Intention der vorliegenden Hausarbeit ist es, einen Einblick in die Geschäftsmodelle des eCommerce zu geben. Dazu werden eingangs die zentralen Begriffe Geschäftsmodell und eCommerce nach dem Verständnis der Autoren definiert und die besondere Bedeutung eines Erlösmodells als Teil des Geschäftsmo-dells herausgestellt. Daran anschließend werden gängige Kriterien zur Klassifikation von Geschäftsmodellen dargelegt, die Ertragsmodelle nach Birkhofer erläutert. Da aber beide Ansätze für sich allein nach Ansicht der Autoren keine hinreichenden Kriterien zur Gliederung der beobachtbaren Geschäftsmodelle im eCommerce bieten, folgt in einem weiteren Schritt die Vereinigung von Geschäfts- und Ertragsmodellen zu eigenen Geschäftsmodellen. Die neu entwickelten Geschäftsmodelle werden daraufhin näher betrachtet, ehe zwei ausführliche Beispiele abschließend einen tieferen Einblick davon vermitteln, wie die Geschäftsmodelle im Rahmen der Hausarbeit verstanden werden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Abgrenzungen und Definitionen von eCommerce und Geschäftsmodell
2.1 Geschäftsmodell
2.2 eCommerce
3 Übersicht der Geschäftsmodelle
3.1 Kriterien für die Klassifikation der eCommerce Geschäftsmodelle
3.2 Ertragsmodelle nach Birkhofer
3.3 Entwicklungen eigener Kategorien für Geschäftsmodelle
3.4 Aggregation von Ertragsmodellen und Geschäftsmodellen
4 Ausprägungen der Modelle in der Realität
4.1 Amazon
4.2 Expedia
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Hausarbeit verfolgt das Ziel, einen fundierten Einblick in eCommerce-Geschäftsmodelle zu gewähren, diese theoretisch abzugrenzen und deren praktische Anwendbarkeit anhand von Fallbeispielen zu analysieren. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, welche Kriterien für eine Klassifikation maßgeblich sind und wie Ertragsmodelle mit Geschäftsmodellen kombiniert werden, um langfristigen kommerziellen Erfolg im Internet zu sichern.
- Definition und Abgrenzung der Begriffe eCommerce und Geschäftsmodell.
- Analyse verschiedener Klassifikationskriterien für eCommerce-Geschäftsmodelle.
- Systematik der Ertragsmodelle nach Birkhofer und deren Aggregation zu eigenen Geschäftsmodellkategorien.
- Praktische Fallstudien zur Validierung der Modelle am Beispiel von Amazon und Expedia.
Auszug aus dem Buch
4.1 Amazon
Wie zuvor definiert, verstehen sich die Vertreter des Handelsmodells als neutrale Vermittler zwischen Anbietern und Nachfragern. Hierzu zählen Direktvertreiber, Online-Versandhäuser und -Shops.
Ein klassischer Vertreter dieses Geschäftsmodells ist Amazon.com, der als einer der ersten Vertreter des eCommerce zu den Pionieren des Online-Handels gehört. Gegründet wurde Amazon 1994 von Jeff Bezos, der bis heute CEO des seit 1997 börsennotierten Unternehmens ist. Mit dem hehren Ziel „das kundenorientierteste Unternehmen der Welt zu sein, bei dem Kunden alles finden, was sie online kaufen wollen“, startet die eigentliche Vertriebsplattform 1995 unter der Domain amazon.com und zählt heute zu den bekanntesten Online-Verkaufshäusern weltweit.
Als seinerzeit führender Buchhändler der USA expandierte Amazon 1998 nach Deutschland und eröffnete zeitgleich eine Internetpräsenz in Großbritannien. In den folgenden Jahren entwickelte sich Amazon weg vom reinen Buchhändler und erweiterte seinen Angebotsumfang sukzessive auf heute 14 übergeordnete Segmente aus. Das Angebot reicht dabei von Babykleidung über Haus- und Garten-Artikel bis hin zum eigenen DVD-Verleih und einer Elektro und Foto-Sparte. Letztere Kategorie übertraf 2004 erstmals die Umsätze des traditionellen Büchergeschäfts.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung des eCommerce und thematisiert das Kernproblem, dass viele Internetunternehmen trotz hoher Popularität keine tragfähigen Konzepte für die Umsatzgenerierung besitzen.
2 Abgrenzungen und Definitionen von eCommerce und Geschäftsmodell: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Begriffe und stellt die Bedeutung des Erlösmodells als essenziellen Bestandteil eines Geschäftsmodells für den elektronischen Markt heraus.
3 Übersicht der Geschäftsmodelle: Hier werden Klassifikationskriterien untersucht, Ertragsmodelle nach Birkhofer vorgestellt und eine Aggregation zu eigenen Geschäftsmodellkategorien vorgenommen.
4 Ausprägungen der Modelle in der Realität: Anhand der Unternehmen Amazon und Expedia wird illustriert, wie verschiedene Geschäfts- und Ertragsmodelle in der Praxis erfolgreich kombiniert werden.
5 Fazit: Das Fazit schließt, dass es kein universelles Patentrezept gibt, betont jedoch die absolute Notwendigkeit eines durchdachten Geschäftsmodells für den langfristigen Erfolg.
Schlüsselwörter
eCommerce, Geschäftsmodell, Ertragsmodell, Amazon, Expedia, Online-Handel, Web 2.0, Internetökonomie, Geschäftsstrategie, Vermittlung, Handelsmodell, Mittlermodell, Preisbildung, Marktplatzmodell, Provision.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Hausarbeit liefert einen strukturierten Überblick über die Funktionsweise und Klassifikation von eCommerce-Geschäftsmodellen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Geschäftsmodellen, der Einordnung von Ertragsmodellen sowie der Analyse praktischer Umsetzungen in großen Unternehmen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen im eCommerce durch eine sinnvolle Kombination von Geschäfts- und Ertragsmodellen nachhaltige Umsätze erzielen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autoren nutzen eine literaturbasierte Analyse und definieren eigene Kategorien, die anschließend anhand von Fallstudien (Amazon, Expedia) auf ihre Plausibilität geprüft werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der theoretischen Fundierung der Begriffe, der Systematik von Ertragsmodellen nach Birkhofer und der praktischen Anwendung dieser Modelle bei führenden Online-Akteuren.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind eCommerce, Geschäftsmodell, Ertragsmodell, Handelsmodell und Mittlermodell.
Warum wird Amazon als Beispiel für das Handelsmodell herangezogen?
Amazon dient als klassisches Beispiel, da es als Pionier des Online-Handels durch die Kombination verschiedener Ertragsmodelle (wie Marge, Provisionen und Werbung) erfolgreich den Wandel vom reinen Buchhändler zum universellen Online-Versandhaus vollzogen hat.
Welche Rolle spielt das Ertragsmodell laut den Autoren?
Das Ertragsmodell wird als eine der wichtigsten Komponenten eines Geschäftsmodells hervorgehoben, da es direkt den finanziellen Nutzen aus der Geschäftstätigkeit beschreibt und somit die Grundlage für die Profitabilität bildet.
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- Julia Krömer (Author), Karsten Jesche (Author), 2008, Übersicht über eCommerce-Geschäftsmodelle, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/90143