Open-Source-Software


Hausarbeit, 2002
25 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Begriffserklärungen

1. Einleitung

2. Definition der Open-Source-Software

3. Entstehungsgeschichte der Open-Source-Software

4. GNU/Linux als Beispiel für Open-Source-Software

5. Für und Wider von Open-Source-Software
1) Vorteile und Nachteile bei der Anwendung
2) Sicherheit
3) Modularität, Kompatibilität, Heterogenität
4) Benutzerfreundlichkeit
5) Service und Support
6) Kosten

6. Anwendung der Open-Source-Software in der öffentlichen Verwaltung

7. Geschäftsmodelle mit Open-Source-Software

8. Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Begriffserklärungen

Hier werden nur einige grundlegende fachliche Begriffe erklärt. Weitere informations- und kommunikationstechnische Fachausdrücke verdeutliche ich direkt auf derselben Seite ihres Auftretens in der Fußnote, um das Zurückblättern zu ersparen.

Distribution

Distributionen sind Sammlungen von Softwarepaketen.

Non-Disclosure-Agreement

Ein Non-Disclosure-Agreement (NDA) verbietet die Weitergabe von Internas an Dritte. Zum Beispiel dürfen Programmierer, die Treiber für ein bestimmtes Gerät einer Firma entwickeln, keine Informationen über Schnittstellen oder Protokolle des Gerätes weitergeben.

Patch-Dateien

Patch-Dateien sind Dateien, die Hinweise zu Änderungen an anderen Dateien enthalten. Sie enthalten nur diejenigen Teile einer Datei, die wirklich geändert werden müssen, sodass nicht die gesamte Datei neu übertragen werden muss.

Proprietäre Software

Proprietäre Software ist das Gegenteil von Open-Source-Software und bedeutet in diesem Zusammenhang herstellereigen. Im wörtlichen Sinn wäre das Gegenteil von Open-Source-Software eigentlich „Closed-Source-Software“, aber dieser Begriff hat sich nicht durchgesetzt. Stattdessen werden, je nach Kontext, drei verschiedene Begriffe konventionelle (herkömmliche), kommerzielle (im Sinne der Free Software Foundation) und proprietäre Software verwendet, wobei letzterer der präziseste ist.

UNIX

UNIX ist ein System, das einer Gruppe von Betriebssystemen zugrunde liegt. UNIX-Rechner ermöglichen es, dass mehrere Benutzer gleichzeitig auf einem Rechner arbeiten können. Unterschiedliche Nutzer haben unterschiedliche Rechte.

1. Einleitung

Der Begriff „Open Source“ ist noch recht neu, die dahinterstehende Idee entstand jedoch nahezu mit Beginn der Softwareentwicklung. Oft wird Open Source mit „free software“ in Zusammenhang gebracht, wobei sofort deren kostenlose Nutzung assoziiert wird. Treffender lässt sich das Wort „free“ aber mit „frei“ im Sinne der „Freiheit des Geistes und der Wissenschaft“ übersetzen, worin sich die Entwicklungsdynamik, das hohe Qualitätsniveau und die Bedeutung freier Software für die Computerindustrie widerspiegeln. Auf dieser Freiheit basiert der „evolutionäre Charakter1 von Open-Source-Software, den aufgrund der Offenlegung des Quellcodes die Prüfung, rapide und stetige Verbesserung, Weiterentwicklung sowie Kontrolle der Softwarequalität durch den kundigen Anwender auszeichnet. In ihr findet sich der Hauptunterschied zum traditionellen Modell der Softwareentwicklung. Der Begriff Open Source wurde geprägt, um einen gemeinsamen Namen für die Lizenzen benutzen zu können, die Freiheit im Sinne der Wissenschaft verkörpern. „Frei“ wurde durch „open“ ersetzt, um zu erreichen, dass nicht mehr „kostenlos“, sondern „offen für alles“ mit dem Begriff verbunden wird. Als „source“ wird ein vom Programmierer geschriebener, menschenlesbarer Programmtext bezeichnet. Unter „Software“ wird alles zusammengefasst, was auf einem Computer ausgeführt wird: sowohl Sources als auch das fertige, nur auf einer Architektur ausführbare Programm (Binary). Letzteres ist die häufigste Distributionsweise2 von Software. Diese Form lässt jedoch keine Veränderungen an einem Programm oder die Portierung auf andere Hardwareplattformen zu. Das erfordert die Entwicklung freier Software durch die Verteilung des Sourcecodes.

Der Einsatz von Open-Source-Software wird heute nicht mehr nur in Fachzirkeln, sondern auch in der breiten Öffentlichkeit diskutiert. Weltweit wird sie bereits von vielen Menschen genutzt. Große Hardwarehersteller rüsten ihre Rechner zunehmend mit Open-Source-Software aus und auch in mittelständischen Unternehmen sowie der öffentlichen Verwaltung finden sich zunehmend Beispiele für ihre Nutzung. Sie läuft mit ihrem frei zugänglichen Quellcode in der Regel verlässlich, stabil und sicher, denn, „anders als bei gewinnorientiert arbeitenden Softwareunternehmen die ihre Produkte auf den Markt bringen, wenn Strategen gute Chancen für den Verkaufserfolg ausgerechnet haben, wird bei Open-Source-Software üblicherweise erst dann ein Stable Release (stabile Version) herausgegeben, wenn das Programm ausgiebig getestet und von den Entwicklern als stabil betrachtet wird“3. Des weiteren ist die Verwendung der Open-Source-Software durch den Wegfall der Lizenzgebühren sowie aufgrund der entgeltfreien Downloadmöglichkeit aus dem Internet recht kostengünstig. Die Weiterentwicklung der Open-Source-Software wird durch das Internet technisch ideal unterstützt. „Es bildet eine weltweite Plattform zum Austausch sowohl der Software selbst als auch von Informationen über die Software (Dokumentation, Anwendungsbeispiele)“4. Für die Softwareentwickler dient es ebenfalls als „globales Diskussionsforum5, welches sie über Usenet Newsgroups, E-Mail und speziellen Websites zum Informations- und Wissenstransfer nutzen.

