Ziel dieser Arbeit ist es, den Aufbau, die Funktionen und Aufgaben des Landesrechnungshofs Berlin darzustellen. Zudem soll aufgezeigt werden, was die Metapher – der LRH Berlin als "Ritter ohne Schwert" – aussagt.
Die vorliegende Arbeit gliedert sich in fünf Kapitel. Im zweiten Kapitel wird der LRH in das Gesamtgefüge der Rechnungshöfe innerhalb von Deutschland eingeordnet und Kooperationspunkte zwischen den Rechnungshöfen sowohl auf nationaler als auch
auf internationaler Ebene aufgezeigt. Es schließt sich im dritten Kapitel eine Darstellung der Historie des LRH Berlin an. Zunächst werden die Anfänge des Rechnungshofs sowie dessen historische Entwicklung beschrieben.
Daran schließen sich die rechtlichen Grundlagen für den Arbeitsauftrag und das Bestehen des LRH Berlin an. Im vierten Kapitel werden sodann anhand der einzelnen Prüfungsgebiete die Strukturen des Rechnungshofs beschrieben. Im Anschluss werden im fünften Kapitel die drei zentralen Aufgaben Prüfen, Berichten und Beraten erläutert. Des Weiteren wird darauf eingegangen, wie sich die Aufgaben im Laufe der Zeit weiterentwickelt haben. Die Arbeit schließt mit einem Fazit.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung in die Thematik
2. Einordnung des Landesrechnungshofs Berlin
2.1 Überblick zu den Rechnungshöfen
2.2 Kooperation der Rechnungshöfe
3. Geschichte des Landesrechnungshofes
3.1 Ursprung
3.2 Gesetzliche Grundlagen
4. Organisationsstruktur des Landesrechnungshof
5. Aufgaben und Notwendigkeit
5.1 Prüfen
5.2 Beraten
5.3 Berichten
5.4 Wandel der Aufgaben
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, den Aufbau, die Funktionen und die Aufgaben des Landesrechnungshofs Berlin umfassend darzustellen und die Metapher des Rechnungshofs als „Ritter ohne Schwert“ kritisch zu hinterfragen.
- Historische Entwicklung und gesetzliche Grundlagen des Rechnungshofs
- Organisatorische Struktur und Einordnung im Gesamtgefüge der Finanzkontrolle
- Die drei zentralen Funktionen: Prüfen, Beraten und Berichten
- Kooperationen auf nationaler und internationaler Ebene
- Wandel des Prüfungsauftrags von der Vergangenheit- zur Zukunftsorientierung
Auszug aus dem Buch
4. Organisationsstruktur des Landesrechnungshof
„Die Organisationsstruktur bildet das vertikal und horizontal gegliederte System der Kompetenzen ab, das gemäß dem instrumentalen Organisationsbegriff als genereller Handlungsrahmen die arbeitsteilige (Arbeitsteilung) Erfüllung der permanenten Aufgaben regelt. Die Organisationstruktur ist somit ein System von Regelungen in Organisationen.“(Schewe, 2109)
In diesem System weist der LHR Berlin, sowie alle anderen Rechnungshöfe im Bundesgebiet, eine Besonderheit auf. Die Form der Vertikalität bzw. Leitungstiefe wurde aufgrund der geschichtlichen Ereignisse im 18.Jh außer Kraft gesetzt. Die Rechnungshöfe sind in einem Kollegium organisiert. Diese kollegiale Leitungsstruktur erzeugt eine flache Hierarchie, sodass alle Rechnungshöfe gleichgestellt sind. Das heißt, dass sowohl der/die PräsidentIn, der/die VizepräsidentIn und die DirektorInnen gleichberechtigt sind. (BRH, 2019)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung in die Thematik: Dieses Kapitel motiviert die Untersuchung des Landesrechnungshofs Berlin anlässlich seines 70-jährigen Bestehens und legt die Forschungsziele sowie den Aufbau der Arbeit dar.
2. Einordnung des Landesrechnungshofs Berlin: Es wird die Stellung des Rechnungshofs als unabhängiges Verfassungsorgan innerhalb der deutschen Finanzkontrolle beschrieben und die Notwendigkeit von Kooperationen erläutert.
3. Geschichte des Landesrechnungshofes: Dieses Kapitel beleuchtet die historischen Ursprünge der Rechnungskontrolle in Preußen sowie die rechtliche Konstituierung des Berliner Rechnungshofs nach dem Zweiten Weltkrieg.
4. Organisationsstruktur des Landesrechnungshof: Hier wird die kollegiale Leitungsstruktur des Rechnungshofs analysiert, die durch eine flache Hierarchie und Gleichberechtigung der Mitglieder gekennzeichnet ist.
5. Aufgaben und Notwendigkeit: Es werden die Kernaufgaben des Rechnungshofs – Prüfen, Beraten und Berichten – detailliert analysiert sowie der historische Wandel dieser Tätigkeiten aufgezeigt.
6. Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und diskutiert die Entwicklung des Rechnungshofs zu einem zukunftsorientierten Berater der Politik.
Schlüsselwörter
Landesrechnungshof Berlin, Externe Finanzkontrolle, Haushaltsrecht, Zuwendungsrecht, Wirtschaftlichkeitsprüfung, Unabhängigkeit, Kollegialorgan, Rechnungshofgesetz, Öffentliche Verwaltung, Beratung, Berichterstattung, Finanzkontrolle, Prüfungsmethodik, Haushaltsgrundsätzegesetz, Staatsgewalt.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit dem Aufbau, den gesetzlichen Funktionen und den Aufgaben des Landesrechnungshofs Berlin innerhalb des deutschen Finanzkontrollsystems.
Welche zentralen Themenfelder deckt die Untersuchung ab?
Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Entwicklung, der organisationalen Struktur als Kollegialorgan, den Prüfungsmethoden sowie der zunehmenden Bedeutung der Beratungstätigkeit gegenüber der Politik.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Darstellung der Funktionsweise des Landesrechnungshofs Berlin und die Einordnung der Metapher des „Ritters ohne Schwert“ im Kontext seiner Kontroll- und Beratungstätigkeit.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine strukturierte Analyse auf Basis von Fachliteratur, gesetzlichen Grundlagen wie der Verfassung von Berlin, dem Landesrechnungshofgesetz und einschlägigen Jahresberichten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Einordnung des Rechnungshofs, seine Historie, die Organisationsstruktur sowie eine detaillierte Analyse der Kernaufgaben Prüfen, Beraten und Berichten.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Finanzkontrolle, Unabhängigkeit, Haushaltsführung, kollegiale Leitungsstruktur und der Wandel zu einer zukunftsorientierten Prüfung.
Was unterscheidet die Prüfungstätigkeit von der Beratungstätigkeit des Rechnungshofs?
Während die Prüfungstätigkeit eher vergangenheitsbezogen ist und die Einhaltung von Vorschriften kontrolliert, dient die Beratung dazu, zukünftige Prozesse in Behörden effizienter zu gestalten.
Warum wird der Rechnungshof in der Presse oft als „Ritter ohne Schwert“ bezeichnet?
Der Begriff impliziert, dass der Rechnungshof zwar Prüfungsfeststellungen treffen und berichten kann, jedoch keine direkte Macht besitzt, finale politische Entscheidungsprozesse eigenmächtig zu verändern oder zu erzwingen.
- Quote paper
- Tim Heinrich (Author), 2018, Aufbau, Funktionen und Aufgaben des Landesrechnungshofs Berlin, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/902965