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Frühzeitige Steuerung in der Krise. Besondere Anreizwirkungen von Cash-flow-Größen im PKW-Absatz

Title: Frühzeitige Steuerung in der Krise. Besondere Anreizwirkungen von Cash-flow-Größen im PKW-Absatz

Master's Thesis , 2016 , 79 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Fabian Kremer (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Summary Excerpt Details

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Eignung von Cash-flow-Größen zur betrieblichen Steuerung sowie die Ausgestaltung eines Anreizsystems mit Cash-flow-Größen als Bemessungsgrundlage. Ziel des Steuerungs-Ansatzes ist es, auch in der Management-Vergütung von Vertriebsgesellschaften der PKW-Hersteller, die Notwendigkeit für eine zahlungsmittelorientierte Steuerung sichtbar zu machen und damit auch in Krisenzeiten die Unternehmensfinanzierung sicherzustellen. Sie müssen als kapitalmarktorientierte Konzerne sowohl das Problem des Auffindens geeigneter Finanzierungsquellen lösen, Ansprüchen von Investoren genügen und darauf basierend die dezentrale Steuerung von Organisationseinheiten gestalten.

Schwierigkeiten in der Zahlungsfähigkeit treten häufig in Krisenzeiten auf, wenn der güterwirtschaftliche Kreislauf ins Stocken gerät, die Unternehmensprozesse aber trotzdem zu einem gewissen Ausmaß aufrechterhalten werden müssen. Finanzmittel werden dann zum Engpass in Krisenzeiten. Diese Problematik tritt auch bei Automobil-Herstellern als typische deutsche Konzerne auf. Zur Finanzierung über Fremdkapital besteht etwa die Notwendigkeit, die Kreditgeber von der eigenen Zahlungsfähigkeit zu überzeugen. Analysten und Rating-Agenturen legen dabei jedoch weniger Wert auf die traditionellen Gewinngrößen, sondern berücksichtigen in ihren Modellen oft den Zahlungsmittelüberschuss, Cash flow genannt, der von den Unternehmen in den einzelnen (zukünftigen) Perioden erwirtschaftet wird.

Interessanterweise orientiert sich dagegen die Steuerung dezentraler Einheiten innerhalb eines Konzerns oftmals an klassischen Gewinngrößen des externen Rechnungswesens. Dies gilt ebenso für die Vergütung der verantwortlichen Manager. Damit existiert nur eine schwache Verknüpfung der Anforderungen des Kapitalmarktes und der Notwendigkeit der Unternehmen nach Finanzierungsquellen mit dem Steuerungssystem innerhalb eines Konzerns. Dies kann zu Management-Entscheidungen führen, die nicht im Sinne der Unternehmens- bzw. Investorenziele stehen, insbesondere wenn es um die Absicherung der Finanzierungsfähigkeit in Krisenzeiten geht. Den Kapitalmarkt-Anforderungen wird dabei auf Unternehmensebene hauptsächlich durch die Einführung von Cash-flow-Planungen mit dem Ziel einer möglichst hohen Prognosequalität begegnet. Der Einbezug von Cash-flow-Größen in Anreizsystemen zur Management-Vergütung wird dagegen eher nebensächlich betrachtet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Zunehmende Fokussierung auf Cash-flow-Größen in Krisenzeiten