Das Spektrum der Unternehmen, die Open-Source-Software bereits professionell nutzen ist breit und „reicht von Daimler Chrysler, IKEA, Sixt, NASA, Sony, Boeing, bis hin zum Zentralverband des Deutschen Handwerks, der Königin von England und dem Weltkirchenrat“6. Auch werden bereits Rechner mit vorinstalliertem Open-Source-Betriebssystem (meist Linux) bei den Unternehmen IBM, Hewlett-Packard, Siemens Fujitsu Computers oder Compaq angeboten.

Die Entwickler von Open-Source-Software stellen ihre Ergebnisse der ganzen Welt frei zur Verfügung, tauschen sie untereinander aus und überprüfen sie gegenseitig. Oft sind die Nutzer der Software sind zugleich auch deren Mitentwickler. Durch ihren Zugang zum Quellcode, beheben sie die von ihnen entdeckten Fehler in der Software selber und schicken den korrigierten Quellcode an den Entwickler des Programms zurück, ohne sich lediglich auf die Fehlerentdeckung und –beschreibung zu beschränken und die Fehlerbehebung dem Entwickler zu überlassen. Die oben angesprochene rapide und stetige Verbesserung der Softwarequalität ist die Folge dieses „Basar-Modells“7. Open-Source-Software wird von ihren Entwicklern als Gemeingut betrachtet, „ als eine Infrastruktur der Informationsgesellschaft, auf die der Wettbewerb aufsetzen soll“8.

2. Definition der Open-Source-Software

Open-Source-Software unterliegt, wie auch proprietäre9 Software, immer einer Lizenz, die ihre Nutzungsbedingungen regelt. Eine Open-Source-Lizenz hat insgesamt neun Kriterien10 zu erfüllen:

1. Freie Weiterverbreitung der Software ohne Erhebung von Lizenzgebühren

Jeder darf Open-Source-Software nutzen und beliebig weiterverteilen. Es dürfen keine Lizenzgebühren oder andersartige Beiträge verlangt werden. Dadurch soll verhindert werden, dass der Langzeitnutzen zugunsten kommerzieller Zwecke beeinträchtigt wird.
2. Freie Verfügbarkeit des Quellcodes
Das Software-Paket muss den Quellcode enthalten oder ausdrücklich angeben, an welcher frei zugänglichen Stelle dieser zu erhalten ist. Der Zugriff auf einen verständlichen Quellcode ist notwendig, da Programme nicht ohne Veränderungen weiterentwickelt werden können. Die Verfügbarkeit des Quellcodes ermöglicht es den Programmierern, Fehler in der Software zu untersuchen und sofort zu beheben (? schnelle Verbesserung der Qualität), die Software um neue Funktionalität zu erweitern (? Wachstum des Nutzens und der Einsatzgebiete der Software) und sie entsprechend den eigenen Bedürfnissen bzw. den Bedürfnissen des Auftraggebers, anzupassen (? Verbesserung der Anpassungsfähigkeit der Software an verschiedene Umgebungen).
3. Verbreitung aller auf der Software basierenden Werke zu den gleichen Lizenzbedingungen

Die Lizenz muss die Veränderung des Programms, auf dem Programm basierende Werke sowie deren Verbreitung unter den gleichen Lizenzbedingungen gestatten. Um eine schnelle Entwicklung zu erreichen, muss es möglich sein, mit der Software zu experimentieren und Veränderungen weiterzuverbreiten.

[...]


1 http://www.thinkopen.de/open/opensource.html,

2 siehe Begriffserklärung Seite II

3 http://www.bmwi.de/textonly/Homepage/download/infogesellschaft/Open-Source-Software.pdf ,

Seiten 6 und 7,

4 http://www.thinkopen.de/open/opensource.html,

5 http://www.thinkopen.de/open/opensource.html,

6 http://www.bmwi.de/textonly/Homepage/download/infogesellschaft/Open-Source-Software.pdf ,

Seite 6,

7 http://www.thinkopen.de/open/opensource.html,

8 http://www.bmwi.de, Seite 7,

9 siehe Begriffserklärung Seite II

10 diese Kriterien entnahm ich den Quellen: http://www.thinkopen.de/open/opensource.html, besucht am 21.11.2001, http://www.oreilly.de/german/freebooks/os_tb/os_tb_1.htm, besucht am 21.11.2001 sowie http://www.bmwi.de/textonly/Homepage/download/infogesellschaft/Open-Source-Software.pdf, Seite 8, besucht am 22.11.2001

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten

Details

Titel
Open-Source-Software
Hochschule
Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin  (Öffentliches Dienstleistungs-Management)
Veranstaltung
Informations- und Kommunikationstechnik
Note
2,0
Autor
Jahr
2002
Seiten
25
Katalognummer
V9033
ISBN (eBook)
9783638158459
Dateigröße
725 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Open-Source-Software, Informations-, Kommunikationstechnik
Arbeit zitieren
Franziska Lenz (Autor), 2002, Open-Source-Software, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9033

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Open-Source-Software


Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden