Diese Arbeit beschäftigt sich mit Ansätzen zur Steigerung der Arbeitermotivation. Dafür wird zu Beginn der Begriff Motivation definiert und anhand von Forschung und Recherche auf den Grund gegangen. Dabei stellen sich die Fragen: Was bewegt Mitarbeiter zur motivierten Arbeitsleistung? Was bewirkt ein guter Teamzusammenhalt? Warum sind Vorbilder wichtig für die eigene Motivation? Welche Rolle spielen Bedürfnisse, Werte und Motive? Warum ist es wichtig Demotivation zu vermeiden? All diese Fragen werden in den folgenden Kapiteln genauer erläutert.
Zwei Inhaltstheorien zum Thema Mitarbeitermotivation werden ebenfalls vorgestellt, der Hauptaugenmerk liegt hierbei auf der Bedürfnistheorie von Abraham Maslow sowie der Zwei Faktoren Theorie von Herzberg, da sich mit diesen Inhaltstheorien die Faktoren ermitteln lassen, die die Entstehung von Arbeitszufriedenheit beeinflussen. Auf die Prozesstheorien wird in dieser Facharbeit nicht eingegangen, da diese nicht bedürfnisstrukturiert sind, sondern eher prozessstrukturiert.
Was für Anreize materiell/immateriell fördern tatsächlich die Arbeitsleistung. Hier gibt das Job-Characteristics-Model von Hackman und Oldham Aufschluss über die Anreize, die Menschen motivieren.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1.1 Vorstellung des Autors und des Betriebs
1.1.2 Themenbegründung und Zielsetzung
2. Definition Motivation
2.1.1 Extrinsische Motivation
2.1.2 Intrinsische Motivation
3. Begriffserklärung Bedürfnis / Motiv / Werte
4. Inhaltstheorie der Motivation
5. Die Bedürfnispyramide nach Maslow
5.1.1 Grafik Bedürfnispyramide
5.1.2 Kritik an der Bedürfnispyramide nach Maslow
5.1.3 Tipps für die Mitarbeitermotivation
6. Herzberg Zwei Faktoren Theorie
6.1.1 Hygienefaktoren
6.1.2 Motivatoren
6.1.3 Kritik an der Herzberg Zwei – Faktoren – Theorie
7. Teamarbeit
7.1.1 Merkmale erfolgreicher Teamarbeit
7.1.2 Teams, die Mitarbeiter motivieren
7.1.3 Soziale Normen
7.1.4 Motivation durch Zusammenhalt im Team
7.1.5 Motivation durch Vorbilder
8. Anreiztheorien Hackman und Oldham
8.1.1 Grafik Job Characteristic Model
9. Anreizsysteme
9.1.1 materielle Anreizsysteme
9.1.2 immaterielle Anreizsysteme
9.1.3 Warum Geld nicht motiviert
10. Demotivation vermeiden
11. Mitarbeiterbefragung
11.1.1 Auswertung Mitarbeiterbefragung
12. Ansätze zur Steigerung der Gesamtzufriedenheit
12.1.1 Ziele des Unternehmens
12.1.2 interne Kommunikation / Teamzusammenhalt
12.1.3 Möglichkeit eigene Ideen einzubringen
12.1.4 Feedback
13. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Faktoren, die zur Steigerung der Mitarbeitermotivation in der außerklinischen Intensivpflege beitragen. Basierend auf einer eigenen Mitarbeiterbefragung wird der Ist-Zustand analysiert, um daraus konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Gesamtzufriedenheit und zur Vermeidung von Demotivation abzuleiten.
- Grundlagen der Motivation (intrinsisch vs. extrinsisch)
- Psychologische Motivationstheorien (Maslow, Herzberg, Hackman/Oldham)
- Bedeutung von Teamarbeit, sozialen Normen und Vorbildern
- Analyse und Auswertung einer betriebsinternen Mitarbeiterbefragung
- Entwicklung eines Maßnahmenkatalogs zur Steigerung der Arbeitszufriedenheit
Auszug aus dem Buch
8. Anreiztheorie nach Hackman und Oldham
Ist es möglich, dass Mitarbeiter ihrer Arbeit nicht nur des Geldes wegen nachgehen, sondern weil sich die Arbeit, die sie ausüben, gut anfühlt? Darum geht es bei der Arbeitsgestaltung. Für manche Menschen ist es schwer vorstellbar: Arbeit ist nicht nur ein Mittel zum Zweck (beispielsweise Gehalt), sondern Arbeit kann auch selbst ein Zweck sein, wenn sie richtig gestaltet ist. Wie das geht, zeigt das Job-Characteristics-Model, das ursprünglich Hackman und Oldham vorgestellt haben (Hackman und Oldham, 1975) und das stetig weiterentwickelt wurde. Es beantwortet zentrale Fragen der Arbeitsgestaltung. Wie wird die Arbeit für Mitarbeiter motivierend gestaltet? Was sorgt für Motivation bei der Arbeit, die aus den Aufgaben selbst entspringt? Welche Merkmale machen eine Arbeitsaufgabe möglichst motivierend?
Hackman und Oldham versuchen in ihrem sozialpsychologisch orientierten Verfahren das intrinsische Motivationspotenzial von Arbeitsaufgaben unter Berücksichtigung von Tätigkeitsmerkmalen sowie psychischen Prozessen zu spezifizieren. Eine hohe Arbeitsmotivation kann nur dann entstehen, wenn eine Arbeitsaufgabe folgende Merkmale beinhaltet:
Anforderungsvielfalt, das heißt, je mehr verschiedene Kompetenzen vom Mitarbeiter zur Erledigung einer Aufgabe aktiviert werden, desto reizvoller ist die Bewältigung dieser Aufgabe.
Ganzheitlichkeit bedeutet, dass mit der Komplexität einer Aufgabe die Motivation wächst, diese zu erfüllen. Dies begründet sich dadurch, dass der Mitarbeiter an der Entstehung eines Gesamtproduktes beteiligt ist und dies als eigenen Erfolg bewerten kann.
Bedeutsamkeit beinhaltet, dass eine Aufgabe, die das Wohl unserer Kunden oder Mitarbeiter verbessert, zu einer höheren Motivation in ihrer Erfüllung beiträgt. Sowie der Autonomie, die Möglichkeit, eigene Ideen in die Arbeit mit einzubringen, erhöht sowohl Kreativität und Selbstbewusstsein als auch die Motivation des Mitarbeiters. Der letzte Punkt beschäftigt sich mit den Rückmeldungen. Ein Feedback durch die Führungskraft über das bisherige Gelingen der Arbeitsaufgabe erhöht das Selbstwertgefühl des Mitarbeiters.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Stellt das Problem des Pflegenotstands und der Fluktuation dar und begründet die Notwendigkeit, Mitarbeitermotivation durch strukturierte Ansätze zu fördern.
2. Definition Motivation: Unterscheidet zwischen extrinsischer und intrinsischer Motivation und erläutert die psychologischen Komponenten Richtung, Intensität und Ausdauer.
3. Begriffserklärung Bedürfnis / Motiv / Werte: Definiert die theoretischen Grundlagen und die Zusammenhänge zwischen Bedürfnissen, Motiven und Werten als Basis menschlichen Verhaltens.
4. Inhaltstheorie der Motivation: Führt kurz in die Inhaltstheorien ein, die erklären sollen, was Menschen zu Verhalten motiviert.
5. Die Bedürfnispyramide nach Maslow: Erläutert das hierarchische Stufenmodell nach Maslow, kritisiert dessen wissenschaftliche Belastbarkeit und diskutiert Praxisanwendungen.
6. Herzberg Zwei Faktoren Theorie: Unterscheidet zwischen Hygienefaktoren und Motivatoren und analysiert deren Einfluss auf Arbeitszufriedenheit und -unzufriedenheit.
7. Teamarbeit: Beleuchtet die Rolle der Teamarbeit, deren Dynamiken wie soziale Normen und Kohäsion sowie die Funktion von Vorbildern für die Motivation.
8. Anreiztheorien Hackman und Oldham: Beschreibt das Job-Characteristics-Model und die Bedeutung von Aufgabengestaltung für intrinsische Motivation.
9. Anreizsysteme: Differenziert zwischen materiellen und immateriellen Anreizen und betont, warum Geld allein oft nicht nachhaltig motiviert.
10. Demotivation vermeiden: Fokussiert auf die zentrale Bedeutung der Vermeidung von Demotivation durch respektvolle Führung und klare Kommunikation.
11. Mitarbeiterbefragung: Stellt die Durchführung und Ergebnisse der betriebsinternen Befragung vor, die als Grundlage für den Maßnahmenplan dient.
12. Ansätze zur Steigerung der Gesamtzufriedenheit: Leitet konkrete Maßnahmen aus den Ergebnissen ab, insbesondere im Bereich Führung, Kommunikation und Feedback.
13. Fazit: Fasst zusammen, dass Motivation durch Sinn und Wertschätzung entsteht und die Vorbildfunktion der Führungskraft entscheidend ist.
Schlüsselwörter
Mitarbeitermotivation, Pflegedienstleitung, Arbeitszufriedenheit, Bedürfnispyramide, Maslow, Herzberg, Teamarbeit, Anreizsysteme, Demotivation, Führungskompetenz, Kommunikation, Mitarbeiterbefragung, Personalmanagement, intrinsische Motivation, Feedback
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Facharbeit beschäftigt sich mit Strategien zur Steigerung der Mitarbeitermotivation in der außerklinischen Intensivpflege, um dem Pflegenotstand und hoher Fluktuation entgegenzuwirken.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Themen sind psychologische Motivationstheorien, die Bedeutung von Teamarbeit und Arbeitsgestaltung sowie die praktische Umsetzung von Motivationsanreizen im Pflegealltag.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, den Ist-Zustand der Mitarbeitermotivation im eigenen Betrieb zu analysieren und einen Maßnahmenkatalog zu entwickeln, der die Gesamtzufriedenheit und Bindung der Mitarbeiter nachhaltig steigert.
Welche wissenschaftlichen Theorien werden verwendet?
Die Arbeit stützt sich primär auf die Bedürfnispyramide nach Maslow, die Zwei-Faktoren-Theorie von Herzberg sowie das Job-Characteristics-Model von Hackman und Oldham.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die Analyse einer betriebsinternen Mitarbeiterbefragung und die Vorstellung konkreter Maßnahmen wie Feedbackgespräche und verbesserte Kommunikationsstrukturen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Mitarbeitermotivation, Führungskompetenz, Arbeitszufriedenheit, Teamzusammenhalt, Anreizsysteme und Vermeidung von Demotivation charakterisiert.
Warum spielt die Teamarbeit in der außerklinischen Pflege eine so große Rolle?
Da Mitarbeiter in der 1-zu-1-Versorgung räumlich von der Führungskraft getrennt sind, ist ein starker Teamzusammenhalt essenziell, um Autonomie und gegenseitige Unterstützung sicherzustellen.
Wie definiert die Autorin den Umgang mit Demotivation?
Die Autorin betont, dass die Vermeidung von Demotivation oft wichtiger ist als das Setzen neuer Anreize, insbesondere durch klare Kommunikation und Respekt vor den Bedürfnissen der Mitarbeiter.
Was ist das Ergebnis der Mitarbeiterbefragung in Bezug auf die Unternehmensziele?
Die Umfrage ergab ein erschreckendes Ergebnis: Fast die Hälfte der Mitarbeiter vergab schlechte Noten bei der Frage nach den Zielen der Einrichtung, was auf einen erheblichen Mangel an Transparenz hindeutet.
- Quote paper
- Katja Niedziela (Author), 2020, Steigerung der Mitarbeitermotivation. Ansätze von Maslow und Herzberg, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/903353