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Die Regierung Schröder im Spiegel der publizistischen Deutung

Title: Die Regierung Schröder im Spiegel der publizistischen Deutung

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 26 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: Niklas Sommerburg (Author)

Politics - Political Systems - Germany
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Das Jahr 1998 brachte einen Regierungswechsel in der deutschen Bundespolitik. Nach sechszehn Jahren schwarz-gelber Koalition unter der Führung des Unionspolitikers Helmut Kohls, regierte wieder ein sozialdemokratischer Bundeskanzler – der Niedersachse Gerhard Schröder. Doch anders als bis zu diesem Zeitpunkt wurde die bundesdeutsche Regierungsgewalt nicht auf die etablierten Parteien der CDU/ CSU, SPD und der FDP verteilt – zum ersten mal in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland war eine neue Partei mit an der Regierungsbildung des Bundes beteiligt – Bündnis `90/ Die Grünen.

Anders als einige Beobachter vielleicht vermutet hatten, überlebte die erste rot-grüne Koalition auf Bundesebene die 14. Legislaturperiode – sie schaffte sogar eine zweite, auch wenn sie diese nicht zu Ende brachte.

Viele Beobachter beschrieben rot-grün als die verspätete Koalition. In den 80er Jahren wurden um die Themen Ökologie, Frieden und Gleichberechtigung wichtige Debatten geführt, mit der Deutschen Einheit gerieten diese ins Hintertreffen. In den 80er Jahren wäre eine solche Regierung aber nicht möglich gewesen, setzte sich der realpolitische Flügel der Grünen doch erst Anfang der 90er Jahre durch.

Wie sich diese Aspekte auf die Regierungsfähigkeit auswirkten, wovon die Rot-Grüne-Koalition geprägt war und wie diese wahrgenommen wurde soll hier geklärt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

Fragestellung

Forschungsstand

2 Die Regierung Schröder im Spiegel der publizistischen Deutung

2.1 Die erste Legislaturperiode (1998-2002)

Erwartungen mit der Bundestagswahl 1998

Jahresbilanz 1999 – Halbjahresbilanz 2000 – Wahlbilanz 2002

2.2 Die zweite Legislaturperiode (2002-2005)

Erwartungen in die zweite Legislaturperiode

Zwischenbilanzen

2.3 Bilanz der Sozialdemokraten

2.4 Bilanz von Bündnis 90/ Die Grünen

3 Gesamtbilanz von Rot-Grün

3.1 Leistungen und Defizite der Regierung Schröder

3.2 Was bleibt? Zukunftsaussichten nach Rot-Grün

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die publizistische Deutung und Bewertung der Regierung Schröder über die zwei Legislaturperioden (1998–2005) hinweg. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie die Regierungszeit wahrgenommen wurde, ob es Unterschiede in der Bewertung zwischen den Koalitionspartnern gab und ob die Regierung in den verschiedenen Phasen ihre Regierungsfähigkeit unter Beweis stellen konnte.

  • Analyse der Regierungszeit von 1998 bis 2005
  • Differenzierte Bewertung von SPD und Bündnis 90/ Die Grünen
  • Untersuchung von politischen Paradigmenwechseln und Reformbemühungen
  • Kritische Reflexion des Regierungsstils von Gerhard Schröder
  • Bewertung der Agenda 2010 und ihrer kommunikativen Herausforderungen

Auszug aus dem Buch

Erwartungen mit der Bundestagswahl 1998

Viele Beobachter beschrieben rot-grün als die verspätete Koalition. In den 80er Jahren wurden um die Themen Ökologie, Frieden und Gleichberechtigung wichtige Debatten geführt, mit der Deutschen Einheit gerieten sie ins Hintertreffen. In den 80er Jahren wäre eine solche Regierung aber nicht möglich gewesen, setzte sich der realpolitische Flügel der Grünen doch erst Anfang der 90er Jahre durch.

Nachdem die Regierung Kohl weitgehend im Stillstand verfallen war, erschien jede politische Veränderung als eine Weiterentwicklung. Doch nicht jede Beurteilung war zwingend positiv. Klaus von Dohnanyi äußerte sich 1996 mit Bezug zur Sozialdemokratie wie folgt: „Die Entwicklung der wirtschaftlichen und sozialen Wirklichkeit hat kein politisches Weltbild so rücksichtslos widerlegt wie das marxistische und das ihrer ‚säkularisierten’ Variante, der Sozialdemokratie. Die Sozialdemokratien [...] tragen folglich eine Geschichte, eine Vergangenheit mit sich, die im viel größeren Gegensatz zur heutigen Wirklichkeit steht als etwa die Vergangenheit der konservativen Parteien. Anders ausgedrückt: Das liberale, individualistische und zugleich wertorientierte konservative Gesellschaftsbild ist, gemessen an der neuen Wirklichkeit, ‚moderner’ als das kollektive (und solidarische!) Weltbild der ‚Linken’.“ Wird dieser Einschätzung gefolgt, so müsste die Sozialdemokratie einen ideologischen Wandel vollziehen, wenn sie auf aktuelle gesellschaftlich-politische Aspekte eine weitgehend akzeptable Antwort geben wollte.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in den Regierungswechsel von 1998 ein und skizziert die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der rot-grünen Koalition sowie die Forschungsfrage der Arbeit.

2 Die Regierung Schröder im Spiegel der publizistischen Deutung: Das Kapitel analysiert detailliert die beiden Legislaturperioden, beleuchtet Erwartungen sowie Bilanzen und untersucht die spezifischen Rollen und Leistungen von SPD und Bündnis 90/ Die Grünen.

3 Gesamtbilanz von Rot-Grün: Dieses Kapitel zieht ein Fazit zu den Leistungen und Defiziten der Regierung Schröder und wagt einen Ausblick auf die Zukunft nach der Ära Rot-Grün.

Schlüsselwörter

Regierung Schröder, Rot-Grün, Bundestagswahl 1998, Agenda 2010, Sozialdemokratie, Bündnis 90/ Die Grünen, Regierungsfähigkeit, Politische Deutung, Hartz-Reformen, Koalition, Ökologische Steuerreform, Reformpolitik, politische Führung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Regierungszeit der Koalition aus SPD und Bündnis 90/ Die Grünen unter Bundeskanzler Gerhard Schröder von 1998 bis 2005 im Kontext der publizistischen Wahrnehmung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind der Regierungsstil Schröders, die Agenda 2010, die Bilanz von SPD und Grünen sowie die Wahrnehmung der Koalition in der Öffentlichkeit.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Hauptziel ist es zu klären, wie die Regierung über ihre verschiedenen Phasen hinweg bewertet wurde und ob sie ihre Regierungsfähigkeit erfolgreich demonstrieren konnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse und die Auswertung zeitgenössischer publizistischer Quellen und Bilanzierungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der beiden Legislaturperioden, die getrennte Betrachtung der Parteibilanzen sowie die kritische Würdigung der Regierungsleistungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Regierungswechsel, Rot-Grün, Agenda 2010, Regierungsstil und Reformpolitik.

Wie wurde die Agenda 2010 publizistisch bewertet?

Die Agenda 2010 wurde oft als politisch notwendig, aber kommunikativ als Katastrophe wahrgenommen, da sie eine große Skepsis in der Bevölkerung auslöste.

Welche Rolle spielte der "Bürgerkanzler" Gerhard Schröder?

Der Begriff beschreibt Schröders medienwirksamen Führungsstil und seine Nähe zum Wähler, wobei er jedoch oft an Geduld und langfristiger strategischer Beharrlichkeit vermissen ließ.

Wie wird die Rolle der Grünen in der Koalition beurteilt?

Die Grünen mussten sich im Laufe der Regierungszeit an reale politische Gegebenheiten anpassen, was zu Spannungen und dem Vorwurf eines Identitätsbruchs führte, aber auch zur Professionalisierung beitrug.

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Details

Title
Die Regierung Schröder im Spiegel der publizistischen Deutung
College
University of Rostock
Grade
sehr gut
Author
Niklas Sommerburg (Author)
Publication Year
2005
Pages
26
Catalog Number
V90274
ISBN (eBook)
9783638038812
ISBN (Book)
9783638936019
Language
German
Tags
Regierung Schröder Spiegel Deutung SPD Bündnis 90/ Grüne BRD Politik rot-grün Fischer Bundesregierung Bundeskanzler
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Niklas Sommerburg (Author), 2005, Die Regierung Schröder im Spiegel der publizistischen Deutung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/90274
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