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Eine musikalische und sprachliche Untersuchung von Alexandras Lied "Mein Freund, der Baum"

Titel: Eine musikalische und sprachliche Untersuchung von Alexandras Lied "Mein Freund, der Baum"

Seminararbeit , 2020 , 17 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Maxim Braun (Autor:in)

Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Es gilt die Untersuchung, ob sich anhand von "Mein Freund, der Baum" zeigen lässt, dass Schlagersongs nicht zwangsläufig dem Klischee der berechenbaren und kommerzialisierten Gleichförmigkeit anheimfallen. Parallel dazu stellt sich die Frage, ob und inwiefern der Begriff „Schlager“ als Bezeichnung für Musik wirklich einen produktiven Anwendungscharakter aufweist, und ob sich die Genrebezeichnung in diesem bestimmten Fall als ausreichend herausstellt, um die Form und den Inhalt dieses besonderen Stückes erklären und verstehen zu können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Schlager: ein totes Genre?

2. Der Schlager der 60er und 70er in der ideologiekritischen Forschung

3. Analyse von Alexandras Mein Freund, der Baum

2.1 Musikalische Analyse

2.2 Sprachliche Analyse

2.2.1 Das traditionsreiche Motiv des Baumes

2.2.2 Die Motivik Kindheit und Vergänglichkeit

2.2.3 Das Frauenbild verbunden mit dem Liebesmotiv

4. Fazit – Mein Freund, der Baum – Schlager: ja oder nein?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Lied „Mein Freund, der Baum“ der Sängerin Alexandra, um zu analysieren, inwieweit das Genre Schlager den darin behandelten Themenkomplexen gerecht wird. Dabei wird die Forschungsfrage verfolgt, ob Schlagersongs zwangsläufig klischeehaft und kommerzialisiert sind oder ob sie als produktiver Anwendungscharakter für tiefgreifende inhaltliche Auseinandersetzungen dienen können.

  • Musikalische und sprachliche Analyse des Liedes
  • Symbolik des Baumes in Literatur und Brauchtum
  • Die Motivik von Kindheit und Vergänglichkeit
  • Das Frauenbild im Schlager der 60er Jahre
  • Genre-Einordnung des Schlagers

Auszug aus dem Buch

3.1 Musikalische Analyse

Elke Stölting weist darauf hin, dass ein Schlager eine Einheit aus Text und Musik darstelle, und in keinem Fall als ein vertontes Gedicht aufgefasst werden dürfe. Der Text hängt immanent mit der Musik zusammen und beide befinden sich in einem Abhängigkeitsverhältnis zueinander. Trotzdem ist es für eine genaue Untersuchung ratsam, die beiden Elemente separat zu analysieren, wenn sie auch dabei nicht komplett voneinander abgekoppelt werden können. Zunächst wird aus diesem Grund auf die musikalischen Merkmale des Liedes eingegangen.

Strukturell lässt sich Mein Freund, der Baum in ein sehr klassisches Aufbauschema einteilen, in dem sich Strophe und Refrain im Wechsel befinden. Insgesamt kommen drei musikalisch fast identische, sich jedoch textlich voneinander unterscheidende, Strophen vor. Auf diese folgt jedes Mal ein Refrain, der im Text unveränderlich bleibt und auch musikalisch nur wenig variiert, doch von Mal zu Mal intensiver gespielt und gesungen wird. Die Strophen sind deutlich länger und werden vom kurzen Refrain gewissermaßen gekrönt.

Das tonale Zentrum des Liedes ist a-Moll, eine der häufigsten Moll-Tonarten. Alexandras Stimme äußert sich in ihrer Tonreichweite von einem tiefen a bis zu einem f, das g kommt überhaupt nicht vor. Sie singt, ohne größere Tonsprünge anzusetzen, vergleichsweise ebenmäßig, fast schon monoton. Man braucht keine besonderen Kenntnisse von Musik zu besitzen, um auf die außerordentliche Tiefe ihrer Stimmlage aufmerksam zu werden, die den Klang des Stückes dominiert. Dabei kommt f als höchster Ton in jeder Strophe einmal vor, nämlich vom 19. bis zum 22. Takt. Der durch das a markierte tonale Tiefpunkt lässt sich gleich an zwei Stellen finden. Einmal taucht er direkt nach dem Höhepunkt in jeder Strophe auf, und zwar im 24. und 25. Takt, und zudem markiert er noch die letzten Worte des Refrains in Takt 36 und 38.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Schlager: ein totes Genre?: Dieses Kapitel beleuchtet die Rolle des Schlagers als traditionsreiches Genre und führt in die Besonderheiten des Liedes „Mein Freund, der Baum“ ein.

2. Der Schlager der 60er und 70er in der ideologiekritischen Forschung: Hier wird der theoretische Rahmen erörtert, wie Schlagertexte dieser Ära durch Sehnsucht, Gefühlsnormen und ideologische Konstruktionen von Heimat geprägt waren.

3. Analyse von Alexandras Mein Freund, der Baum: Das Hauptkapitel widmet sich einer detaillierten Untersuchung der musikalischen Struktur sowie der zentralen sprachlichen Motive.

2.1 Musikalische Analyse: Dieses Unterkapitel untersucht die kompositorischen Merkmale, die Tonart und die instrumentale Begleitung des Liedes.

2.2 Sprachliche Analyse: Dieser Abschnitt dient als Einleitung für die differenzierte Betrachtung der textlichen Ebenen des Liedes.

2.2.1 Das traditionsreiche Motiv des Baumes: Hier wird die symbolische Bedeutung des Baumes von germanischen Wurzeln bis hin zur modernen Deutung analysiert.

2.2.2 Die Motivik Kindheit und Vergänglichkeit: Dieses Kapitel analysiert das Spannungsfeld zwischen der Sehnsucht nach Kindertagen und der Unausweichlichkeit des Älterwerdens.

2.2.3 Das Frauenbild verbunden mit dem Liebesmotiv: Hier wird die Rolle des lyrischen Ichs als „Träumerin“ und „Leidende“ im Kontext der Schlagerideologie untersucht.

4. Fazit – Mein Freund, der Baum – Schlager: ja oder nein?: Zusammenfassende Betrachtung, ob das Lied als klassischer Schlager oder als hybride Musikform einzuordnen ist.

Schlüsselwörter

Alexandra, Schlager, Mein Freund der Baum, Musikwissenschaft, Sprachanalyse, Motivik, Kindheit, Vergänglichkeit, Baum-Symbolik, 60er Jahre, ideologiekritische Forschung, Frauenbild, Melancholie, Naturlyrik, Musikindustrie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Lied „Mein Freund, der Baum“ der Sängerin Alexandra, um zu klären, ob es sich lediglich um einen typischen Schlager handelt oder ob das Lied komplexere literarische und musikalische Ebenen bedient.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die musikalische Struktur des Liedes, die symbolische Bedeutung des Baummotivs sowie gesellschaftliche Aspekte wie das Frauenbild und die Schlagerideologie der 1960er Jahre.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu hinterfragen, ob der Begriff „Schlager“ ausreicht, um die inhaltliche Tiefe und die emotionalen Dimensionen dieses speziellen Liedes zu erfassen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine textanalytische Untersuchung durchgeführt, die musikwissenschaftliche Merkmale mit literatur- und kulturwissenschaftlichen Motivanalysen kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine musikalische Analyse sowie eine dreigliedrige sprachliche Untersuchung, die sich mit dem Baummotiv, der Kindheitsmotivik und dem Frauenbild befasst.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Alexandra, Schlager, Baumsymbolik, Kindheit, Vergänglichkeit, ideologiekritische Forschung und die Analyse von Musik und Text.

Wie interpretiert der Autor den Tod des Baumes?

Der Autor deutet den Tod des Baumes nicht nur als Naturereignis, sondern als Schnittpunkt zwischen Zivilisationskritik und als Vorausdeutung für das Ende der behüteten Kindheit des lyrischen Ichs.

Inwiefern unterscheidet sich Alexandra von anderen Schlagerinterpreten?

Die Arbeit legt dar, dass Alexandra durch ihre selbstgeschriebenen Texte und die thematische Auseinandersetzung mit Tod und Vergänglichkeit aus dem gewöhnlichen, eher oberflächlichen Schema des Schlagergenres heraussticht.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Eine musikalische und sprachliche Untersuchung von Alexandras Lied "Mein Freund, der Baum"
Hochschule
Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg  (Institut für deutsche Philologie)
Note
1,0
Autor
Maxim Braun (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
17
Katalognummer
V902544
ISBN (eBook)
9783346198594
ISBN (Buch)
9783346198600
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Alexandra Mein Freund der Baum Schlager Sprache Ideologie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Maxim Braun (Autor:in), 2020, Eine musikalische und sprachliche Untersuchung von Alexandras Lied "Mein Freund, der Baum", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/902544
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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