Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Didactics - Earth Science

Didaktische Akte zum Unterrichtspraktikum

Jungen und Mädchen im Erdkundeunterricht

Title: Didaktische Akte zum Unterrichtspraktikum

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 21 Pages

Autor:in: Riccardo Klinger (Author)

Didactics - Earth Science
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

„Die Besonderheit und Stärke der Geographie liegt in einer Verbindung natur- und gesellschaftswissenschaftlicher Perspektiven und Methoden“ (KNOX und MARSTON 2001: S. 3). Aus diesem Satz wird der grundlegende Charakter der Geographie als Schnittstelle zwischen Natur- und Kulturwissenschaft deutlich. Diese unterschiedlichen Wissenschaften mit unterschiedlichen Methoden erfordern andere Kompetenzen, sodass dieser Einfluss auch bei Jungen und Mädchen- mit ihren psychosozialen Entwicklung- im Erdkundeunterricht zu Auswirkungen im Unterrichtsalltag ihren Ausdruck finden. Es werden sowohl grundlegende Aspekte im gemeinsamen Unterricht von Jungen und Mädchen (Koedukation) sowohl fachspezifische Problematiken angesprochen.
In dieser Behandlung wird versucht, nachdem die Entwicklung zur und in der Koedukation kurz umrissen wird, die wissenschaftlichen Erkenntnisse aufzuzeigen, diese mit der Historie zu verknüpfen und an Erfahrungen aus dem abgeleisteten Unterrichtspraktikum zu verdeutlichen und eventuell Alternativen zum faktischem Unterrichtsgeschehen anzubieten. Der Weg dorthin wird über geschlechtsspezifische Problemfelder begangen. Dennoch werden in den Kapiteln niemals Geschlechter separat behandelt. Mit der Einführung der allgemeinen Schulpflicht im Preußischen Königreich 1717 unter Friedrich Wilhelm I begann der erste Versuch einer Koedukation. Die 4 jährige Schulpflicht für Mädchen und Jungen war konzeptionell die Vorlage zur gleichen Unterrichtung von eben jenen, führte aber in der Praxis zu Komplikationen. Es mangelte aber an Lehrkräften und an Schulen, sodass Mädchen mitbeschult wurden. Dies bedeutet in der Praxis das Mädchen einen Sitzplatz im Schulgebäude bekamen aber ihnen aber eine konzentrierte und fördernde Bildung erschwert wurde (ULSHOEFER 1990: S. 2).
Diese nicht existente fördernde Bildung wurde auch darin zum Ausdruck gebracht, dass es in dieser Zeit keine höheren Schulen für Mädchen gab. Ebenso wurden nur männliche Lehrkräfte ausgebildet. Eine Anfrage auf Erweiterung einer Schule um ein Lehrerkolleg für Knaben wurde 1732 stattgegeben, einer ebensolchen für „Mademoisellen“ wurde abgelehnt (ebd.). Während sich die Situation der Koedukation durch neue Baumassnahmen und vermehrte Lehrerstellen zum positiven verändert sollte sich der Einfluss der Frauen auf schulische Ausbildung noch herauszögern.

Excerpt


Inhaltsübersicht

1 Jungen und Mädchen im Erdkundeunterricht.

1.1 Einleitung

1.2 Die historische Entwicklung der Koedukation

1.3 geschlechtsspezifische Aspekte (Theorie und Praxis)

1.3.1 SCHÜLER- Schülerinnen

1.3.1.1 Die „Vaterlose Gesellschaft“

1.3.1.2 Die Folgen für das Verhalten

1.3.1.3 Interesse am Fach

1.3.1.4 Besondere Begabungen und Auswirkungen

1.3.2 SCHÜLERINNEN- Schüler

1.3.2.1 Mädchen und die Naturwissenschaften contra sexueller Stereotyp

1.3.2.2 Schulzusammensetzung

1.4 Folgen für die Methodik/ Didaktik

2 Kritische Stellungnahme zum Unterrichtspraktikum

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Auswirkungen der Koedukation auf das Lernverhalten und die fachlichen Interessen von Jungen und Mädchen im Erdkundeunterricht. Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse zur geschlechtsspezifischen Sozialisation mit praktischen Beobachtungen aus einem Unterrichtspraktikum zu verknüpfen, um didaktische Alternativen für einen gerechteren Unterrichtsalltag aufzuzeigen.

  • Historische Entwicklung und gesellschaftlicher Kontext der Koedukation.
  • Geschlechtsspezifische Unterschiede in Verhalten, Aufmerksamkeit und Leistungsbereitschaft.
  • Einfluss von Rollenerwartungen und Stereotypen auf die Fächerwahl und das fachliche Interesse.
  • Didaktische Konzepte zur Förderung von Mädchen und Jungen in einem koedukativen Umfeld.
  • Reflexion des Unterrichtspraktikums an einer bilingualen Oberschule.

Auszug aus dem Buch

1.1 Einleitung

„Die Besonderheit und Stärke der Geographie liegt in einer Verbindung natur- und gesellschaftswissenschaftlicher Perspektiven und Methoden“ (KNOX und MARSTON 2001: S. 3). Aus diesem Satz wird der grundlegende Charakter der Geographie als Schnittstelle zwischen Natur- und Kulturwissenschaft deutlich. Diese unterschiedlichen Wissenschaften mit unterschiedlichen Methoden erfordern andere Kompetenzen, sodass dieser Einfluss auch bei Jungen und Mädchen- mit ihren psychosozialen Entwicklung- im Erdkundeunterricht zu Auswirkungen im Unterrichtsalltag ihren Ausdruck finden. Es werden sowohl grundlegende Aspekte im gemeinsamen Unterricht von Jungen und Mädchen (Koedukation) sowohl fachspezifische Problematiken angesprochen.

In dieser Behandlung wird versucht, nachdem die Entwicklung zur und in der Koedukation kurz umrissen wird, die wissenschaftlichen Erkenntnisse aufzuzeigen, diese mit der Historie zu verknüpfen und an Erfahrungen aus dem abgeleisteten Unterrichtspraktikum zu verdeutlichen und eventuell Alternativen zum faktischem Unterrichtsgeschehen anzubieten. Der Weg dorthin wird über geschlechtsspezifische Problemfelder begangen. Dennoch werden in den Kapiteln niemals Geschlechter separat behandelt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Jungen und Mädchen im Erdkundeunterricht.: Dieses Kapitel analysiert theoretische Hintergründe sowie praktische Beobachtungen zur Koedukation, wobei insbesondere Unterschiede im Verhalten, bei der Aufmerksamkeit und beim Fachinteresse beleuchtet werden.

2 Kritische Stellungnahme zum Unterrichtspraktikum: Der Autor reflektiert das abgeleistete Schulpraktikum, geht auf Schwierigkeiten bei der Betreuung sowie der Schulsituation ein und zieht persönliche Konsequenzen für zukünftige Unterrichtstätigkeiten.

Schlüsselwörter

Koedukation, Erdkundeunterricht, Geschlechterrollen, Schulpraktikum, Unterrichtsmethodik, Bildungssoziologie, Jungenförderung, Mädchenförderung, Sozialisation, Fachinteresse, Didaktik, Bildungsbenachteiligung, Schulalltag, Leistungsbewertung, Kommunikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Auswirkungen der Koedukation auf das Lernen und das fachliche Interesse von Schülerinnen und Schülern im Fach Geographie.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die historische Entwicklung koedukativen Unterrichts, geschlechtsspezifische Verhaltensmuster und die Frage, wie die Lehrkräfte auf unterschiedliche Bedürfnisse reagieren können.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, auf Basis theoretischer Forschung und praktischer Erfahrungen im Unterrichtspraktikum Ansätze zu finden, um den Unterricht für beide Geschlechter gerechter und motivierender zu gestalten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie auf eigene empirische Beobachtungen, wie etwa die Zählung von Wortmeldungen und die Analyse des Interaktionsverhaltens im Unterricht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Aspekte zur Sozialisation von Jungen und Mädchen, Analysen zu deren Interesse am Fach Geographie sowie konkrete methodische Folgen für den Unterricht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Koedukation, Geschlechterrollen, Fachinteresse, Unterrichtsmethodik und Sozialisation charakterisieren.

Welche Rolle spielen „Vaterlose Gesellschaft“ und „Entwicklungshelfer“?

Diese Begriffe dienen als theoretische Rahmen zur Erklärung des Verhaltens von Jungen im Unterricht, um deren Bedürfnis nach Aufmerksamkeit und Struktur in einer zunehmend durch Frauen geprägten Bildungsumgebung zu verstehen.

Warum war das Praktikum für den Autor problematisch?

Der Autor berichtet von einer unvorbereiteten Schule, fehlender fachspezifischer Betreuung durch den Mentor und einer für ihn schwierigen bilingualen Schulsituation ohne eigene Sprachkenntnisse im Französischen.

Excerpt out of 21 pages  - scroll top

Details

Title
Didaktische Akte zum Unterrichtspraktikum
Subtitle
Jungen und Mädchen im Erdkundeunterricht
College
Free University of Berlin  (Institut für Geowissenschaften)
Author
Riccardo Klinger (Author)
Publication Year
2005
Pages
21
Catalog Number
V90171
ISBN (eBook)
9783638044516
Language
German
Tags
Didaktische Akte Unterrichtspraktikum
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Riccardo Klinger (Author), 2005, Didaktische Akte zum Unterrichtspraktikum, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/90171
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  21  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint