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Rassismus im Arbeitsrecht

Eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit praxisnahen Fallbeispielen

Título: Rassismus im Arbeitsrecht

Trabajo Escrito , 2020 , 14 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor)

Derecho - Civil / Derecho laboral
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Das Recht hat bei der Bekämpfung von Diskriminierungen eine wichtige und entscheidende Rolle. Bereits die Existenz von Gesetzen entfaltet Wirkungen, die zu dieser Bekämpfung wesentlich beitragen. In dieser Arbeit soll dabei der Fokus auf Rassismus im Arbeitsverhältnis gerichtet werden. Es gilt die Frage zu beantworten, inwiefern das Recht sowohl Arbeitgebende wie auch Arbeitnehmende vor Rassismus schützt und welche Auswirkungen es im Arbeitskontext haben kann.

Das Recht hat bei der Bekämpfung von Diskriminierungen eine wichtige und entscheidende Rolle. Bereits die Existenz von Gesetzen entfaltet Wirkungen, die zu dieser Bekämpfung wesentlich beitragen. In dieser Arbeit soll dabei der Fokus auf Rassismus im Arbeitsverhältnis gerichtet werden. Es gilt die Frage zu beantworten, inwiefern das Recht sowohl Arbeitgebende wie auch Arbeitnehmende vor Rassismus schützt und welche Auswirkungen es im Arbeitskontext haben kann. Das Augenmerk liegt nicht nur auf dem zunächst offensichtlichen Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Denn zum Arbeitsrecht gehören viele weitere Rechtsvorschriften, die weiterhelfen um Diskriminierungen wie Rassismus im Arbeitsverhältnis aufzudecken, ihnen entgegenzuwirken und entsprechende Handlungsschritte zu verfolgen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

2. Einleitung

3. Rassismus

4. Verankerung von Rassismus im Arbeitsrecht

5. Fallbeispiele aus der Praxis

5.1 „Bist du eigentlich so eine Hardcore-Muslimin?“

5.2 „Okay, Sie sind also Deutscher. Aber was sind Sie denn eigentlich?“

5.3 „Sie sind doch nur ein feiger Bananenfresser!“

6. Fazit

7. Thesen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Verankerung von Rassismus im deutschen Arbeitsrecht und analysiert, welchen Schutz betroffene Personen vor Diskriminierung aufgrund ihrer ethnischen Herkunft oder Rasse erfahren können. Ziel ist es aufzuzeigen, wie Arbeitgebende und Arbeitnehmende rechtlich mit rassistischem Verhalten im Arbeitskontext umgehen können und welche präventiven sowie reaktiven Maßnahmen hierfür zur Verfügung stehen.

  • Grundlagen und Definitionen von Rassismus im gesellschaftlichen Kontext
  • Rechtliche Rahmenbedingungen zum Schutz vor Diskriminierung (AGG, BetrVG, GG)
  • Analyse praxisnaher Fallbeispiele rassistischer Vorfälle am Arbeitsplatz
  • Handlungsmöglichkeiten und arbeitsrechtliche Konsequenzen bei rassistischen Vorfällen
  • Die Rolle des Betriebsrats bei der Prävention von Rassismus im Betrieb

Auszug aus dem Buch

5.3 „Sie sind doch nur ein feiger Bananenfresser!“

Eine Kündigung des Arbeitsverhältnisses kommt insbesondere in Betracht, wenn eine rassistische Äußerung einen Straftatbestand erfüllt. Dazu zählt z. B. eine Beleidigung nach § 185 StGB. In diesem Fallbeispiel kommt es aufgrund von Meinungsverschiedenheiten während einer Konferenz eines Betriebes zu einem verbalen Streit zwischen dem Vorgesetzten und einem Arbeitnehmer. Der Arbeitnehmer beleidigt im Wortgefecht seinen Vorgesetzen – dessen Eltern aus Nigeria stammen – mit dem Ausruf: „Sie sind doch nur ein feiger Bananenfresser!“. Dabei handelt es sich um eine unerwünschte Verhaltensweise, die im Zusammenhang mit § 1 AGG steht und bezweckt, dass die Menschenwürde der betroffenen Person verletzt wird und ein Umfeld geschaffen wird, welches von Anfeindungen, Entwürdigungen und Erniedrigungen gekennzeichnet ist (vgl. Fröb 2017, S. 42). Rassistische Tätigkeiten – wie beispielsweise Beleidigungen – stellen schwerwiegende Verletzungen der im Arbeitsvertrag festgehaltenen Nebenpflichten. Eine Abmahnung kann ausgesprochen werden, wenn der in diesem Beispiel vorgestellte Arbeitgeber davon ausgeht, dass diese zu einem vertragsgemäßen Verhalten des Mitarbeiters in der Zukunft führen wird (vgl. ebd., S. 196). Beleidigungen im Betriebsumfeld können jedoch auch eine außerordentliche Kündigung rechtfertigen. Bei einer besonderen Schwere der Beleidigung kann der Arbeitnehmer auch ohne vorherige Abmahnung fristlos gekündigt werden. Dadurch, dass der Arbeitgeber öffentlich in einer Konferenz rassistisch beleidigt wurde und der Betriebsfrieden erheblich gestört wurde, kann eine fristlose Kündigung ohne Abmahnung gerechtfertigt sein (vgl. Reiserer 2014, S. 171).

