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Controlling in der Forschung und Entwicklung

Title: Controlling in der Forschung und Entwicklung

Seminar Paper , 2001 , 21 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Katrin Jung (Author)

Business economics - Controlling
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Die Arbeit in der Forschung und Entwicklung hat zum Ziel, neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu erlangen (Forschung), um diese zur Gewinnung neuer Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen zu nutzen (Entwicklung). Bei der Forschung unterscheidet man begrifflich zwischen Grundlagenforschung und Anwendungsforschung. Bei der Grundlagenforschung bleibt das Forschungsgebiet mehr allgemeiner Natur, d.h. es wird kein bestimmtes Einsatzgebiet des zu erforschenden Wissens von vornherein festgelegt. Bei der Anwendungsforschung wird die Forschung im Hinblick auf ein zuvor festgelegtes Ziel betrieben und die Tätigkeiten werden somit auf ein spezielles Produkt oder Verfahren ausgerichtet. Die Aufgabe liegt in der Ergründung neuer technischer Fachkenntnisse und in der systematischen Suche nach neuen Produkten. Man unterscheidet hierbei zwischen reiner Industrieforschung und Auftragsforschung, bei der von einem Auftraggeber Projektdefinition und -etat vorgegeben werden.
Die Entwicklung baut auf den Erkenntnissen der Forschung auf, wobei beabsichtigt wird, eine Neu- oder Weiterentwicklung von produktions- und marktfähigen Systemen, Produkten, Verfahren oder Materialien zu erreichen.
Wesentliche Merkmale der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sind ein hohes Risiko, sowie die nicht direkt einem Kostenträger zurechenbaren Aufwendungen. Der Forschungsprozess ist i. d. R. langfristiger Natur und in hohem Maße innovativ mit ungewissem Ausgang. Entwicklungsaufgaben dagegen sind mittelfristig oder auch kurzfristig ausgerichtet. Sie sind besser strukturierbar, näher am Marktgeschehen und tendenziell weniger risikobehaftet als Forschungstätigkeiten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Forschung und Entwicklung

1.1 Begriffsabgrenzung und Ziele

1.2 Konsequenzen für das Controlling

2. Organisation des F&E-Controlling

3. Teilsysteme des F&E-Controlling

3.1. Strategisches und operatives F&E-Controlling

3.2. F&E-Projektcontrolling und F&E-Bereichscontrolling

4. Vom F&E-Controlling zum Innovationscontrolling

4.1. Aufgabenbereiche

4.1.1. Unterstützung bei strategischen Entscheidungen

4.1.2. Projektbeurteilung und Planung

4.1.3. Kontrolle des einzelnen Projekts

4.1.4. Planung des F&E-Bereichs

4.2. Instrumente und Methoden

4.2.1. Szenario-Technik

4.2.2. Life Cycle Costing

4.2.3. Portfolios

4.2.4. Target Costing

4.2.5. Performance Management

5. Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Notwendigkeit und Gestaltung eines modernen Controllings im Bereich der Forschung und Entwicklung (F&E). Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, wie ein funktionsübergreifendes Controlling-System, das sowohl quantitative Daten als auch "soft factors" berücksichtigt, zur Steigerung der Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit beitragen kann.

  • Bedeutung von Forschung und Entwicklung für den Unternehmenserfolg
  • Methoden und Instrumente des F&E-Controllings
  • Übergang vom klassischen F&E-Controlling zum Innovationscontrolling
  • Strategische versus operative Controlling-Ansätze
  • Bedeutung der Unternehmenskultur und "soft factors" im Innovationsprozess

Auszug aus dem Buch

4.2.1. Szenario-Technik

Die Szenario-Technik wurde entwickelt als eine wichtige Orientierungshilfe für die strategische Unternehmensplanung. Unter einem „Szenario“ versteht man die Beschreibung einer vorstellbaren zukünftigen Situation für ein Unternehmen. Es wird der Entwicklungsverlauf dargestellt, der zu dieser Zukunftssituation führt. Durch verschiedene Annahmen erhält man alternative Hinweise für die Planung. Wegen ihrer komplexen Betrachtungsweise ist die Szenario-Technik gut geeignet, zusätzliche Überlegungen anzustellen und neue Ansätze zu finden, um die zukünftigen Anforderungen besser in den Griff zu bekommen. Einsatz im F&E-Bereich findet die Szenario-Technik beispielsweise bei der Projektbeurteilung, um bei Neu-Projekten die möglichen finanziellen Einflüsse auf das Geschäftsergebnis abzuschätzen.

Mit Hilfe der Szenario-Technik wird versucht, mehrere denkbare Entwicklungen in die Zukunft vorwegzuprojizieren, wobei alle in Frage kommenden Vorraussetzungen und Veränderungen der möglichen Einflussbereiche zu berücksichtigen und miteinander zu verknüpfen sind. Die so dargestellten alternativen Entwicklungen können wie in einem Drehbuch beschrieben werden. Die Beschreibung beginnt mit dem heutigen Zustand und endet mit der möglichen Situation in der Zukunft. Ausgangspunkt des Szenarios ist eine fundierte Analyse des Ist-Zustandes des Untersuchungsgegenstandes, wobei alle Informationen dabei berücksichtigt und verarbeitet werden. Für die Haupteinflussfaktoren sind Annahmen zu machen und mögliche Störereignisse anzuzeigen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Forschung und Entwicklung: Dieses Kapitel erläutert die begriffliche Unterscheidung zwischen Grundlagen- und Anwendungsforschung sowie die Konsequenzen für das Controlling in einem globalisierten Marktumfeld.

2. Organisation des F&E-Controlling: Hier werden die organisatorischen Voraussetzungen und Faktoren für die Implementierung einer eigenen Controllingabteilung innerhalb der F&E-Struktur diskutiert.

3. Teilsysteme des F&E-Controlling: Das Kapitel differenziert zwischen strategischen und operativen Aufgaben sowie zwischen Projekt- und Bereichscontrolling.

4. Vom F&E-Controlling zum Innovationscontrolling: Dieser zentrale Abschnitt beleuchtet Aufgabenbereiche, moderne Methoden wie Target Costing oder Szenario-Technik und die Bedeutung von "soft factors".

5. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einem Plädoyer für ein ganzheitliches Controlling-System, das Innovationsmanagement und Unternehmenskultur verbindet.

Schlüsselwörter

F&E-Controlling, Innovationscontrolling, Forschung und Entwicklung, Strategisches Controlling, Operatives Controlling, Projektcontrolling, Innovationsprozess, Szenario-Technik, Life Cycle Costing, Portfolio-Analyse, Target Costing, Performance Management, Wettbewerbsfähigkeit, Unternehmensstrategie, Soft Factors

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Seminararbeit behandelt die Rolle und Ausgestaltung des Controllings innerhalb von Forschungs- und Entwicklungsabteilungen, um wirtschaftliche Steuerung mit Innovationskraft zu vereinen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Fokus stehen die methodische Unterstützung bei strategischen Entscheidungen, die Steuerung von F&E-Projekten sowie die Integration des Innovationscontrollings in die Unternehmensstrategie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Übergang von einem rein kostenorientierten Controlling zu einem zukunftsorientierten, ganzheitlichen Innovationscontrolling zu skizzieren, das die Effizienz steigert und den Unternehmenserfolg sichert.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Controlling-Konzepte und Instrumente, die im Kontext von F&E-Strukturen kritisch reflektiert und eingeordnet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die organisationale Einbindung des Controllings, die Unterscheidung in strategische und operative Teilsysteme sowie die Darstellung spezifischer Instrumente wie Portfolios und Target Costing.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Schlagworte umfassen F&E-Controlling, Innovationsmanagement, Szenario-Technik, Target Costing, Performance Management und strategische Erfolgspotenziale.

Warum ist eine Unterscheidung zwischen "Neu-Projekten" und "Routine-Projekten" für das Controlling wichtig?

Die Einteilung ist essenziell, da Neu-Projekte oft hohe Unsicherheiten bergen (Szenario-Technik), während Routine-Projekte auf Erfahrungswerten und Prognosen basieren, was unterschiedliche Planungsansätze erfordert.

Welche Rolle spielen "soft factors" im Innovationsprozess?

Da Innovationen von Kreativität abhängen, dürfen Controller nicht nur als "Mittelverwalter" agieren, sondern müssen Faktoren wie Mitarbeitermotivation und Unternehmenskultur gezielt fördern, um die Innovationskraft nicht zu ersticken.

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Details

Title
Controlling in der Forschung und Entwicklung
College
Heilbronn University of Applied Sciences  (Betriebswirtschaft und Unternehmensführung)
Course
Controlling Seminar
Grade
1,3
Author
Katrin Jung (Author)
Publication Year
2001
Pages
21
Catalog Number
V9007
ISBN (eBook)
9783638158244
Language
German
Tags
Begriffe Organisation Teilsysteme Innovationscontrolling Instrumente
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katrin Jung (Author), 2001, Controlling in der Forschung und Entwicklung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9007
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