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Kinderarbeit

Eine Reflexion eines durchgeführten Schulprojektes

Title: Kinderarbeit

Seminar Paper , 2007 , 41 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: M.Ed. Michael Kopetzky-Tutschek (Author)

Didactics - Politics, Political Education
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Summary Excerpt Details

Zu Beginn der Seminararbeit wird ein im Unterricht des Autors durchgeführtes Projekt zur Thematik "Kinderarbeit" vorgestellt. Im weiteren Verlauf erhält der Leser einen Überblick über die unterschiedlichen Formen von Kinderarbeit. Zusätzlich werden die Kinderrechtskonventionen der UNICEF herausgearbeitet.
Der Hauptteil behandelt den Vergleich von Kinderarbeit in der Textilindustrie Österreichs im 19.Jh. mit den Fußballnähern in Pakistan der Gegenwart. Der Autor der vorliegenden Arbeit ist in seinem neunten Dienstjahr an einer Katholischen Privaten Hauptschule in Wien tätig. Bereits seit mehr als zehn Jahren ist es an diesem Standort üblich, im Rahmen eines eigenen Projekttages Mitte November, Weihnachtsgeschenke zu basteln. Diese werden in einer von Schülern und Lehrern gestalteten Adventveranstaltung zu Gunsten von Sozialprojekten verkauft. In den letzten vier Jahren verschob sich die Förderung vom In- in das Ausland. Dies ist auf das Engagement des Religionslehrers der Schule zurückzuführen, der in den Sommerferien mehrere Wochen in Ecuador Aufbauhilfe leistet. In diesem Projekt, das übersetzt „Sozialpastoral als Grundmodell kirchlichen Handelns“ heißt, wird versucht, nicht nur eine Gemeindeverwaltung aufzubauen, sondern zudem Wohnhäuser, Altenheime und Schulen zu errichten. Neben der Stärkung der Eigenverantwortlichkeit sollen die Kinder in diesem bäuerlichen Milieu die Möglichkeit erhalten die Schule neben der Arbeit zu besuchen.
Das Kollegium des Autors versucht die Kinder jedes Jahr für das Projekt zu sensibilisieren, sei es durch Lesen bestimmter Bücher, Diavorträge vom Religionslehrer und Vorträgen über Lebensgeschichten ecuadorianischer Kinder. Gleichzeitig war es dem Verfasser wichtig, eine stärkere Aufklärung des Themas „Kinderarbeit“ in den vierten Klassen herbeizuführen. Im Rahmen der Schulautonomie haben die Schüler die Möglichkeit, sich im vierten Schuljahr für zwei Wahlfachgruppen zu jeweils vier Wochenstunden zu entscheiden. In einer dieser Wahlfachgruppen ist „Geschichte und Sozialkunde“ implementiert. Seit zwei Jahren setzen der Autor und eine Kollegin vermehrt gesellschaftspolitische und soziale Themen in dieser Unterrichtseinheit um. „Kinderarbeit“ wurde in einem kleinen Projekt im Anschluss an den Basteltag umgesetzt.


Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

1.1 ERGEBNISSE ZUR GRUPPENARBEIT „JEANS UND TURNSCHUHE“

1.2 REFLEXION DES PROJEKTES

2 METHODEN

3 KINDERARBEIT

3.1 DIE KINDERRECHTSKONVENTION

3.2 KINDERRECHTSARTIKEL ZUR KINDERARBEIT

3.3 FORMEN DER KINDERARBEIT

3.4 MAßNAHMEN GEGEN KINDERARBEIT

4 KINDERARBEIT IN DER TEXTILINDUSTRIE IN ÖSTERREICH UND PAKISTAN

4.1 ÖSTERREICH

4.2 PAKISTAN

5 ZUSAMMENFASSUNG DER ERGEBNISSE

5.1 KINDERARBEIT

5.2 VERGLEICH DER KINDERARBEIT IN DER TEXTILINDUSTRIE ZWISCHEN ÖSTERREICH UND PAKISTAN

5.2.1 Österreich

5.2.2 Pakistan

6 CONCLUSIO

10 VERZEICHNIS DER ABKÜRZUNGEN

ANHANG

I ANLEITUNG ZUM NÄHEN EINES HEMDES

II ARBEITSSCHRITTE FÜR DAS NÄHEN EINES HEMDES

III ARBEITSAUFTRÄGE FÜR DIE GRUPPENARBEIT „JEANS UND TURNSCHUHE“

III.A GRUPPE 1 UND 2

III.B GRUPPE 3, 4 UND 5

III.C GRUPPE 6

IV VORLAGE „JEANS UND TURNSCHUHE“

V RÜCKMELDUNGEN DER SCHÜLER

V.A DAS HAT MIR GUT GEFALLEN

V.B DAS HAT MIR NICHT SO GUT GEFALLEN

V.C DAS SOLLTE BESSER GEMACHT WERDEN

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit reflektiert ein schulisches Projekt, in dem das Thema "Kinderarbeit" mit Schülern behandelt wurde, um Sensibilität für globale soziale Missstände zu wecken und Parallelen zur eigenen Lebenswelt durch den Konsum von Kleidung und Schuhen aufzuzeigen.

  • Reflexion eines pädagogischen Schulprojekts zur Sensibilisierung für Kinderarbeit.
  • Analyse der Kinderrechtskonvention und gesetzlicher Rahmenbedingungen gegen Ausbeutung.
  • Vergleichende Untersuchung der Kinderarbeit in der Textilindustrie (Österreich historisch vs. Pakistan aktuell).
  • Einbindung der Schüler durch interaktive Methoden und Analyse des eigenen Konsumverhaltens.

Auszug aus dem Buch

4.2 Pakistan

In der Stadt Sialkot und in 400-500 umliegenden Dörfern werden von Konzernen wie Adidas, Nike, Puma uvm. ca. 20 Millionen Bälle pro Jahr produziert. Die im pakistanischen Teil des Punjab liegende Region lebte vormals von der Landwirtschaft bis die Fußballproduktion das Leben der Menschen Anfang der 70er Jahre des 20. Jh. veränderte und die agrarischen Strukturen zum Erliegen brachte. Je weiter die Dörfer von Sialkot entfernt liegen, desto mehr Kinder sind in die Fertigung von Fußbällen involviert. Zur Herstellung eines Fußballes müssen 32 Teile mit 750 Nadelstichen vernäht werden. Die Arbeit bleibt täglich die gleiche, nur das Design, abhängig vom Konzern, variiert. Um von Touristen nicht gesehen zu werden, arbeiten die Kinder in ihren Wohnräumen, auf Innenhöfen oder auf Dächern. Dass beinahe die Hälfte aller Einwohner unter 14 Jahre alt ist bemerkt man erst, wenn es Abend wird und die Straßen zu Leben erwachen (vgl. Andersson, Möller 1999).

Anhand einer betroffenen pakistanischen Familie sollen beispielhaft die Arbeits- und Lebensbedingungen näher erläutert werden.

Einer sechsköpfigen Familie steht ein 10m² großer Wohnraum zum Leben zur Verfügung. Das Wasser wird im Hof durch eine Handpumpe gefördert. Das Frühstück wird von der Mutter frisch zubereitet und besteht aus Tee mit Milch und Fladenbrot. Für das Überleben der Familie sorgen die beiden ältesten Söhne, nachdem der Vater an Tuberkulose verstorben war. Das genaue Alter der Kinder kennt keiner. Es ist deshalb schwierig festzustellen, wann sie zu arbeiten beginnen. Dennoch ist anzunehmen, dass das Nachgehen einer Tätigkeit mit sechs bis sieben Jahren beginnt. „Ich mache diese Arbeit schon fast seit sechs Jahren. Das ist schon in Ordnung. Wenn man Arbeit machen muss, dann findet man sie auch in Ordnung“ (Assan 1999), „Ich finde diese Arbeit o.k. Wie kann man die Arbeit nicht o.k. finden? Sie bringt uns schließlich Essen und Trinken“ (Sagir 1999).

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Der Autor beschreibt den Ausgangspunkt und die Motivation für das Schulprojekt zum Thema Kinderarbeit, eingebettet in den Kontext der Schule und der Lebenswelt der Jugendlichen.

2 METHODEN: Dieses Kapitel legt die hermeneutischen Verfahren und die Nutzung schriftlicher sowie audiovisueller Quellen zur Bearbeitung der Thematik dar.

3 KINDERARBEIT: Es werden die Grundlagen der Kinderrechtskonvention, die rechtliche Situation sowie Formen und Lösungsansätze gegen Kinderarbeit erläutert.

4 KINDERARBEIT IN DER TEXTILINDUSTRIE IN ÖSTERREICH UND PAKISTAN: Dieser Abschnitt vergleicht die historische Situation der Textilarbeit in Österreich mit der aktuellen Lage der fußballnähenden Kinder in Pakistan.

5 ZUSAMMENFASSUNG DER ERGEBNISSE: Hier werden die wesentlichen Erkenntnisse zur Kinderarbeit zusammengefasst und die Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Ländervergleich herausgearbeitet.

6 CONCLUSIO: Das Fazit zieht den Schluss, dass politisches Engagement und supranationale Unterstützung essenziell sind, um die Situation betroffener Kinder nachhaltig zu verbessern.

Schlüsselwörter

Kinderarbeit, Kinderrechtskonvention, Textilindustrie, Sialkot, Fußballproduktion, Ausbeutung, pädagogisches Projekt, Fair Trade, Bildung, Arbeitsrechte, soziale Kompetenz, Globalisierung, Konsumverhalten, Armutsbekämpfung, Menschenrechte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit reflektiert ein schulisches Projekt, bei dem Schülern die Thematik Kinderarbeit nahegebracht wurde, um durch Informationen und eigene Erfahrungen das Bewusstsein für soziale Ungerechtigkeiten zu schärfen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Rechte der Kinder laut Kinderrechtskonvention, die Formen der Kinderarbeit, die Geschichte der Kinderarbeit in Österreich und die aktuelle Situation in der pakistanischen Fußballindustrie.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Schüler für das Thema Kinderarbeit zu sensibilisieren und ihnen anhand von Vergleichen zwischen historischer und aktueller industrieller Kinderarbeit die Relevanz ihres eigenen Konsumverhaltens zu verdeutlichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden hermeneutische Verfahren angewandt, um schriftliche und audiovisuelle Quellen zu analysieren und die Situation in verschiedenen Regionen und Epochen gegenüberzustellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den theoretischen Grundlagen der Kinderrechte, den Formen der Kinderarbeit weltweit sowie einer detaillierten Analyse und dem Vergleich der Arbeitssituation in Österreich (19./20. Jh.) und Pakistan (heute).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kinderarbeit, Kinderrechtskonvention, Textilindustrie, Ausbeutung, Bildung und globale Verantwortung sind die prägenden Begriffe.

Welche Rolle spielt die Fußballproduktion in Pakistan?

Sie dient als konkretes Beispiel für moderne Kinderarbeit in der Textilindustrie, wobei Kinder unter schwierigen Bedingungen und bei starker Abhängigkeit von Mittelsmännern Fußbälle nähen.

Wie reagierten die Schüler auf das Projekt?

Die Reaktionen waren gemischt: Viele bewerteten die Filme und die Gruppenarbeit positiv als interessant, während vereinzelt Kritik an der Intensität der Schreib- und Rechenaufgaben oder an der emotionalen Belastung geäußert wurde.

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Details

Title
Kinderarbeit
Subtitle
Eine Reflexion eines durchgeführten Schulprojektes
College
Donau-Universität Krems
Grade
1,0
Author
M.Ed. Michael Kopetzky-Tutschek (Author)
Publication Year
2007
Pages
41
Catalog Number
V89922
ISBN (eBook)
9783638059558
Language
German
Tags
Kinderarbeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.Ed. Michael Kopetzky-Tutschek (Author), 2007, Kinderarbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/89922
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