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Das Konzept des Narzissmus bei der Freudschen Abhandlung “Zur Einführung des Narzissmus“

Title: Das Konzept des Narzissmus bei der Freudschen Abhandlung “Zur Einführung des Narzissmus“

Essay , 2007 , 15 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Borislava Dosheva (Author)

Psychology - Personality Psychology
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Der Begriff der Narzissmus hat einen sehr breiten und unterschiedlichen definitorischer Ausgangspunkt.
Willy Baranger weist darauf hin, dass der Begriff des Narzissmus eines der problematischsten und unklarsten Definitionen der psychoanalytischen Theorien ist. Er unterteilt die unterschiedlichsten Bedeutungen von Narzissmus in drei Hauptgruppen ein. “Die erste Gruppe bezieht sich im wesentlich auf den Narzissmus als eine Form der Triebschicksale. Die zweite Gruppe akzentuiert das Objekt in den narzisstischen Stadien, und die Probleme des Narzissmus fallen mit jenen der Identifizierung in ihrer introjektiven Form zusammen. Die letzte Gruppe besteht aus Erweiterungen des Begriffs zur Bezeichnung von Einstellungen, Gefühlen und charakteristischen Zügen, die die Bewertung, Entwertung und Überbewertung eines Aspekts der Person andeuten.“
Jede Begriffsgeschichte des Narzissmus beginnt entweder mit den psychoanalytischen Vorläufern Freuds, Sadger und Rank, oder mit den nicht-analytischen Erfindern des Narzissmus, Paul Näcke und Henry Ellis . Freud erinnert uns daran, dass die beiden Erfindern des Begriffs ihn benutzt haben, um auf das Verhältnis von Menschen zum eigenen Körper hinzuweisen, welche mit ihm in einer Weise umgehen, wie andere Menschen mit dem Körper ihres sexuellen Partners verkehren.
In Anlehnung an die Sage von Narcissus, der sich in sein Spiegelbild verliebt, als Strafe dafür, dass er Echo verschmähte, ist Narzissmus mit der Liebe, die man dem Bild von sich selbst entgegenbringt, zu verstehen.
Ganz allgemein bezeichnet Narzissmus die Konzentrierung des seelischen Interesses auf das Selbst. Viele Untersuchungen innerhalb der psychoanalytischen Theorie drehen sich um das Narzissmuskonzept und analysieren die Behandlung des pathologischen Narzissmus.
Die folgende Arbeit hat zum Ziel der Begriff der Narzissmus in Bezug auf Freuds Verständnis der narzisstischen Thematik vorzustellen und versucht den Narzissmus aus seiner Abhandlung Zur Einführung des Narzissmus zu erfassen.
Freud hat sich des Begriffes Narzissmus bereits vor dieser besonderen Schrift bedient. Aber erst in Zur Einführung des Narzissmus führt er den Begriff in die psychoanalytische Theorie insgesamt ein und reflektiert seine besondere Bedeutung für die Psychoanalyse. Diese Abhandlung kündigt die Strukturtheorie und die Theorie der Objektbeziehungen an sowie die Bedeutung des Selbstkonzepts im Gegensatz zum Ich und die anderen späteren Entwicklungen Freuds Theorie.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Definitorische Grundlagen des Narzissmus

1.2 Historischer Kontext und Begriffsentstehung

1.3 Zielsetzung und theoretischer Rahmen der Arbeit

2. Analyse der Freudschen Abhandlung "Zur Einführung des Narzissmus"

2.1 Bedeutung und theoretische Relevanz

2.2 Konzepte von Ichlibido und Objektlibido

2.3 Primärer und sekundärer Narzissmus

2.4 Schlaf, Hypochondrie und Schizophrenie als Beispiele

2.5 Formen der Objektwahl

2.6 Das Ich-Ideal und die Instanz der Selbstbeobachtung

3. Diskussion und Reflexion

3.1 Kritik an der Trieblehre und Konzeption des Ichs

3.2 Zusammenfassung der Kernpunkte und Wirkung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, das Konzept des Narzissmus basierend auf Sigmund Freuds Werk "Zur Einführung des Narzissmus" umfassend darzustellen und dessen Bedeutung für die psychoanalytische Theoriebildung kritisch zu reflektieren.

  • Analyse des primären und sekundären Narzissmus
  • Differenzierung zwischen Ichlibido und Objektlibido
  • Untersuchung der Mechanismen der Objektwahl bei Mann und Frau
  • Bedeutung des Ich-Ideals für die psychische Struktur
  • Kritische Auseinandersetzung mit Freuds Trieblehre und dem Selbstgefühl

Auszug aus dem Buch

Zur Einführung des Narzissmus

Zur Einführung des Narzissmus ist ein dicht gehäufter hochtheoretischer Aufsatz, reich an äußerst nah aufeinander folgenden Einfällen, welche wegen seiner Dichte hohe Ansprüche an den Lesern stellt. Sogar die Diskussion über ausstehenden Fragen bringt mit sich viele begriffliche Schwierigkeiten. Man muss berücksichtigen, dass hier bereits die Anlage für den Dreistufenmodell der Psyche enthält. Es sind das Ich und die innere Instanz der Selbstbeobachtung, der Vorläufer des späteren Konzeptes des Über- Ichs zu erkennen sowie die Beziehungen, die diese Instanzen zueinander und zur Außenwelt haben.

