Inwieweit sind die aktuellen Sozialversicherungssysteme zukunftsfähig und welche Sozialversicherungsreformen sind politisch überhaupt durchführbar?
In der Arbeit werden zunächst die Existenzgründe des Sozialversicherungssystems, das einen intergenerationellen Ressourcentransfer von der erwerbstätigen Generation zur Ruhestandgeneration vorsieht, untersucht. Dazu betrachtet der Autor verschiedene eindimensionale, politökonomische Modelle. Um die Zusammenhänge zwischen Sozialversicherungssystemen und anderen Umverteilungsmaßnahmen des Sozialstaates zu erkennen, werden mehrdimensionale Modelle herangezogen. Diese berücksichtigen im Vergleich zu den eindimensionalen Modellen nicht nur das Ausmaß von Sozialversicherungssystemen, sondern auch andere Merkmale der Sozialversicherungssysteme. Anschließend wird die Zukunftsfähigkeit der Sozialversicherungssysteme im Hinblick auf den demographischen Wandel und die Möglichkeit von Sozialversicherungsreformen analysiert.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Eindimensionale, politökonomische Modelle zur Existenzberechtigung des Sozialversicherungssystems
- Modell mit Mehrheitswahl
- Korporatistische Modelle
- Mehrdimensionale, politökonomische Modelle
- Zukunftsfähigkeit der Sozialversicherungssysteme im Hinblick auf den demographischen Wandel
- Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit dem Ausmaß des Sozialversicherungssystems aus einer politökonomischen Perspektive. Sie analysiert die Existenzberechtigung von Sozialversicherungssystemen anhand von ein- und mehrdimensionalen Modellen und beleuchtet deren Zukunftsfähigkeit angesichts des demographischen Wandels.
- Existenzgründe von Sozialversicherungssystemen
- Politökonomische Modelle zur Erklärung von Sozialversicherungssystemen
- Der Einfluss des demographischen Wandels auf Sozialversicherungssysteme
- Zukunftsfähigkeit von Sozialversicherungssystemen
- Möglichkeiten von Sozialversicherungsreformen
Zusammenfassung der Kapitel
- Kapitel 1: Die Einleitung stellt die Relevanz von Sozialversicherungssystemen dar und skizziert die Problematik des demographischen Wandels in Bezug auf die finanzielle Stabilität dieser Systeme.
- Kapitel 2: Dieses Kapitel untersucht eindimensionale, politökonomische Modelle, die die Existenz von Sozialversicherungssystemen erklären. Hierzu zählen das Modell mit Mehrheitswahl und korporatistische Modelle.
- Kapitel 3: Dieses Kapitel erweitert die Analyse auf mehrdimensionale, politökonomische Modelle, die nicht nur das Ausmaß von Sozialversicherungssystemen, sondern auch weitere Merkmale berücksichtigen.
- Kapitel 4: Dieses Kapitel analysiert die Zukunftsfähigkeit von Sozialversicherungssystemen im Kontext des demographischen Wandels und untersucht die Möglichkeit von Sozialversicherungsreformen.
Schlüsselwörter
Sozialversicherungssystem, Politökonomie, Mehrheitswahl, Korporatismus, Demographischer Wandel, Zukunftsfähigkeit, Sozialversicherungsreformen, Umlageverfahren, Intergenerationelle Umverteilung, Überlappende Generationen Modelle.
Häufig gestellte Fragen
Warum existieren Sozialversicherungssysteme aus politökonomischer Sicht?
Sozialversicherungssysteme dienen dem intergenerationellen Ressourcentransfer. Politökonomische Modelle wie die Mehrheitswahl erklären ihre Existenz damit, dass eine Mehrheit der Wähler von der Umverteilung profitiert oder Sicherheit im Alter sucht.
Wie beeinflusst der demographische Wandel die Sozialversicherung?
Der demographische Wandel stellt die finanzielle Stabilität in Frage, da immer weniger Erwerbstätige für eine wachsende Zahl von Ruheständlern aufkommen müssen (Umlageverfahren).
Was ist der Unterschied zwischen ein- und mehrdimensionalen Modellen?
Eindimensionale Modelle betrachten meist nur das Ausmaß der Rentenzahlungen. Mehrdimensionale Modelle beziehen weitere Merkmale des Sozialstaates und andere Umverteilungsmaßnahmen in die Analyse ein.
Sind Sozialversicherungsreformen politisch durchführbar?
Die Arbeit untersucht die politische Machbarkeit von Reformen und stellt fest, dass diese oft von Mehrheitsverhältnissen und dem Einfluss korporatistischer Strukturen abhängen.
Was versteht man unter dem intergenerationellen Ressourcentransfer?
Es handelt sich um ein System, bei dem die aktuell arbeitende Generation die Renten und Leistungen der älteren Generation finanziert, in der Erwartung, später selbst von der nachfolgenden Generation unterstützt zu werden.
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- Anonym (Author), 2015, Sind die aktuellen Sozialversicherungssysteme zukunftsfähig?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/899686