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ADHS. Das Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätssyndrom aus multiperspektivischer Sichtweise

Title: ADHS. Das Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätssyndrom aus multiperspektivischer Sichtweise

Seminar Paper , 2007 , 30 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Stefanie Steckroth (Author)

Social Work
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Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung, kurz ADHS; würde man eine Umfrage starten, würde vermutlich fast jeder schon einmal von dieser Störung gehört haben, ein beachtlicher Teil würde wahrscheinlich sogar erklären können, worum es sich dabei handelt und eine immer noch recht große Anzahl der Befragten, würde einen Betroffenen kennen. Dank der Medien und in jüngster Zeit auch durch die zahlreichen kritischen Diskussionen der Behandlung mit Medikamenten und Büchern, wie „Die Krankheitserfinder“ von Jörg Blech, die sich gerade mit diesen hitzigen Debatten beschäftigen, ist ADHS mittlerweile in aller Munde.
Trotzdem rührt meine Motivation mich mit diesem Thema im Zuge meiner Hausarbeit zu beschäftigen nicht daher, sondern vielmehr aus der Tatsache, dass ich mein Praxissemester im Bereich einer Tagesgruppe für verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche absolvieren werde. Einige der dort Betreuten bekamen die Diagnose ADHS, weshalb für mich diese Arbeit nun eine Chance darstellt, mich bereits im Voraus intensiv mit dieser Thematik zu beschäftigen. Die Ansicht, dass man im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe als SozialarbeiterIn häufig mit dieser Störung konfrontiert ist, letztlich auch dadurch, dass sie die mittlerweile am Häufigsten diagnostizierte seelische Störung im Kindes- und Jugendalter darstellt (vgl. Blech 2005, 111), bekräftigt zusätzlich meine Entscheidung für dieses Thema.
Ich werde im Laufe meiner Hausarbeit ADHS aus den unterschiedlichsten Perspektiven beleuchten, um einerseits eine einseitige und eingeschränkte Sichtweise auf die Störung zu vermeiden und andererseits, da ich der Meinung bin, dass diese Multiperspektivität Voraussetzung für eine erfolgreiche Soziale Arbeit ist.
An den Anfang meiner Arbeit habe ich eine Fallgeschichte gestellt um dem Leser einen Eindruck der Bemerkbarkeit und der Auswirkungen von ADHS im Alltagsleben, wie auch von der Diagnose und der Therapie zu gewähren.
In meinem Hauptteil werde ich mit der medizinisch-biologischen Sichtweise beginnen. Ich habe diese Perspektive an den Anfang gestellt, da es meiner Meinung nach diejenige Sichtweise darstellt, die am meisten Auskunft darüber gibt, was sich hinter dem Begriff ADHS verbirgt.
Im weiteren Verlauf werde ich dann spezieller auf die Lebenswelt der Betroffenen, der Angehörigen und der Situation in der Schule eingehen. Im Vordergrund sollen hier die individuellen Gefühle, Gedanken und Probleme, als auch die Bewältigungsmöglichkeiten stehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Fallgeschichte:

3 Medizinisch-biologische Sichtweise

4 Psychologische Sichtweise

5 Die Sichtweise der Betroffenen

6 Elternperspektive

7 Schulische Perspektive

8 Soziologische Perspektive

9 Perspektive der Sozialen Arbeit

10 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit zielt darauf ab, das Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätssyndrom (ADHS) aus einer multiperspektivischen Sichtweise zu beleuchten, um eine einseitige Betrachtung zu vermeiden und die Grundlage für ein erfolgreiches sozialpädagogisches Handeln zu schaffen.

  • Multiperspektivische Analyse (medizinisch, psychologisch, soziologisch)
  • Lebensweltorientierte Betrachtung der Betroffenen und ihrer Angehörigen
  • Rolle der Schule und pädagogische Handlungsmöglichkeiten
  • Bedeutung der Sozialen Arbeit als Bindeglied zwischen verschiedenen Lebensbereichen
  • Kritische Reflexion von Therapiemöglichkeiten und Interventionen

Auszug aus dem Buch

Die Sichtweise der Betroffenen

Es wäre ein Irrglaube zu denken, dass ADHS unbemerkt ein Bestandteil des Lebens der Betroffenen darstellt. Die Kinder leiden unter der Störung. Je älter sie werden, je höher demnach auch die Anforderungen werden, welche von der Gesellschaft an sie herangetragen werden, desto bewusster werden sie sich, dass sie „anders“ sind. Insbesondere ab dem Zeitpunkt des Schuleintritts registrieren sie, dass sie mehr Schwierigkeiten haben als ihre Altersgenossen.

Für mich als angehende Sozialpädagogin ist es deshalb wichtig, mich in diesem Kapitel intensiv damit auseinanderzusetzen, wie Kinder diese Störung wahrnehmen.

Bereits in der Fallgeschichte wurde beschrieben, dass gerade der Schulbeginn für Tom den Beginn der Probleme darstellte. Das ist typisch für Kinder, die von ADHS betroffen sind. Sie haben immense Anpassungsschwierigkeiten an neue, ungewohnte Situationen. Durch den Schuleintritt sind sie jedoch konfrontiert mit einer komplett neuen Umgebung, fremden Mitschülern und Lehrern. Bereits das lässt Panikgefühle in ihnen aufkommen. Hinzu kommen die erhöhten Anforderungen. Plötzlich müssen sie stillsitzen, zuhören, sich eine längere Zeit über konzentrieren und mitarbeiten. Ein Betroffener ist diesen Anforderungen nicht gewachsen. Im Vergleich mit ihren Mitschülern wird den Kindern schmerzlich bewusst, dass diese es um einiges leichter haben. Was sie sich hart und ausdauernd erarbeiten müssen, schaffen ihre Mitschüler mit Leichtigkeit. Auf emotionaler Ebene hat das zur Folge, dass sich die Betroffenen, vor den anderen schämen, sich minderwertig fühlen und ihr Selbstwertgefühl schwindet.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in das Thema ADHS, Darstellung der persönlichen Motivation der Autorin durch das Praxissemester und Erläuterung des gewählten multiperspektivischen Forschungsansatzes.

2 Fallgeschichte:: Detaillierte Darstellung des Krankheitsverlaufs des siebenjährigen Tom, von frühen Anzeichen im Säuglingsalter bis hin zur Diagnose ADHS und dem Beginn einer multimodalen Therapie.

3 Medizinisch-biologische Sichtweise: Erklärung der Symptomatik und Diagnosekriterien nach ICD-10 und DSM-IV sowie Diskussion biologischer Ursachen wie Dopamin-Noradrenalin-Dysfunktionen.

4 Psychologische Sichtweise: Betrachtung neuropsychologischer Erklärungsmodelle, wie Barkleys Theorie der Verhaltenshemmung, und Analyse der Rolle psychosozialer Einflüsse auf den Schweregrad der Störung.

5 Die Sichtweise der Betroffenen: Fokus auf das emotionale Erleben der Kinder, die Folgen der Störung für das Selbstwertgefühl und die Problematik im sozialen Miteinander.

6 Elternperspektive: Untersuchung der Belastungen für Eltern, der familiären Dynamik und notwendiger Bewältigungsstrategien wie strukturierte Tagesabläufe und Erziehungshilfen.

7 Schulische Perspektive: Beleuchtung der schulischen Schwierigkeiten betroffener Kinder und Empfehlungen für Lehrer zur pädagogischen Unterstützung und Gestaltung des Unterrichts.

8 Soziologische Perspektive: Diskussion gesellschaftlicher Faktoren wie Leistungsdruck, Schnelllebigkeit und Reizüberflutung als mögliche Kontextfaktoren für die Entstehung von ADHS.

9 Perspektive der Sozialen Arbeit: Zusammenführung der verschiedenen Sichtweisen und Darstellung der Rolle der Sozialen Arbeit als Bindeglied zwischen Kind, Familie und Schule.

10 Schlussbetrachtung: Fazit der Autorin über die Notwendigkeit einer ganzheitlichen Betrachtung und Wertschätzung der Ressourcen der betroffenen Kinder.

Schlüsselwörter

ADHS, Aufmerksamkeitsdefizit, Hyperaktivität, Multimodale Therapie, Soziale Arbeit, Familiensystem, Schule, Symptomatik, Verhaltenstherapie, Impulsivität, Pädagogik, Lebensweltorientierung, Psychosoziale Faktoren, Diagnostik, Ressourcenorientierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätssyndrom (ADHS) und beleuchtet dieses komplexe Krankheitsbild aus verschiedenen wissenschaftlichen und sozialen Perspektiven.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind das medizinisch-biologische Krankheitsverständnis, psychologische Erklärungsmodelle, die Lebenswelt der betroffenen Kinder, die Belastungen der Eltern sowie die Bedeutung der Schule und der Sozialen Arbeit.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist eine multiperspektivische Analyse von ADHS, um ein tieferes Verständnis für die Störung zu erlangen und als angehende Sozialpädagogin erfolgreichere und ganzheitliche Interventionsstrategien entwickeln zu können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse sowie eine vergleichende Fallgeschichte, um theoretische Konzepte mit der alltäglichen Praxis zu verknüpfen und die verschiedenen Fachperspektiven zu integrieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Sichtweisen: Medizin, Psychologie, die Perspektive der Kinder selbst, die Sicht der Eltern, schulische Aspekte sowie soziologische Erklärungsansätze für ADHS.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

ADHS, Multiperspektivität, Soziale Arbeit, ganzheitliche Therapie, Lebensweltorientierung, Familiensystem und pädagogische Interventionen.

Warum spielt die Fallgeschichte von Tom eine so zentrale Rolle?

Die Fallgeschichte dient als roter Faden, um die abstrakten wissenschaftlichen Erkenntnisse und theoretischen Modelle auf eine konkrete Lebenssituation zu übertragen und verständlich zu machen.

Welche Bedeutung misst die Autorin der Sozialen Arbeit bei ADHS bei?

Die Soziale Arbeit fungiert als Bindeglied zwischen den verschiedenen Lebensbereichen (Familie, Schule, Institutionen) und ermöglicht durch einen ganzheitlichen Ansatz eine Unterstützung, die über rein symptomatische Behandlung hinausgeht.

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Details

Title
ADHS. Das Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätssyndrom aus multiperspektivischer Sichtweise
College
University of Applied Sciences Esslingen
Course
Störung, Leiden, Anderssein
Grade
1,0
Author
Stefanie Steckroth (Author)
Publication Year
2007
Pages
30
Catalog Number
V90089
ISBN (eBook)
9783638044257
ISBN (Book)
9783656824701
Language
German
Tags
ADHS Störung Leiden Anderssein Thema ADHS
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefanie Steckroth (Author), 2007, ADHS. Das Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätssyndrom aus multiperspektivischer Sichtweise, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/90089
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