2. Gründe für eine Cash-flow-orientierte Anreizsetzung im PKW-Absatz

2.1 Der PKW-Absatz aus Sicht deutscher Hersteller

2.1.1 Das Absatzsystem deutscher PKW-Hersteller

2.1.2 Der Gütertransfer zwischen den Distributionsstufen

2.2 Principal-Agent-Probleme als Ausgangspunkt zur Gestaltung eines Anreizsystems mit Cash-flow-Größen

2.2.1 Die Principal-Agent-Problematik zwischen den Distributionsstufen im PKW-Absatz

2.2.2 Gründe für die Einbeziehung von Cash-flow-Größen in Anreizsystemen

3. Der Cash-flow als Kennzahl im Steuerungssystem des PKW-Absatzes

3.1 Berechnung von Cash-flows für den PKW-Absatz

3.1.1 Grundlagen zu Kennzahlen als Controlling-Instrument

3.1.2 Methoden der Cash-flow-Berechnung im Vergleich

3.1.3 Der Cash-flow als Beurteilungsmaß

3.1.4 Besonderheiten des Cash-flows im PKW-Absatz

3.2 Integration von Cash-flow-Größen in das Steuerungssystem für den PKW-Absatz

3.2.1 Anforderungen an eine Integration von Cash-flow-Größen in das betriebliche Steuerungssystem

3.2.2 Aufbau eines Cash-flow-orientierten Werttreiberbaumes zur Steuerung im mehrstufigen PKW-Absatzsystem

3.2.3 Verhältnis von Cash-flow-Größen zu anderen Steuerungsgrößen

3.2.4 Typische Maßnahmen des Cash-flow-Managements

4. Gestaltung eines Anreizsystems mit Cash-flow-Größen im PKW-Absatz

4.1 Anreizsysteme als Koordinationsinstrument zur Lösung von Principal-Agent-Problemen

4.1.1 Generelle Anforderungen an ein Anreizsystem

4.1.2 Allgemeine Komponenten eines Belohnungssystems

4.2 Eignung von Cash-flow-Größen als Bemessungsgrundlage für Belohnungssysteme

4.2.1 Prüfung der Cash-flow-Größen auf Anreizkompatibilität

4.2.2 Prüfung der Cash-flow-Größen auf Controllability

4.2.3 Prüfung der Cash-flow-Größen auf Kollusion

4.3 Gestaltung geeigneter Belohnungsfunktionen innerhalb eines Cash-flow-orientierten Belohnungssystems

4.4 Die Bonusbank als Ausschüttungsregel zur langfristigen Anreizsicherung bei periodenindividueller Cash-flow-Betrachtung

4.5 Gesamtbeurteilung eines Belohnungssystems mit Cash-flow-Größen für Manager im PKW-Absatz

5. Der Einfluss einer Cash-flow-orientierten Steuerung auf die Beurteilung von Investitionen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Eignung von Cash-flow-Größen als zentrale Steuerungskennzahl im PKW-Absatz und entwickelt ein anreizkompatibles Belohnungssystem für dezentrale Vertriebseinheiten, um die Unternehmensfinanzierung in Krisenzeiten zu sichern.

  • Analyse des Absatzsystems deutscher PKW-Hersteller
  • Anwendung der Principal-Agent-Theorie auf Vertriebsstrukturen
  • Vergleich von Berechnungsmethoden und Kennzahlen (Cash-flow, CVA)
  • Gestaltung von Anreizsystemen mit Bonusbank-Mechanismen
  • Bewertung der Controllability und Anreizkompatibilität von Cash-flow-Größen

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Das Absatzsystem deutscher PKW-Hersteller

Die Automobilindustrie gilt als eine Kernbranche der deutschen Industrie. Um besondere Anreizwirkungen in diesem Kontext untersuchen zu können, wird zunächst deren Absatzsystem mit seinen zugehörigen Begrifflichkeiten erläutert. Zur Automobilindustrie gehören die Hersteller von Kraftwagen und deren Motoren sowie Produzenten von Straßenzugmaschinen, Anhängern, Aufbauten, Kraftfahrzeugteilen und -zubehör. In dieser Arbeit wird jedoch speziell auf den Begriff Personenkraftwagen, kurz PKW, eingegangen. Darunter werden Kraftfahrzeuge verstanden, die der Beförderung von Personen dienen und zusätzlich zum Fahrersitz nicht mehr als acht Sitze aufweisen, womit Lastkraftwagen oder Busse beispielsweise ausgenommen sind. Zu den deutschen Herstellern zählen hierbei alle PKW-Hersteller mit Sitz der Muttergesellschaft in Deutschland, wodurch beispielsweise Opel aufgrund der Muttergesellschaft GM aus den folgenden Beispielen herausgenommen wird. Die deutschen Automobilhersteller firmieren zudem alle unter der Rechtsform einer Aktiengesellschaft und sind am Kapitalmarkt notiert. Durch die internationale Geschäftstätigkeit sowie Verflechtungen durch Übernahmen, stellen die Hersteller allesamt Konzerne dar, d. h. der Konzern besteht aus einer Gruppe rechtlich selbständiger Unternehmen, die aber als wirtschaftliche Einheit von einer Obergesellschaft geführt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Zunehmende Fokussierung auf Cash-flow-Größen in Krisenzeiten: Die Einleitung beleuchtet die Auswirkungen der Finanzkrise ab 2007 auf die Liquiditätssicherung von Unternehmen und die wachsende Bedeutung von Cash-flow-orientierten Steuerungsansätzen.

2. Gründe für eine Cash-flow-orientierte Anreizsetzung im PKW-Absatz: Dieses Kapitel analysiert das Distributionssystem deutscher PKW-Hersteller und identifiziert Principal-Agent-Probleme als Ursache für Interessenkonflikte, die eine zielorientierte Anreizsetzung erforderlich machen.

