Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Die Bedeutung des Wohnumfeldes für Menschen in benachteiligten Quartieren

Inwieweit beeinflusst das Wohnmilieu die alltägliche Lebensbewältigung von Menschen in benachteiligten Wohngegenden und was kann Gemeinwesenarbeit leisten?

Titel: Die Bedeutung des Wohnumfeldes für Menschen in benachteiligten Quartieren

Hausarbeit , 2007 , 16 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Sarah Henkel (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Wohnumfeld allgemein bezeichnet die „Gesamtheit aller Komponenten, die den Rahmen und Hintergrund individuellen und sozialen Handelns der Einwohner eines Viertels bilden: bauliche und institutionelle Komponenten in unterschiedlichen Kombinationen und Konstellationen ebenso wie Menschen und Menschengruppen, deren Leben sich im Koordinatensystem dieser baulichen und institutionellen Gegebenheit entfaltet, sowie das spezifische soziale Gefüge, das diesen Raum erfüllt und zu einem ‚sozialen Raum’ macht“ (Bertels 1987, S.10). Mit anderen Worten: Das Wohnumfeld muss für uns wichtige Alltags-Funktionen erfüllen, wie zum Beispiel Wohn-, Konsum- und Freizeitmöglichkeiten, aber auch Arbeit, Kommunikation, Gesundheit und Verkehr. Und diese Funktionen werden in den verschiedenen Wohnvierteln auch unterschiedlich gut miteinander verknüpft. Mein Fokus liegt hier bei den benachteiligten Wohnvierteln und deren Probleme auf diversen Ebenen, sowie auf den Möglichkeiten, die die Gemeinwesenarbeit (GWA) hat.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Leben in benachteiligten Wohnvierteln

2.1 Leben ohne Arbeit?

2.2 Leben ohne Aktionsraum?

2.3 Leben ohne Nachbarschaftsbeziehungen?

3 Sozialer Austausch in benachteiligten Wohnvierteln

3.1 Primäres soziales Netzwerk

3.2 Sekundäre soziale Netzwerke

4 Gemeinwesenarbeit in benachteiligten Wohnvierteln

4.1 Aktivierung der Bewohner

4.2 Partizipation der Bewohner am Gesellschaftsprozess

4.3 Quartiermanagement und Soziale Stadt

5 Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss des Wohnmilieus auf die alltägliche Lebensbewältigung von Menschen in benachteiligten Quartieren und analysiert, welche unterstützenden Potenziale die Gemeinwesenarbeit in diesem Kontext bieten kann.

  • Strukturelle Rahmenbedingungen in benachteiligten Wohngebieten
  • Bedeutung informeller und formeller sozialer Netzwerke
  • Möglichkeiten und Grenzen der Aktivierung und Partizipation von Bewohnern
  • Ansätze des Quartiermanagements und des Programms "Soziale Stadt"
  • Zusammenhang zwischen Wohnumfeld und sozialer Ausgrenzung

Auszug aus dem Buch

2.1 Leben ohne Arbeit?

Aufgrund der gegenwärtig schlechten Konjunktur in Deutschland und der anhaltenden Trennung von Arbeiten und Wohnen in verschiedene Stadtviertel, sowie den damit verbundenen Flexibilitäts- und Mobilitätsanforderungen, scheint dem Quartier im Bezug auf Arbeit und Arbeitslosigkeit kaum Bedeutung zuzukommen. Dennoch ist die wohnungsnahe Arbeit für einige Bewohnergruppen, zum Beispiel Mütter mit kleinen Kindern oder stundenweise Beschäftigte, von großer Bedeutung. Längere Wegstrecken zur Arbeit würden sich durch hohe Fahrtkosten und den zeitlichen Aufwand nicht rentieren. Das Angebot von Gelegenheitsjobs und Aushilfsarbeiten ist in besonderem Maße für benachteiligte Bewohner bedeutend, da sie eher über geringe Zugangsmöglichkeiten zum Arbeitsmarkt verfügen (vgl. Herlyn/Lakemann/Lettko 1991, S. 185).

