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Der Quintenzirkel und seine Farb-Klang-Assoziationen. Malinowskis Music Animation Machine und Skrjabins Lichtorgel

Titel: Der Quintenzirkel und seine Farb-Klang-Assoziationen. Malinowskis Music Animation Machine und Skrjabins Lichtorgel

Seminararbeit , 2017 , 25 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Janina Reising (Autor:in)

Musik - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung von Farb-Klang-Assoziationen anhand von zwei Visualisierungsansätzen, die beide die Methode verwenden, den Tonarten im Quintenzirkel Farben zuzuweisen. Diese Visualisierungstechniken werden dahingehend untersucht, wie Farbassoziationen dort Anwendung finden und eingesetzt werden und ob es diesbezüglich Gemeinsamkeiten und Unterschiede gibt.

Die theoretische Basis für diese Analyse bildet das Phänomen der Synästhesie aus einer phänomenologischen als auch aus einer (wahrnehmungs-)psychologischen Perspektive. Für das Phänomen des "Farbenhörens" bildet Goethes und darauf aufbauend auch Ittens Farbenlehre den Ausgangspunkt dieser Arbeit. Anschließend wird die phänomenologische Perspektive der Synästhesie erklärt und im Zuge der wahrnehmungspsychologischen Perspektive werden schließlich die Begriffe "Synästhesie" und "intermodale Analogie" abgegrenzt und Gesetzmäßigkeiten dargelegt.

Die Visualisierungsansätze der Music Animation Machine (MAM) von Malinowski und des Synästhetikers Skrjabin (Farbenklavier, Lichtorgel) werden im darauffolgenden Teil untersucht, indem zunächst der Aufbau des Quintenzirkels als Grundlage beider Ansätze erklärt wird. Anschließend werden die Visualisierungsformen hinsichtlich ihrer Farbzuweisungen beschrieben und schließlich hinsichtlich synästhetischer und der Farbenlehre entsprechender Assoziationen auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Farbassoziationen verglichen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Basis der Farb-Klang-Assoziationen

2.1 Farbenlehre nach Goethe und Itten

2.2 Synästhesie

2.2.1 Synästhesie aus phänomenologischer Perspektive

2.2.2 Synästhesie aus wahrnehmungspsychologischer Perspektive

3. Visualisierungstools mit Farb-Ton-Assoziationen auf Basis des Quintenzirkels

3.1 Der Quintenzirkel

3.2 Die Lichtorgel von Skrjabin

3.3 Die Music Animation Machine von Malinowski

3.4 Vergleich der Visualisierungstools hinsichtlich theoretischer Ausgangsüberlegungen

4. Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Farb-Klang-Assoziationen durch den Vergleich zweier spezifischer Visualisierungsansätze – der Lichtorgel von Alexander Skrjabin und der Music Animation Machine (MAM) von Stephen Malinowski –, wobei beide Methoden den Tonarten des Quintenzirkels Farben zuordnen, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in ihrer theoretischen Fundierung und praktischen Anwendung aufzuzeigen.

  • Phänomenologie und Wahrnehmungspsychologie der Synästhesie
  • Farbenlehre nach Johann Wolfgang von Goethe und Johannes Itten
  • Strukturelle Analyse und Anwendung des Quintenzirkels
  • Vergleichende Untersuchung zwischen genuiner Synästhesie und intermodaler Analogie
  • Einsatzmöglichkeiten von Visualisierungstechniken in der Musikvermittlung

Auszug aus dem Buch

3.1 Der Quintenzirkel

Die grundlegendste Beziehung zwischen zwei Tönen bildet die Tonhöhe, wodurch sich die (zirkuläre) Tonleiter C-D-E-F-G-A-H-C1 ergibt (vgl. Malinowski 2017b). Verändert sich die Tonhöhe in einem Frequenzverhältnis von 2:1 um eine Oktave, nimmt man den gleichen Ton in einer anderen Tonhöhe wahr. Die in der westlichen Musikwelt wohl am zweithäufigsten verwendete Beziehung zwischen Tönen bilden die Tonarten, bei denen das Frequenzverhältnis 3:2 ist. Dies ist bei dem Quintenzirkel der Fall, der einen Kreis entsprechend der Einteilung einer Uhr in zwölf gleiche Teile einteilt, denen jeweils eine Tonart der insgesamt zwölf Tonarten des Oktavensystems zugeordnet wird (vgl. Pilhofer/Day/Fehn 2012, S. 99).

Am Starpunkt C baut der Quintenzirkel gemäß seines Namens auf Quinten auf, die die jeweils fünfte Stufe der vorhergehenden Tonart bilden (vgl. Menke 2009, S. 22). Hierdurch erhält man den Zirkel C-G-D-A-E-H-Fis/Ges-Des/Cis-As/Gis-Es/Dis-B/Ais-F (Abbildung 2). Der Quintenzirkel erleichtert es Musikern, anhand der Art und Anzahl der Vorzeichen der jeweiligen Tonarten zu komponieren, Melodien zu harmonisieren, Akkorde aufzubauen oder einen Tonartwechsel innerhalb einer Komposition vorzunehmen, wobei die Erhöhungszeichen (Kreuz-Vorzeichen) im Uhrzeigersinn und die Erniedrigungszeichen (b-Vorzeichen) entgegen des Uhrzeigersinns abgelesen werden (vgl. Pilhofer/Day/Fehn 2012, S. 101).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema der Farbe-Ton-Synästhesie ein, definiert die Zielsetzung der Arbeit und erläutert die methodische Herangehensweise an die Analyse der beiden Visualisierungstools.

2. Theoretische Basis der Farb-Klang-Assoziationen: Dieses Kapitel legt das theoretische Fundament durch die Erörterung der Farbenlehren von Goethe und Itten sowie die Abgrenzung der Synästhesie aus phänomenologischer und wahrnehmungspsychologischer Sicht.

3. Visualisierungstools mit Farb-Ton-Assoziationen auf Basis des Quintenzirkels: Hier werden der Aufbau des Quintenzirkels sowie die technischen und konzeptionellen Ansätze von Skrjabins Lichtorgel und Malinowskis Music Animation Machine detailliert beschrieben und kritisch miteinander verglichen.

4. Zusammenfassung und Fazit: Das abschließende Kapitel synthetisiert die Ergebnisse, ordnet die untersuchten Ansätze in das Modell der Verknüpfungsebenen von Haverkamp ein und diskutiert die generelle Problematik der eindeutigen Farb-Ton-Zuweisung.

Schlüsselwörter

Synästhesie, Farb-Klang-Assoziation, Quintenzirkel, Musikvisualisierung, Lichtorgel, Music Animation Machine, Farbenlehre, intermodale Analogie, Skrjabin, Malinowski, Wahrnehmungspsychologie, Phänomenologie, Notationssystem, Farb-Ton-Beziehung, multimodale Wahrnehmung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen und praktischen Untersuchung von Visualisierungstechniken, die Musik bzw. Tonarten im Quintenzirkel durch spezifische Farbzuweisungen darstellbar machen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Synästhesieforschung, die historische Farbenlehre nach Goethe und Itten sowie die Analyse moderner und historischer Visualisierungsansätze von Musik.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Konzepte der Lichtorgel von Skrjabin und der Music Animation Machine von Malinowski hinsichtlich ihrer Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Farbzuordnung zu vergleichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine vergleichende Analyse sowie die Einordnung der Tools in das Modell der Verknüpfungsebenen nach Michael Haverkamp.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil erfolgt zunächst die theoretische Herleitung durch Farbenlehre und Synästhesiedefinitionen, gefolgt von einer detaillierten technischen Beschreibung und kritischen Prüfung der beiden Fallbeispiele.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Synästhesie, Quintenzirkel, Farb-Klang-Assoziation, Music Animation Machine und Lichtorgel.

Inwiefern unterscheidet sich die Music Animation Machine von einer echten Synästhesie?

Die Music Animation Machine basiert auf logischen, mathematisch-physikalischen Konstruktionen und dient didaktischen Zwecken, während eine genuine Synästhesie durch unwillkürliche, subjektive und kontextunabhängige Reizwahrnehmungen gekennzeichnet ist.

Welche Rolle spielt der Quintenzirkel für die untersuchten Visualisierungen?

Der Quintenzirkel dient bei beiden Ansätzen als strukturelle Grundlage, um die Beziehungen zwischen den zwölf Tonarten des Oktavensystems durch eine entsprechende Anordnung von Farben im Kreis nachvollziehbar zu machen.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Quintenzirkel und seine Farb-Klang-Assoziationen. Malinowskis Music Animation Machine und Skrjabins Lichtorgel
Hochschule
Universität Siegen
Note
1,3
Autor
Janina Reising (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
25
Katalognummer
V899729
ISBN (eBook)
9783346213297
ISBN (Buch)
9783346213303
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Musik Synästhesie Farbenlehre Music Animation Machine Lichtorgel Malinowski Skrjabin
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Janina Reising (Autor:in), 2017, Der Quintenzirkel und seine Farb-Klang-Assoziationen. Malinowskis Music Animation Machine und Skrjabins Lichtorgel, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/899729
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Leseprobe aus  25  Seiten
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