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Die Silikatserie und hydromorphe Grund- und Stauwasserböden. Bodenbildungsprozesse und verschiedene Bodentypen

Titel: Die Silikatserie und hydromorphe Grund- und Stauwasserböden. Bodenbildungsprozesse und  verschiedene Bodentypen

Hausarbeit , 2016 , 27 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Geowissenschaften / Geographie - Geologie, Mineralogie, Bodenkunde
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit befasst sich in besonderer Weise mit den vom Wasser beeinflussten hydromorphen Böden, welche vor allem in Niederungen mit hohem Grundwasserstand zu finden sind. Neben Gleye als Grundwasserböden, und Pseudogleye als Stauwasserböden, welche die Hauptthematik der Hausarbeit darstellen, zählen zu diesen hydromorphen Böden auch Nieder- und Hochmoore. Durch Deutschland verläuft bodenzonal betrachtet eine wichtige Grenzlinie, sodass der Nordwesten von Podsol-, Braunerde- und Moor-Gesellschaften geprägt ist, während sich im Rest Deutschlands vor allem Parabraunerde- und Braunerde-Gesellschaften finden lassen. Insgesamt gehören diese Bodengesellschaften zu den sogenannten Pedalferen, beeinflusst durch die subozeanischen beziehungsweise im Falle Mittel- und Westeuropas subkontinentalen Klimaverhältnisse.

Während durch die Prozesse der Tonmineralzerstörung und Podsolierung an gut dränierten Standorten Podsole, als die wohl unfruchtbarsten Böden Deutschlands vorherrschend sind, gelten die Parabraunerden und Schwarzerden der Gäulandschaften und Börden als außerordentlich fruchtbar. In der Gegend in und um Freiburg findet sich eine deutschlandweit betrachtet sehr hohe Dichte an Silikatgesteinen Granit, Gneis und Buntsandstein, auf welchen sich die Böden der Silikatserie entwickeln, welche ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der Hausarbeit sein werden. Zu Beginn der Hausarbeit sollen dabei die Böden der Silikatserie und deren Entstehung innerhalb einer Grundlegung zur Thematik betrachtet werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

III. Einstieg: Die Böden der Silikatserie sowie Grund- und Stauwasserböden innerhalb der Bodengesellschaften Deutschlands

IV. Die Böden der Silikatserie: Eine Grundlegung

1. Silikatgesteine und deren Eigenschaften

2. Entwicklungsstadien innerhalb der Silikatserie

3. Böden der Silikatserie

3.1 Syrosem

3.2 Lockersyrosem

3.3 Ranker

3.4 Regosol

3.5 Braunerde

3.6 Podsol

4. Bodenbildungsprozesse der Silikatserie

4.1 Podsolierung

4.2 Verbraunung

4.3 Verlehmung

V. Grund- und Stauwasserböden

1. Wasser als Bodenbildungsfaktor

1.1 Die Gesamtheit der Bodenbildungsfaktoren

1.2 Verfügbarkeit des Wassers im Boden und Hydromorphierung

1.3 Grundwasser und Sickerwasser als Bodenbildungsfaktor

1.4 Haftwasser als Bodenbildungsfaktor

2. Hydromorphierung als bodenbildender Prozess

2.1 Der Prozess der Hydromorphierung – eine Grundlegung

2.2 Hydromorphierung infolge von Grundwasser – Vergleyung

2.3 Hydromorphierung infolge von Stauwasser – Pseudovergleyung

3. Die Gesamtheit der hydromorphen Böden

3.1 Grundwasserböden

3.1.1 Gleye

3.1.2 Auenböden

3.1.3 Salzböden

3.2 Stauwasserböden

3.2.1 Pseudogley

3.2.2 Stagnogley

4. Bodenklasse G und Bodenklasse S – ein schematischer Überblick

4.1 Bodenklasse G: Gleye – Grundwasserböden

4.2 Bodenklasse S: Pseudogleye – Stauwasserböden

VI. Fazit: Die Böden der Silikatserie und Grund- und Stauwasserböden – Deren Zusammenhänge und differente Bodentypen

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Hausarbeit ist die detaillierte wissenschaftliche Untersuchung der Böden der Silikatserie sowie der hydromorphen Böden (Grund- und Stauwasserböden). Dabei wird insbesondere analysiert, wie bodenbildende Prozesse wie die Hydromorphierung die verschiedenen Bodentypen formen und welche Zusammenhänge zwischen diesen Bodengruppen bestehen.

  • Charakterisierung der Silikatgesteine und deren spezifischer Entwicklungsstadien.
  • Detaillierte Analyse der zentralen Bodenbildungsprozesse (Podsolierung, Verbraunung, Verlehmung).
  • Untersuchung von Wasser als kritischem Bodenbildungsfaktor und dessen Auswirkungen auf das Bodenmilieu.
  • Systematische Gegenüberstellung von Bodenklasse G (Gleye) und Bodenklasse S (Pseudogleye).
  • Darstellung der Querverweise und Zusammenhänge zwischen verschiedenen Bodentypen innerhalb einer geographischen Bodensystematik.

Auszug aus dem Buch

4.1 Podsolierung

Bei diesem podsoltypischen Bodenbildungsprozess handelt es sich um die abwärts gerichtete Verlagerung organischer Stoffe, wobei diese aus dem Oberboden in den Unterboden verlagert werden. Dabei oft zusammen mit Aluminium und Eisen. Die Podsolierung begünstigende Faktoren sind… (Gebhardt 2011: 485)

• saures Bodenmilieu (pH<5)

• kühlfeuchtes Klima

• nährstoffarme Streu

• wasserdurchlässiges Ausgangsgestein

• niedrige Fe-Gehalte der das Substrat der Pedogenese bildenden Minerale

Die Verlagerung führt letztlich zur Reduktion von Fe und Al durch organische Säuren, wobei metallorganische Komplexe entstehen. Diese metallorgansichen Komplexe werden Chelate genannt und sind verlagerungsfähig und wasserlöslich, vor allem bei einem hohen Kohlenstoff/Metall-Verhältnis. Der Prozess der Podsolierung läuft dabei in unterschiedlichen Stufen ab. Zunächst im Oberboden in Form der Kornpodsolierung durch die Entwicklung des Eluvialhorizonts (Ae-Horizont), der Verbleichung des Horizonts (Gebhardt 2011: 485). Innerhalb des Illuvialhorizonts im Unterboden können die für die Podsolierung typischen Anreicherungen in Bereichen differenziert werden. In Bereiche, in denen die organischen Komplexe durch einen dunkel gefärbten, humosen Horizont (Bh-Horizont) deutlich werden. Darüber hinaus existieren unterlagernde Bereiche mit ausgefällten Sesquioxiden (Bs-Horizont), was wiederum zu einer typsichen rötlichen Färbung führt (Gebhardt 2011: 485). Auch wenn es sich bei der Podsolierung um einen natürlichen Bodenbildungsprozess handelt kann dieser in übernutzen Kulturlandschaften deutlich verstärkt werden, sodass sich massive Bs-Horizonte auf Sandböden entwickeln und Braunerden sowie Bänderparabraunerden verdrängen. Dieser Prozess wird als Ortsteinbildung bezeichnet (Gebhardt 2011: 485).

Zusammenfassung der Kapitel

III. Einstieg: Die Böden der Silikatserie sowie Grund- und Stauwasserböden innerhalb der Bodengesellschaften Deutschlands: Dieses Kapitel führt in die zonale Verbreitung der Bodengesellschaften in Deutschland ein und verortet die behandelten Bodengruppen in ihrem geographischen Kontext.

IV. Die Böden der Silikatserie: Eine Grundlegung: Hier werden die Silikatgesteine charakterisiert sowie die spezifischen Entwicklungsstadien, Bodentypen und die wesentlichen Bodenbildungsprozesse der Silikatserie detailliert erläutert.

V. Grund- und Stauwasserböden: Dieses Kapitel widmet sich der Bedeutung von Wasser als Bodenbildungsfaktor und analysiert die Prozesse der Hydromorphierung sowie die Einteilung in Gleye und Stauwasserböden.

VI. Fazit: Die Böden der Silikatserie und Grund- und Stauwasserböden – Deren Zusammenhänge und differente Bodentypen: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und hebt insbesondere die Zusammenhänge und Überführungen zwischen den verschiedenen Bodentypen hervor.

Schlüsselwörter

Silikatserie, Bodenbildung, Hydromorphierung, Grundwasserböden, Stauwasserböden, Podsolierung, Verbraunung, Verlehmung, Gley, Pseudogley, Bodengeographie, Bodenhorizont, Redoxpotenzial, Pedogenese, Metallionen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der bodengeographischen Analyse zweier zentraler Bodengruppen: den Böden der Silikatserie und den durch hydromorphe Prozesse geprägten Grund- und Stauwasserböden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die chemischen und physikalischen Eigenschaften von Silikatgesteinen, die Prozesse der Bodenbildung (Pedogenese), der Einfluss von Wasser auf Bodenhorizonte sowie die systematische Klassifizierung verschiedener Bodentypen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die bodenbildenden Faktoren und Prozesse zu untersuchen, die zur Entstehung dieser Bodentypen führen, und dabei insbesondere die Querverbindungen zwischen den silikatischen Böden und den hydromorphen Böden aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische, bodengeographische Analyse, die auf einer fundierten Auswertung von Fachliteratur und bodenkundlichen Standardwerken basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Silikatböden, die detaillierte Analyse der Wasserdynamik im Boden sowie eine systematische Übersicht über verschiedene Bodenklassen wie Gleye und Pseudogleye.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Hydromorphierung, Silikatserie, Pedogenese, Podsolierung, Gley, Pseudogley und Bodenbildungsfaktor geprägt.

Wie unterscheidet sich ein Gley von einem Pseudogley?

Der Gley ist durch direktes, hoch anstehendes Grundwasser geprägt, während beim Pseudogley die Hydromorphierung durch Stauwasser infolge eines undurchlässigen Untergrundes (Sd-Horizont) verursacht wird.

Warum ist die Podsolierung ein für die Silikatserie wichtiger Prozess?

Die Podsolierung ist bei basenarmen Silikatgesteinen unter kühlfeuchten Klimabedingungen ein dominanter Prozess, der zu einer charakteristischen Horizontdifferenzierung und Nährstoffarmut führt.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Silikatserie und hydromorphe Grund- und Stauwasserböden. Bodenbildungsprozesse und verschiedene Bodentypen
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
27
Katalognummer
V899532
ISBN (eBook)
9783346201980
ISBN (Buch)
9783346201997
Sprache
Deutsch
Schlagworte
bodenbildungsprozesse bodentypen grund- silikatserie stauwasserböden
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2016, Die Silikatserie und hydromorphe Grund- und Stauwasserböden. Bodenbildungsprozesse und verschiedene Bodentypen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/899532
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Leseprobe aus  27  Seiten
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