Die Erlösungsbedürftigkeit des Menschen. Christliche Glaubenslehre und Kirchliche Dogmatik: Friedrich Schleiermacher und Karl Barth


Hausarbeit, 2015

27 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

I. Einleitung

II. Sünde und Schuld des Menschen
II.1. Versöhnung des Menschen mit Gott durch die Erlösung von der Sünde
II.2. Die Rechtfertigungslehre Martin Luthers

III. Friedrich Schleiermacher: Der christliche Glaube nach den Grundsätzen der evangelischen Kirche im Zusammenhange dargestellt
III.1. Einleitung zur Glaubenslehre; Definition der Dogmatik
III.2. Der Glaubenslehre zweiter Teil. Das fromme Selbstbewusstsein unter dem Gegensatz von Sünde (Unlust) und Gnade (Lust)
III.2.1.Schleiermachers Ausführungen zu Wesen und Begriff der Sünde (§§ 65 – 69)
III.2.2. Der christliche Glaube. Zweites Lehrstück: Von dem Geschäft Christi (§§ 100 -104)

IV. Exkurs: Karl Barth in seiner Auseinandersetzung mit Friedrich Schleiermacher und dessen Glaubenslehre

V. Karl Barth: Die Kirchliche Dogmatik, Band IV, 1: Die Lehre von der Versöhnung
V.1. Karl Barth: Die Lehre von der Versöhnung. Übersicht
V.2. Die Lehre von der Versöhnung. 1. Die Gnade Gottes in Jesus Christus
V.2.1. Jesus Christus, der Mittler
V.2.2. Der Richter als der an unserer Stelle gerichtete

VI. Conclusio – Schlussfolgerung

Literaturverzeichnis

Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Proseminar SS 2015:

Sünde, Sühne, Stellvertretung: Einführung in die Systematische Theologie anhand der Versöhnungslehre

Hausarbeitsthema:

Die Erlösungsbedürftigkeit des Menschen. Christliche Glaubenslehre und Kirchliche Dogmatik: Friedrich Schleiermacher und Karl Barth

Köln, 1. August – 31. Oktober 2015

Referentin:

Dipl. Bibl. Eva Girke-Labonté M.A.

Studienfach: Magister Theologiae, Evangelische Theologie 2013

SS 2015 = 2. Fachsemester

I. Einleitung

In seinem zweibändigen Werk über Geschichte und Vorgeschichte der protestantischen Theologie im 19. Jahrhundert1 setzt sich Karl Barth mit bedeutenden Philosophen/ Theologen der Aufklärung auseinander (Kant, Hegel, Herder) und streift das Gebiet romantischer Dichtung als Sehnsucht nach dem Unendlichen (Novalis). Auf seine Abhandlung zu Friedrich Schleiermacher im ersten, exponierten Kapitel des 2. Bandes wird besonders einzugehen sein. Denn Barth erweist dem theologischen Denken Schleiermachers zwar besonderen Respekt, folgt seiner Argumentation im verstehenden, nachvollziehenden Sinne, zugleich aber grenzt er sich deutlich von ihm ab, was die zentrale Idee des Gottes- und Christusverständnisses angeht. Diese grundsätzliche Verschiedenheit beider Standpunkte soll im Folgenden näher skizziert werden.

Besonders deutlich wird in Barths Darstellung aber auch, wie sehr die Theologie als solche sich in einem sowohl fruchtbaren als auch herausfordernden Spannungsverhältnis befindet. Zum einen ist sie ihrer Zeit und ihren je geschichtlichen, wissenschaftlichen, kulturellen und sozialen Gegebenheiten verpflichtet, indem sie reflektierend, ob explizit oder implizit, auf sie Bezug nimmt. Die Theologie Schleiermachers ist nicht zu denken ohne Kants Kritik der reinen Vernunft und Hegels Religionsphilosophie; das anthropozentrische Weltbild der Aufklärung, die Begriffe von Freiheit und Autonomie des Menschen, sind in ihr zu finden. Mit der Aufklärung begann eine Epoche auch der Wissenschaftsgläubigkeit: ihre Ideale, Bildung des Menschengeschlechts, Zukunftsoptimismus, rationale Durchdringung aller Lebensbereiche, ein stetiges Fortschreiten der Menschheit sind wichtige Impulse für das liberale Bürgertum, in dem auch Schleiermacher verwurzelt ist. Die Theologie bedient sich zudem neuer wissenschaftlicher Methoden; zu nennen ist hier die historisch-kritische Methode, die bei der Bibelexegese ihre Anwendung findet.

Zum anderen aber, und das ist entscheidend, weiß sich die Theologie, aller zeitgeschichtlichen Bedingtheit zum Trotz, einem überzeitlichen, außer-weltlichen, alles überragenden und alles überschreitenden <Gegenstand> verpflichtet: Gott, und in der christlichen Theologie insbesondere der trinitarische Gott: der Logos, der sich in Christus inkarnierte und so offenbarte; der uns durch den Heiligen Geist die einmalige, sich zwar in der Geschichte vollziehende, aber die Geschichte unendlich transzendierende Erscheinung Christi in der Welt als Heilsgeschehen offenbart hat, bezeugt durch die unmittelbare Erfahrung der Jünger Christi, durch das Evangelium in alle Welt verbreiteten Frohen Botschaft. In der Gewissheit des Glaubens an Jesu Christi erlösende Heilstat liegt das Geschenk der Gnade Gottes.

Das Spannungsverhältnis zwischen Vernunft und Glaube gilt es wahrzunehmen und auszuhalten. Dem trinitarischen Gott und seinen Rätseln haben sich von der Antike an die Kirchenväter und, seit der lutherischen Reformation, die Kirchenmänner und Theologen immer wieder neu anzunähern versucht. Im Zentrum des Christentums steht der lebendige Christus, den Gott, um uns mit sich zu versöhnen, in die Welt gesandt hat, damit er, in seiner Erniedrigung und Erhöhung zugleich, als wahrer Mensch und wahrer Gott, die Last der Sünde auf sich nahm und den schuldverfallenen Menschen zurück in die Beziehung zu Gott aufgenommen hat. Diese zentrale Botschaft des Christentums ist durch die Jahrhunderte in theologischen Denk- und Glaubenssystemen immer wieder neu und in immer erweiterten Denkansätzen reflektiert und durchlitten worden. Immer wieder ist aber auch zu bedenken, dass Gottes Offenbarung von der Seite des Verstandes und der Vernunft nur unzureichend aufzufassen ist, denn das menschliche Begriffsvermögen vermag die Größe Gottes nicht zu verstehen, es sei denn im Glauben.

Die Gestalt dieser Reflektion soll, wenn sie bei Schleiermacher und Barth beschrieben wird, auch unter Berücksichtigung ihres zeit- und kulturgeschichtlich bedingten Reflexionsniveaus erörtert werden. Das eine Jahrhundert, das die beiden Theologen voneinander trennt, ist charakterisiert durch einen entscheidenden historischen Riss – die auch kulturelle Katastrophe des Ersten Weltkriegs, später der zivilisatorische Bruch durch den Nationalsozialismus und dessene menschenverachtende Ideologie und Praxis. Schleiermacher konnte sich noch der Ideale des Humanismus vergewissern; das liberale Bürgertum seiner Zeit befand sich auf der Höhe eines Kulturverständnisses, das sich auf den Gebieten der Kunst und Wissenschaft verwirklichen und auf die Wirksamkeit von Bildung und Vernunft vertrauen konnte. Barth dagegen hatte den Eintritt in den Ersten Weltkrieg und die begeisterte Zustimmung seiner protestantischen Lehrer und zeitgenössischer liberaler Theologen als das verstanden, was es auch war: das aufgeklärte Bürgertum wurde hier an eine Grenze geführt, angesichts derer es versagte und Verrat beging an seinen humanistischen Idealen.2

Zu fragen ist aber auch, inwieweit der denkerische Abgrund, der sich zwischen dem liberalen Kulturprotestantismus des 19. Jahrhunderts, seiner Fortschritts- und Vernunftgläubigkeit, und den politisch-ideologischen Schrecken des 20. Jahrhunderts auftat, mit dazu beigetragen hat, die Einsicht in das Böse, das, was der Mensch zu tun imstande ist, zu radikalisieren – und damit noch einmal zu einer ganz anderen Auffassung von der Erlösungsbedürftigkeit des Menschen zu gelangen, die der Mensch aus eigener Kraft nicht herbeiführen kann. Der Abgrund zwischen Mensch und Gott kann nur von Gott aus überwunden werden; zu sehr hat sich der Mensch entfernt von seiner ursprünglichen Gottesebenbildlichkeit.

Insofern sind Schleiermacher und Barth exemplarische Vertreter ihrer je eigenen historisch-politischen Situation. Ist der eine, Schleiermacher, überzeugt von der religiösen Kraft eines frommen, in Gefühl und Anschauung begründeten Gottesbewusstsein, sieht Karl Barth sehr deutlich die vollkommene Schuld- und Sündenverfallenheit des Menschen, seine existentielle Verlorenheit in Hochmut, Trägheit und Lüge – befangen in einer ausweglosen Situation, aus der nur Gottes ausgestreckte Hand ihn erlösen und befreien kann.

II. Sünde und Schuld des Menschen

Das Buch Genesis handelt von den Anfängen der Welt; es ist ebenso Mythos, Erzählung, Bericht und Gleichnis, wie es den paradiesischen Zustand des Menschen beschreibt, der im Garten Eden in vollkommener Übereinstimmung mit seinem Schöpfergott in Unschuld, Frieden und Harmonie lebt. Gott hat den Menschen geschaffen als sein Ebenbild; als Mann und Frau hat er ihn geschaffen; er hat sie gesegnet und ihnen Verantwortung für die Erde aufgetragen. „Es ist nicht gut, daß der Mensch allein bleibt“ (Gen 2,18)3 – Gott sorgt für seine Geschöpfe und bereitet ihnen sozusagen „den Himmel auf Erden“. Bis heute ist das Paradies ein nicht nur literarischer Topos4, Synonym für einen unendlich erstrebenswerten Sehnsuchtsort, Versprechen auch großer Ideologien wie des Kommunismus, der das Paradies auf Erden zu schaffen verspricht. Das Paradies erscheint hier als Utopie, die in die Zukunft verlagert wird, unter Rückgriff auf einen verlorenen Idealzustand.

