Wissensmanagement - Instrumente, Methoden und Erfahrungen


Diplomarbeit, 2007

174 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Gang der Untersuchung

2 Grundlagen und Begriffsdefinitionen
2.1 Wissen
2.1.1 Diskussion und Abgrenzung des Begriffs Wissen
2.1.2 Charakteristika von Wissen
2.1.3 Wissensarten
2.2 Wissensmanagement
2.2.1 Diskussion und Einordnung des Begriffs Wissensmanagement in Theorie und Praxis
2.2.2 Erwartungen an das Wissensmanagement
2.2.3 Notwendigkeit eines Wissensmanagements
2.2.3.1 Vom Industriezeitalter zur Informations- und Wissensgesellschaft
2.2.3.2 Das Unternehmen im Spannungsfeld von Veränderungen und Herausforderungen
2.3 Organisationales Lernen

3 Bausteine des Wissensmanagements
3.1 Definition von Wissenszielen
3.2 Identifikation von Wissen
3.3 Erwerb von Wissen
3.4 Entwicklung von Wissen
3.5 Verteilung von Wissen
3.6 Nutzung von Wissen
3.7 Bewahrung von Wissen
3.8 Bewertung von Wissen
3.9 Kritische Würdigung des Bausteinmodells
3.10 Weitere Wissensmanagementmodelle im Überblick
3.10.1 Die vier Formen der Wissensumwandlung nach
Nonaka/Takeuchi
3.10.2 Die vier Akte zum Wissensmanagement nach Schüppel
3.10.3 Das Wissensmarkt-Konzept nach North

4 Informations- und Kommunikationstechnologie im Rahmen des Wissensmanagements
4.1 Internet
4.2 Intranet
4.3 Groupware
4.4 Wissenslandkarten und Gelbe Seiten
4.5 Unternehmensportale
4.6 Datenbanksysteme
4.7 Data Warehouse
4.8 Text- und Data Mining
4.9 Weitere technologische Instrumente im Überblick

5 Instrumente und Gestaltungsvoraussetzungen des Personal- wesens im Rahmen des Wissensmanagements
5.1 Der Mensch als wichtigste Wissensquelle im Unternehmen
5.2 Personalauswahl und Anforderungen an Mitarbeiter
5.3 Instrumente
5.3.1 Lessons learned
5.3.2 Story Telling
5.3.3 Anreizsysteme im Wissensmanagement
5.3.3.1 Intrinsische und extrinsische Motivation
5.3.3.2 Anforderungen an ein Anreizsystem im Wissensmanagement
5.3.4 Weitere Instrumente im Überblick
5.3.4.1 Job-Rotation
5.3.4.2 Betriebliche Weiterbildung
5.3.4.3 Coaching und Mentoring
5.3.4.4 Mitarbeitertreffen und Workshops
5.3.4.5 Präsenzveranstaltungen
5.3.4.6 Mitarbeiterzeitung und firmeneigenes Fernsehen
5.3.4.7 Mitarbeiterbefragungen
5.3.4.8 Zielvereinbarungsgespräche
5.3.4.9 Betriebliches Vorschlagswesen

6 Organisatorische Gestaltungsmöglichkeiten im Rahmen des Wissensmanagements
6.1. Die Rolle der Unternehmenskultur im Wissensmanagement
6.1.1 Begriff und Bedeutung
6.1.2 Anforderungen an die Unternehmenskultur im Rahmen des Wissensmanagements
6.1.3 Ansätze zur Veränderung der Unternehmenskultur
6.2 Geeignete Organisationsformen für das Wissensmanagement
6.3 Stellenbildung im Rahmen von Wissensmanagement
6.4 Communities of Practice in der Diskussion als geeignete Form der Arbeitsorganisation im Wissensmanagement
6.5 Infrastrukturelle Gestaltungsansätze in der Büroorganisation

7 Empirische Studie
7.1 Grundlegende Überlegungen
7.2 Zielsetzung
7.3 Durchführung der Umfrage
7.3.1 Diskussion einer geeigneten Umfragemethode
7.3.2 Konstruktion des Fragebogens
7.3.3 Pretest
7.3.4 Versand der Einladung zur Teilnahme an der Umfrage
7.3.5 Rücklauf
7.4 Datenanalyse
7.5 Ergebnisse der Umfrage
7.5.1 Struktur der Stichprobe
7.5.2 Wissen und Wissensmanagement im Unternehmen
7.5.3 Wissen und Belohnung
7.6 Zusammenfassung

8 Schlussbetrachtung
8.1 Zusammenfassung
8.2 Kritische Würdigung
8.3 Ausblick

Anhang
Teil I. Demographische Angaben
Teil II. Angaben zum Unternehmen
Teil III. Wissen und Wissensmanagement
Teil IV. Wissen und Belohnung

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Ausgesuchte Wissensdefinitionen

Abb. 2: Die Begriffshierarchie Zeichen, Daten, Information und Wissen

Abb. 3: Die Beziehungen zwischen den Ebenen der Begriffshierarchie

Abb. 4: Charakteristika von Wissen

Abb. 5: Charakteristika impliziten Wissens

Abb. 6: Paradigmatischer Wandel in der Wissensmanagementforschung

Abb. 7: Erwartungen an das Wissensmanagement

Abb. 8: Die langen Wellen der Konjunktur und ihre Basiserfindungen

Abb. 9: Die Halbwertszeit des Wissens

Abb. 10: Bausteine des Wissensmanagements

Abb. 11: Die drei Ebenen der Wissensziele

Abb. 12: Externe Wissensquellen und Wissensträger

Abb. 13: Push- und Pull-Prinzip der Wissensverteilung

Abb. 14: Barrieren des Wissensmanagements Teil I

Abb. 15: Teufelskreis der Wissensnutzung

Abb. 16: Die vier Formen der Wissensumwandlung

Abb. 17: Die Spirale der Wissensschaffung im Unternehmen

Abb. 18: Vier Akte zum Aufbau eines Wissensmanagements

Abb. 19: Das Wissensmarkt-Konzept

Abb. 20: Zahl der Internetuser weltweit Ende 2005

Abb. 21: Beispiele zu den Nutzungsmöglichkeiten des Intranets
im Unternehmen

Abb. 22: Klassifikationsschema von Groupware nach
Unterstützungsfunktionen

Abb. 23: Das Data Warehouse und seine Quellen

Abb. 24: Weitere technologische Instrumente im Überblick

Abb. 25: Fiktive Stellenanzeige

Abb. 26: Integration von lessons learned in den Projektprozess.

Abb. 27: Arten von Motivation

Abb. 28: Anforderungen an ein Anreizsystem im Wissensmanagement

Abb. 29: Beispiele für Grundsätze eines Wissensleitbilds

Abb. 30: Entwicklung der Organisationsstruktur

Abb. 31: Begriffsabgrenzung CoP, Projektteam und Arbeitsgruppe

Abb. 32: Unterschiedliche Bürotypen

Abb. 33: Altersverteilung der Befragungsteilnehmer

Abb. 34: Anzahl der Beschäftigten in den teilnehmenden Unternehmen

Abb. 35: Berufliche Position der Umfrageteilnehmer

Abb. 36: Bewertung des Wissensmanagements nach Schulnoten

Abb. 37: Auswahl an Zielen des Wissensmanagements

Abb. 38: Technische Instrumente im Wissensmanagement

Abb. 39: Prozentualer Anteil des Faktors Wissen an der Wertschöpfung

Abb. 40: Tatsächliche Nutzung des Faktors Wissen

Abb. 41: Orte und Gelegenheiten des Wissensaustauschs

Abb. 42: Weitergabe eigenen Wissens

Abb. 43: Barrieren des Wissensmanagements Teil II

Abb. 44: Anreize im Wissensmanagement

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

Unternehmen werden immer mehr einem globalen Wettlauf mit Konkurrenten um Märkte, Kunden und Produkte ausgesetzt. Ein zunehmender Kosten- und Wettbewerbsdruck, dynamische Umweltentwicklungen sowie technologische Erfindungen, die diesen Wandel noch beschleunigen, stellen Wirtschaft und Gesellschaft permanent vor neue Herausforderungen, bieten aber auch eine Vielfalt an Chancen und Möglichkeiten. Die Globalisierung verändert traditionelle Strukturen und stellt bisher geltende Regeln und Normen in Frage.

Damit Unternehmen in solch einem dynamischen Umfeld bestehen können, sind Generierung, Erwerb, Nutzung sowie Erhalt wirtschaftlich relevanten Wissens zu den bestimmenden Wettbewerbsfaktoren geworden. Durch die Schaffung und Anwendung neuen Wissens müssen Unternehmen versuchen, stets innovative und einzigartige Produkte sowie Leistungen anzubieten um sich von der Konkurrenz absetzen zu können. Der Anteil von Wissen nimmt entlang der Wertschöpfungskette immer mehr zu und ist in vielen Wirtschaftszweigen mittlerweile nicht mehr wegzudenken.[1] In der Unternehmenspraxis wird auf breiter Basis anerkannt, dass das Wissen der Mitarbeiter dabei als nachhaltiger Wettbewerbsvorteil angesehen werden kann und es daher von essentieller Bedeutung ist, nicht nur neues Wissen zu schaffen, sondern dieses auch weiterzugeben und zu konservieren. Als problematisch gilt jedoch die Tatsache, dass oft enorme Wissenspotentiale von Mitarbeitern bzw. innerhalb der Organisation aufgrund unsachgemäßer Anwendung bzw. mangelnder Anwendbarkeit verloren gehen. In diesem Zusammenhang ist auch die Abwanderung von Mitarbeitern mit einem breiten Fach- und Spezialwissen zu nennen. An dieser Stelle setzt nun Wissensmanagement an, um die Ressource Wissen besser nutzbar zu machen und für das Unternehmen zu erhalten.

