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Nekropolen von Pompeji - Die Grabbauten vor dem Herkulaner Tor

Title: Nekropolen von Pompeji - Die Grabbauten vor dem Herkulaner Tor

Term Paper , 2007 , 37 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Bakkalaureus Artium (B.A.) Jens Nagel (Author)

Archaeology
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Auszug aus der Einleitung:

Im Jahre 1748, mehr als eineinhalb Jahrtausende nach dem katastrophalen Vesuvausbruch des Jahres 79 n. Chr., bei dem die antiken kampanischen Städte Pompeji und Herkulaneum unter einer Decke von Asche und Bimsstein bzw. Schlamm begraben wurden, lösten Zufallsfunde die Ausgrabungen am antiken Pompeji aus. Bereits während der ersten Grabungen nahm man dabei den Bereich vor dem Herkulaner Tor ins Visier, in dem heute auf gut 250 Metern Länge die „via dei sepolcri“, die antike Gräberstraße vor dem ehemals bedeutenden westlichen Zugang der zerstörten Stadt, zu besichtigen ist.[...]

Auszug aus der Zusammenfassung:

In Pompeji waren die Grabbeigaben sehr spärlich. Aber auch diese Tatsache spricht eine Sprache. Offenbar war der Glaube an ein Fortleben doch nicht übermäßig verbreitet. Viel mehr Wert legten die Pompejianer zwischen 100 v. Chr. und 100 n. Chr. auf die Demonstration oder Idealisierung ihrer Gesellschaftsordnung. Wie Abschnitt 4 gezeigt hat, herrscht in den Nekropolen ein ausgeklügeltes System der Repräsentation einflussreicher Familien.[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Antikes Friedhofswesen

2.1. örtliche Beschränkungen

2.2. Entwicklung der römischen Gräberstraßen

2.3. Die Straße vor dem Herkulaner Tor

3. Bestattungsformen

4. Grabmonumente

4.1. Grabtypen in Pompeji

4.2.1. Stelen in Hermenform

4.2.2. Scholae und Exedren

4.2.3. Altäre

4.2.4. Mehrstöckige Bauten

5. Weiterführende Fragen

5.1. Gräberarchäologie und Jenseitsvorstellungen

5.2. Gräber und Stadtgeschichte

6. Zusammenfassung, Schlussfolgerungen, Kommentar

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die antiken Grabbauten vor dem Herkulaner Tor in Pompeji, um die Beziehung zwischen dem römischen Totenkult und der Selbstdarstellung sozialer Schichten in der frühen Kaiserzeit zu beleuchten.

  • Entwicklung und Bedeutung der römischen Gräberstraßen als Orte öffentlicher Repräsentation.
  • Analyse spezifischer pompejianischer Grabtypen wie Scholae, Altäre und mehrstöckige Bauten.
  • Die Funktion der Grabmonumente als Instrumente zur Festigung und Idealisierung sozialer Hierarchien.
  • Zusammenhang zwischen archäologischen Befunden und der römischen Stadtgeschichte sowie dem Kaiserkult.

Auszug aus dem Buch

4.2.1. Stelen in Hermenform

Die Stelen in Hermenform sind keine Grabmonumente, sondern zunächst lediglich einfache Grabmarkierungen. Sie können also einzelne Gräber oder Begräbnisstellen markieren. Sie wurden in Pompeji aber auch als multifunktionales Architekturelement in größere Grabanlagen integriert. In solchen markieren sie den Platz an dem die Urne in der Erde platziert oder in einer Nische in der Wand versenkt wurde. In vielen der größeren Grabbezirke in Pompeji wurden mehrere solcher Stelen gefunden, was auf die Bestattung mehrerer Personen in diesem Bezirk hinweist. Äußerlich handelt es sich bei den Stelen um Markierungssteine aus Basalt, Lava, oder Marmor (Vgl. Abbildung 3). Sie beginnen unten rechteckig und laufen am oberen Ende rund aus. Manche sind unten annährend quadratisch und oben kugelförmig, andere sind brettartig flach. Bei den freistehenden, nicht in Wände integrierten Exemplaren befindet sich im unteren Teil ein Loch, durch das eine Stützstange gesteckt werden konnte, die die Aufstellung erleichtern sollte. Bei den freistehenden Exemplaren befand sich eine direkt zur Urne führende Libationsröhre vor der Stele. Allerdings konnte eine Stele in Hermenform „auch weit entfernt von der Asche des Toten in einem anderen Grabbezirk aufgestellt werden“. Ein Umstand, den die derzeitige Forschung nicht sicher zu deuten weiß. Über die Bedeutung der Stelen wurde verschiedentlich spekuliert. Bei vielen der Stelen, die für Frauen errichtet wurden, ist andeutungsweise eine Frisur eingemeißelt. Es muss sich also in irgendeiner Form um Abstraktionen von Personen handeln. Kockel bevorzugt die These, „daß die Stele nicht nur den Toten selbst, sondern dessen Genius darstellen kann“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Entdeckung der Gräberstraße von Pompeji und Einordnung des Forschungsgegenstandes in den historischen Kontext des Vesuvausbruchs.

