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Zwischen Westen, Türkischem Modell und Neo-Osmanismus

Erfolg oder Scheitern der türkischen Außenpolitik seit dem AKP-Regierungsantritt anhand der Konzepte Ahmet Davutoğlus

Titel: Zwischen Westen, Türkischem Modell und Neo-Osmanismus

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2015 , 30 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Bernhard Weidenbach (Autor:in)

Politik - Sonstige Themen zur Internationalen Politik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Traditionell war die türkische Außenpolitik von einer Westorientierung charakterisiert. Unter der AKP bestimmte eine stärkere Multidimensionalität und Diversifizierung der Allianzen außerhalb des Westens die türkische Außenpolitik.

Die Arbeit untersucht die programmatische Grundlage der türkischen Außenpolitik, insbes. unter Bezugnahme auf das Werk "stratejik derinlik" des damaligen Ministerpräsidenten Ahmet Davutoğlu, die Umsetzung der neuen Außenpolitik seit Beginn des AKP-Regierungsantritts, des möglichen Vorhandenseins eines „türkischen Modells“ für die Region, sowie das potentielle Scheitern der Außenpolitik.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung, Quellenlage

2 Außenpolitische Grundlagen und Rahmenentwicklungen der Türkei vor der AKP

3 Ahmet Davutoğlu und sein Werk stratejik derinlik als außenpolitische Agenda

4 Der Wahlsieg der AKP und politische Transformationen

5 Das Scheitern der AKP-(Außen-)Politik?

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die türkische Außenpolitik seit dem Regierungsantritt der AKP, mit einem besonderen Fokus auf die strategischen Konzepte von Ahmet Davutoğlu. Ziel ist es, die Transformation der türkischen Außenpolitik von der traditionellen Westorientierung hin zu einer aktiveren, regional orientierten Rolle zu analysieren und zu bewerten, ob und inwieweit die ambitionierten Ziele des „Türkischen Modells“ angesichts aktueller regionaler Herausforderungen als gescheitert betrachtet werden müssen.

  • Historische Kontinuitäten und Brüche in der türkischen Außenpolitik
  • Die theoretische Fundierung durch das Konzept der „Strategischen Tiefe“
  • Die Auswirkungen des AKP-Regierungsstils auf die politische Transformation der Türkei
  • Der Wandel im Verhältnis zum Nahen Osten und zum Westen
  • Die Analyse der Wirksamkeit der „Zero Problems with the Neighbors“-Politik

Auszug aus dem Buch

Ahmet Davutoğlu und sein Werk stratejik derinlik als außenpolitische Agenda

„Es ist nahezu unmöglich, die türkische Außenpolitik seit 2002 ohne eine Referenz auf Ahmet Davutoğlu zu diskutieren.“ Davutoğlu gehört einer neuen türkischen Elite an, die islamisch konservativ geprägt ist. Prominent wurde er als außenpolitischer Berater Erdoğans und 2009 schließlich Außenminister (und im August 2014 Ministerpräsident). Dabei wird seine innenpolitische Akzeptanz auch auf außenpolitische Erfolge zurückgeführt, was jedoch nicht unumstritten bleibt. Die konzeptionelle Grundlage der AKP-Außenpolitik ist jedoch sein Konzept der „strategischen Tiefe“. Dabei ist die Kernaussage des Konzepts: „Die Türkei ist kein Peripheriestaat Europas, des Nahen Ostens oder Zentralasiens, sondern ein geographischer Schlüsselstaat, der durch die Verfolgung von Interessen und unter Ausnutzung der geographischen Lage und historischen Sonderbeziehungen zur einflussreichen Ordnungsmacht werden kann.“

Misslichen Lagen: 1. Die Türkei nutzte nicht ihr wirtschaftliches und politisches Potential, weil es an einer umfassenden Vision mangelte. 2. Die kemalistische Elite verachtete die islamische Zivilisation, was die Türkei vom Ausfüllen des Erbes des OR abhielt. 3. Der vorangegangene Isolationismus begrenzte die türkische Außenpolitik auf kraftlose Bündnisse und hielt von proaktivem Engagement in der Welt ab. Dabei basiert sein Konzept auf dem Prinzip der „Zero-Problems with the Neighbors“-Politik (Gutnachbarschaftliche Politik), die zur Lösung bilateraler Probleme beitragen, die nachbarschaftlichen Beziehungen „auf eine rational-pragmatische Grundlage“ stellen und die gegenseitige Bedrohungswahrnehmung durch Interdependenzen auf wirtschaftlicher Ebene minimieren soll, sowie dem Konzept, der Ausgestaltung einer multidimensionalen Außenpolitik.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung, Quellenlage: Dieses Kapitel erläutert die Zielsetzung der Arbeit und gibt einen Überblick über die methodische Vorgehensweise bei der Untersuchung der türkischen Außenpolitik unter der AKP.

