Planungsgrundlage für den vorliegenden Unterricht ist der „Rahmenlehrplan für den für den fachrichtungsbezogenen Unterricht in der einjährigen Berufsfachschule Wirtschaft für Realschulabsolventinnen und –absolventen vom November 2003“. Das Thema der Unter¬richtseinheit ist dem Lernfeld 3 „Absatzprozesse und Marketingmaßnahmen kundenorientiert gestalten“ zugeordnet. Im Rahmenlehrplan heißt es hierzu: „Die Schülerinnen und Schüler verstehen und beurteilen Marketing als Grundlage aller auf aktuelle und zukünftige Märkte ausgerichtete Unternehmensaktivitäten“.
Inhaltsübersicht
1. Beschreibung und Analyse des Bedingungsfeldes
1.1 Klassensituation
1.2 Analyse der Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler
1.3 Lehrer-Schüler-Situation
1.4 Analyse der Kompetenzen der Lehrkraft
2. Didaktisch-methodische Konzeption
2.1. Analyse der curricularen Vorgaben
2.2. Anzustrebende Kompetenzen/ Lernziele
2.3 Geplanter Unterrichtsverlauf
Zielsetzung und Themen der Unterrichtseinheit
Das Hauptziel dieser Unterrichtsstunde ist es, den Lernenden die Grundlagen der Primärforschung im Marketing zu vermitteln. Die zentrale Fragestellung lautet dabei, wie ein Unternehmen methodisch fundierte Informationen über Kundenwünsche für die Einführung neuer Produkte gewinnen kann.
- Grundlagen der Marktforschung
- Abgrenzung zwischen Primär- und Sekundärforschung
- Differenzierung der Erhebungsmethoden (Befragung, Beobachtung, Experiment)
- Systematisierung und Anwendung von Primärerhebungsmethoden
- Förderung der aktiven Beteiligung im Unterrichtsgespräch
Auszug aus dem Buch
1.2 Analyse der Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler
Trotz der homogenen Schulabschlüsse schätze ich die Fachkompetenz eher als heterogen ein. Einige Schüler beteiligen sich gut und regelmäßig (z.B. Nico, Robert, Serdal, Lordano und Stefan). Andere Lernende beteiligen sich gelegentlich und manche von sich aus gar nicht (z.B. Marzia, Saneha, Carmen und Serden). Während ein Teil der Klasse dem Unterricht sehr gut folgen kann, haben andere Verständnisprobleme (z.B. mit Fachbegriffen im eingeführten Lehrbuch). Meistens fragen die Schülerinnen und Schüler nicht nach, wenn sie etwas nicht verstehen – auch nicht auf meine Aufforderung hin Fragen zu stellen. Auch haben manche Lernende Schwierigkeiten ihre Verständnisprobleme zu benennen (Beispiel für Lehrer-Schülergespräch: Lehrer: „Was habt ihr noch nicht verstanden?“ Schülerin: „Alles!“)
Die Methodenkompetenz ist ebenfalls unterschiedlich ausgeprägt. Die meisten Lernenden sind in der Lage Übungsaufgaben selbständig zu lösen. Auch bei Gruppenarbeiten bringt sich der überwiegende Teil der Schülerinnen und Schüler ein und arbeitet engagiert. Manche Schüler strengt das Lösen von Übungsaufgaben allerdings sehr an.
Die Sozialkompetenz der Klasse schätze ich insgesamt mit befriedigend ein. Treffenderweise würde ich die Klasse als lebhaft und freundlich bezeichnen. Einige Lernende stören den Unterricht gelegentlich durch Seitengespräche (z.B. Sonja und Denis, Lisa und Julia K. oder Carmen und Serden). Andererseits ermahnen sich die Schülerinnen und Schüler auch mitunter gegenseitig, still zu sein. Montags zur dritten Stunde in ihrem ersten Unterricht nach dem Wochenende sind nicht alle Lernenden pünktlich. Carmen und Serden habe ich in Verdacht, während des Unterrichts rauchen zu gehen. Es kommt immer wieder vor, dass sie während des Unterrichts die Klasse gemeinsam mit dem Vorwand des Toilettenbesuchs verlassen. Gut gefällt mir, dass sich die Lernenden gegenseitig Fragen beantworten und sich helfen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Beschreibung und Analyse des Bedingungsfeldes: Analyse der Klassensituation, der individuellen Schülerkompetenzen sowie der pädagogischen Ausgangslage des Referendars.
2. Didaktisch-methodische Konzeption: Darstellung der curricularen Einbindung, der angestrebten Lernziele sowie des geplanten Verlaufs der Unterrichtsstunde.
Schlüsselwörter
Marketing, Marktforschung, Primärforschung, Sekundärforschung, Befragung, Beobachtung, Experiment, Fachkompetenz, Methodenkompetenz, Sozialkompetenz, Lernfeld, Unterrichtsentwurf, Berufsschule, Kundenorientierung, Absatzprozesse
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Unterrichtsentwurf grundsätzlich?
Der Entwurf dokumentiert die Vorbereitung für einen Unterrichtsbesuch in der Höheren Handelsschule zum Thema Formen der Primärforschung im Fach Marketing.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Im Fokus stehen die Systematisierung der Marktforschungsmethoden, insbesondere die Unterscheidung von Primär- und Sekundärforschung sowie die spezifischen Erhebungsformen.
Was ist das primäre Ziel der Stunde?
Die Lernenden sollen den Begriff Primärforschung definieren, von der Sekundärforschung abgrenzen und die Formen der Primärerhebung differenzieren können.
Welche wissenschaftliche bzw. methodische Vorgehensweise wird verwendet?
Die Unterrichtsgestaltung sieht ein Lehrer-Schüler-Gespräch mit Visualisierung an der Tafel sowie den Einsatz von Informationsblättern zur Erarbeitung der Inhalte vor.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der Analyse der Lernausgangslage der Klasse sowie der detaillierten Planung der didaktisch-methodischen Schritte für die Unterrichtseinheit.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument?
Zu den zentralen Begriffen zählen Marktforschung, Primärforschung, Marketing, Lernziel, Methodenkompetenz und berufliche Bildung.
Wie schätzt der Referendar die Sozialkompetenz der Klasse ein?
Er beschreibt die Klasse als lebhaft und freundlich, stellt jedoch punktuell Störungen durch Seitengespräche oder unpünktliches Erscheinen einzelner Schüler fest.
Welche Schwierigkeiten werden bei der Analyse der Schülerkompetenzen deutlich?
Es bestehen deutliche Unterschiede in der Fachkompetenz, wobei einige Lernende Schwierigkeiten haben, ihre Verständnisprobleme gezielt zu formulieren.
Wie unterscheidet sich die Lehrkraft-Situation zur akademischen Ausbildung?
Der Referendar stellt fest, dass die im universitären Studium gelernten Begrifflichkeiten manchmal von den an der Berufsschule verwendeten Begriffen abweichen.
Wird das Lehrbuch im geplanten Unterricht verwendet?
Nein, der Referendar plant für diese spezifische Stunde explizit ohne den Einsatz des eingeführten Lehrbuchs.
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- Diplom-Kaufmann Torsten Hauschild (Author), 2004, Unterrichtsstunde: Formen der Primärforschung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/90227