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Schloss Jülich - Geschichte und kunstgeschichtliche Beschreibung

Title: Schloss Jülich -  Geschichte und kunstgeschichtliche Beschreibung

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 26 Pages , Grade: 1

Autor:in: Kristina Reymann (Author)

Art - Architecture / History of Construction
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Summary Excerpt Details

Jülich ist ein einzigartiges Beispiel für die Renaissancebaukunst im Rheinland. Die vom italienischen Architekten Alessandro Pasqualini geplante und über Jahrzehnte hinweg von ihm und seinen Söhnen errichtete Idealstadtanlage lässt sich noch heute am Jülicher Stadtbild ablesen. Der folgende Text berücksichtigt die Zitadelle jedoch nicht, sondern konzentriert sich auf die Schlossanlage, von deren einstiger Pracht heute nur noch Teile zu sehen sind. Diese „Teile“ gilt es scharf zu beobachten, um ein Bild entwickeln zu können, das der Erscheinung des Schlosses in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts nahe kommt. Außerdem wird versucht werden Pasqualinis Beziehungen zur zeitgenössischen italienischen Architektur anzuzeigen. Die einzelnen Beschreibungen haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern dienen vielmehr der groben Orientierung und beschränken sich auf das Essentielle.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Baugeschichte

3 Auftraggeber

4 Der Ostflügel

4.1 Beschreibung

4.2 Analyse

5 Der Nordflügel und das Nordportal

5.1 Beschreibung

5.2 Analyse

6 Das Schloss in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts

6.1 Das Urentwurfsmodell

6.2 Versuch einer Rekonstruktion des Renaissanceschlosses

7 Der Innenraum der Schlosskapelle

7.1 Beschreibung

7.2 Versuch einer Rekonstruktion der Empore

7.3 Baugeschichte

7.4 Analyse der Schlosskapelle

7.5 Funktion der Schlosskapelle

8 Pasqualini und die zeitgenössische italienische Baukunst

9 Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, die architektonische Gestalt der Schlossanlage in Jülich während der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts zu rekonstruieren und zu analysieren. Dabei wird insbesondere die Rolle des italienischen Architekten Alessandro Pasqualini und sein Beitrag zur Integration italienischer Renaissance-Formensprache im Rheinland untersucht, wobei ein besonderer Fokus auf der Schlosskapelle und dem Fassadenschmuck liegt.

  • Architektur der Renaissance im Rheinland am Beispiel von Schloss Jülich.
  • Analyse der Baugeschichte und der Rolle von Alessandro Pasqualini.
  • Detaillierte Untersuchung des Ostflügels, des Nordportals und der Schlosskapelle.
  • Auseinandersetzung mit dem Urentwurfsmodell und Rekonstruktionsversuchen.
  • Betrachtung der konfessionellen und funktionalen Bedeutung der Schlosskapelle.

Auszug aus dem Buch

4.1 Beschreibung

Der Betrachter blickt auf einen zweigeschossigen 73 m langen roten Backsteinbau, an dessen Ecken sich Türme erheben, die insgesamt drei Geschosse aufweisen. Die Mauer des Flügels durchbrechend und nicht mittig, sondern einige Meter nach Süden versetzt, ist der risalitartige Chor der Schlosskapelle zu sehen, der im Gegensatz zur übrigen Fassade reich verziert ist.

Kreuzsprossenfenster öffnen die Wand in allen Geschossen mit Ausnahme der Kapellenwand, die später beschrieben werden wird. Im zweiten Geschoss tragen Konsolen flache Dreiecksgiebel die über den Fenstern angebracht sind. Ein dorisches Gebälk mit Triglyphenfries trennt das erste vom zweiten Stockwerk. Ein ionisches Gebälk mit Zahnschnitt im Gesims schließt das zweite Geschoss ab. Die Fensterform aufgreifend, gliedern Bänder aus Blaustein horizontal die Wand. Dadurch wird der Bau optisch in die Breite gezogen.

Die Seiten des Flügels werden gerahmt von Werksteinziegeln die versetzt übereinander angeordnet sind. Die Kreuzstockfenster im dritten Turmgeschoss sind kleiner als die anderen Fenster, verschmelzen aber auch durch die horizontalen Blausteinbänder mit der Wand. Die Türme sind flach gedeckt, dem übrigen Flügel sitzen Satteldächer auf.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Hinführung zur Bedeutung der Jülicher Renaissancebaukunst und Eingrenzung des Untersuchungsgegenstands auf das Schloss.

2 Baugeschichte: Überblick über die historische Entstehung des Schlosses unter Herzog Wilhelm V. und die wechselvolle Bauphase im 16. Jahrhundert.

3 Auftraggeber: Analyse der Motivation von Herzog Wilhelm V. für den aufwendigen Bau unter Berücksichtigung politischer Zusammenhänge.

4 Der Ostflügel: Detaillierte architektonische Beschreibung und Analyse der Fassadengestaltung und Asymmetrie des Ostflügels.

5 Der Nordflügel und das Nordportal: Untersuchung der repräsentativen Nordfassade und des Portals als zentrales Element der Hofanlage.

6 Das Schloss in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts: Diskussion der Rekonstruktionsmöglichkeiten basierend auf dem Urentwurfsmodell und historischen Quellen.

7 Der Innenraum der Schlosskapelle: Umfassende Analyse der Kapelle hinsichtlich ihrer Architektur, Lichtführung und sakralen Funktion.

8 Pasqualini und die zeitgenössische italienische Baukunst: Bewertung von Pasqualinis Stil und seinem Einfluss durch italienische Traktate und Vorbilder.

9 Resümee: Zusammenfassende Einschätzung der Bedeutung Pasqualinis und der Herausforderungen bei der Rekonstruktion der Schlossanlage.

Schlüsselwörter

Schloss Jülich, Alessandro Pasqualini, Renaissance, Architektur, Baugeschichte, Schlosskapelle, Mittelstützenmotiv, Wilhelm V., Festungsbau, Nordportal, Backsteinbau, Rekonstruktion, Italienische Baukunst, Fassadenschmuck, Jülich.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Architektur des Schlosses Jülich im 16. Jahrhundert, insbesondere den Einfluss des Architekten Alessandro Pasqualini und die Gestaltung der Schlosskapelle.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Zu den Schwerpunkten zählen die Baugeschichte unter Herzog Wilhelm V., die Analyse der Fassadenarchitektur, die Rekonstruktion verlorener Bauelemente und der Einfluss italienischer Renaissance-Ideen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, ein möglichst präzises Bild der Erscheinung des Schlosses in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts zu entwickeln und Pasqualinis architektonische Intentionen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden historische Quellen, zeitgenössische Inventarlisten, das Urentwurfsmodell und architekturgeschichtliche Vergleiche mit anderen Renaissancebauten herangezogen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Baubeschreibung und Analyse von Ost- und Nordflügel, die Erörterung des Urentwurfsmodells sowie eine tiefgehende Untersuchung der Schlosskapelle.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Schloss Jülich, Alessandro Pasqualini, Renaissance, Festungsbau und Schlosskapelle charakterisiert.

Warum ist das Schloss Jülich als "einzigartig" einzustufen?

Es stellt eines der bedeutendsten Beispiele für den Transfer italienischer Renaissancebaukunst in das Rheinland des 16. Jahrhunderts dar.

Was hat es mit dem "Mittelstützenmotiv" in der Kapelle auf sich?

Es handelt sich um eine spezielle architektonische Lösung, bei der eine Säule vor ein Fenster gesetzt wird, was sowohl ästhetische als auch lichtechnische Gründe innerhalb der Kapellenkonzeption hatte.

Warum gibt es heute Schwierigkeiten bei der Rekonstruktion des Schlosses?

Aufgrund der Zerstörungen durch Kriege und mehrfacher Umbauten in späteren Jahrhunderten fehlen heute wesentliche zeitgenössische Bauzeichnungen und Originalsubstanz.

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Details

Title
Schloss Jülich - Geschichte und kunstgeschichtliche Beschreibung
College
University of Cologne  (Kunsthistorisches Institut der Universität zu Köln)
Course
Zeitenwende: Architektur der Renaissance im Rheinland
Grade
1
Author
Kristina Reymann (Author)
Publication Year
2006
Pages
26
Catalog Number
V90243
ISBN (eBook)
9783638044820
ISBN (Book)
9783640247622
Language
German
Tags
Schloss Jülich Geschichte Beschreibung Zeitenwende Architektur Renaissance Rheinland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kristina Reymann (Author), 2006, Schloss Jülich - Geschichte und kunstgeschichtliche Beschreibung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/90243
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