2. Antikes Friedhofswesen: Erläuterung der römischen Bestattungspraxen, der sakralen Trennung zwischen Stadt und Friedhof sowie der Entstehung von Gräberstraßen.

3. Bestattungsformen: Überblick über die römische Kremations- und Inhumationspraxis und deren Wandel in der frühen Kaiserzeit.

4. Grabmonumente: Detaillierte Analyse der Grabarchitektur, unterteilt in die Haupttypen Stelen, Scholae, Altäre und mehrstöckige Bauten sowie deren soziale Bedeutung.

5. Weiterführende Fragen: Erörterung der religionsgeschichtlichen Aspekte des Jenseitsglaubens und der Bedeutung der Gräber für die stadtgeschichtliche Forschung.

6. Zusammenfassung, Schlussfolgerungen, Kommentar: Abschließende Synthese der Ergebnisse zur Selbstdarstellung der pompejianischen Führungsschicht durch Grabarchitektur.

Schlüsselwörter

Pompeji, Herkulaner Tor, Gräberstraße, Grabmonumente, Selbstdarstellung, römische Bestattung, Scholae, Altäre, Grabarchitektur, Totenkult, Antike, Sozialgeschichte, Kaiserkult, Bestattungsformen, Archäologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Grabbauten vor dem Herkulaner Tor in Pompeji und untersucht, wie diese Monumente als Mittel zur Selbstdarstellung ihrer Erbauer dienten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die soziale Repräsentation durch Grabarchitektur, die Entwicklung römischer Friedhofskulturen und die Bedeutung der Gräber für die lokale pompejianische Stadtgeschichte.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Funktion der Grabmonumente als Ausdruck gesellschaftlicher Ordnung und persönlicher Ambitionen in der frühen Kaiserzeit wissenschaftlich einzuordnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Es handelt sich um eine archäologische und kulturhistorische Analyse, die auf der Auswertung von Grabbefunden, Inschriften und dem Vergleich mit bekannten Monumenten basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Friedhofsstrukturen, eine Exkursion zu Bestattungsformen und die detaillierte Klassifizierung der Grabtypen (Stelen, Scholae, Altäre, mehrstöckige Bauten).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Pompeji, Gräberstraße, Grabmonumente, Selbstdarstellung, Totenkult und römische Bestattungskultur.

Warum spielt die Inschrift des T. Suedius Clemens eine so bedeutende Rolle für die Untersuchung?

Die Inschrift ist entscheidend, da sie den rechtlichen Status des Pomeriums in Pompeji nach dem Erdbeben von 62 n. Chr. klärt und belegt, dass die Stadtverwaltung Grabplätze an bedeutende Persönlichkeiten vergab.

Was macht das Grab der Naevoleia Tyche so besonders für die Interpretation der Grabarchitektur?

Das Grab ist ein Paradebeispiel für die "extrovertierte Selbstdarstellung", da es sowohl den Status ihres Mannes (als Augustale) als auch ihre eigene religiöse und wirtschaftliche Bedeutung durch ikonografische Symbole unterstreicht.

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Details

Title
Nekropolen von Pompeji - Die Grabbauten vor dem Herkulaner Tor
College
University of Rostock  (Heinrich- Schliemann Institut für Altertumswissenschaften)
Course
Pompeji
Grade
1,0
Author
Bakkalaureus Artium (B.A.) Jens Nagel (Author)
Publication Year
2007
Pages
37
Catalog Number
V89877
ISBN (eBook)
9783638043922
ISBN (Book)
9783638940856
Language
German
Tags
Nekropolen Pompeji Grabbauten Herkulaner Pompeji
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bakkalaureus Artium (B.A.) Jens Nagel (Author), 2007, Nekropolen von Pompeji - Die Grabbauten vor dem Herkulaner Tor, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/89877
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