Gott ist seinen Geschöpfen in umfassender Güte und Liebe zugetan; der Mensch in seiner leib-seelischen Konstitution nimmt innerhalb der Schöpfung als Bild und Gleichnis Gottes einen zentralen Bezugspunkt zu Gott hin ein, insofern er zur immerwährenden Gemeinschaft mit IHM geschaffen ist und den Tod nicht kennt. Doch wie ein liebender Vater erlässt Gott auch Gebote: alles steht den Menschen im Garten Eden zur freien Verfügung, von allen Früchten des Gartens dürfen sie essen; „doch vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse darfst du nicht essen; denn sobald du davon ißt, wirst du sterben“ (Gen 2,17). Mit der Übertretung dieses Gebotes begeht der Mensch den Sündenfall, die unhintergehbare, unverzeihliche Missachtung von Gottes ausdrücklicher Weisung, und wird aus dem Paradies vertrieben, mit allen bekannten Folgen: schwere Fron „im Schweiße des Angesichts“ (Gen 3,19), Krankheit, Tod. Vor allem aber hat der Mensch seine ursprüngliche Gottverbundenheit verloren, das integrale Gottesverhältnis, die stete innere Verbundenheit mit Gott ist zerstört, die personale Beziehung zu Gott vom Menschen aus wesentlich beschädigt.

II.1. Versöhnung des Menschen mit Gott durch die Erlösung von der Sünde

Weil der Mensch wissentlich und willentlich sich Gott widersetzt, weil er Gottes Gebot übertreten hat, befindet er sich, getrennt von Gott, in einer unheilvollen Situation unter dem Gesetz der Sünde. Aus dieser Situation kann sich der Mensch nicht selbst befreien. Die Ursprungssünde (peccatum originale) ist als Erbsünde von Adam an in allen seinen Nachkommen wirksam5 ; sie durchdringt die Natur des Menschen von Grund auf. Der Mensch, ursprünglich als Ebenbild Gottes geschaffen, ist immer zugleich Sünder; Adams Ungehorsam wird zum Ausgangspunkt eines Verhängnisses, das alle Menschen betrifft. Die Lehre von der Erbsünde wird bis in die Neuzeit hinein ein zentraler Lehrbestand des christlichen Glaubens, gerät allerdings seit der Aufklärung zunehmend in die Kritik.6

Eben weil sich der Mensch aus seiner Verstrickung in die (Erb-) Sünde nicht selber lösen kann, greift Gott in seiner reinen Barmherzigkeit und Liebe in dieses schuldhafte, verhängnisvolle Geschehen ein und ermöglicht dem Menschen eine neue Beziehung zu IHM. In der Inkarnation seines eingeborenen Sohnes, der Menschwerdung des Logos in der (geschichtlichen) Person Jesu Christi7, offenbart sich ein Heilsgeschehen, das den sündigen Menschen in ein erneuertes Verhältnis zu Gott bringt. Jesus Christus, wahrer Mensch und wahrer Gott, nimmt in seinem Tod am Kreuz die Sünde der Menschheit auf sich.

In seinem Tod besiegt er den Tod, sichtbar für seine Jünger als der auferstandene Christus; Juden und Heiden und letztlich der ganzen Menschheit offenbart durch das Wirken des Heiligen Geistes und die Frohe Botschaft des Evangeliums, die der ganzen Welt verkündet werden soll. Im Brief an die Römer zieht Paulus die direkte Verbindung zwischen Adam und Christus, dem alten und dem neuen Menschen: „Ist durch die Übertretung des einen der Tod zur Herrschaft gekommen, durch diesen einen, so werden erst recht alle, denen die Gnade und die Gabe der Gerechtigkeit reichlich zuteil wurde, leben und herrschen durch den einen, Jesus Christus.“ (Röm 5, 17)

II.2. Die Rechtfertigungslehre Martin Luthers

Gnade – Gabe der Gerechtigkeit: Paulus spricht im Römerbrief wesentliche Bestimmungen der Tat Gottes an den Menschen an. Unverdient ist die Gnade, sie beruht auf einer Liebeshandlung Gottes, ungerechtfertigt, vom sündigen Menschen aus betrachtet, ist Gottes Gabe der Gerechtigkeit. Paulus setzt sich mit dem Gesetzesverständnis des Judentums auseinander, nach dem die Befolgung des Gesetzes, der Tora, dem Menschen Teilhabe am göttlichen Heil eröffnet. Doch das jüdische Gesetz ist nach Paulus nur Buchstabe, nicht aber die lebendige Heilsgewissheit, wie sie der Glaube an die Gnade Gottes schenkt.8 Und diese Gnade ist in einzigartiger Weise offenbar geworden im Leben, Sterben und in der Auferstehung Jesu Christi. Deshalb kann Paulus sich in der Gewissheit des Glaubens freuen und zuversichtlich ausrufen: „Ist Gott für uns, wer ist dann gegen uns? Er hat seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern ihn für uns alle hingegeben – wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken? Wer kann die Auserwählten Gottes anklagen? Gott ist es, der gerecht macht.“ (Röm 8,31 – 33)