Arbeitslosigkeit ist gerade in benachteiligten Wohngebieten ein großes Problem. Das Einkommen ist außerordentlich gering und setzt sich nur aus Transferzahlungen zusammen. Herlyn, Lakemann und Lettko interviewten benachteiligte (Langzeit-) Arbeitslose in großstädtischen Quartieren und fanden heraus, dass sich die prekäre Lage mit zunehmender Dauer der Erwerbslosigkeit zuspitzt. Die Probleme werden schwerwiegender und Schulden wachsen den Betroffenen über den Kopf. Auch die Kinder leiden unter der elterlichen Armut. Kostspielige Freizeitgestaltungen oder eine musisch-künstlerische Ausbildung bleiben den Kindern und Jugendlichen verwehrt. Wie unzählige empirische Studien schon aufgezeigt haben, verstärkt die negative ökonomische Lage Arbeitsloser weitere Probleme. So entstehen aufgrund der meist langjährigen unfreiwilligen Abstinenz vom Arbeitsmarkt, der erfolglosen Suche nach einem Arbeitsplatz und anderen Hemmnissen, psychische und physische Krankheiten, Suchtprobleme u. ä. (vgl. Herlyn/Lakemann/Lettko 1991, S. 192f).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung definiert das Wohnumfeld als Rahmen sozialen Handelns und skizziert den Fokus auf die Problemlagen in benachteiligten Wohnvierteln sowie die Rolle der Gemeinwesenarbeit.

2 Leben in benachteiligten Wohnvierteln: Hier werden Merkmale von Problemgebieten beschrieben, wie ökonomische Benachteiligung, Mangel an Aktionsräumen und die Auswirkungen auf die soziale Integration.

3 Sozialer Austausch in benachteiligten Wohnvierteln: Dieses Kapitel differenziert zwischen primären, informellen Netzwerken und sekundären, formellen Unterstützungsstrukturen und deren Bedeutung für die Bewohner.

4 Gemeinwesenarbeit in benachteiligten Wohnvierteln: Der Abschnitt erläutert Konzepte zur Bewohneraktivierung, Partizipation und die Rolle des Quartiermanagements innerhalb des Programms "Soziale Stadt".

5 Schlussbemerkungen: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Reflexion über die täglichen Einschränkungen in benachteiligten Wohnlagen und die Handlungsnotwendigkeit durch soziale Arbeit.

Schlüsselwörter

Wohnumfeld, Benachteiligte Quartiere, Gemeinwesenarbeit, Soziale Stadt, Quartiermanagement, Soziale Ausgrenzung, Armut, Arbeitslosigkeit, Soziale Netzwerke, Partizipation, Empowerment, Bewohneraktivierung, Infrastruktur, Stadtentwicklung, Soziale Integration

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Lebenssituation von Menschen in sozial benachteiligten Wohngebieten und untersucht, wie das Wohnumfeld deren Alltag beeinflusst.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die Auswirkungen von Arbeitslosigkeit, mangelnder Mobilität, fehlender Nachbarschaftskontakte sowie Ansätze zur Verbesserung durch Gemeinwesenarbeit.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu analysieren, wie das Wohnmilieu die Lebensbewältigung einschränkt und welche Möglichkeiten die Gemeinwesenarbeit hat, um diese Lebenssituation aktiv zu verbessern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse und den Rückgriff auf einschlägige empirische Studien und Konzepte der Stadtteilentwicklung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Problemlagen (Leben in benachteiligten Vierteln), die Untersuchung sozialer Austauschprozesse und die Darstellung strategischer Handlungsansätze (Gemeinwesenarbeit, Quartiermanagement).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind unter anderem Wohnumfeld, Gemeinwesenarbeit, benachteiligte Quartiere, soziale Netzwerke und Soziale Stadt.

Wie unterscheidet die Autorin zwischen primären und sekundären Netzwerken?

Primäre Netzwerke bestehen aus informellen Kontakten wie Nachbarn oder Familie, während sekundäre Netzwerke formelle Hilfsstrukturen zwischen Profis und Klienten darstellen.

Warum wird im Dokument kritisch über den "Kundenbegriff" in der Beteiligung gesprochen?

Die Autorin argumentiert, dass der Kundenbegriff den Menschen auf ein passives Konsumverhalten reduziert, anstatt ihn zum eigenverantwortlichen Engagement als Bürger zu motivieren.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Bedeutung des Wohnumfeldes für Menschen in benachteiligten Quartieren
Untertitel
Inwieweit beeinflusst das Wohnmilieu die alltägliche Lebensbewältigung von Menschen in benachteiligten Wohngegenden und was kann Gemeinwesenarbeit leisten?
Hochschule
Ernst-Abbe-Hochschule Jena, ehem. Fachhochschule Jena
Note
1,3
Autor
Sarah Henkel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
16
Katalognummer
V90328
ISBN (eBook)
9783638044998
ISBN (Buch)
9783638941204
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bedeutung Wohnumfeldes Menschen Quartieren
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sarah Henkel (Autor:in), 2007, Die Bedeutung des Wohnumfeldes für Menschen in benachteiligten Quartieren, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/90328
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  16  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum