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Die indirekte Rede im Sprachvergleich - Deutsch, Französisch, Englisch, Spanisch, Altgriechisch

Title: Die indirekte Rede im Sprachvergleich - Deutsch, Französisch, Englisch, Spanisch, Altgriechisch

Bachelor Thesis , 2007 , 47 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Frank Eschmann (Author)

German Studies - Linguistics
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Meine Abschlussarbeit im Fach Germanistische Sprachwissenschaft habe ich der indirekten Rede (oratio obliqua) gewidmet. Titel der Arbeit: Die indirekte Rede im Sprachvergleich: Deutsch - Französisch - Englisch - Spanisch - Altgriechisch.

Je intensiver man sich mit der Grammatik einer Sprache beschäftigt, desto faszinierender wird sie. Schnell erkennt man beim Erlernen mehrerer Sprachen Analogien und Divergenzen zwischen ihnen und kann so jede neu dazukommende Sprache noch leichter lernen. Ein mikroskopischer Vergleich grammatischer Strukturen macht indogermanische Verwandtschaftsbeziehungen zwischen den einzelnen Sprachen besonders deutlich und zeigt auf, dass beispielsweise das Altgriechische (das klassische Attisch) mit dem Deutschen mehr gemeinsam hat, als wohl die meisten Menschen denken würden.

Meine Arbeit fördert diese Erkenntnisse anschaulich zu Tage. Doch auch die anderen untersuchten Sprachen zeigen untereinander Analogien auf, die sie vom Deutschen und Altgriechischen eindeutig unterscheiden. Macht man sich diese Analogien einmal klar, ist es ein leichtes, eine dieser für Europa und die ganze Welt so wichtigen Sprachen zu erlernen. Es ist nicht schwer, die Grammatik als Grundgerüst einer Sprache zu begreifen und dieses dann mit Wörtern zu füllen. Gleichzeitig ist es eine unerlässliche Notwendigkeit, ohne die man über ein paar Begrüßungsfloskeln nicht hinaus kommt.

Des weiteren stellt die korrekte Umsetzung der indirekten Rede ein unerlässliches Werkzeug für jeden Journalisten, Übersetzer, Historiker und Sprachwissenschaftler dar, für diejenigen also, die häufig mit fremden Quellen umgehen und aus ihnen zitieren müssen. Auch aus diesem sehr an der Praxis orientierten Grund lohnt es sich, die Regeln der oratio obliqua genau zu studieren. Lernt man eine Fremdsprache, stellt die korrekte indirekte Wiedergabe eine häufige Fehlerquelle dar.

Dies dürfte darauf zurückzuführen sein, dass sich das Deutsche hierzu eines eigenen Modus (des Konjunktivs) bedient, während die meisten anderen Sprachen auf eine indikativische Tempusform zurückgreifen.

Diese Arbeit stellt schwerpunktmäßig keinen Vergleich des Konjunktivs dar, sondern einen Vergleich der indirekten Rede, für die man eben im Deutschen zufälligerweise den Konjunktiv benutzt. Der Vergleich beschränkt sich auf die ‚reine’ oratio obliqua mit redeeinleitendem verbum dicendi.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vorbemerkungen zur indirekten Rede im Deutschen

3. Die Zeitenfolge

3.1 Die Zeitenfolge im Deutschen

3.2 Die Zeitenfolge im Französischen

3.3 Die Zeitenfolge im Spanischen

3.4 Die Zeitenfolge im Englischen

3.5 Die Zeitenfolge im Altgriechischen

4. Personen-, Orts- und Zeitangaben

4.1 Personenverschiebungen

4.2 Verschiebung von Orts- und Zeitangaben

5. Der subjonctif in der indirekten Rede

6. Der subjuntivo in der indirekten Rede

7. Der subjunctive in der indirekten Rede

8. Zusammenfassung

9. Schlussbemerkung

10. Die Füchsin und der Bock im Brunnen (Aesop)

11. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die grammatikalischen Strukturen und Regeln der indirekten Rede in fünf verschiedenen Sprachen (Deutsch, Französisch, Spanisch, Englisch und Altgriechisch), um Analogien und Unterschiede im Sprachgebrauch aufzuzeigen. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf der Zeitenfolge (Tempustransposition), den notwendigen Anpassungen bei Personen-, Orts- und Zeitangaben sowie der Verwendung von speziellen Modi wie dem Konjunktiv, Subjonctif, Subjuntivo oder Optativ.

  • Vergleichende Analyse der indirekten Rede in fünf europäischen Sprachen
  • Untersuchung der Tempusverschiebung (Time-Shift) und Modusverwendung
  • Analyse deiktischer Anpassungen (Personen-, Orts- und Zeitangaben)
  • Überprüfung der subjektiven Distanzierungsmöglichkeiten durch grammatikalische Mittel
  • Praktische Anwendung anhand einer Fabel von Aesop

Auszug aus dem Buch

3.1. Die Zeitenfolge im Deutschen

Zunächst ist folgende, im Verlauf dieser Arbeit für das Deutsche sehr wichtige Erkenntnis festzuhalten: Die Zeitform des Verbs in der indirekten Rede ist unabhängig von der Zeitform, in der das Verb des redeeinleitenden Satzes (er/sie sagt, äußert, behauptet, erklärt, versichert… etc.) steht. Die indirekte Rede steht immer in derselben Zeit wie die entsprechende direkte Rede. Der Nebensatz der indirekten Rede befindet sich also Gegenüber der Zeitstufe des übergeordneten Verbs in Gleichzeitigkeit, die Variation des Modus gibt lediglich eine unterschiedliche Modalität wieder.