Luthers Lehre von der Rechtfertigung entstand aus seinem persönlichen Bemühen um die Gewinnung persönlicher Heilsgewissheit; deshalb entschied er sich für ein Leben im Kloster, nur um, nach langem Ringen um eine gottgefällige Existenz, die Erfahrung des Scheiterns zu machen. Denn letztlich gründet jeder noch so untadelige Lebenswandel im Egoismus persönlicher Heilserwartung, so Luthers Erkenntnis, ist also selbst ein sündiger Akt. Gottes Gerechtigkeit ist mit menschlichen Maßstäben nicht zu messen. Deshalb bedeutet `Gerechtigkeit Gottes´ „im biblischen Verständnis die barmherzig-gnädige Annahme des Menschen, der angesichts und trotz seiner Unfähigkeit zur umfassenden Ausrichtung seiner Existenz auf Gott von diesem gerechtfertigt, das heißt als gerecht (und damit heilswürdig) betrachtet wird.“9 Es ist der Glaube an Jesu Christi versöhnende Heilstat, wie sie die Heilige Schrift offenbart, welche den Menschen freisetzt und ihm gerade in der Gewissheit von Gottes Gnade die Möglichkeit zur uneigennützigen Nächstenliebe, zum Dienst am Werke Gottes, eröffnet.

„Die prominente Stellung des Begriffs (d.i. der Rechtfertigung) im Gesamtzusammenhang christlicher Theologie ist vor allem von den Reformatoren des 16. Jahrhunderts herausgearbeitet worden. (…) Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs ist Luthers Hervorhebung der theologischen Zentralstellung des Begriffs zunehmend zum Gemeingut christlicher Theologie aller Konfessionen geworden.“10

Mit Friedrich Schleiermacher und Karl Barth sollen die Positionen zweier bedeutender Theologen zur Sündhaftigkeit und Erlösungsbedürftigkeit des Menschen nun näher erläutert werden.

III. Friedrich Schleiermacher: Der christliche Glaube nach den Grundsätzen der evangelischen Kirche im Zusammenhange dargestellt

Friedrich Schleiermacher (1768 – 1834), „gilt als erster klassischer Vertreter der neueren evangelischen Theologie, weil es ihm gelungen ist, die protestantische Theologie unter den Bedingungen des neuzeitlichen Bewusstseins, namentlich im Horizont der europäischen Aufklärung, neu zu begründen.“11 Seine berühmt gewordene Schrift: „Über die Religion. Reden an die Gebildeten unter ihren Verächtern“ erschien erstmals anonym im Jahre 1799. Religion wird hier, im Geiste der Romantik, als Anschauung und Gefühl begriffen, sie ist „Sinn und Geschmack fürs Unendliche“12, eine ganz eigenständige Provinz im menschlichen Bewusstsein, gänzlich subjektiv und individuell, die Erfahrung von Transzendenz in der Welt. Diese Erfahrung ist eine rezeptive, der Mensch ist empfänglich für die Offenbarungen des Universums. Schleiermacher spricht nicht von Gott, sondern vom Unendlichen, und transformiert damit christliche Begrifflichkeiten in eine dem romantischen Weltverständnis angenäherte Sprache und Terminologie.

Schleiermachers Hauptwerk, erschienen 1821/1822, in zweiter Auflage 1830/1831, „Der christliche Glaube nach den Grundsätzen der evangelischen Kirche im Zusammenhange dargestellt“ hat seinen Ruf als „Kirchenvater des 19. Jahrhunderts“13 entscheidend begründet.

„Auf der Grundlage einer ausgeführten philosophischen Theologie wird die gesamte inhaltliche Dogmatik der evangelisch-christlichen Lehrtradition als Ausdruck des christlichen Selbstbewusstseins verstanden und rekonstruiert.“14 Dabei werden etliche Lehrstücke der überlieferten Dogmatik teilweise tiefgreifend umgewertet und umgeformt. Im Folgenden wird versucht, Denkansätze Schleiermachers aus dem zweiten Teil dieser Glaubenslehre, die sich mit Sünde und Gnade auseinandersetzen, referierend nachzuvollziehen. Zunächst aber soll kurz die in der Einleitung zu seinem Werk von Schleiermacher selbst vollzogene Definition seiner Dogmatik dargestellt werden.

III.1. Einleitung zur Glaubenslehre; Definition der Dogmatik

„Dogmatische Theologie ist die Wissenschaft von dem Zusammenhang der in einer christlichen Kirchengesellschaft zu einer bestimmten Zeit geltenden Lehre.“15

Schleiermacher erläutert in der dieser Definition folgenden Anmerkung b), dass geltend die Lehre ist, welche in öffentlichen Verhandlungen dem Ausdruck der gemeinsamen Frömmigkeit dient. Begründet wird diese räumliche und zeitliche Relativierung der Dogmatik mit der Trennung der christlichen Kirche in eine protestantisch, katholisch oder auch griechisch geprägte Lehre. Das heißt ausdrücklich, dass räumliche, zeitliche und durch den je geltenden wissenschaftlichen Stand der Erkenntnis sich ergebende Verschiebungen und Veränderungen des kulturellen Horizontes auch Auswirkungen auf die Theologie haben, dogmatische Lehrsätze eben gerade nicht überzeitlich sind. Bedeutsam für sein Lehrgebäude ist eben auch Schleiermachers Auffassung vom Wesen der Religion, wie er sie in seiner früheren Publikation von 1799 („Über die Religion“) bereits ausgeführt hatte:

„Weil die Religion nach Schleiermacher im Kern ein Gefühlserleben ist, kommt allen inhaltlichen Aussagen religiöser Dogmatiken lediglich eine zweitrangige und abgeleitete Bedeutung zu. Diese Einsicht bedeutete die definitive Überwindung des ´Objektivismus` der altprotestantischen Orthodoxie16 ; zugleich wurde damit die subjektiv-individuelle religiöse Erfahrung – Schleiermacher hat vom christlich-frommen Selbstbewusstsein gesprochen – zum Prinzip christlicher Lehrbildung erhoben17.

III.2. Der Glaubenslehre zweiter Teil. Das fromme Selbstbewusstsein unter dem Gegensatz von Sünde (Unlust) und Gnade (Lust)

Im zweiten Hauptteil seines Werkes untersucht Schleiermacher in den Paragraphen 65 – 69 Wesen und Begriff der Sünde, wobei er in § 69 auch die Erbsünde, in vorsichtiger Distanz zu hergebrachten Lehrmeinungen, erläutert; die §§ 100 – 104 handeln „Von dem Geschäft Christi“ und zeigen, warum die erlösende Tätigkeit Jesu Christi sich des sündigen Menschen erbarmt und ihn, ohne Zutun des Menschen selbst, in die Gemeinschaft mit Gott wieder aufnimmt und ihm so unverdiente Gnade und Gerechtigkeit dank der allumfassenden Liebe Gottes zuteil werden lässt.18 19

III.2.1. Schleiermachers Ausführungen zu Wesen und Begriff der Sünde (§§ 65 – 69)

Alle Sätze, welche die Entwicklung des Bewusstseins der Sünde thematisieren, müssen zugleich auf diejenigen Sätze bezogen sein, welche das Bewusstsein der Gnade entwickeln. Der Begriff der Sünde ist nicht ohne den Begriff der Gnade zu denken, und umgekehrt. Sünde und Gnade bringt Schleiermacher also in ein dialektisches Verhältnis, das die Sünde mit der Erlösung zusammendenkt.

Die Sünde an und für sich betrachtet bedeutet Trennung von Gott, Hemmung der Wirksamkeit des Gottesbewusstseins, die aber nur vom Menschen als seine Tat ausgeht. Als solche steht sie in Widerspruch mit der „den Menschen als lebender Trieb zukommenden und von uns so vorausgesetzten Richtung auf das Gottesbewusstsein“.20 Schleiermachers rhetorische Figur der „schlechthinnigen Abhängigkeit von Gott“21 ist eine zentrale Kategorie seiner Theologie und meint die durchgängige Bezogenheit und Bestimmtheit des Selbstbewusstseins auf beziehungsweise durch das Gottesbewusstsein.

Schleiermacher definiert Sünde als positiven, d.i. gesetzten „Widerstreit des Fleisches gegen den Geist“.22 Im Nachgeben der sinnlichen Verlockung und ihrer Befriedigung entsteht zugleich Lust, zugleich aber, auf einer höheren Ebene (später wird Schleiermacher die Kategorie des Gewissens einführen), Unlust, weil das Gottesbewusstsein geschwächt wird. Ist das Gottesbewusstsein im Moment der Sünde nicht vorhanden, entsteht Reue oder ein Schuldgefühl in der späteren Vergegenwärtigung des sündigen Augenblicks. Es gibt im Menschen „einen lebendigen Keim der Sünde (..), welcher immer im Begriff ist hervorzubrechen“23, und dieses Bewusstsein begleitet uns stets entweder als warnende Ahnung oder als Reue – es sei denn, der Handelnde befände sich im Zustand der Unschuld oder dem der Verstockung.

Fleisch steht bei Schleiermacher für die Gesamtheit der sogenannten niederen Seelenkräfte. Geist und Fleisch sind einander widerstrebende Kräfte. Sünde ist eine durch die Selbständigkeit der sinnlichen Funktionen verursachte Hemmung der bestimmenden Kraft des Geistes. Sünde ist, wenn wir begehren, was Christus übersieht (im Sinne von Christi Gebot negieren) und wenn wir übersehen, was Christus begehrt, also von uns fordert. Ohne das Bewusstsein von der Kraft der Erlösung, das in der Seele des Christen das Bewusstsein der Sünde stets begleitet, wäre der Geist hoffnungslos unvermögend.