Wie Daniel Strassberg in seiner Ausführung zur Freuds Zur Einführung in den Narzissmus erklärt, sind es zwei Gründe, die Freud zur Erfassung seiner “Einführung“ veranlasst. Einerseits ist seine Abhandlung eine Sammlung von Themen, die ihn seit einiger Zeit beschäftigen und Auseinandersetzung mit der Psychose, welches vermehrte Interesse bei den Psychoanalytikern in der damaligen Zeit hervorruft. Anderseits macht Freud damit eine theoretische Abrechnung mit Jung und Adler, welche in großer Abweichung und Gegensatz zu Freuds Denken waren. Diese Faktoren trugen zweifellos zu Form und Inhalt seiner Abhandlung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die terminologische Vieldeutigkeit des Narzissmus-Begriffs ein und verortet ihn historisch sowie theoretisch innerhalb der Psychoanalyse.

2. Analyse der Freudschen Abhandlung "Zur Einführung des Narzissmus": Dieser Hauptteil expliziert Freuds theoretische Ausführungen, insbesondere die Differenzierung der Libidoformen, die Entwicklung des Ich-Ideals und die psychologischen Mechanismen bei verschiedenen Störungsbildern.

3. Diskussion und Reflexion: Der abschließende Teil bewertet die Freudsche Arbeit kritisch hinsichtlich ihrer Konsistenz und ihrer bleibenden Bedeutung für die moderne psychoanalytische Praxis.

Schlüsselwörter

Narzissmus, Freud, Ichlibido, Objektlibido, primärer Narzissmus, sekundärer Narzissmus, Ich-Ideal, Objektwahl, Trieblehre, Selbstgefühl, Psychoanalyse, Selbstbeobachtung, Psychose, Libidotheorie, Triebtheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Narzissmus-Konzept auf Basis von Sigmund Freuds grundlegender Schrift „Zur Einführung des Narzissmus“ von 1914.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentral sind die Abgrenzung zwischen Ich- und Objektbesetzung, die Rolle des Narzissmus in der kindlichen Entwicklung und die Entstehung des Ich-Ideals.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, Freuds komplexe Überlegungen zu strukturieren und seine theoretischen Neuerungen für ein besseres Verständnis narzisstischer Dynamiken aufzuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse und hermeneutische Interpretation der Freudschen Originalschriften sowie relevanter psychoanalytischer Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der libidinösen Entwicklung, den Unterschieden in der Objektwahl, der Bedeutung des Schlafs und der Psychopathologie für das Narzissmus-Verständnis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Narzissmus, Libidotheorie, Ich-Ideal, Objektliebe, Selbsterhaltungstrieb und die Differenzierung von Ich- und Sexualtrieben.

Wie unterscheidet Freud zwischen dem primären und dem sekundären Narzissmus?

Der primäre Narzissmus ist ein ursprünglicher Zustand der Selbstbesetzung beim Kind, während der sekundäre Narzissmus durch das Zurückziehen der Libido von Objekten auf das Ich entsteht.

Warum spielt das Ich-Ideal eine so wichtige Rolle in der Arbeit?

Das Ich-Ideal fungiert als neue Instanz, auf die die ursprüngliche Selbstliebe verschoben wird, was eine entscheidende Entwicklung für die Selbstregulation und das Gewissen darstellt.

Welche Rolle spielt die Unterscheidung der Objektwahl bei Männern und Frauen?

Freud argumentiert, dass Männer eher zur Objektliebe nach dem Anlehnungstypus neigen, während Frauen im Rahmen der Pubertät eine Tendenz zum narzisstischen Typus der Objektwahl zeigen.

Warum gilt das Werk als widersprüchlich?

Die Arbeit reflektiert Freuds Ringen um eine konsistente Trieblehre, wobei er sich teils auf spekulative Annahmen stützt, die aus heutiger Sicht teils anfechtbar sind.

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Details

Title
Das Konzept des Narzissmus bei der Freudschen Abhandlung “Zur Einführung des Narzissmus“
College
University of Frankfurt (Main)  (Psychoanalyse)
Course
Zur Psychoanalyse einer narzisstischen Emotion
Grade
2,3
Author
Borislava Dosheva (Author)
Publication Year
2007
Pages
15
Catalog Number
V90334
ISBN (eBook)
9783638045025
ISBN (Book)
9783640319862
Language
German
Tags
Konzept Narzissmus Freudschen Abhandlung Einführung Narzissmus“ Psychoanalyse Emotion
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Borislava Dosheva (Author), 2007, Das Konzept des Narzissmus bei der Freudschen Abhandlung “Zur Einführung des Narzissmus“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/90334
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