3. Der Cash-flow als Kennzahl im Steuerungssystem des PKW-Absatzes: Es werden Methoden zur Cash-flow-Berechnung erläutert und die Kennzahl auf ihre Eignung als Beurteilungsmaß im Controlling sowie in Werttreiberbäumen hin untersucht.

4. Gestaltung eines Anreizsystems mit Cash-flow-Größen im PKW-Absatz: Der Hauptteil konzentriert sich auf die Anforderungen an Belohnungssysteme (Anreizkompatibilität, Controllability) und die konkrete Ausgestaltung mittels Bonusbanken zur Sicherung langfristiger Anreize.

5. Der Einfluss einer Cash-flow-orientierten Steuerung auf die Beurteilung von Investitionen: Das Abschlusskapitel thematisiert, wie eine Cash-flow-orientierte Steuerung die methodische Wahl bei der Investitionsbeurteilung beeinflussen kann.

Schlüsselwörter

Cash-flow, PKW-Absatz, Anreizsysteme, Controlling, Principal-Agent-Theorie, Liquidität, Bonusbank, Werttreiberbaum, Unternehmenssteuerung, Controllability, Anreizkompatibilität, Investitionsrechnung, Distributionssystem, Cash Value Added, Vertriebsgesellschaften.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Master-Thesis primär?

Die Arbeit untersucht, wie Cash-flow-basierte Kennzahlen genutzt werden können, um dezentrale Vertriebseinheiten in der PKW-Industrie so zu steuern, dass sie auch in Krisenzeiten die Liquidität und den Unternehmenswert sichern.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Gestaltung von Anreizsystemen, der Anwendung der Principal-Agent-Theorie, der operativen Steuerung über Cash-flow-Größen und der Analyse von Automobil-Vertriebsstrukturen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein anreizkompatibles System zu entwerfen, das Manager in Vertriebsgesellschaften motiviert, die Liquiditätslage des Gesamtkonzerns zu berücksichtigen, statt nur kurzfristige, isolierte Erfolge zu erzielen.

Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?

Die Arbeit nutzt Controlling-Instrumente wie Werttreiberbäume, Kennzahlenvergleiche und theoretische Modelle zur Anreizgestaltung (wie das Weitzman-Schema oder Bonusbank-Mechanismen) auf Basis einer Literaturanalyse.

Was deckt der Hauptteil der Arbeit ab?

Der Hauptteil analysiert die Berechnung von Cash-flow-Größen, deren Integration in das Steuerungssystem, die Prüfung auf Kriterien wie Anreizkompatibilität und Controllability sowie die Gestaltung konkreter Belohnungsfunktionen.

Welche Schlüsselbegriffe definieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Cash-flow, Anreizsysteme, Principal-Agent-Problematik, Controllability, Bonusbank und Werttreiberbaum.

Wie unterscheidet sich die Bonusbank von herkömmlichen Bonussystemen?

Die Bonusbank dient als Instrument zur Verstetigung, indem sie variable Vergütungsbestandteile über mehrere Perioden verteilt und bei negativen Planabweichungen verrechnet, was das Kurzfrist-Denken der Manager reduziert.

Warum sind Cash-flow-Größen gegenüber klassischen Gewinngrößen bevorzugt?

Cash-flow-Größen sind in der Regel robuster gegenüber Bilanzmanipulationen und weisen eine direktere Nähe zur tatsächlichen Zahlungsfähigkeit und zum Unternehmenswert auf.

Welche Rolle spielt die Controllability in der Anreizgestaltung?

Die Controllability stellt sicher, dass ein Manager nur für Ergebnisse belohnt wird, die er durch sein eigenes Handeln direkt beeinflussen kann, was für die Motivationswirkung und Fairness des Anreizsystems essenziell ist.

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Details

Title
Frühzeitige Steuerung in der Krise. Besondere Anreizwirkungen von Cash-flow-Größen im PKW-Absatz
College
University of Hohenheim
Grade
1,3
Author
Fabian Kremer (Author)
Publication Year
2016
Pages
79
Catalog Number
V901645
ISBN (eBook)
9783346220110
ISBN (Book)
9783346220127
Language
German
Tags
Cashflow Controlling PKW Automobil Krise Liquidität Steuerung Vertrieb Absatz Auto Cash Wirtschaftskrise Finanzkrise Kennzahlen Lenkung Anreizsystem Anreize Belohnungssysteme Manager Automobilvertrieb Principal-Agent Verkauf Dezentrale Steuerung Cash flow Wertorientierte Steuerung Corona Insolvenz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Fabian Kremer (Author), 2016, Frühzeitige Steuerung in der Krise. Besondere Anreizwirkungen von Cash-flow-Größen im PKW-Absatz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/901645
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