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Die Rolle der relevanten Kosten in der entscheidungsorientierten Kostenrechnung

Title: Die Rolle der relevanten Kosten in der entscheidungsorientierten Kostenrechnung

Seminar Paper , 2007 , 41 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Dennis Schwarz (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

Eine Unternehmung als Wirtschaftseinheit hat jederzeit über knappe Ressourcen und Güter zu disponieren. Das Abwägen von Alternativen und Treffen von Entscheidungen unter besonderer Berücksichtigung der zugrundeliegenden ökonomischen Ziele ist somit ein elementarer Bestandteil des unternehmerischen Handelns.1 Die formale Methode, die quantitative und qualitative Analysen von Entscheidungen einschließt, wird in der Fachliteratur als Entscheidungsmodelle beschrieben.2 Die besondere Herausforderung liegt hierbei in der Ableitung einer optimalen Entscheidung bei gegebenem Informationsstand. „Um diese Entscheidungen rational durchführen zu können, bedarf es eines Meßinstruments [sic!], das in der Lage ist, die wirtschaftlichen Konsequenzen jeder Entscheidung zu erfassen.“3 Die Kosten- und Leistungsrechnung4 stellt ein solches Messinstrument dar. Sie eröffnet die Möglichkeit, den Erfolgsbeitrag einer einzelnen oder mehrerer Entscheidungen monetär abzubilden, sowie kurz- bis langfristige ökonomische Ergebnisse zu prognostizieren.5

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Die Kostenrechnung als zieladäquate Informationsquelle für unternehmerische Entscheidungen

1.1 Zur Einordnung der Kostenrechnung

1.2 Eignung der KLR für strategische und operative Entscheidungen der Unternehmensführung

2 Kritik an der Proportionalisierung der fixen Kosten als Motivation neuerer Überlegungen

3 Die Grundrechnung als Vorbereitungsrechnung einer entscheidungsorientierten Kostenrechnung

3.1 Hauptanforderungen an die Grundrechnung

3.2 Aufbau und Ablauf der Grundrechnung der Kosten

3.3 Grenzen bei der praktischen Anwendung einer Grundrechnung

4 Die relevanten Kosten als Aktionsparameter einer zukunftsorientierten Kostenrechnung

4.1 Relevanz und Irrelevanz der Kosten

4.2 Spezialfälle der relevanten und irrelevanten Kosten

4.3 Die wahre Relevanz der relevanten Kosten

5 Relative Einzelkosten- und Deckungsbeitragsrechnung nach RIEBEL als Lösungsvorschlag

6 Besondere Anforderungen an das vorgestellte Rechnungssystem in Dienstleistungsunternehmen

7 RIEBELS Modell: theoretisch unübertroffen, praktisch schwer umsetzbar

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit der klassischen Kostenrechnung auseinander und untersucht, wie eine entscheidungsorientierte Kostenrechnung durch das Modell von Paul Riebel, insbesondere mittels der relativen Einzelkosten- und Deckungsbeitragsrechnung, eine präzisere Informationsbasis für strategische und operative Unternehmensentscheidungen schaffen kann.

  • Kritik an der Proportionalisierung fixer Kosten und am Verursachungsprinzip.
  • Aufbau und Funktion der zweckneutralen Grundrechnung als Vorbereitungsrechnung.
  • Differenzierung zwischen entscheidungsrelevanten und irrelevanten Kosten.
  • Implementierungsmöglichkeiten und Herausforderungen in Dienstleistungsunternehmen.
  • Integration von Nutzenfunktionen in den Entscheidungsprozess unter Unsicherheit.

Auszug aus dem Buch

4.1 Relevanz und Irrelevanz der Kosten

Die „Relevanz“ der Kosten bezieht sich auf eine zukunfts- und entscheidungsorientierte KR, d. h. es handelt sich dabei um „[…] für die Zukunft erwartete[n] Kosten, die je nach der gewählten Handlungsalternative unterschiedlich ausfallen.“ (Anm. d. Verf.) Die Besonderheit bei der Betrachtung der relevanten Kosten liegt im ihr zugrunde liegenden Prinzip „Denken in Kostenänderungen“, d. h. „als relevant sind die Kosten zu bezeichnen, die von einer Entscheidung über eine bestimmte Aktion […] zusätzlich ausgelöst werden[…]“ (Ohne Hervorhebung im Original). Demgegenüber stehen die irrelevanten Kosten, „[…] die von der Entscheidung über eine Handlungsalternative unabhängig sind und deshalb in der Entscheidungsrechnung auch nicht berücksichtigt werden dürfen, […].“ (Ohne Hervorhebung im Original). Die strikte Trennung der entscheidungsrelevanten von den entscheidungsirrelevanten Kosten ist hiermit eine Grundvoraussetzung für ein zieladäquates KRS, auf dessen Grundlage sowohl strategische als auch operative Entscheidungen getroffen werden.