Wie Wissensmanagement im Einzelnen verstanden und gestaltet werden kann, wird im Rahmen dieser Arbeit untersucht und diskutiert. Dabei lassen sich unterschiedliche Methoden, Instrumente und Gestaltungsansätze unterscheiden, die zur Erschließung und Bewirtschaftung der Ressource Wissen geeignet sind.

Sowohl die aktuelle Bedeutung des Themas in Theorie und Praxis als auch die Tatsache, dass ein Wissensmanagement für jedes Unternehmen, ungeachtet dessen Branchenzugehörigkeit und Größe, interessant und angesichts des dynamischen Umfelds notwendig sein dürfte, gaben für den Autor den Ausschlag, sich intensiv mit dieser Thematik im Rahmen einer theoretischen Diplomarbeit zu befassen und die Erkenntnisse und Beobachtungen durch eine empirische Studie zu ergänzen.

1.2 Zielsetzung der Arbeit

Die Literatur zum Thema Wissensmanagement ist aufgrund der Flut an Publikationen schwer überschaubar geworden. Dennoch lassen sich zwei grundsätzliche Ansätze unterscheiden. Die technikorientierten Ansätze, bei denen die Konzentration auf die technischen Möglichkeiten der modernen IuK-Technologien im Vordergrund steht, lassen den Menschen weitestgehend außen vor und stellen stattdessen Überlegungen an, wie mit maschineller Hilfe, Wissen in Organisationen noch schneller und effizienter verteilt und verarbeitet werden kann. Die humanorientierten Ansätze hingegen stellen den Menschen in den Mittelpunkt und untersuchen Möglichkeiten, um den Mitarbeiter in seiner Rolle als wichtigsten Träger von Wissen zu fördern und zu fordern. Beide Ansätze isoliert voneinander zu betrachten ist jedoch nicht empfehlenswert. Der Mensch findet bei der Implementierung einer rein technikorientierten Lösung oftmals zu wenig Berücksichtigung und bekommt einfach technische Instrumente vorgesetzt, ungeachtet dessen, ob er diese auch sachgemäß bedienen kann oder diese überhaupt nutzen möchte. Ebenso ist es ratsam, bei einem humanorientierten Ansatz nicht auf die unterstützenden Funktionen der IuK-Technologien zu verzichten, da diese die Arbeit erheblich vereinfachen und beschleunigen können. Darüber hinaus sollten auch organisatorische Rahmenbedingungen Berücksichtigung finden, in die der technik- und der humanorientierte Ansatz einzubetten sind.

Ziel dieser Arbeit ist es deshalb, einen ganzheitlichen Wissensmanagementansatz[2] für Unternehmen zu entwerfen, der neben den technologischen Möglichkeiten, sowohl die Humanorientierung als auch die organisatorischen Rahmenbedingungen berücksichtigt und bei der Implementierung eines Wissensmanagements im Unternehmen als Leitfaden eingesetzt werden kann. Der Mensch wird dabei als wichtigster Träger von Wissen besonders ausführlich betrachtet und berücksichtigt.

1.3 Gang der Untersuchung

Die vorliegende Arbeit ist in acht Abschnitte unterteilt. Nach der Vorstellung der Problemstellung, Zielsetzung und dem Gang der Untersuchung, wird im weiteren Verlauf zunächst das theoretische Fundament gelegt, bevor anhand der im Rahmen einer empirischen Studie gewonnenen Erkenntnisse Empfehlungen für die Praxis entwickelt werden.

Zur Einführung in die Thematik werden im zweiten Kapitel die für diese Arbeit grundlegenden Begriffe „Wissen“ und „Wissensmanagement“ diskutiert. Anhand verschiedener Rahmenbedingungen wird gezeigt, warum Wissensmanagement als Notwendigkeit betrachtet werden sollte. Die Thematik des „Organisationalen Lernens“ wird kurz umrissen, um die Verbindungen zum Wissensmanagement aufzuzeigen.

Das dritte Kapitel stellt das von Probst et al. entwickelte Modell „Bausteine des Wissensmanagements“[3] in den Mittelpunkt und betrachtet dessen wesentliche Bestandteile. Der Vergleich weiterer, ausgewählter und in der Literatur diskutierter Wissensmanagementmodelle rundet diesen Abschnitt ab.

In den Kapiteln vier bis sechs werden Instrumente, Methoden und Gestaltungsvoraussetzungen aus den drei Bereichen der Informations- und Kommunikationstechnologie, dem Personalwesen sowie der Organisation vorgestellt und diskutiert, um einen ganzheitlichen Ansatz entwickeln zu können. Da der Mensch aus Sicht des Autors als wichtigster Wissensträger[4] und Wissensquelle im Zentrum dieser Ausarbeitung steht,[5] wird er sowohl im Personalwesen als auch bei der Gestaltung organisatorischer Rahmenbedingungen besonders berücksichtigt.

Die Gestaltung und Durchführung der empirischen Studie ist Gegenstand des siebten Kapitels. Dabei dienen die in der betrachteten Literatur gewonnen Erkenntnisse als Grundlage für die Konzeption eines Online Fragebogens, dessen Ziel es war diese zu überprüfen und gegebenenfalls zu bestätigten, zu widerlegen bzw. auf einen aktuellen Stand zu bringen. Auf Basis der im Rahmen der Diskussion gewonnenen Erkenntnisse wird versucht Handlungsempfehlungen für die Praxis abzuleiten.

Der Schlussteil fasst die Arbeit nochmals in den wichtigsten Punkten zusammen und gibt einen kurzen Ausblick auf die künftige Bedeutung des Wissensmanagements.

2 Grundlagen und Begriffsdefinitionen

Um den Einstieg in diese Arbeit zu erleichtern, erscheinen eine Auseinandersetzung sowie eine Darstellung von relevanten Grundlagen zunächst angebracht und erforderlich, um auf diese Weise eine Verständnisgrundlage für die weiteren Ausführungen zu schaffen.

2.1 Wissen

2.1.1 Diskussion und Abgrenzung des Begriffs Wissen

Den Begriff „Wissen“ als Grundlage dieser Arbeit eindeutig und allgemeingültig zu definieren, ist an mancher Stelle mit Schwierigkeiten verbunden, weshalb ein Abgrenzungsversuch als sinnvoll zu erachten ist. Eine einheitliche Definition des Wissensbegriffs scheint nicht zu existieren, was sich u.a. auf die Tatsache stützt, dass gerade in der einschlägigen Literatur dieser Begriff in unterschiedlicher Weise gebraucht wird und sich verschiedene Definitionen und Begriffsauffassungen finden lassen.[6] [7] Da der Wissensbegriff in mehreren Wissenschaftsdisziplinen[8] und auch im täglichen Sprachgebrauch verwendet wird, ergeben sich verschiedene Perspektiven und Darstellungsweisen, die sich teilweise widersprechen, jedoch aus Sicht des Definierenden ihren Anspruch haben.[9] Wissenschaftler und Praktiker sind zwar der Meinung, dass Wissen als Ressource für Unternehmen sehr wichtig ist, dennoch hat sich bisher keine einheitliche Begriffsdefinition herauskristallisieren können.[10]

Nachfolgende Übersicht über verschiedene Wissensdefinitionen soll die Vielfalt unterschiedlicher Begriffsbestimmungen andeuten und zur Diskussion anregen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Ausgesuchte Wissensdefinitionen

Quelle: Eigene Darstellung

Um den Wissensbegriff differenziert darstellen zu können und so eine allgemeine Verständnisgrundlage zu schaffen, bietet sich zunächst eine Abgrenzung der Begrifflichkeiten Zeichen, Daten sowie Information und Wissen an, welche nachfolgend vorgenommen wird Eine Differenzierung der Begriffe ist außerdem sinnvoll, da im Unternehmensalltag oft auf eine deutliche Unterscheidung verzichtet wird und die Begriffe weitgehend synonym verwendet werden.[16] Die nachfolgende Graphik sowie die sich anschließende Begriffsdifferenzierung anhand eines Beispiels sind an die Ausführungen von Rehäuser und Krcmar angelehnt.[17]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Die Begriffshierarchie Zeichen, Daten, Information und Wissen[18]

Quelle: Eigene Darstellung

Zeichen

Die unterste Ebene der Begriffshierarchie bilden Zeichen. Buchstaben, Ziffern und Sonderzeichen bilden den Zeichenvorrat. Beispielhaft sollen die Ziffern „1“, „3“, „0“ und das Sonderzeichen „,“ aus dem Zeichenvorrat ausgewählt werden, die zunächst noch zusammenhangslos sind.

Daten

Daten, welche sich aus einzelnen oder einer Reihe von Zeichen zusammensetzen und durch diese repräsentiert werden, erfahren eine derartige Verknüpfung, dass sich ein sinnvoller Zusammenhang ergibt, der entweder bekannt ist oder unterstellt wird. Oben genannten Zeichen sowie das Sonderzeichen lassen sich z.B. zu der Zahl „1,30“ zusammensetzen. Noch fehlt aber der Bezug, durch den diese Zahl näher bestimmt wird. So könnte es sich bspw. um einen Preis oder um eine Größenangabe handeln.

Information [19]

„Aus Daten werden Informationen, wenn sie in einen Problembezug eingeordnet und für die Erreichung eines Zieles verwendet werden“[20]. Daten werden somit erst durch die Einbettung in einen Kontext zu Information. Die Zahl „1,30“ kann z.B. als Austauschverhältnis zwischen Euro und Dollar verstanden werden.

Informationen sind aber wertlos, wenn sie nicht mit weiteren aktuellen oder in der Vergangenheit erworbenen Informationen verknüpft werden können.[21]

Wissen

Werden Informationen nun zweckorientiert und sinnvoll mit persönlichen Erfahrungen vernetzt, entsteht Wissen.[22] So weiß bspw. ein Reisender, der in die USA möchte, dass der Eurokurs in der Vergangenheit immer anstieg, wenn die Leitzinsen der EZB über denjenigen der amerikanischen Zentralbank lagen oder angehoben wurden, da in diesem Fall aus dem Ausland verstärkt Euro und festverzinsliche Wertpapiere in Euro nachgefragt werden. Durch die steigende Nachfrage steigt der Preis für Euro in Dollar z.B. auf € 1 = $ 1,35, wodurch der Reisende einen besseren Umtauschkurs bekommt und sein Urlaub günstiger wird. Er verknüpft also die Informationen über den aktuellen Wechselkurs und die Nachricht über die bevorstehende Anhebung der Zinsen sinnvoll miteinander und weiß aus seinen Erfahrungen, dass er sein Geld erst nach der Erhöhung der Leitzinsen umtauschen sollte, um von dem besseren Wechselkurs zu profitieren.

Wissen ist anders als Zeichen, Daten und Information „zweckrelativ und an den individuellen Kontext des Erfahrungsträgers gebunden.“[23] Informationen hingegen sind nicht an Personen gebunden und können daher auch von Dritten interpretiert und verarbeitet werden.[24] Auf das Beispiel übertragen bedeutet dies, dass eine andere Person, die die gleichen Informationen erhält, diese eventuell gar nicht interpretieren kann, da ihr die persönlichen Erfahrungen fehlen und sie den künftigen Kursverlauf des Euros deshalb nicht vorherbestimmen kann.

Interessant wird die Interpretation von Informationen in verschiedenen Kulturräumen, da je nach kulturellem Kontext diese in sehr unterschiedlichem Maße verstanden und verknüpft werden können. So wird ein Kopfnicken in unserem Kulturkreis als Zustimmung verstanden, in Griechenland jedoch bedeutet das leicht veränderte Kopfnicken „Nein“. Wissen ist folglich von individuellen Erfahrungen geprägt, abhängig vom Kontext und an Personen gebunden.[25]

In der nachfolgenden Abbildung wird das obige Beispiel zusammengefasst und ein Überblick über die Beziehungen der verschiedenen Ebenen der Begriffshierarchie zueinander gegeben.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 3: Die Beziehungen zwischen den Ebenen der Begriffshierarchie

Quelle: In Anlehnung an Rehäuser/Krcmar (1996), S. 6.

In Anlehnung an Scheuble und Probst et al. wird Wissen in dieser Arbeit als Summe aller Kenntnisse, sowie aller erlernten kognitiven und motorischen Fähigkeiten verstanden, die Individuen zur Lösung von Problemen und zur Durchführung von Handlungen einsetzen. Diese haben sich auf Basis vergangener Erfahrungen und Beobachtungen im Umgang mit der Umwelt als nützlich erwiesen. Dabei entsteht Wissen als individueller Prozess und ist stets an Personen sowie an ihre individuellen Erfahrungen gebunden.[26]

Wissen erschließt sich demnach nicht nur rein theoretisch aus Lehrbüchern oder aus der Ausbildung, sondern auch durch dessen Anwendung. So weis bspw. ein Produktionsmitarbeiter wie er eine Schleifmaschine einstellen muss, damit sie im optimalen Wirkungsbereich läuft. Er kann es vielleicht nicht verbalisieren, ab wann die Maschine z.B. eine niedrigere Drehzahl fahren muss und warum, durch seine Erfahrungen hat er sich darüber jedoch Wissen angeeignet und wendet es intuitiv an, ohne eventuell diesen Lernprozess bewusst wahrgenommen zu haben.[27]

2.1.2 Charakteristika von Wissen

Wissen hat besondere Eigenschaften, die es weitestgehend von den klassischen Produktionsfaktoren Arbeit, Boden und Kapital unterscheidet, aber auch Gemeinsamkeiten, die im folgenden Abschnitt erarbeitet werden.

Wissen kann z.B. problemlos zeitgleich von mehreren Personen am selben Ort oder auch an verschiedenen Standorten angewendet werden, wobei materielle Produktionsfaktoren zur gleichen Zeit immer nur an einem Ort genutzt werden können. Maschinen und Werkzeuge nutzen sich durch Gebrauch ab, verschleißen und verlieren an Wert, wohingegen sich Wissen durch Nutzung nicht verringert, sondern sich durch vielfältigen Gebrauch sogar vermehrt.[28] Die Anwendung von Wissen unterscheidet sich somit grundlegend von den anderen Produktionsfaktoren, da nicht knappe Ressourcen verteilt werden müssen, sondern Wissen permanent neu geschöpft wird.[29]

Vermehrung oder Verlust von Wissen kann dabei nicht nur mengen- sondern auch wertmäßig betrachtet werden, wobei eine Messung des Wissenswerts, anders als bei materiellen Produktionsfaktoren, mit Schwierigkeiten verbunden ist und nicht konkret in Zahlen ausgedrückt werden kann. So kann es bspw. sein, dass das Wissen eines Forschers für sein Unternehmen „wertlos“ ist, weil es nicht gewinnbringend in Produkte umgesetzt werden kann, während der gleiche Forscher mit demselben Wissen bei einem anderen Unternehmen viele erfolgreiche Produkte kreieren könnte. Die Problematik der Bewertung von Wissen, welche hier bereits ansatzweise deutlich wird, soll an späterer Stelle näher betrachtet werden.[30]

Wenn Wissen ungewollt an externe Stellen, wie z.B. die Konkurrenz gelangt, kann dieses nicht mehr exklusiv genutzt werden, woraus sich konsequenterweise Nachteile für das eine Unternehmen ergeben, während der Wissensempfänger davon profitieren kann.[31] Eine zielgerichtete und bewusste Weitergabe von Wissen kann aber auch für alle Beteiligten zu einem Wertgewinn führen, denn Wissen ist prinzipiell nicht an den Besitz eines Individuums oder eines Unternehmens gebunden. Der Nachweis der alleinigen Eigentumsrechte ist, anders als bei materiellen Wirtschaftsgütern, die z.B. durch ihr Aussehen oder eine Artikelnummer identifiziert und dem Eigentümer eindeutig zugeordnet werden können, schwierig. Erst durch die Kodifizierung in Form von Lizenzen oder Patenten kann Wissen besser vor Missbrauch und Verlust geschützt und eindeutig zugeordnet werden.[32] Wissen kann daher durch den Gebrauch von mehreren Beteiligten sogar wertvoller werden. Während z.B. Sony sein Videosystem Betamax für sich behielt, lud dessen Konkurrent Matsushita alle Wettbewerber regelrecht dazu ein, das von ihm entwickelte VHS-System zu nutzen, wodurch es gelang, das vorhandene Wissen zum Weltstandard zu machen.[33]

Wird ein materieller Produktionsfaktor, wie z.B. eine Maschine, zerlegt, ist dieser zunächst wertlos, da die Produktionsfähigkeit temporär verloren geht. Werden jedoch die Einzelteile in eine defekte Maschine eingebaut oder als Ersatzteile verkauft, führt die Zerlegung wiederum zu einem Wertzuwachs. Ähnlich verhält es sich auch mit Wissen. Wird dieses aus einem bestehenden Kontext oder einer Verknüpfung herausgelöst, kann eine Teilung auf der einen Seite einen Wertschwund auslösen, während andererseits Teile von Wissen in einen neuen Zusammenhang eingebettet werden und so zu einem Wertzuwachs führen können.[34]

Wissen ist ebenso einem Alterungsprozess unterworfen wie Maschinen oder Gebäude. Besonders drastisch ist dessen Überalterung[35] bei technologischen Produkten zu spüren. So hat z.B. die Branche für LCD-Geräte bereits sieben Produktzyklen hinter sich, wobei der Innovationszyklus für eine neue Generation derzeit bei etwa sechs Monaten liegt.[36]

Wissen lässt sich nur schwer in Preisen ausdrücken, da es hier anders als bei materiellen Gütern größtenteils keinen Markt gibt, welcher sich über Angebot und Nachfrage regeln lässt.[37] Darüber hinaus ist Wissen häufig sehr spezifisch und benutzerindividuell ausgerichtet, weshalb sich für Dritte eine eingeschränkte bzw. veränderte Nutzbarkeit ergibt. Da die Kosten nur schwer ermittelbar sind, gestaltet sich dementsprechend auch eine Bestandsbewertung als schwierig.[38] Einen zusammenfassenden Überblick über die wesentlichen Eigenschaften des Produktionsfaktors Wissen gibt die nachfolgende Abbildung.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 4: Charakteristika von Wissen

Quelle: In Anlehnung an Prange (2002), S. 13.

2.1.3 Wissensarten

Die Vielzahl an Versuchen[39], Wissen zu kategorisieren und zu unterscheiden, lässt vermuten, dass sich scheinbar, analog zu dem Problem einer einheitlichen Wissensdefinition, auch bezogen auf die Wissensarten, keine eindeutige Unterscheidung realisieren lässt, weshalb je nach Perspektive und wissenschaftlichem Standpunkt unterschiedliche Ansätze ihre Berechtigung finden.

Bei dem Unternehmen RWE Rheinbraun wird bspw. in rund 600 verschiedene Wissensgebiete unterschieden.[40] Bei allen Versuchen Wissenskategorien zu bilden fällt aber auf, dass die Bildung dichotomer, also zweigeteilter Wissenskategorien scheinbar der am weitesten verbreitete Ansatz ist.[41] Die beiden Begriffspaare explizites und implizites sowie individuelles und kollektives Wissen gelten als Grundlage der meisten Wissensmanagementansätze. Individuelles Wissen steht, bis es expliziert und an andere weitergegeben werden kann, zunächst nur einer Person zu Verfügung und basiert auf den Erfahrungen eines Einzelnen, während kollektives Wissen das von vielen oder allen Mitgliedern einer Organisation geteilte Wissen darstellt.[42]

Obwohl bereits eine Vielzahl an Wissenskategorien geschaffen wurde, hat die Unterscheidung zwischen implizitem und explizitem Wissen offenbar am meisten Bedeutung erlangt. Denn seit dem Nonaka und Takeuchi 1995 das Buch „The Knowledge Creating Company“[43] veröffentlicht haben, hat sich die Differenzierung zwischen implizitem und explizitem Wissen in der Diskussion über das Thema Wissensmanagement in Wissenschaft und Praxis zu einer festen und nicht mehr wegzudenkenden Größe entwickelt.[44]

Polanyi gilt als Begründer der epistemologischen[45] Kategorisierung in implizites und explizites Wissen, die später von Nonaka und Takeuchi popularisiert wurde.[46] Polanyi prägte auch den Begriff tacit knowing[47], der heute allgemein als implizites Wissen bekannt ist.[48] Er stellte hierzu außerdem in seinem viel zitierten Satz fest, „daß wir mehr wissen, als wir zu sagen wissen.“[49]

Darüber hinaus ist implizites Wissen eng mit den persönlichen Erfahrungen bzw. den Wertvorstellungen des Trägers[50] als auch mit dessen Verhalten, Handeln und Gefühlswelt verknüpft, wodurch die Artikulationsfähigkeit erschwert wird. Da diese Wissensform ihre Wirkung unterbewusst bzw. latent entfaltet, fällt eine diesbezügliche Formalisierung schwer.[51] Katenkamp charakterisiert implizites Wissen als informell, unsichtbar und schwer zugänglich.[52] Die nachfolgende Abbildung soll einen zusammenfassenden Überblick der wesentlichen Charakteristika impliziten Wissens geben.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 5: Charakteristika impliziten Wissens

Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an Schanz (2006), S. 6; Schreyögg (2001), S. 8; von Felbert (1998), S. 135 f.; Katenkamp (2003), S. 22; Polanyi (1985), S. 14 ff.

Skifahren, Fahrradfahren oder Schwimmen gelten als häufig zitierte Beispiele für implizites Wissen, da z.B. ein Schwimmer zwar schwimmen, nicht aber in Worten erklären kann, wie er sich über Wasser hält.[53]

Explizites Wissen hingegen lässt sich von Individuum zu Individuum relativ problemlos weitergeben und kann ohne größere Schwierigkeiten verbalisiert werden.[54] Nach Schreyögg ist es außerdem archivierbar und nicht an ein Subjekt gebunden.[55] Im Gegensatz zu implizitem Wissen kann explizites Wissen mittels einer Grammatik, oder anhand technischer Handbücher artikuliert werden. Es liegt bspw. in Form von Dokumenten und Datenbanken oder ähnlichem im Unternehmen vor.[56]

2.2 Wissensmanagement

2.2.1 Diskussion und Einordnung des Begriffs Wissensmanagement in Theorie und Praxis

Nach Maier und Katenkamp sprach 1976 der amerikanische Soziologe Rickson[57] erstmals von einem „Knowledge Management“.[58] Die Wurzeln eines ähnlichen Begriffs können in der angloamerikanischen Literatur aber bereits Ende der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts entdeckt werden, als 1969 Zand[59] von einem „management of the knowledge organization“ sprach. 1989 erscheint bei Kleinhans[60] der Begriff zum ersten Mal in der deutschsprachigen Literatur.[61]

Aus dem Begriff „Wissensmanagement“ lassen sich die drei Grundfunktionen Führung, Planung und Organisation ableiten, welche sich hier auf die Ressource Wissen beziehen.[62] Dabei scheint der Begriff des Organisierens für die Ressource Wissen am ehesten als Beschreibung geeignet zu sein. Durch die Zusammensetzung der Begriffe Wissen und Management zu Wissensmanagement kann daher die Absicht, „Wissen im Unternehmen organisieren zu wollen“[63], verstanden werden.[64]

Wann Wissensmanagement zum ersten Mal angewendet wurde, ist noch ungeklärt. Franken geht davon aus, dass Unternehmen schon immer Wissensmanagement betrieben haben wobei einige Unternehmen zielgerichtet und systematisch vorgehen, während andere konzeptlos und eher zufällig agieren.[65]

Die Weitergabe von Wissen von Generation zu Generation war in der Geschichte der Menschheit schon immer wesentlicher Bestandteil des Überlebens. Es darf daher angenommen werden, dass auch in Organisationen lange vor dem Aufkommen der Begriffe „Wissensmanagement“ und „Lernende Organisation“[66] Wissen zwischen den Mitgliedern ausgetauscht und neues Wissen gemeinsam entwickelt wurde. Des Weiteren kann davon ausgegangen werden, dass bereits viele Unternehmen Instrumente des Wissensmanagements anwenden ohne sich darüber im Klaren zu sein.

Seit Beginn der 90er Jahre wird das Thema zunehmend in den unterschiedlichsten Wissenschaftsdisziplinen in Theorie und Praxis untersucht. Eine Vielzahl an Wissensmanagementprojekten in Unternehmen sowie „eine fast unüberschaubare Fülle an Literatur“[67] aus verschiedenen Bereichen wie z.B. Organisations- und Managementforschung, Psychologie, Pädagogik, Wirtschaftsinformatik, KI-Forschung und Soziologie zeugen vom großen Interesse in Wissenschaft und Praxis am Thema Wissensmanagement.[68]

Das Interesse nahm vor allem durch erste erfolgreiche Implementierungen[69] in der Praxis zu.[70] Besonders der technologieorientierte Ansatz[71] wurde dabei vermehrt in den Mittelpunkt gestellt und war auch aus Sicht der Praxis der am ehesten greifbare Aspekt.[72] Durch die Propagierung erfolgreicher Wissensmanagementprojekte aus der Wirtschaft, die jedoch durch eine reine Technologiefokussierung geprägt waren, sowie durch eine allgemein zu verzeichnende Euphorisierung technologischer Neuerungen, wurde Wissensmanagement zu einem „organisatorischen Allheilmittel“[73] gepuscht.[74]

In den letzten Jahren ist darüber hinaus auch eine große Zahl an Tagungen und Kongressen veranstaltet worden sowie Studiengänge und Lehrstühle zu diesem Thema entstanden, wodurch die Entwicklung des Wissensmanagements zu mehr als nur einer Modewelle deutlich wird. Der große Durchbruch in der Praxis ist bisher jedoch ausgeblieben und eine zunehmende Verwirrung macht sich breit, da sich immer mehr Fachrichtungen mit dem Thema beschäftigen und Konzepte entwickeln, die oftmals eindimensional sind und Wissensprobleme nicht erfolgreich lösen können. In der Praxis herrscht in vielen Unternehmen zudem Unklarheit darüber, wer für das Wissensmanagement überhaupt zuständig ist. Neben dem Personalbereich melden auch zunehmend Strategie- und Informatikabteilungen diesbezügliche Ansprüche an. Da einige Unternehmen in der Vergangenheit bereits einige schlechte Erfahrungen oder gar Misserfolge bezogen auf das Wissensmanagement zu verbuchen hatten, stößt dieses Thema dementsprechend nicht in allen Bereichen auf Gegenliebe oder wurde mancherorts auch in alternative Bezeichnungen verpackt.[75]

Schon bald machte sich bei den Unternehmen also eine Ernüchterung breit und Wissensmanagementprojekte wurden aufgrund ausbleibender Erfolge wieder eingestellt. Dabei gelten mehr als 80% aller Initiativen und Projekte als gescheitert.[76]

Es darf daher vermutet werden, dass sowohl die allgemeine Verwirrung als auch die damit verbundene Begriffsunschärfe nicht unwesentlich zum Scheitern von Projekten, bzw. zu einem falschen Verständnis bezogen auf das Wissensmanagement beigetragen haben. Darüber hinaus ist festzustellen, dass scheinbar keine einheitliche und allgemeingültige Definition des Begriffs existiert, da sich in der einschlägigen Literatur unterschiedliche Begriffsverständnisse und Definitionsansätze finden lassen.[77] Es bleibt zu vermuten, dass sich besonders aufgrund der Interdisziplinarität des Untersuchungsgegenstands bisher noch keine einheitliche Definition herauskristallisiert hat.

Deutschmann stellt sich diesbezüglich auch die Frage nach dem Sinn einer verbindlichen Definition, „da jedes Unternehmen entsprechend seiner Bedingungen selbst entscheiden muss, auf welche Art und Weise Wissensmanagement umgesetzt werden soll und kann.“[78]

Das Thema Wissensmanagement hat sich seit seinen Anfängen sowohl in der Praxis bzgl. der angewandten Techniken und Methoden als auch in der Theorie in Anbetracht der Rahmenkonzepte und des Begriffsverständnisses von Wissen geändert. Die ingenieurwissenschaftliche Richtung prägte in bedeutendem Maße die ersten Jahre, in denen Wissensmanagement als logische Weiterentwicklung des Informationsmanagements verstanden und Wissen weitgehend mit dem Informationsbegriff gleichgesetzt wurde. Wissen galt als Sache[79], die wie andere Dinge auch besitzt und zwischen Sender und Empfänger verschoben werden konnte. Als Wissensmanagement vor allem in der Soziologie und in der Betriebswirtschaftslehre auftauchte, wuchs die Kritik an diesem Wissensverständnis und somit auch die Absicht, Informationen und Wissen voneinander zu unterscheiden.[80] Wissen scheint mittlerweile den Weg von der Sache zum Prozess geschafft zu haben. Wissen wird heute in nahezu allen Publikationen als von Personen und vom Kontext abhängig umschrieben, das darüber hinaus an seinen Träger gebunden ist und zum Handeln befähigt.[81]

In der Literatur lassen sich nach den Untersuchungen von Niehaus keine Publikationen zu fehlgeschlagenen Projekten finden, wodurch erfolgreiche Fallstudien in Anbetracht der tatsächlichen Unternehmensrealität natürlich an Aussagekraft verlieren. Als problematisch und kritisch ist dabei zu bewerten, dass in vielen Veröffentlichungen Autoren der Fallstudien in die dargestellten Projekte involviert sind und eine unabhängige und distanzierte Auseinandersetzung somit nicht gegeben ist. Neben eigenen Mitarbeitern und externen Unternehmensberatern präsentieren auch Softwarehersteller die erfolgreiche Umsetzung von Maßnahmen und den gelungenen Einsatz ihrer Produkte wodurch sich viele Publikationen zum Thema Wissensmanagement anstelle eines kritischen, neutralen Berichtes eher wie Referenzen oder Produktbeschreibungen lesen, wodurch sich Unternehmen u.a. auch eine imagesteigernde Wirkung erhoffen.[82]

Die Abbildung auf der nächsten Seite zeichnet die Entwicklung des Wissensmanagements der vergangenen 20 Jahren nach.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 6: Paradigmatischer Wandel in der Wissensmanagementforschung

Quelle: Grizelj (2005), S. 15.

Wissensmanagement soll in der vorliegenden Arbeit an die Definition von Schüppel[83] und an die Bausteine des Wissensmanagements[84] angelehnt werden, da Schüppel in seiner Ausarbeitung ebenfalls einen ganzheitlichen Wissensmanagementansatz[85] hervorhebt und das Modell von Probst et al. eine detaillierte Prozessorientierung für das Wissensmanagement abbildet. Der Begriff wird wie folgt in der vorliegenden Arbeit verstanden.

Wissensmanagement umfasst alle möglichen human-, technik- und organisationsorientierten Instrumente, Gestaltungsmöglichkeiten sowie Maßnahmen, die dazu geeignet sind, die Wissensziele, die Identifikation von Wissen, den Wissenserwerb, die Entwicklung von Wissen, die Wissens(ver)teilung, die Nutzung von Wissen, die Wissensbewahrung sowie die Wissensbewertung für alle Mitglieder der Organisation und für den Unternehmenserfolg zu optimieren.[86]

Die kurze Skizzierung der Entwicklung und des Verständnisses des Phänomens Wissensmanagement zeigt, dass in Wissenschaft und Praxis Wissensmanagement zwar in aller Munde ist, ein einheitliches Verständnis nach wie vor aber noch entwickelt werden muss und dabei nicht nur als technische Lösung in Form von Datenbanken gesehen werden darf, sondern weitere Unternehmensprozesse und alle Beteiligten und Betroffenen mit einbezogen und berücksichtigt werden müssen. Nach der Phase der Ernüchterung[87] ist nun eine theoretische Neuausrichtung zu erkennen. In Anbetracht der vielen Vorteile, welche ein Wissensmanagement bietet, wäre neben einer Neuorientierung auch eine gründliche Verarbeitung der in den letzten, rund 20 Jahren in Theorie und Praxis gesammelten Erkenntnisse und Ergebnisse zu begrüßen. Richtig angewandtes und vor allem ganzheitliches Wissensmanagement wird künftig für Unternehmen im Wettbewerb um Marktanteile und Kunden die zentrale Rolle spielen und zum unverzichtbaren Bestandteil des unternehmerischen Instrumentariums werden.

2.2.2 Erwartungen an das Wissensmanagement

Im Zuge der Globalisierung und des weltweiten Wettbewerbs sowie immer kürzer werdender Produktlebenszyklen, wird richtig angewandtes Wissensmanagement zusehends zum entscheidenden Überlebensfaktor im Kampf um Marktanteile bzw. um die Technologieführerschaft. Wettbewerbsvorteile werden durch Wissensvorsprünge und schnellere Innovationszyklen erreicht, wobei es wichtig ist, besser als die Konkurrenz über internes und externes Wissen zu verfügen und darauf zurückgreifen zu können.[88] Nachfolgende Abbildung gibt einen Überblick über die Vorteile und Ziele des Wissensmanagements, die sich Unternehmen durch dessen Anwendung versprechen.

Neben der Verbesserung der Produktqualität und Steigerung der Innovationsfähigkeit erwarten Unternehmen aller Branchen durch das Management von Wissen auch eine Verbesserung der Kundennähe. Bei der Betrachtung einzelner Sektoren zeigt sich, dass sich gerade der Dienstleistungsbereich weitere Marktanteile erhofft, indem durch effektive Nutzung und Vervielfältigung des vorhandenen Wissens neue und innovative Dienstleitungen geschaffen werden. Die Investitionsgüterindustrie hingegen erwartet vor allem eine deutliche Kostensenkung, Minimierung der Durchlaufzeiten sowie eine Produktivitätserhöhung.[89]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 7: Erwartungen an das Wissensmanagement

Quelle: Bullinger et al. (1997), S. 17.

Bei der Einführung von Wissensmanagement wird den Verantwortlichen und Beteiligten oft bewusst vor Augen geführt, dass sie vom Begriff selbst und seinen Auswirkungen nur eine vage Vorstellung haben. Darüber hinaus mangelt es oftmals an einer klaren Idee, welche Ziele mit einem Wissensmanagement überhaupt erreicht werden sollen. Daher sind in vielen Unternehmen Wissensmanagementprojekte nicht unbedingt als etwas wirklich Neues einzustufen, sondern können eher als Weiterführung bspw. des Dokumentenmanagementsystems gelten. Häufig wird die Einführung von den Mitarbeitern blockiert oder dem Projekt mit Skepsis begegnet, da es die Geschäftsführung versäumt hat, eine klare Linie vorzugeben und die Mitarbeiter über die Ziele aufzuklären. Diese fühlen sich verunsichert und haben keine Vorstellung, was durch das Wissensmanagement auf sie zukommt. Nicht selten befürchten sie, entlassen zu werden, nachdem sie ihr Wissen dem Unternehmen und seinen Systemen zur Verfügung gestellt haben.[90] Vor der Einführung von Wissensmanagement sollten daher die Ziele genau festgelegt und kommuniziert werden, um die Mitarbeiter zu informieren und mögliche Barrieren frühzeitig erkennen zu können.[91]

2.2.3 Notwendigkeit eines Wissensmanagements

Die nachfolgenden Abschnitte beschäftigen sich mit der Notwendigkeit eines Wissensmanagements und betrachten dabei das Unternehmen im Spannungsfeld sich wandelnder Umweltbedingungen und Herausforderungen.

2.2.3.1 Vom Industriezeitalter zur Informations- und Wissensgesellschaft

Drucker stellte 1993 in seiner Untersuchung der postkapitalistischen Gesellschaft fest, dass Wissen heute und künftig die fundamentalste wirtschaftliche Ressource sein wird und somit die klassischen Produktionsfaktoren Arbeit, Boden und Kapital ablöst.[92] [93]

Wissen ist mittlerweile zum wichtigsten Faktor der gesamten Wertschöpfung avanciert und wird mittlerweile auch als vierter Produktionsfaktor[94] bezeichnet.[95] Um den Wandel von der Industrie- zur Informations- und Wissensgesellschaft nachzuzeichnen, soll die historische Entwicklung anhand der nachfolgenden Abbildung betrachtet werden.[96]

Um 1780 löste in Großbritannien die Erfindung der Dampfmaschine und der Einsatz automatischer Webstühle die Industrielle Revolution aus.[97] Weitere Phasen des Auf- und Abschwungs sowie revolutionäre Erfindungen prägten in den folgenden Epochen Wirtschaft und Gesellschaft.[98]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 8: Die langen Wellen der Konjunktur und ihre Basiserfindungen

Quelle: In Anlehnung an Nefiodow (1991), S. 3.; Jänig (2004), S. 4.

Die Informationstechnik kann sicherlich, nicht zuletzt aufgrund der Erfindung des Internets, als die wichtigste Basisinnovation des 5. Kondratieffs[99] bezeichnet werden. Die Bedeutung von Informationen und der Informationstechnik wird auch durch Norths Aussagen bestätigt, welcher hierzu anmerkt, dass „Information und daraus generiertes Wissen, knappe und daher wertvolle Ressourcen der Gesellschaft bzw. von Unternehmen sein werden.“[100]

Unsere Gesellschaft wird seit einiger Zeit auch als Wissensgesellschaft bezeichnet und ist, wie die nachfolgenden Beispiele zeigen, schon seit Jahren durch eine enorme quantitative Zunahme von Wissen gekennzeichnet.[101] So stellte z.B. Kreibich fest, dass „80 % aller bisherigen wissenschaftlichen und technologischen Erkenntnisse und über 90 % der gesamten wissenschaftlichen und technischen Informationen in dieser Welt“[102] ihren Ursprung im 20. Jahrhundert haben, wovon mehr als zwei Drittel in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg fallen und dass 80 % aller Wissenschaftler, die jemals gelebt haben, in der heutigen Generation leben.[103]

Als weitere Indikatoren für den Wissensbestand gelten neben Wissenschaftlern auch die Anzahl wissenschaftlicher Publikationen und Abhandlungen.[104] So wird allgemein angenommen, dass sich etwa alle 15 Jahre die Anzahl wissenschaftlicher Publikationen verdoppelt.[105] Mehr als 20.000 erscheinen täglich weltweit.[106]

Die starke Zunahme zeigt sich auch sehr anschaulich im folgenden Beispiel. So enthält heute eine gewöhnliche Tagesausgabe der FAZ die Menge an Informationen, die ein Durchschnittsbürger des 17. Jahrhunderts in seinem gesamten Leben aufnahm.[107]

Die Zunahme der Ressource Wissen kann aber auch an der Veränderung des Arbeitsmarktes beobachtet werden. Wurde früher vor allem körperlich gearbeitet, so wird seit einigen Jahrzehnten zunehmend mehr „Kopfarbeit“ und „Wissensarbeit“ geleistet. So lässt sich seit Beginn der 1970er Jahre, als die Zahl der im Dienstleistungsbereich Tätigen zum ersten Mal gleich der Anzahl der im produzierenden Gewerbe war, in Deutschland eine Tertiärisierung der Erwerbstätigenstruktur feststellen. Dienstleistungen nehmen immer mehr an Bedeutung zu während der primäre und der sekundäre Sektor an Bedeutung verlieren.[108]

Auf der einen Seite nimmt die zur Verfügung stehende Menge an Informationen und Wissen enorm zu, während andererseits eine Veralterung des Wissensbestands bemerkbar wird, wodurch Wissen in seiner vorliegenden Form im Zeitablauf an Gültigkeit verliert.[109] Rüttgers spricht davon, dass sich der weltweite Wissensbestand alle fünf bis sieben Jahre verdoppelt wovon die Hälfte aber nur drei bis vier Jahre zeitgemäß bleibe.[110] Zum einen wird aufgrund der zu erwartenden Fortsetzung der Spezialisierungswelle in Wirtschaft und Gesellschaft, vor allem in den Bereichen Hightech und Spitzenforschung, die Anzahl an Wissenschaftlern und somit auch das Spezialwissen ansteigen. Zum anderen werden Weiterentwicklungen der IuK-Technologien die Zunahme der weltweit verfügbaren Informations- und Wissensmenge beeinflussen und den Transfer zu einem immer geringer werdenden Zeit- und Kostenaufwand ermöglichen.

Die nachfolgende Abbildung zeigt, das je spezieller das Wissen ist, desto schneller ist es auch wieder überholt, wodurch ein permanenter Zwang zur Aktualisierung und zur „Entsorgung“ überholten Wissens besteht und neue Strategien für den Umgang mit Wissen entwickelt werden müssen.[111] Der Wissenszerfall wird von einigen Autoren[112] auch als die aus der Physik bekannten „Halbwertszeit“[113] bezeichnet.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 9: Die Halbwertszeit des Wissens

Quelle: Schüppel (1996), S. 238.

2.2.3.2 Das Unternehmen im Spannungsfeld von Veränderungen und Herausforderungen

Im Kampf um die Erlangung nachhaltiger Wettbewerbsfähigkeit spielen Produktion, Erwerb und Nutzung relevanten Wissens eine essentielle Rolle. Unternehmen erkennen zusehends, dass das Wissen der Mitarbeiter dabei als nachhaltiger Wettbewerbsvorteil gilt. Wissen ist vorhanden, enorme Potentiale gehen jedoch oft verloren, da es nicht genutzt oder weitergegeben wird.[114]

Dabei gelten die Nutzung des verfügbaren Wissens sowie die konsequente Produktion neuen Wissens als die tatsächlichen Erfolgsfaktoren für Unternehmen. Unternehmen müssen durch die Schaffung und Anwendung neuen Wissens anders und einzigartig sein und Produkte und Leistungen anbieten, die sie von denen der Konkurrenz unterscheidet.[115]

Besonders die zunehmende Globalisierung, internationale Zulieferer sowie weltweit verstreute Kunden lassen Wissen immer mehr zu einem globalen Produkt werden und stellen Unternehmen vor neue Herausforderungen. Weltweit gültige Wissensstandards zu setzen ist sowohl innerhalb einer Organisation an einem Standort, als auch zwischen Teilbereichen der Unternehmen, Kooperationspartner oder fusionierten Unternehmen an unterschiedlichen Standorten mit Schwierigkeiten verbunden, da kulturelle und sprachliche Barrieren die Verbreitung von Wissen behindern und die Notwendigkeit eines Wissensmanagements somit erhöhen.[116]

Da Unternehmen als arbeitsteilige Systeme funktionieren und sich aus mehreren Teilbereichen zusammensetzen, muss das Wissen, das z.B. durch FuE, durch neue Erkenntnisse in den Produktionsabläufen oder z.B. durch Kundenkontakt an den unterschiedlichsten Stellen im Unternehmen entsteht, zusammengeführt und so schnell wie möglich im Unternehmen kommuniziert werden. Dadurch soll erreicht werden, dass sich jeder Mitarbeiter, bzw. Abteilung besser aufeinander abstimmen kann, Wissen für innovative Produkte zur Erschließung neuer Märkte neu kombiniert wird und auch schneller und effektiver auf externe Veränderungen reagiert werden kann.[117]

Besonders im Bereich FuE können durch den Einsatz von Wissensmanagement Kosten und Zeit eingespart werden. Entwicklungsvorhaben werden zunehmend dezentralisiert und internationalisiert wobei Überblick und Transparenz über Entwicklungsprojekte und Projektergebnisse verloren gehen können, was sich vor allem dadurch zeigt, dass bis zu 25% aller Entwicklungen redundant sind und somit vermeidbare Kosten entstehen.[118]

Auch können Wissensverluste und Ablaufschwierigkeiten im Betrieb, die durch Krankheit, Urlaub, Fortbildung, Amnesie, Schichtdienst, Außendienst, Kündigung, Pensionierung oder Tod des Mitarbeiters entstehen, verhindert oder zumindest reduziert und Arbeitsabläufe aufrechterhalten werden.[119] Problematisch ist auch, dass im Zuge von Umstrukturierungen oft eingespielte und seit Jahren existierende Teams auseinander gerissen werden, wobei das Wissen und die Kompetenzen, die sich in der Gruppe entwickelt haben, verloren gehen. Wissensverluste durch Auflösung eingespielter Teams können durch ein Wissensmanagement dann besser kompensiert werden.[120]

Die Entscheidung über den Verkauf oder die Auslagerung von Unternehmensteilen ist leichter zu treffen, wenn das Wissen des zur Disposition stehenden Unternehmensbereichs im Unternehmen verbleibt wodurch zudem der teure Rückkauf von Wissen umgangen wird. Auch dem Verlust von betriebsrelevantem Wissen, das Mitarbeiter durch innere Kündigung zu unterschlagen versuchen, wird vorgebeugt und entgegengewirkt sowie der Informationsfluss besonders in dezentralen Organisationseinheiten sichergestellt. Durch ein Wissensmanagement wird die Einarbeitung von Nachfolgern, Krankheits- oder Urlaubsvertretung sowie von Auszubildenden erleichtert und verbessert und Mitarbeiter finden sich in ihrem neuen Aufgabengebiet schneller zurecht. Bei der Suche nach Informationen und durch Arbeitsunterbrechungen geht oft viel Zeit verloren. Die benötigten Informationen und Wissensträger werden durch ein Wissensmanagement schneller gefunden.[121]

Problematisch ist, dass erfolgreiche oder misslungene Projekte von den Beteiligten nach Abschluss aufgrund von Zeitmangel und Desinteresse selten nochmals überarbeitet und Erfahrungen ausgewertet und dokumentiert werden. Das hat zur Folge, dass beim nächsten Projekt Wissen neu aufgebaut werden muss und eventuell die gleichen Fehler noch mal gemacht werden.[122] Während wettbewerbsentscheidendes Wissen ein knappes Gut ist, stehen Daten und Informationen immer schneller und in immer größeren Mengen zu sinkenden Preisen zur Verfügung. Diese Informationsflut zielgerichtet zu steuern und relevante Quellen zu erschließen, gehört mit zu den Aufgaben des Wissensmanagements.[123]

Wissensmanagement hilft, wie in den Beispielen gezeigt werden konnte, dem Unternehmen somit nicht nur vermeidbare Kosten einzusparen, sondern auch wertvolle Zeit im Wettbewerb und im Wettkampf um Marktanteile zu gewinnen. Sinkende Produktlebenszyklen und ein immer höheres Produktinnovationstempo stellen Unternehmen permanent vor neue Situationen und Herausforderungen. Um am Markt langfristig bestehen zu können, ist es entscheidend, der Konkurrenz immer eine Länge voraus zu sein und das vorhandene Wissen optimal zu nutzen. Dabei ist auch von Bedeutung, bestehendes Wissen mit neuem Wissen zu kombinieren und bereit zu sein, ein Leben lang zu lernen.

2.3 Organisationales Lernen

Das Konzept des organisationalen Lernens beschäftigt sich mit „der ganzheitlichen Bewältigung von Anforderungen in Organisationen“[124], die über das individuelle Lernen hinausgehen. Dabei ist zu berücksichtigen dass nicht nur einzelne Mitglieder lernen, sondern die gesamte Organisation im Stande ist, sich neuen und sich verändernden Umweltbedingungen anzupassen und alte Strukturen aufzubrechen.[125] Dieses Konzept steht dabei in einem engen Zusammenhang zu Wissensmanagement.[126] Wissen wird von einigen Autoren sogar als „Ausgangspunkt, Gegenstand und Ziel von Prozessen des organisationalen Lernens“[127] gesehen.

In der Literatur zum Wissensmanagement wird häufig auf den Begriff der lernenden Organisation verwiesen. Darunter wird eine Organisation verstanden, die neues Wissen schaffen, sammeln und an andere vermitteln kann und ihr Verhalten anhand neu gewonnener Einsichten zu verändern im Stande ist.[128] Der Prozess des Lernens soll hier generell als kritische „Auseinandersetzung mit dem eigenen Tun und Handeln“[129] verstanden werden.

Das Konzept des organisationalen Lernens ist jedoch nicht neu. Die ersten Arbeiten entstanden bereits gegen Mitte, bzw. Ende der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts im anglo-amerikanischen Raum[130] und haben später in den unterschiedlichsten Disziplinen deutlich zugenommen und zu einer schwer überschaubaren Vielfalt geführt.[131]

Dass Individuen lernen können, gilt als unbestritten. Schwierig wird es jedoch bei der Frage nach der Lernfähigkeit von Organisationen, da letztere stets durch ihre Mitglieder handelt und lernt. Damit ein organisatorischer Wandel stattfinden kann, sind individuelle Lernprozesse erforderlich. Das nachfolgende Beispiel versucht diesen Zusammenhang zu verdeutlichen. Wenn bspw. ein Mitarbeiter einen Prozess im Unternehmen durch sein Vorgehen und Wissen optimiert, so wird die neue Vorgehensweise übernommen und festgehalten und z.B. in Ablaufplänen registriert. Die Organisation hat demnach neues Wissen erlangt, dass auch dann weiter besteht, wenn der Mitarbeiter das Unternehmen verlässt.[132] Es gilt hierbei festzuhalten, dass individuelles Lernen als Voraussetzung gegeben sein muss, damit auch Organisationen lernen können. Denn nur wenn Individuen lernen, kann auch ein weitergehendes Lernen der Organisation als Ganzes stattfinden.[133]

In der Literatur zu organisationalem Lernen wird von den Autoren gerne auf die unterschiedlichen Lerntypen verwiesen, die Argyris und Schön formuliert haben.[134] Dabei werden drei verschiedene Lernformen unterschieden:[135]

Lerntyp 1; Anpassungslernen („Single-loop-learning“):

Beim single-loop-Lernen passen sich die Organisationsmitglieder internen oder externen Veränderungen an. In Frage gestellt und optimiert werden Strukturen und Abläufe, die Zielsetzungen und Normen der Organisation jedoch nicht.

Lerntyp 2; Veränderungslernen („Double-loop-learning“):

Von Veränderungslernen wird gesprochen, wenn Umwelteinflüsse eine Abänderung gegebener Ziele und Normen erfordert. Der institutionelle Bezugsrahmen wird dabei in Frage gestellt und bspw. eine neue Strategie verfolgt oder das Normensystem der Organisation verändert.

Lerntyp 3; Problemlösungslernen („Deutero-learning“):

Der dritte Lerntyp stellt die höchste der drei Lernformen dar. Wenn die Organisation gelernt hat, wie die beiden anderen Lernformen funktionieren, sie beeinflussen und verbessern kann, dann hat die Organisation quasi selbst gelernt zu lernen.

Die Betrachtung organisationalen Lernens ist hiermit sicherlich noch nicht erschöpft, soll im Rahmen dieser Ausarbeitung jedoch genügen. Ziel dieses Abschnitts war, die Verknüpfung zwischen Wissensmanagement und dem Konzept des organisationalen Lernens herzustellen. Es darf daher vorsichtig eine gegenseitige Abhängigkeit formuliert werden. Wissen kann nur durch Lernen erlangt werden und die Bereitschaft zu lernen ist Voraussetzung, neues Wissen zu erlangen.

[...]


[1] Vgl. hierzu ausführlicher die Ausführungen in Kapitel 2.2.3.1.

[2] Abrecht (1993) gilt im deutschsprachigen Raum als erster, der das Konzept eines „ganzheitlichen

Wissensmanagements“ verfolgt und sich bewusst von den rein technik- oder personalorientierten

Ansätzen abgrenzt. Vgl. Güldenberg (2003), S. 239.

[3] Vgl. Probst et al. (2006), S. 25 ff.

[4] Als Wissensträger werden nicht nur Personen verstanden, sondern auch Objekte oder Systeme,

die Wissen speichern und repräsentieren können. Vgl. Rehäuser/Krcmar (1996), S. 14. Auch

Gehle unterscheidet verschiedene Wissensträger. Vgl. hierzu Gehle (2006), S. 29.

[5] Zur Rolle des Menschen im Wissensmanagement vgl. schwerpunktmäßig vor allem Kapitel 5.

[6] In der Wissensmanagementliteratur geht der Großteil der Autoren implizit davon aus, dass Wis-

sen vorhanden ist. Das Erkennen des eigentlichen Wesens und der Struktur des Wissens sowie

die Fragen nach der Schaffung oder Veränderung von Wissen werden im Rahmen der Epistemo-

logie, welche als die Lehre vom Wissen bezeichnet wird, untersucht. Vgl. Riempp (2004), S. 58.

Auf eine Darstellung der Grundlagen der Epistemologie und der Geschichte des Wissens wird aus

thematischen und praktischen Gründen jedoch verzichtet und Wissen als gegeben vorausgesetzt.

Der Verweis auf eine ausführliche Betrachtung der Thematik bei Riempp (2004), S. 58 ff. soll an

dieser Stelle genügen.

[7] Eine Übersicht zu ausgewählten Definitionen des Wissensbegriffs, die im Bereich der Betriebs

wirtschaftslehre existieren, gibt bspw. Grizelj (2005), S. 154 f.

[8] Das Thema Wissen wird u.a. in der Pädagogik, der Kognitions- und Wissenspsychologie, der

Philosophie, der Soziologie und auch in der Betriebswirtschaftslehre erforscht und angewendet.

Vgl. Schüppel (1996), S. 54; Grizelj (2005), S. 151 f.

[9] Vgl. Henschel (2001), S. 163.

[10] Vgl. Zaunmüller (2005), S. 11.

[11] Drucker (1998), S. 5.

[12] Eppich et al. (2002), S. 43.

[13] Probst et al. (2006), S. 22.

[14] Bode (1997), S. 458.

[15] von Krogh/Köhne (1998), S. 236.

[16] Vgl. Grizelj (2005), S. 152.

[17] Vgl. hierzu ausführlicher Rehäuser/Krcmar (1996), S. 3 ff.

[18] Von einer Begriffshierarchie sprechen Rehäuser und Krcmar. Vgl. ebenda, S. 3.

[19] Zum Informationsbegriff in der Betriebswirtschaftslehre siehe z.B. Bode (1997), S. 449 ff. sowie

zu den verschiedenen Sichtweisen von Information Krcmar (1991), S. 168 ff.

[20] Rehäuser/Krcmar (1996), S. 4.

[21] Vgl. North (2005), S. 33.

[22] Vgl. Grizelj (2005), S. 153; Rehäuser/Krcmar (1996), S. 6.

[23] Grizelj (2005), S. 153.

[24] Vgl. Picot et al. (2003), S. 118.

[25] Vgl. North (2005), S. 33.

[26] Vgl. Scheuble (1998), S. 17; Probst et al. (2006), S. 22.

[27] Vgl. hierzu ausführlicher Kapitel 2.1.3.

[28] Vgl. Rehäuser/Krcmar (1996), S. 10; Prange (2002), S. 12.

[29] Vgl. Schmitz/Zucker (1996), S. 17.

[30] Vgl. hierzu ausführlicher Kapitel 3.8.

[31] Vgl. Rehäuser/Krcmar (1996), S. 10.

[32] Vgl. ebenda (1996), S. 12; Prange (2002), S. 12.

[33] Vgl. Kluges Aussagen im Interview „Wissen ist heute die knappste Ressource“ in Kluge et al.

(2003), S. 15.

[34] Vgl. Rehäuser/Krcmar (1996), S. 10 f.

[35] Vgl. hierzu Abb. 9.

[36] Vgl. Preissner (2006), S. 111 ff.

[37] Zur Schaffung eines Marktes für Wissen vgl. das Wissensmarktmodell von North in Kapitel

3.10.3.

[38] Vgl. Rehäuser/Krcmar (1996), S. 12; Prange (2002), S. 12 f.

[39] Siehe zu verschiedenen Ansätzen zur Kategorisierung von Wissen u.a. Rehäuser/Krcmar (1996),

S. 6 ff.; Schüppel (1996), S. 195 ff.; Schreyögg (2001), S. 7 ff.; Neumann (2000), S. 64; Maier

(2004), S. 63 ff.; Grizelj (2005), S. 158 f.

[40] Vgl. Katenkamp (2003), S. 22.

[41] Vgl. Prange (2002), S. 26; Grizelj (2005), S. 158. Neumann gibt in seiner Darstellung einen

Überblick über dichotomische Wissensbetrachtungen verschiedener Autoren. Vgl. hierzu

Neumann (2000), S. 65.

[42] Vgl. Prange (2002), S. 26 f.

[43] Titel der dt. Ausgabe „Die Organisation des Wissens: Wie japanische Unternehmen eine brach-

liegende Ressource nutzbar machen“; vgl. Nonaka/Takeuchi (1997).

[44] Vgl. Prange (2002), S. 26; Renzl (2004), S. 30; Schreyögg (2001), S. 8.

[45] Unter Epistemologie wird die Lehre vom Wissen verstanden. Vgl. hierzu auch Fußnote 6, S. 5.

[46] Vgl. Renzl (2004), S. 29; Seiler/Reinmann (2004), S.11; Zaunmüller (2005), S. 12.

[47] Vgl. zur grundlegenden Struktur des „tacit knowing“ Polanyi (1966), S. 1 ff. sowie S. 9.

[48] Vgl. Schanz (2006), S. 6.

[49] Polanyi (1985), S. 14.

[50] Schreyögg (2001), S. 8 spricht von „embodied knowledge“, da es an den Erfahrungsträger ge-

bunden ist.

[51] Vgl. von Felbert (1998), S. 135 f.

[52] Vgl. Katenkamp (2003), S. 22.

[53] Vgl. Renzl (2004), S. 29; Zaunmüller (2005), S. 13.

[54] Vgl. Schanz (2006), S. 11.

[55] Schreyögg (2001), S. 8 bezeichnet das explizite Wissen daher auch als „disembodied knowled-

ge“, da es nicht an Personen gebunden ist.

[56] Vgl. Prange (2002), S. 27.

[57] Vgl. Rickson (1976).

[58] Vgl. Katenkamp (2003), S. 23; Maier (2004), S. 20.

[59] Vgl. Zand (1969).

[60] Vgl. Kleinhans (1989).

[61] Vgl. Gehle (2006), S. 43 f.

[62] Vgl. Rehäuser/Krcmar (1996), S. 17.

[63] Gehle (2006), S. 44.

[64] Vgl. ebenda.

[65] Vgl. Franken (2002), S. 3.

[66] Vgl. hierzu ausführlicher Kapitel 2.3.

[67] Grizelj (2005), S. 12. Grizelj gibt eine sehr ausführliche und nach Schwerpunktthemen geordnete

Literaturübersicht mit wichtigen Beiträgen zum Wissensmanagement. Vgl. ebenda, S. 19.

[68] Vgl. Riempp (2004), S. 72 f.

[69] Vgl. bspw. das Knowledge Management Case Book von Davenport/Probst (2002).

[70] Vgl. Grizelj (2005), S. 12.

[71] Vgl. hierzu auch die Aussagen in Kapitel 1.2 sowie Kapitel 4.

[72] Vgl. Butler (2003), S. 144 f.

[73] Grizelj (2005), S. 12.

[74] Vgl. ebenda sowie die dort angegebene Literatur.

[75] Vgl. Reinmann/Mandl (2004), S. 1.

[76] Vgl. Butler (2003), S. 144 f; Grizelj (2005), S. 13 und die dort jeweils angegebene Literatur.

[77] Übersichten zu Wissensmanagementdefinitionen geben u.a. Zaunmüller (2005), S. 14. sowie

Schindler (2001), S. 38, der insb. auf die Ziele und die Prozessorientierungen der einzelnen

Definitionen eingeht.

[78] Deutschmann (2003), S. 30.

[79] Wissen wurde als Summe von fixen Paketen begriffen, die sich einfach zwischen Sender und

Empfänger verschieben lässt und durch Nutzung nicht verändert wird. Zur Diskussion dieser

Sichtweise von Wissen als „Paketmetapher“ vgl. u.a. Schneider (1996), S. 17 ff. sowie die Be-

merkungen Schindlers (2002), S. 31.

[80] Als berühmte Beispiele zur Unterscheidung von Wissen und Informationen gelten die „Wissens-

treppe“ von North (2005), S. 36 sowie die Begriffshierarchie Zeichen, Daten, Informationen und

Wissen von Rehäuser/Krcmar (1996), S. 3 ff.

[81] Vgl. Seiler/Reinmann (2004), S. 11.

[82] Vgl. Niehaus, S. 56 ff.

[83] Schüppel definiert Wissensmanagement folgendermaßen: „Wissensmanagement ist als ein

Entwurf zu verstehen, der alle möglichen human- und technikorientierten Interventionen und

Maßnahmenpakete umfaßt, die dazu geeignet sind, die Wissensproduktion, -reproduktion,

-distribution, -verwertung und -logistik in einer Organisation zu optimieren.“ Schüppel (1996), S.

191 f.

[84] Vgl. hierzu ausführlicher Probst et al. (2006), S. 25 ff. sowie Kapitel 3.

[85] Vgl. hierzu Schüppel (1996), welcher in seiner Ausarbeitung einen ganzheitlichen Wissensmana-

gementansatz verfolgt und die Humanorientierung akzentuiert. Vgl. insb. ebenda, S. 191.

[86] Vgl. zu dieser Begriffsdefinition Zaunmüller (2005), S. 15.

[87] Vgl. hierzu Abb. 6.

[88] Vgl. Eppich et al. (2002), S. 43.

[89] Vgl. Bullinger et al. (1997), S. 18.

[90] Vgl. Niehaus (2003), S. 58 f.

[91] Vgl. ausführlicher zur Definition von Wissenszielen Kapitel 3.1.

[92] Nach Henschel (2001), S. 2 wurde der Begriff „Wissensgesellschaft“ zum ersten Mal von Lane

(1966), S. 650 verwendet, der von einer „knowledgeable society“ sprach.

[93] Vgl. Drucker (1993), S. 13 ff.

[94] Mit der Thematik „Wissen als vierter Produktionsfaktor“ setzt sich bspw. Prange (2002), S. 11 ff.

auseinander.

[95] 60 - 80% der gesamten Wertschöpfung werden bereits dem Produktionsfaktor Wissen zuge-

schrieben. Vgl. hierzu Bürgel/Zeller (1999), S. 54; Palass (1997), S.114. Nach Schüppel (1996),

S. 49 macht der Faktor Wissen 70% der Produktionskosten in der Halbleiterindustrie aus, wäh-

rend sich der Faktor Arbeit nur noch auf 12% beläuft.

[96] Dabei werden die Basisinnovationen verschiedener Epochen dargestellt sowie die Gesellschaft

in 45 bis 60 jährige Konjunkturzyklen eingeteilt. Diese Zyklen des Auf- und Abschwungs werden

als Kondratieff-Wellen bezeichnet und sind nach dem russischen Wirtschaftswissenschaftler

Nikolai D. Kondratieff (1892-1938) benannt worden. Vgl. hierzu Klier (1999), S. 5.

[97] Vgl. Klier (1999), S. 5 ff.; North (2005), S. 15.

[98] Vgl. Abb. 8. Für eine ausführlichere Beschreibung der Kondratieff-Zyklen vgl. bspw. Klier (1999),

S. 5 ff.

[99] Vgl. ausführlichere Ausführungen zu der 5. Wachstumswelle bei Nefiodow (1991).

[100] North (2005), S. 15. Jänig unterscheidet in seinem Zyklenmodell zwischen Informationen und

Wissen und spricht bereits von einem sechsten Zyklus, in dem Wissen die zentrale Ressource

sein wird. Vgl. Jänig (2004), S. 4.

[101] Die Wissensgesellschaft kann streng genommen nicht als modernes Phänomen bezeichnet

werden, da die Weitergabe und der Erwerb von Wissen ein die gesamte Menschheitsgeschichte

begleitender Prozess ist. Vielmehr ist die starke Zunahme auf die modernen IuK-Technologien,

allen voran das Internet, sowie die günstige Verbreitungs- und Speicherungsmöglichkeiten

zurückzuführen. Eine ausführliche Betrachtung der Evolution der Wissensgesellschaft findet sich

bei Prange (2002), S. 14 ff.

[102] Kreibich (1986), S. 26.

[103] Vgl. Kreibich (1986), S. 26. Nefiodow geht sogar von 90 % aus. Vgl. Nefiodow (1991), S. 60.

[104] Vgl. Klier (1999), S. 12; Nefiodow (1991), S. 54.

[105] Vgl. Kreibich (1986), S. 27 und Klier (1999), S. 12.

[106] Vgl. Rüttgers (1999), S. 23.

[107] Vgl. Gentsch (1999), S. 38.

[108] Vgl. Statistisches Bundesamt (2006a), S. 68.

[109] Vgl. Bürgel/Zeller (1998), S. 55; Klier (1999), S. 12.

[110] Vgl. Rüttgers (1999), S. 23.

[111] Vgl. Bürgel/Zeller (1998), S. 55.

[112] Genannt seien u.a. Schüppel (1996), S. 238; Henschel (2001), S. 2; Bürgel/Zeller (1998), S. 55.

[113] Bürgel/Zeller geben in ihrer Ausarbeitung für die Halbwertszeit folgende aus der Physik entlehn-

te Definition an: „Die Zeit, in der 50 % der ursprünglich vorhandenen radioaktiven Kerne zerfal-

len sind.“ Bürgel/Zeller (1998), S. 55.

[114] Vgl. Bullinger et al. (1998), S. 21.

[115] Der Schweizer Hörgerätehersteller Phonak z.B. war bspw. das erste Unternehmen am Markt,

das Audiologie mit Computertechnologie verband und somit durch die Anwendung und

Umsetzung neuen Wissens ein erfolgreiches und neues Produkt geschaffen hat. Vgl.

Schmitz/Zucker (1996), S. 16 f.

[116] Vgl. ähnlich Wieden/Weiss (2004), S. 9.

[117] Vgl. Sommerlatte (2001), S. 64 f.

[118] Vgl. Bach/Österle (1999), S. 24. So versuchten z.B. fünf Forscherteams eines Pharmagroßun-

ternehmens vier Wochen lang das gleiche Problem zu lösen, ohne dass sie voneinander wuss-

ten. Vgl. Tjiang (2001), S. 25.

[119] Vgl. in Anlehnung an Siemann (2001), S. 16.

[120] Vgl. Schmitz/Zucker (1996), S. 25.

[121] Vgl. hierzu Siemann (2001), S. 16.

[122] Die sog. lessons learned sind als Instrument zur Evaluierung von Projekten besonders geeignet.

Vgl. Schmitz/Zucker (1996), S. 25. Zu lessons learned vgl. ausführlicher Kapitel 5.3.1.

[123] Vgl. Bach/Österle (1999), S. 25.

[124] Picot et al. (2003), S. 502.

[125] Vgl. ebenda.

[126] Vgl. Schindler (2002), S. 40.

[127] Zahn/Greschner (1996), S. 44.

[128] Vgl. Götz/Schmid (2004), S. 191.

[129] Staehle (1999), S. 913.

[130] Vgl. hierzu vor allem March/Olsen (1976) und die dortigen Ausführungen zum „Organizational

Learning“ S. 54 ff. sowie Argyris/Schön (1978).

[131] Vgl. Pawlowsky (1998), S.16 f.; Prange (2002), S. 29.

[132] Vgl. Probst/Büchel (1994), S. 17 f.

[133] Vgl. Picot el al. (2003), S. 509.

[134] Vgl. exemplarisch u.a. Pawlowsky (1998), S. 19; Götz/Schmid (2004), S.189; Schindler (2002),

S. 43.

[135] Vgl. im Folgenden Picot el al. (2003), S. 505 f.; Schindler (2002), S. 43; Pawlowsky (1998), S.

19 f.

Ende der Leseprobe aus 174 Seiten

Details

Titel
Wissensmanagement - Instrumente, Methoden und Erfahrungen
Hochschule
Fachhochschule Worms
Note
1,0
Autor
Jahr
2007
Seiten
174
Katalognummer
V90197
ISBN (eBook)
9783638042499
ISBN (Buch)
9783638940153
Dateigröße
5496 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wissensmanagement, Instrumente, Methoden, Erfahrungen
Arbeit zitieren
Thomas Weber (Autor), 2007, Wissensmanagement - Instrumente, Methoden und Erfahrungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/90197

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