Direkte Rede: „Ich habe keine Lust, meine Hausaufgaben zu machen.“ (Präsens)

Indirekte Wiedergabe: Er sagt, er habe keine Lust seine Hausaufgaben zu machen.

Er hat gesagt/sagte/hatte gesagt/wird sagen/wird gesagt haben, er habe keine Lust seine Hausaufgaben zu machen. (Zweimal Konjunktiv Präsens)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Themas und der Forschungsfrage, die sich auf den Vergleich der indirekten Rede über verschiedene Sprachgrenzen hinweg konzentriert.

2. Vorbemerkungen zur indirekten Rede im Deutschen: Definition der grundlegenden Terminologie (Sprecher, Hörer I, Berichter, Hörer II) und Erläuterung der Verwendung des Konjunktivs I und II.

3. Die Zeitenfolge: Detaillierte Untersuchung der Tempus-Transposition in Deutsch, Französisch, Spanisch, Englisch und Altgriechisch.

4. Personen-, Orts- und Zeitangaben: Analyse der notwendigen Deixis-Verschiebungen bei der Umwandlung von direkter in indirekte Rede, inklusive umfassender Vergleichstabellen.

5. Der subjonctif in der indirekten Rede: Untersuchung der Sonderrolle des Subjonctif im Französischen und seiner Abhängigkeit von bestimmten redeeinleitenden Auslösern.

6. Der subjuntivo in der indirekten Rede: Darstellung der Anwendung des Subjuntivo im Spanischen im Kontext der indirekten Rede.

7. Der subjunctive in der indirekten Rede: Erörterung der spezifischen Verwendung des Subjunctive im Englischen, insbesondere nach Verben wie 'wish' oder 'rather'.

8. Zusammenfassung: Synthese der gewonnenen Erkenntnisse und diachroner Vergleich der Entwicklung von Modus- und Personenverschiebungen.

9. Schlussbemerkung: Reflektion über die didaktische Relevanz und den Wert des Sprachvergleichs für Übersetzer und Sprachenlernende.

10. Die Füchsin und der Bock im Brunnen (Aesop): Praktische Demonstration der theoretischen Erkenntnisse anhand einer Fabel, übersetzt in alle fünf untersuchten Sprachen.

11. Bibliographie: Verzeichnis der verwendeten Sekundärliteratur und Quellen.

Schlüsselwörter

Indirekte Rede, Konjunktiv, Sprachvergleich, Tempusverschiebung, Time-Shift, Subjonctif, Subjuntivo, Optativ, Deixis, Oratio obliqua, Modusgebrauch, Grammatik, Syntax, Sprachwissenschaft, Fremdsprachenerwerb.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die grammatikalischen Regeln und Strukturen der indirekten Rede im vergleichenden Kontext zwischen dem Deutschen, Französischen, Spanischen, Englischen und Altgriechischen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Zeitenfolge (Tempus-Transposition), dem Gebrauch verschiedener Modi (wie Konjunktiv oder Optativ), der Personen- und Zeitverschiebung (Deixis) sowie der Rolle des redeeinleitenden Verbs.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der indirekten Wiedergabe von Aussagen aufzuzeigen, um Lernenden und Übersetzern bei der korrekten Anwendung dieser grammatikalischen Strukturen zu helfen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor führt einen kontrastiven Sprachvergleich durch, der auf gängigen Grammatiken der jeweiligen Sprachen und diachronen Studien (unter anderem von Otto Behaghel) basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Zeitenfolge, deiktische Anpassungen sowie eine vertiefende Betrachtung der speziellen Modi (subjonctif, subjuntivo, subjunctive) in den jeweiligen Sprachen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören indirekte Rede, Oratio obliqua, Konjunktiv, Time-Shift, Deixis und der Sprachvergleich.

Warum nimmt das Altgriechische eine Sonderstellung ein?

Das Altgriechische ist eine ausgestorbene Sprache, bei der sich wie im Deutschen ein eigener Modus (der Optativ) in der indirekten Rede findet, was sie von den modernen romanischen und englischen Systemen unterscheidet.

Was zeichnet das Deutsche bei der indirekten Wiedergabe aus?

Im Vergleich zu anderen Sprachen besitzt das Deutsche ein eigenes modales System (Konjunktiv), das dem Berichter erlaubt, sich deutlicher vom Gesagten zu distanzieren oder die neutrale Wiedergabe zu betonen.

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Details

Title
Die indirekte Rede im Sprachvergleich - Deutsch, Französisch, Englisch, Spanisch, Altgriechisch
College
University of Paderborn  (Fakultät für Kulturwissenschaften)
Grade
1,0
Author
Frank Eschmann (Author)
Publication Year
2007
Pages
47
Catalog Number
V90311
ISBN (eBook)
9783638042604
ISBN (Book)
9783638940207
Language
German
Tags
Rede Sprachvergleich Deutsch Französisch Englisch Spanisch Altgriechisch
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Frank Eschmann (Author), 2007, Die indirekte Rede im Sprachvergleich - Deutsch, Französisch, Englisch, Spanisch, Altgriechisch, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/90311
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