Desweiteren soll hier die Wichtigkeit einer zweckneutralen GR, die als Vorbereitungsrechnung dient, nochmals hervorgehoben werden, da sie sämtliche Kosten unabhängig von ihrer Relevanz erfasst und die Basis für weiterführende Rechnungen darstellt. Auch die Zurechnung der Kosten zu den Einzelkosten mithilfe des Identitätsprinzips nach RIEBEL unter-streicht den Charakter der relevanten Kosten als entscheidungsgebundene Kosten, die sich weiterhin als „[…] erwartete zukünftige, noch beeinflußbare [sic!], alternativenspezifische Kosten definieren [lassen].“ (Ohne Hervorhebung im Original).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Die Kostenrechnung als zieladäquate Informationsquelle für unternehmerische Entscheidungen: Einleitung in die Bedeutung der Kosten- und Leistungsrechnung als Instrument zur Unterstützung rationaler Entscheidungen durch Prognose und Planung.

2 Kritik an der Proportionalisierung der fixen Kosten als Motivation neuerer Überlegungen: Diskussion der methodischen Mängel konventioneller Kostenrechnungssysteme, insbesondere im Hinblick auf das Verursachungsprinzip bei der Fixkostenverteilung.

3 Die Grundrechnung als Vorbereitungsrechnung einer entscheidungsorientierten Kostenrechnung: Darstellung des Modells der zweckneutralen Grundrechnung als Basis für eine flexible und verursachungsgerechte Datenaufbereitung.

4 Die relevanten Kosten als Aktionsparameter einer zukunftsorientierten Kostenrechnung: Erläuterung der Relevanz von Kostenänderungen für Entscheidungsprozesse sowie Analyse spezifischer Kostenkategorien wie Sunk Costs und Opportunitätskosten.

5 Relative Einzelkosten- und Deckungsbeitragsrechnung nach RIEBEL als Lösungsvorschlag: Zusammenfassung der Prinzipien der Einzelkostenrechnung nach Riebel als Instrument zur Erzielung entscheidungsrelevanter Deckungsbeiträge.

6 Besondere Anforderungen an das vorgestellte Rechnungssystem in Dienstleistungsunternehmen: Analyse der Implementierungsprobleme bei immateriellen Leistungen und die notwendige Anpassung der Kostenrechnung an spezifische Branchenstrukturen.

7 RIEBELS Modell: theoretisch unübertroffen, praktisch schwer umsetzbar: Kritische Würdigung des Modells, das zwar theoretisch fundiert ist, jedoch in der Praxis aufgrund hoher Komplexität und Datenerfassungsaufwände auf Hürden stößt.

Schlüsselwörter

Entscheidungsorientierte Kostenrechnung, Grundrechnung, Relative Einzelkostenrechnung, Deckungsbeitragsrechnung, Identitätsprinzip, Fixkosten, Gemeinkosten, Relevante Kosten, Zweckneutralität, Dienstleistungsunternehmen, Nutzenfunktion, Opportunitätskosten, Entscheidungsalternative, Kostenstruktur, Unternehmensführung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Modell einer entscheidungsorientierten Kostenrechnung, basierend auf den Ansätzen von Paul Riebel, um die Schwächen klassischer Kostenrechnungssysteme bei der Unterstützung unternehmerischer Entscheidungen zu beheben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit konzentriert sich auf die Kritik an der Fixkostenproportionalisierung, den Aufbau einer zweckneutralen Grundrechnung, die Bestimmung entscheidungsrelevanter Kosten sowie die Anwendung dieser Systeme in Dienstleistungsbetrieben.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Ableitung eines geeigneten Kostenrechnungssystems, das nur die durch spezifische Entscheidungen beeinflussbaren Kosten isoliert, um fundierte Alternativenbewertungen zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird vorrangig verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturanalyse und der Anwendung des Identitätsprinzips, ergänzt durch die Erörterung praktischer Fallbeispiele in der Dienstleistungsbranche.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit dem Aufbau der zweckneutralen Grundrechnung, der Differenzierung von Kosten nach ihrer Relevanz für Entscheidungen und der praktischen Implementierung der Deckungsbeitragsrechnung nach Riebel.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Begriffe sind entscheidungsorientierte Kostenrechnung, Grundrechnung, relative Einzelkostenrechnung, Identitätsprinzip und Relevanz von Kosten.

Warum lehnt das Riebel-Modell die Proportionalisierung fixer Kosten ab?

Riebel sieht darin einen Verstoß gegen das Verursachungsprinzip, da Gemeinkosten nicht eindeutig einzelnen Produkten zugerechnet werden können, was zu einer verzerrten Informationsgrundlage für Entscheidungen führt.

Welchen Einfluss hat das Risikoverhalten auf die Entscheidungsrechnung?

Wie im Beispiel von Dillon/Nash verdeutlicht, kann die Einbeziehung einer Nutzenfunktion in den Bewertungsprozess dazu führen, dass als „irrelevant“ geltende Kosten bei risikoscheuen Entscheidern die Wahl der optimalen Strategie verändern.

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Details

Title
Die Rolle der relevanten Kosten in der entscheidungsorientierten Kostenrechnung
College
University of Trier
Grade
1,0
Author
Dennis Schwarz (Author)
Publication Year
2007
Pages
41
Catalog Number
V90283
ISBN (eBook)
9783638029193
Language
German
Tags
Rolle Kosten Kostenrechnung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dennis Schwarz (Author), 2007, Die Rolle der relevanten Kosten in der entscheidungsorientierten Kostenrechnung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/90283
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