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Der Einfluss vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland und Friends Of The Earth International auf die Klimaverhandlungen in Bonn 2001

Title: Der Einfluss vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland und Friends Of The Earth International auf die Klimaverhandlungen in Bonn 2001

Term Paper , 2002 , 18 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Dipl. pol. Robert Kneschke (Author)

Politics - Topic: International Organisations
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Summary Excerpt Details

Während der dritten Klimakonferenz (Conference Of Parties; COP) 1997 in Japan einigten sich die Industrieländer auf das Kyoto-Protokoll. Darin wird - vereinfacht dargestellt - die Verringerung der fünf wichtigsten Treibhausgase in der Atmosphäre beschlossen.
Detailfragen sollten später geklärt werden.
Im November 2000 gingen die Delegierten der mittlerweile sechsten Klimakonferenz (COP) ohne ein greifbares Ergebnis zum Kyoto-Protokoll auseinander. Die Nachverhandlungen, auch COP6,5 genannt, sollten vom 16.-27. Juli 2001 in Bonn stattfinden.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) versucht, auf diese Verhandlungen Einfluss zu nehmen. Es soll untersucht werden, mit welchen Mitteln dies versucht wird, welche Überlegungen dahinter stehen, welche Erfolge es damit gab und welche Kritik es daran gibt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

- Der Akteur

- Die Forderungen

- Die Mittel

i. Lobbyarbeit

ii. Protest

iii. Öffentlichkeitsarbeit

- Die Wirkung

i. Die Ergebnisse der Konferenz

ii. Das Presseecho

- Die Kritik

i. Am Kyoto-Protokoll

ii. Am BUND

3. Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) als Teil des Netzwerks Friends of the Earth International versucht, Einfluss auf internationale Klimaverhandlungen zu nehmen, insbesondere im Kontext der Konferenzen in Bonn 2001. Dabei wird analysiert, welche politischen Instrumente eingesetzt werden, welche Überlegungen diesen Handlungen zugrunde liegen und wie erfolgreich diese Maßnahmen im Hinblick auf die gesetzten Klimaschutzziele sind.

  • Analyse der Akteurskonstellation und der Vernetzung von Umweltorganisationen
  • Evaluation des politischen Handlungsrepertoires (Lobbying, Protest, Öffentlichkeitsarbeit)
  • Untersuchung der Mobilisierungsstrategien und medialen Wirkung
  • Kritische Reflexion der Effektivität von NGO-Protesten im internationalen Klimadiskurs

Auszug aus dem Buch

Die Forderungen

Der BUND fordert vom Kyoto-Protokoll im Einzelnen:

- "Senken dürfen deshalb in der ersten Abkommensperiode (bis 2012) nicht als CO2-mindern angerechnet werden"

- "Emissionshandel dient nur unter genau definierten Bedingungen dem Erreichen der Klimaschutzziele"

- "den sofortigen Start des CDM [Clean Development Mechanism; Anm. R.K.] durch ein Investitionsprogramm in nachhaltige Technologien wie der Sonnenenergie"

- "den sofortigen Start des JI [Joint Implementation; Anm. R.K.] unter Ausschluss von Kernkraft, großer Wasserkraft und fossilen Kraftwerken und unter Berücksichtigung der Biodiversität"

- "ein transparentes Kontrollsystem, durch das Emissions-Sündern schmerzhafte finanzielle und völkerrechtliche Sanktionen drohen. Geldstrafen sollen in einen international überwachten Klimafonds fließen. Bis spätestens 2005 müssen alle Industrieländer zeigen, dass ihre Emissionen wirklich sinken" (BUND/BUNDjugend 2001:3f.)

Daniel Mittler, Klimaschutzexperte beim BUND und Projektleiter der Rettungsboot-Aktion sagt: "Unser Langzeitziel in diesen Verhandlungen ist, dass ein Pro-Kopf-Ziel akzeptiert wird von den Nationen und dass definiert wird, wie viel CO2 pro Kopf weltweit verbraucht werden darf und dass auf dieser Basis die Rationen sozusagen verteilt werden" (Interview 02/2:1)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in den Kontext des Kyoto-Protokolls ein und definiert die Forschungsfrage bezüglich des Einflusses des BUND auf die Klimaverhandlungen in Bonn.

2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert die Akteursstruktur, die spezifischen Forderungen des BUND sowie die methodischen Aktionsformen wie Lobbyarbeit, Proteste und Öffentlichkeitsarbeit, gefolgt von einer Bewertung der Wirkung und der geäußerten Kritik.

3. Zusammenfassung: Das Kapitel reflektiert den hohen Ressourcenaufwand der Rettungsboot-Aktion und stellt fest, dass der tatsächliche klimapolitische Fortschritt marginal bleibt, auch wenn eine hohe mediale Aufmerksamkeit erreicht wurde.

Schlüsselwörter

BUND, Friends of the Earth International, Klimakonferenz, Kyoto-Protokoll, Lobbyarbeit, Rettungsboot-Aktion, Umweltschutz, Klimapolitik, NGOs, Protest, Öffentlichkeitsarbeit, Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Internationale Politik, Delegationsarbeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Einflussnahme des BUND auf internationale Klimaverhandlungen, exemplarisch dargestellt an der Klimakonferenz in Bonn im Jahr 2001.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Zentrale Felder sind die Strategien von Umweltorganisationen in internationalen Netzwerken, die konkrete politische Interessenvertretung und die Diskrepanz zwischen öffentlicher Inszenierung und politischer Wirkung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu analysieren, mit welchen Mitteln der BUND seine Forderungen zu vermitteln sucht und ob diese Bemühungen zu substanziellen Erfolgen in der internationalen Klimapolitik führen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Arbeit stützt sich auf eine qualitative Analyse, die durch Experteninterviews mit Akteuren des BUND und kritischen Begleitern sowie die Auswertung von Dokumenten und Pressemeldungen ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet detailliert den Akteur BUND, seine Forderungen, die Aktionsformen (Lobbying, Protest, Medienarbeit), die wahrgenommene Wirkung der Konferenz und die aufkommende Kritik an der Rolle des Verbandes.

Welche Schlüsselbegriffe definieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind das Kyoto-Protokoll, die Rettungsboot-Aktion, zivilgesellschaftliches Engagement sowie die Spannungsfelder zwischen radikaler Kritik und pragmatischer Verhandlungspolitik.

Was war die spezifische Funktion der "Rettungsboot-Aktion"?

Die Aktion diente als symbolisches Druckmittel auf die Delegierten, um ein Bewusstsein für den Klimawandel zu schaffen und spezifisch den Fortbestand des Kyoto-Protokolls einzufordern.

Wie bewerten externe Kritiker die Rolle des BUND?

Radikalere Kritiker bemängeln eine zu große Nähe des BUND zur Regierungspolitik, eine "Kuscheltaktik mit den Mächtigen" und die Vernachlässigung fundamentaler systemkritischer Ansätze.

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Details

Title
Der Einfluss vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland und Friends Of The Earth International auf die Klimaverhandlungen in Bonn 2001
College
Free University of Berlin  (Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft)
Course
David gegen Goliath - NGOs, Neue Soziale Bewegungen und globale Politiknetzwerke
Grade
1,3
Author
Dipl. pol. Robert Kneschke (Author)
Publication Year
2002
Pages
18
Catalog Number
V9005
ISBN (eBook)
9783638158220
ISBN (Book)
9783638777360
Language
German
Tags
Umweltschutz BUND Klimaverhandlungen COP NGOs Non Governmental Organizations Nichtregierungsorganisationen Kyoto-Protokoll Friends Of The Earth International
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl. pol. Robert Kneschke (Author), 2002, Der Einfluss vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland und Friends Of The Earth International auf die Klimaverhandlungen in Bonn 2001, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9005
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