2 Außenpolitische Grundlagen und Rahmenentwicklungen der Türkei vor der AKP: Hier werden die historischen Kontinuitäten der türkischen Außenpolitik seit dem Untergang des Osmanischen Reiches analysiert, insbesondere die Phase der „splendid isolation“ und der Westorientierung.

3 Ahmet Davutoğlu und sein Werk stratejik derinlik als außenpolitische Agenda: Das Kapitel widmet sich der zentralen theoretischen Grundlage der AKP-Politik, dem Konzept der „Strategischen Tiefe“, und erläutert Davutoğlus Vision für die türkische Rolle in der Welt.

4 Der Wahlsieg der AKP und politische Transformationen: Hier wird der Wandel der türkischen Außenpolitik in den 2000er Jahren hin zu einer aktiveren, regionalen Machtpolitik sowie die Beziehung zu wichtigen Akteuren wie dem Westen und den Nachbarstaaten untersucht.

5 Das Scheitern der AKP-(Außen-)Politik?: Dieses Kapitel bewertet kritisch die Ergebnisse der AKP-Außenpolitik, insbesondere die Auswirkungen des „Arabischen Frühlings“ und die zunehmenden Entfremdungen in der Region.

6 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Einschätzung über die Erfolgsaussichten der türkischen Außenpolitik und reflektiert die Transformation vom „Türkischen Modell“ zur aktuellen Realpolitik.

Schlüsselwörter

Türkei, AKP, Außenpolitik, Ahmet Davutoğlu, Strategische Tiefe, Neo-Osmanismus, Naher Osten, EU-Beitritt, Zero Problems with the Neighbors, Regionale Macht, Westorientierung, Transformation, Sicherheitspolitik, Islamismus, Regionale Hegemonie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die türkische Außenpolitik seit dem Regierungsantritt der AKP im Jahr 2002 und deren konzeptionelle Neuausrichtung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Mittelpunkt stehen das Konzept der „Strategischen Tiefe“, der Einfluss von Ahmet Davutoğlu, die Beziehungen der Türkei zum Westen sowie die Rolle des Landes im Nahen Osten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es soll untersucht werden, ob die Transformation der türkischen Außenpolitik erfolgreich war und inwieweit die ambitionierten außenpolitischen Konzepte in der aktuellen regionalen Realität als gescheitert gelten können.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse von außenpolitischen Konzepten, historischen Rahmenbedingungen und der Auswertung der aktuellen politischen Entwicklungen anhand der einschlägigen Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historischen Grundlagen, die Analyse von Davutoğlus theoretischen Schriften, die Transformation der AKP-Außenpolitik und eine kritische Bilanz der Ergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen gehören unter anderem Türkei, AKP, Strategische Tiefe, Neo-Osmanismus, Naher Osten und Außenpolitik.

Wie bewertet die Arbeit das „Türkische Modell“?

Das Modell wird als Versuch analysiert, Demokratie und islamische Werte zu verbinden, wobei dessen Anziehungskraft durch aktuelle politische Entwicklungen und interne gesellschaftliche Veränderungen in der Türkei in Frage gestellt wird.

Welchen Einfluss hatte der „Arabische Frühling“ auf die türkische Außenpolitik?

Der Autor stellt fest, dass der „Arabische Frühling“ maßgeblich zum Scheitern der „Zero Problems“-Politik beitrug, da die Türkei gezwungen war, Partei in regionalen Konflikten zu ergreifen.

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zwischen Westen, Türkischem Modell und Neo-Osmanismus
Untertitel
Erfolg oder Scheitern der türkischen Außenpolitik seit dem AKP-Regierungsantritt anhand der Konzepte Ahmet Davutoğlus
Hochschule
Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)  (Kulturwissenschaftliche Fakultät)
Veranstaltung
Außenbeziehungen der EU
Note
1,3
Autor
Bernhard Weidenbach (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
30
Katalognummer
V900917
ISBN (eBook)
9783346196347
ISBN (Buch)
9783346196354
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Türkei AKP Außenpolitik Davutoglu Erdogan
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bernhard Weidenbach (Autor:in), 2015, Zwischen Westen, Türkischem Modell und Neo-Osmanismus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/900917
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  30  Seiten
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