Die Sünde kann nur mit dem Gottesbewusstsein zugleich gesetzt sein. Ohne die Entwicklung des Gottesbewusstseins gibt es nur eine Fürsichtätigkeit des Fleisches, die nicht eigentlich als Sünde, wohl aber als Keim der Sünde betrachtet werden kann. Dies betrifft sowohl den Einzelnen in den ersten Stufen seiner Entwicklung als auch ganze Völker und Zeitalter.

In jedem Menschen ist das sinnliche Empfinden (das Fleisch) als Anlage vorhanden, bevor die Reflexion (der Geist, der in das Gebiet des Bewusstseins eintritt) erwacht. Mit dem Hervortreten des Geistes, auf Anregung einer zuvor schon gegebenen geistigen Kraft, wird uns zugleich der Widerstand des Fleisches gegen den Geist bewusst.

Die Tätigkeit des Geistes ist bestrebt, die Herrschaft über das Fleisch zu erlangen. Die Sünde ist dort gegeben, wo in der Erfüllung des Momentes das Fleisch über den Geist siegreich ist. Wenn wir den Zustand des geistigen Lebens auf einen bewussten Anfang zurückführen, auf ein allgemeines Sich selbst gebieten, welches alle Willensrichtungen bestimmt, sind wir uns zugleich der Gewalt des Fleisches bewusst und müssen die Herrschaft des Fleisches zurückführen auf die Zeit vor jenem Anfang.24

Verstand und Wille als einander widerstrebende Kräfte sind im unmittelbaren Selbstbewusstsein des Menschen in ihrer ungleichmäßigen Entwicklung präsent. Der Zustand des allgemeinen Sich selbst gebieten als vorzüglicher Zustand wird gedacht als Übereinstimmung mit dem Gottesbewusstsein. Die Einsicht in dessen Vorzüglichkeit entsteht im je einzelnen Menschen aber erst allmählich und muss von ihm als Akt des Selbstbewusstseins vollzogen werden; der fleischliche Wille geht der geistigen Bewusstwerdung voraus.

Die ursprüngliche Vollkommenheit des Menschen ist als ein nach vorne gerichteter Prozess zu verstehen, welcher die durch die Sünde gestörte relationale Beziehung des Menschen zu Gott wieder herstellt. Ursprünglich vollkommen ist die Menschheit nur insofern, als Gott sie von Anfang an auf die Vollkommenheit angelegt hat. Die Vollkommenheit steht am Ende, nicht am Beginn der Menschheitsgeschichte!

Sünde ist im Allgemeinen nur, wo ein Bewusstsein der Sünde ist; dass sie Sünde sei, vermittelt sich durch das Gewissen. Gewissen als moralische Instanz ist im Selbstbewusstsein angelegt. Das böse Gewissen verweist zugleich auf die Möglichkeit des Besseren; sofern es überhaupt in uns angelegt ist, verweist es auf das Gute, das als „Forderung einer Zusammenstimmung mit dem Gottesbewusstsein in uns aufgestellt ist“.25 Schleiermacher unterscheidet zwischen der Anlage zur Sünde und ihrer je konkreten Verwirklichung. Die Erbsünde, wie Schleiermacher sie definiert, „ist in jedem eine nur durch den Einfluss der Erlösung wieder aufzuhebende vollkommene Unfähigkeit zum Guten“.26

Selbst in unseren vollkommensten Zuständen sind wir aufgrund unserer sinnlichen Natur durch die Sünde affiziert. Zugleich sind wir in den Momenten des Gottesbewusstseins des in uns gesetzten Guten bewusst. Dieser grundlegende Zwiespalt der menschlichen Natur kann durch den Menschen selbst nicht überwunden werden. In Christus als dem Erlöser teilt sich die geistige Gewalt des Gottesbewusstseins in absoluter Stärke als unsündlich entwickelte menschliche Vollkommenheit mit; in ihm ist keine Sünde vorhanden. Und nur in Christus wird uns zugleich die vollkommene Erkenntnis der Sünde und die Möglichkeit der Erlösung offenbart.

III.2.2. Der christliche Glaube. Zweites Lehrstück: Von dem Geschäft Christi (§§ 100 – 104)

Die ursprüngliche Tätigkeit Christi begründet sich darin, dass er uns, ohne unser eigenes Zutun, fortdauernd in die Gemeinschaft seiner Tätigkeit und seines Lebens aufnimmt. Dies ist das christliche Bewusstsein der Gnade. Christi Tat in uns ist immer die Tat seiner durch das Sein Gottes in ihm bedingten Unsündlichkeit und Vollkommenheit. Wir finden uns nur in der Gemeinschaft des Erlösers, wenn wir aus der Kraft seines Gottesbewusstseins handeln. So meint es die Heilige Schrift, wenn sie sagt, dass wir in Christus von der Sünde abgestorben sind und den alten Menschen abgelegt haben, um den neues Menschen anzuziehen.

Christus richtet sein Gottesbewusstsein gegen die Sünde, indem er, in das menschliche Gesamtleben eintretend, das Bewusstsein menschlicher Sünde zwar mitfühlt, aber als von ihm zu überwindendes Prinzip – dies ist die erlösende Tätigkeit Christi, die auch zum Prinzip unserer Tätigkeit wird und uns in eben den Zustand der Gnade versetzt.

Alle Tätigkeit in Christus geht aus von dem Sein Gottes in ihm; alle göttliche Tätigkeit ist schöpferisch und erhaltend zugleich. Die schöpferische Tätigkeit Christi ist eine ganz und gar freie, denn sie stiftet die Freiheit, seiner Tätigkeit zuzustimmen und ihn in seiner Selbstoffenbarung wahrzunehmen. Die Begegnung mit Christus lässt in uns das Bewusstsein unserer Sündhaftigkeit gerade deshalb so klar werden, damit wir uns ihm zuwenden, weil wir der Erlösung bedürftig sind.

Wie bei der Entstehung der Person des Erlösers die schöpferische Tätigkeit Gottes sich als Sein Gottes in ihm manifestierte, so ist die Tätigkeit des Erlösers eine Fortsetzung jener personbildenden göttlichen Einwirkung auf die menschliche Natur. In der Gemeinschaft mit Christus wird unser Denken und Handeln neu bestimmt. Die freie Annahme der Lebensgemeinschaft mit Christus soll als Berufung bezeichnet werden; die Tätigkeit des Erlösers wird Beseelung genannt. Sie durchwirkt den Einzelnen wie die Gemeinschaft, wie es in der Bezeichnung der Kirche als Leib Christi sinnfällig wird.

Dieser gesamte Prozess ist als innere Erfahrung aufzufassen und als solche empirisch nicht beweisbar. Der wahre Friede Gottes vermittelt sich dem je Einzelnen auf geheimnisvolle Weise dank der göttlichen Gnade. Christus nur als Lehrer und Beispiel für eine in uns wachsende Vollkommenheit anzusehen, ohne die Hinwegnahme der Sünde als seine eigentliche Tätigkeit aufzufassen, führt uns nicht zur Erlösung im eigentlichen Sinne, die eben in der vollständigen Befreiung von der Sünde durch Christus besteht.

Christus als Mensch auf Erden – Schleiermacher nennt es die zeitliche Form der vollkommenen Wirksamkeit seines Wesens –war durchdrungen vom Gottesbewusstsein und seine Tätigkeit nie gehemmt durch seine menschliche Natur. Widerstände gegen sein Wirken, der raum-zeitlichen Dimension seines Wirkens auf Erden zugehörig, wurden von Christus nicht als Hemmungen seiner Tätigkeit, sondern als Indikatoren für die Richtung dieser Tätigkeit aufgenommen.

So findet sich auch der Erlöste, sofern er in die Lebensgemeinschaft mit Christus aufgenommen ist, befreit vom Bewusstsein eines Übels. Zwar treffen ihn Schmerzen und Leiden, denn auch Christus hat gelitten, nur dringen sie nicht in das innerste Leben des Erlösten. In seinem neuen Leben in Christus ist das Bewusstsein der Sünde zwar noch präsent als Bewusstsein allgemeiner Sündhaftigkeit, ist aber nun sittlich bezogen auf die Aufgabe, die Sünde zu überwinden.

Der alte Mensch wird abgelegt, die frühere, von sinnlichen egoistischen Trieben bestimmte Persönlichkeit erstirbt; der neue Mensch bildet sich als individualisierte Intelligenz in Christus hinein und entwickelt eine spezifische Auffassungs- und Empfindungsgabe für das neue Leben in IHM. Mit dem ersten Moment der Vereinigung mit Christus verschwindet auch das Bewusstsein der Strafwürdigkeit und der alten Bezugnahme auf die Sünde und das Gesetz; das erste des versöhnenden Momentes ist mithin die Sündenvergebung.

Der Zustand der Vereinigung aber, auf die Zukunft gerichtet, ist der wirkliche Besitz der Seligkeit im Bewusstsein, dass Christus der Mittelpunkt des Lebens in uns ist und als seine Gabe uns seinen Segen und Frieden schenkt.

Christus trat in die Geschichte ein als Mensch, „weil geistiges wie die Stiftung eines Gesamtlebens nur geistig gewirkt sein will, und es keine andere geistige Einwirkung gibt als die Selbstdarstellung in Wort und Werk, auch nur vermittels dieser in unser Gesamtleben eintretend (er) die Menschen an sich ziehen und mit sich verbinden“27 konnte. Auf der anderen Seite ist der bei Schleiermacher aufgefasste Christus der „Christus in uns“; die Gemeinschaft mit ihm setzt sich fort in der Gemeinschaft der Kirche.

[...]


1 Vgl. Barth, Protestantische Theologie.

2 Vgl. Leonhardt, Dogmatik, 97.

3 Für alle Textstellen aus der Bibel wurde herangezogen: Die Bibel Michelangelos, Einheitsübersetzung: ökumenischer Text/ Gesamtausgabe, Verlag Kath. Bibelwerk, 1996

4 In Heinrich von Kleists Parabel vom „Marionettentheater“ ist der Zugang zum Paradies verschlossen, der Mensch muss erst um die ganze Welt herumgehen (seine Erkenntnis in ein Unendliches steigern), bis er am anderen Ende des Paradieses ankommt und es von dort aus betreten kann. Oder, anders gesagt, die verlorene Unschuld und Grazie kann nur durch eine ins Vollkommene gesteigerte Bewusstheit wiedererlangt werden. – Der englische Dichter John Milton veröffentlicht 1667 ein großangelegtes episches Gedicht in Blankversen mit dem Titel „Paradise lost“ (Das verlorene Paradies) und erzählt darin die Geschichte des Höllensturzes der gefallenen Engel, der Versuchung von Adam und Eva durch Satan und, nach dem Sündenfall, die Vertreibung der ersten Menschen aus dem Garten Eden.

5 Vgl. Röm 5,12: Durch einen einzigen Menschen kam die Sünde in die Welt und durch die Sünde der Tod, und auf diese Weise gelangte der Tod zu allen Menschen, weil alle sündigten.

6 Vgl. Leonhardt, Dogmatik, 266 f.

7 Joh 1,1-3: Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Alles ist durch das Wort geworden, und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist. – Joh 1, 14: Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt, und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit.

8 Röm 7, 6: Jetzt aber sind wir frei geworden von dem Gesetz, an das wir gebunden waren, wir sind tot für das Gesetz und dienen in der neuen Wirklichkeit des Geistes, nicht mehr in der alten des Buchstabens.

9 Leonhardt, Dogmatik, 319.

10 Graf, Wörterbuch, Sp. 1033.

11 Leonhardt, Dogmatik 78.

12 Lauster, Verzauberung, 478.

13 Leonhardt, Dogmatik, 78.

14 Gräb, Wörterbuch, Sp. 1117.

15 Schleiermacher, Glaube, Bd. 1, 9.

16 Altprotestantische Orthodoxie ist die: „Bezeichnung für die evangelische Theologie zwischen Reformation und Aufklärung; Typisch: Systematische Darstellung der lutherischen bzw. reformierten Theologie mit wissenschaftlichem Anspruch; Betonung der Autorität der Bibel als göttlich inspirierter Grundlage kirchlicher Lehre und Praxis, Ausbau dieser Inspirationslehre in der lutherischen Theologie“ (Leonhardt, Dogmatik, 57.)

17 Leonhardt, Dogmatik, 79.

18 Vgl. Leonhardt, Dogmatik,80. Hier findet sich eine schematische Übersicht von Schleiermachers Hauptwerk: Der christliche Glaube (1830/31).

19 Im Folgenden beziehe ich mich auf die umfangrechen Auszüge aus Schleiermachers Werk (Der christliche Glaube, Zweite Auflage 1830/31), die den Seminarteilnehmern im Proseminar von Dr. Matthias Grebe (SS 2015, Sünde, Sühne, Stellvertretung) zur Verfügung gestellt wurden. Es handelt sich dabei um Kopien aus der de Gruyter-Studienausgabe, hrsg. von Rolf Schäfer. Der Text wurde von mir im Rahmen eines Referates (gehalten am 29.6.2015) zusammenfasst und vorgetragen; die Ergebnisse dieses Referats fanden Eingang in die hier vorliegenden Ausführungen zu Schleiermachers Verständnis des christlichen Glaubens. Link: https://ecampus.uni-bonn.de/goto_ecampus_file_672371_download.html

20 Schleiermacher, Glaube, 404.

21 Ebd. 404.

22 Ebd. 405.

23 Ebd. 406.

24 Vgl. ebd. 411.

25 Ebd. 415.

26 Ebd. 421.

27 Ebd. 119.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten

Details

Titel
Die Erlösungsbedürftigkeit des Menschen. Christliche Glaubenslehre und Kirchliche Dogmatik: Friedrich Schleiermacher und Karl Barth
Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn  (Evangelische Theologie)
Veranstaltung
Proseminar SoSe 2015
Note
1,3
Autor
Jahr
2015
Seiten
27
Katalognummer
V901980
ISBN (eBook)
9783346204929
ISBN (Buch)
9783346204936
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Karl Barth, Friedrich Schleiermacher, Kirchliche Dogmatik, Systematische Theiologie
Arbeit zitieren
Eva Girke-Labonté (Autor:in), 2015, Die Erlösungsbedürftigkeit des Menschen. Christliche Glaubenslehre und Kirchliche Dogmatik: Friedrich Schleiermacher und Karl Barth, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/901980

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Die Erlösungsbedürftigkeit des Menschen. Christliche Glaubenslehre und Kirchliche Dogmatik: Friedrich Schleiermacher und Karl Barth



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden