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Der kausale Konnektor 'weil' bei deutschen Muttersprachlern (L1) und Nicht-Muttersprachlern (L2)

Eine korpuslinguistische Untersuchung

Title: Der kausale Konnektor 'weil' bei deutschen Muttersprachlern (L1) und Nicht-Muttersprachlern (L2)

Term Paper , 2019 , 36 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Melin Sibarani (Author)

German Studies - Linguistics
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Summary Excerpt Details

Diese Hausarbeit beschäftigt sich damit, wie das Verhältnis des kausalen Konnektors 'weil' in Lehrwerken für Deutsch als Fremdsprachen dargestellt und wie er von Nicht-Muttersprachlern im Vergleich zu deutschen Muttersprachlern gebraucht wird. Daher konzentriert sich diese Untersuchung auf den Gebrauch von 'weil' mit Verbzweitstellung (WV2) und 'weil' mit Verbletztstellung (WVL) bei deutschen Muttersprachlern und Nicht-Muttersprachlern.

Um auf eine Analyse auszuführen, werden zunächst die Stellungsvarianten von 'weil' vorgestellt. Anschließend werden die syntaktischen und prosodischen Möglichkeiten des WV2s und WVLs erläutert. Diese Arbeit befasst sich ebenfalls mit den Interprerationsmöglichkeiten von 'weil'. Danach werden die Untersuchungs,- sowie Analysemethode der Korpora erläutert, die für die erste Zielgruppe, Muttersprachler Deutsch, aus dem Korpus DGD (Datenbank für Gesprochene Deutsch) IDS und für die zweite Zielgruppe der Nicht-Muttersprachler aus GeWiss (Gesprochene Wissenschaftssprache)-Korpus entnommen werden.

Darauffolgend wird die Analyse der Daten durchgeführt, wobei der Fokus auf der Häufigkeit des Vorkommens von WVL und WV2 und deren Lesarten in beiden Zielgruppen liegt. Schließlich werden die Ergebnisse dieser Arbeit in einem Fazit zusammenfassend veranschaulicht und diskutiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Grundlage

2.1 Die Eigenschaften von weil mit Verbletzstellung (WVL) und Verbzweitstellung (WV2)

2.1.1 Stellungsvarianten von weil

2.1.2 Syntaktische Möglichkeiten von WVL und WV2 und dessen Verhältnis in DAF Lehrwerken

2.1.3 Prosodische Möglichkeit von weil

2.1.4 Semantische Interpretation von weil

2.2 Weil als Diskursmarker

3 Methodisches Verfahren

3.1 Untersuchungsmethode

3.2 Analysemethode

4 Forschungsergebnisse

4.1 WVL und WV2 aus dem DGD Korpus: Prüfungsgespräch in der Hochschule und Feedbackgespräch unter Lehrkräften

4.1.1 WVL und WV2 bei L1 Sprecher im Prüfungsgespräch in der Hochschule

4.1.2 WVL und WV2 bei L1-Sprechern im Feedbackgespräch unter Lehrkräften

4.2 WVL und WV2 aus dem Ge-Wiss Korpus: Studentische Vortrag: Konstruktion am-Progressiv und Expertenvortrag: GermanC- Korpus

4.2.1 WVL und WV2 bei L2-Sprechern im Studentischer Vortrag: Konstruktion am-Progressiv

4.2.2 WVL und WV2 bei L2 Sprecher in Expertenvortrag: GermanC- Korpus

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht korpuslinguistisch den Gebrauch des kausalen Konnektors weil in zwei unterschiedlichen syntaktischen Varianten – mit Verbzweitstellung (WV2) und mit Verbletztstellung (WVL) – bei deutschen Muttersprachlern (L1) im Vergleich zu Nicht-Muttersprachlern (L2).

  • Syntax und prosodische Eigenschaften von weil-Sätzen
  • Semantische Interpretationsmöglichkeiten (propositional, epistemisch, sprechaktbezogen)
  • Funktion von weil als Diskursmarker
  • Vergleich der Häufigkeit und Lesarten in verschiedenen Gesprächssorten
  • Reflektion der Behandlung in DaF-Lehrwerken

Auszug aus dem Buch

2.1.3 Prosodische Möglichkeit von weil

Die Prosodie wurde bisher als einer der wichtigsten Aspekte in der Gesprochene-Sprache Forschung thematisiert (vgl. BREINDL et al. 2014: 847). ANTOMO / STEINBACH (2010: 9) haben Bezug auf den prosodischen Aspekt genommen, um die Eigenschaft der Verbzweitstellung (besonders in weil-Sätzen) in ihren Daten zu analysieren. Darüber hinaus sprechen FIEHLER et al. (2004: 346) in ihrer Forschung sogar von der Notwendigkeit der Prosodie aufgrund der nichtausreichenden Syntax und Semantik bei dem Herstellen und Erkennen einer Struktur. Anhand dieser Ansätzer lässt sich darauf hindeuten, dass die Prosodie eine wichtige Rolle bei der Interpretation komplexer Strukturen in der Gesprochene-Sprache Forschung spielt. Was dabei noch umstritten ist, ist „inwiefern die prosodischen Merkmale einer Äußerung lediglich zur syntaktischen und semantischen Grundstruktur hinzukommen oder ob sie vielmehr grundlegende, mit den syntaktischen zumindest gleichwertige Markierungsmittel darstellen“.

BREINDL et al. (2014: 847) beschreiben zwei verschiedene Auffassungen hinsichtlich der Rolle der Prosodie, die sich mit und ohne die Steuerung von semantisch/pragmatischer Kategorien auf die Prosodie zeigen lassen. In Bezug darauf lassen sich folgende Gesichtpunkte im Falle des Konnektors weil näher erläutern. WVL sind typischerweise intonatorisch in ihren Matrixsatz integriert bilden damit eine Fokus-Hintergrund-Gliederung, die ebenfalls ohne prosodische Pause verbunden ist (vgl. ANTOMO / STEINBACH 2010: 9). Außerdem ist auch eine prosodische Desintegration möglich (Siehe Beispiel (5), vgl. BREINDL et al. 2014: 848).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema der Verbzweitstellung bei weil ein und stellt die Relevanz der Untersuchung für den DaF-Bereich sowie die Forschungsfragen dar.

2 Theoretische Grundlage: Dieses Kapitel erläutert die syntaktischen, prosodischen und semantischen Eigenschaften von weil sowie dessen Funktion als Konnektor und Diskursmarker.

3 Methodisches Verfahren: Hier werden die untersuchten Korpora (DGD und GeWiss) sowie die Analysemethoden, einschließlich Paraphrase-Tests, dargelegt.

4 Forschungsergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert und analysiert die empirischen Befunde zum Gebrauch von WVL und WV2 bei den verschiedenen Zielgruppen in unterschiedlichen Gesprächssorten.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und diskutiert Unterschiede im Sprachgebrauch zwischen Muttersprachlern und L2-Lernern im Kontext von Lehrmaterialien.

Schlüsselwörter

weil, Verbzweitstellung, Verbletztstellung, Korpuslinguistik, DaF, L1-Sprecher, L2-Sprecher, Gesprochene Sprache, Diskursmarker, Syntax, Prosodie, Semantische Interpretation, Propositionale Lesart, Epistemische Lesart, Sprechaktbezogene Lesart.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht den Gebrauch des Konnektors weil im gesprochenen Deutsch, insbesondere den Unterschied zwischen der standardsprachlichen Verbletztstellung (WVL) und der zunehmend verwendeten Verbzweitstellung (WV2).

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder sind die syntaktische Variation, die prosodische Realisierung sowie die semantische Interpretation (propositional, epistemisch, sprechaktbezogen) von weil-Sätzen.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage zielt darauf ab, wie weil (insbesondere WV2) von L1- und L2-Sprechern in verschiedenen institutionellen und akademischen Gesprächen gebraucht wird und welche Unterschiede sich dabei zeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine korpuslinguistische Untersuchung, die Daten aus den Korpora DGD (für L1-Sprecher) und GeWiss (für L2-Sprecher) mittels interpretativer Methoden und Paraphrase-Tests analysiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die Beschreibung des methodischen Vorgehens sowie die detaillierte Präsentation und Diskussion der empirischen Ergebnisse aus den ausgewählten Korpusgesprächen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind unter anderem weil, Verbzweitstellung, Verbletztstellung, Korpuslinguistik, Deutsch als Fremdsprache (DaF), L1/L2-Sprecher sowie die verschiedenen Lesarten (propositional, epistemisch, sprechaktbezogen).

Inwiefern unterscheiden sich L1- und L2-Sprecher bei der Verwendung von weil?

Die Analyse zeigt, dass L1-Sprecher WV2 häufiger verwenden als Nicht-Muttersprachler. L2-Sprecher neigen in ihren Daten stärker zur Verwendung der WVL, was auf einen Fokus auf grammatikalische Korrektheit hindeuten kann.

Wie spielt die Prosodie eine Rolle bei der Interpretation von weil-Sätzen?

Die Arbeit verdeutlicht, dass die prosodische Integration oder Desintegration (z. B. Pausen, Intonationsverlauf) eine wichtige Rolle bei der Abgrenzung von Satzstrukturen und der Interpretation der Kausalrelation spielt.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich DaF-Lehrmaterialien?

Die Autorin stellt fest, dass aktuelle DaF-Lehrwerke die Verwendung der Verbzweitstellung bei weil zwar thematisieren, es jedoch an einer fundierten Einbeziehung der funktionalen Varianten und der Forschungsergebnisse aus der gesprochenen Sprache fehlt.

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Details

Title
Der kausale Konnektor 'weil' bei deutschen Muttersprachlern (L1) und Nicht-Muttersprachlern (L2)
Subtitle
Eine korpuslinguistische Untersuchung
College
University of Hamburg
Grade
1,7
Author
Melin Sibarani (Author)
Publication Year
2019
Pages
36
Catalog Number
V899992
ISBN (eBook)
9783346229793
ISBN (Book)
9783346229809
Language
German
Tags
konnektor muttersprachlern nicht-muttersprachlern weil L2 L1
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Melin Sibarani (Author), 2019, Der kausale Konnektor 'weil' bei deutschen Muttersprachlern (L1) und Nicht-Muttersprachlern (L2), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/899992
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