „Hochzeit zu Kana“ (Joh. 2,1-11) – exegetisch zu untersuchen und seine christologische sowie eschatologische Bedeutung innerhalb des vierten Evangeliums herauszuarbeiten.

  • Literarkritische Kontextanalyse der Erzählung
  • Formkritische Einordnung als Naturwunder und Untersuchung der „Semeia“-Quelle
  • Traditionskritische Analyse der Kernbegriffe „Hochzeit“ und „Wein“
  • Religionsgeschichtliche Abgrenzung gegenüber dem Dionysoskult
  • Detaillierte Exegese der einzelnen Verse zur Offenbarung der Herrlichkeit Jesu

Auszug aus dem Buch

2.4.2. Begriffsanalyse „Wein“

In der vorliegenden Erzählung geht der Wein aus. Dieser Mangel wird zum Ausgangspunkt des Wunders. Gerade die Verwandlung des Wassers in Wein ist eine starke Beglaubigung der Messianität Jesu.

Wein zählte neben Getreide und Öl zu den täglichen Nahrungsmitteln (vgl. Gen. 14,18) und durfte auf keinem Fest fehlen. Im biblischen Kontext schwingt bei dem Begriff „Wein“ jedoch stets eine tiefergehende Bedeutung mit: Wein gilt als Gabe des Herrn (Jer. 31,12; Jo. 2,19) und bedeutet deshalb auch Wohlstand und Glück (Gen. 27,38; Dnt. 33,28). Auch im außerisraelitischen Kontext wird Wein in Verbindung mit Göttern, Segen und Opfergaben genannt. Wein gehört zu den Segensgütern des verheißenen Landes. Neben Milch und Honig (Ex. 3,8) ist der Wein eine Gabe Gottes, in der sich der Reichtum des geschenkten Landes symbolisiert (vgl. Num. 13,23f.; Dtn. 33,28).

Auch bei Jesaja (55,1) wird das Bild vom Weinüberfluss als Gottes endzeitliches Heil verstanden. Das zerschundene Volk erhält die Verheißung, dass es in der Heimat wieder Weinberge pflanzen wird (Jer. 31,5). Auch hier ist noch einmal Jes. 25,6 zu nennen, wo im Rahmen des eschatologischen Mahles als Zeichen besonders der reine Wein genannt wird. Auch in der Verheißung aus Joel 2,19-24 wird als Kennzeichen der gnädigen Zuwendung Gottes u.a. Wein in Fülle genannt: Die Keltern werden Überfluss haben. Hier sind die Parallelen mit Joh. 2,1-11 geradezu mit den Händen zu greifen. Auch im Judentum ist die Weinfülle als Zeichen des Messias belegt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hier wird das Thema der Arbeit in den Kontext des Seminars eingeordnet und die Bedeutung des Weinwunders als erstes „Zeichen“ Jesu hervorgehoben.

2. Exegese von Johannes 2,1-11: In diesem Hauptteil erfolgt die methodische Untersuchung des Textes, unterteilt in Übersetzungsfragen, literarkritische Kontextanalysen, formkritische Bestimmungen, traditionskritische Begriffsanalysen und die detaillierte Versauslegung.

3. Schluss – Gesamtinterpretation: Dieses Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und deutet das Weinwunder als eine von theologischer Symbolik geprägte Proklamation der messianischen Heilszeit.

4. Literatur: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärquellen zur Untermauerung der exegetischen Argumentation.

Schlüsselwörter

Johannesevangelium, Hochzeit zu Kana, Weinwunder, Zeichen, Messianität, Exegese, Eschatologie, Herrlichkeit, Wundergeschichte, Offenbarung, Semeia, Jesus Christus, Motivkritik, biblische Exegese, Glauben

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der exegetischen Analyse der Erzählung von der „Hochzeit zu Kana“ (Johannes 2,1-11) als dem ersten öffentlichen Zeichen Jesu.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die christologische Bedeutung der Wunder, die eschatologische Symbolik von „Hochzeit“ und „Wein“ sowie die Einordnung der Erzählung im Johannesevangelium.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, nachzuweisen, dass das Weinwunder nicht nur ein isoliertes Wunderereignis ist, sondern ein gezielt eingesetztes „Zeichen“, das den Anbruch der messianischen Heilszeit proklamiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird die historisch-kritische Methode der Bibelexegese angewendet, insbesondere Literarkritik, Formkritik und Traditionskritik.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst eine Kontexterhellung, eine Bestimmung der Wundergattung, eine Analyse der zentralen Symbole und eine versweise Auslegung des biblischen Textes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Johannesevangelium, Zeichen, Messianität, Offenbarung und Exegese charakterisiert.

Wie bewertet die Autorin die „Semeia“-Quelle?

Die Autorin lehnt die Theorie einer umfangreichen, vor-johanneischen „Semeia“-Quelle ab und argumentiert, dass Johannes die Zeichen bewusst selbst komponiert hat.

In welchem Verhältnis steht das Weinwunder zum Dionysoskult?

Die Autorin argumentiert gegen eine Ableitung vom Dionysoskult und betont, dass die alttestamentlich-jüdischen Motive weitaus stichhaltiger für das Verständnis des Textes sind.

Warum ist die Erwähnung der „Reinigung der Juden“ im Text wichtig?

Sie dient als Symbol dafür, dass in Jesus etwas qualitativ Neues beginnt, das die alten kultischen Reinigungsriten ablöst und übertrifft.

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Details

Titel
Exegese von Johannes 2,1-11 "Die Hochzeit zu Kana" - Das erste Zeichen Jesu
Hochschule
Universität Siegen
Note
1,3
Autor
Corinna Neeb (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
24
Katalognummer
V89855
ISBN (eBook)
9783638035514
ISBN (Buch)
9783638934572
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Exegese Hochzeit Kana Zeichen Jesu Johannes 2 Wein Wasser Wunder Hochzeit zu Kana Jesus Christus Evangelium
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Corinna Neeb (Autor:in), 2007, Exegese von Johannes 2,1-11 "Die Hochzeit zu Kana" - Das erste Zeichen Jesu, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/89855
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Leseprobe aus  24  Seiten
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