Zusammenfassung der Kapitel

2. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein und verdeutlicht die zentrale Forschungsfrage nach der Verankerung von Rassismus im Arbeitsrecht und den Schutzmöglichkeiten für Beschäftigte.

3. Rassismus: Hier werden theoretische Grundlagen beleuchtet und Rassismus als ideologisches Machtverhältnis sowie Resultat von Rassifizierungsprozessen definiert.

4. Verankerung von Rassismus im Arbeitsrecht: Es erfolgt eine Analyse relevanter Gesetze wie dem Grundgesetz, dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz und dem Betriebsverfassungsgesetz im Hinblick auf deren Schutzfunktion gegen Diskriminierung.

5. Fallbeispiele aus der Praxis: Anhand konkreter Szenarien werden rassistische Vorfälle im Arbeitsalltag sowie die daraus resultierenden rechtlichen Konsequenzen für Arbeitgebende und Arbeitnehmende untersucht.

6. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer aktiven Unternehmensverantwortung bei der Unterbindung rassistischen Verhaltens.

7. Thesen: Abschließend werden zentrale Thesen zur Notwendigkeit des Schutzes der Menschenwürde und der Wirksamkeit bestehender Normen formuliert.

Schlüsselwörter

Rassismus, Diskriminierung, Arbeitsrecht, Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz, AGG, Betriebsverfassungsgesetz, Menschenwürde, Arbeitsverhältnis, Kündigungsschutz, rassistische Äußerungen, Integration, Arbeitgeberpflichten, Betriebsfrieden, Diskriminierungsverbot, Rechtspraxis

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung, inwieweit Rassismus im deutschen Arbeitsrecht verankert ist und welchen rechtlichen Schutz Arbeitnehmende vor diskriminierendem Verhalten am Arbeitsplatz erfahren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Definition von Rassismus, die rechtlichen Schutzpflichten nach dem Grundgesetz, dem AGG und dem BetrVG sowie die Bewältigung rassistischer Vorfälle in der Praxis.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, die Frage zu beantworten, inwiefern das Recht sowohl Arbeitgebende als auch Arbeitnehmende vor Rassismus schützt und welche Auswirkungen dies auf den Arbeitskontext hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine rechtswissenschaftliche und theoretische Analyse, bei der Gesetzesgrundlagen und aktuelle Literatur ausgewertet sowie durch Praxisbeispiele veranschaulicht werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die gesetzliche Verankerung von Rassismus im Arbeitsrecht und untersucht anhand von drei Fallbeispielen, wie in Betrieben konkret mit rassistischem Verhalten verfahren werden kann.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind Rassismus, Diskriminierung, Arbeitsrecht, AGG, Menschenwürde, Kündigungsschutz und Prävention.

Inwiefern ist das Betriebsverfassungsgesetz relevant für das Thema?

Das Betriebsverfassungsgesetz ist relevant, da es dem Betriebsrat Aufgaben zur Integration und zur Bekämpfung von Rassismus überträgt, um den Betriebsfrieden und den Schutz der Mitarbeitenden zu gewährleisten.

Welche Rolle spielt die Abmahnung bei rassistischem Verhalten?

Eine Abmahnung dient als arbeitsrechtliches Instrument, um den Arbeitnehmer bei Fehlverhalten auf die Einhaltung seiner vertraglichen Pflichten hinzuweisen und bei Fortführung des rassistischen Verhaltens den Weg für eine verhaltensbedingte Kündigung zu bereiten.

Kann auch die Staatsangehörigkeit thematisiert werden, ohne dass dies als Rassismus gilt?

Ja, in bestimmten Kontexten, wie etwa bei der Prüfung der Arbeitserlaubnis im Einstellungsverfahren, ist die Frage nach der Staatsangehörigkeit rechtlich zulässig und notwendig, solange sie nicht auf die ethnische Herkunft abzielt.

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Detalles

Título
Rassismus im Arbeitsrecht
Subtítulo
Eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit praxisnahen Fallbeispielen
Universidad
University of Hildesheim
Calificación
1,0
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
14
No. de catálogo
V901041
ISBN (Ebook)
9783346215635
ISBN (Libro)
9783346215642
Idioma
Alemán
Etiqueta
arbeitsrecht auseinandersetzung eine fallbeispielen rassismus
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2020, Rassismus im Arbeitsrecht, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/901041
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