Print- und E-Zeitung im Vergleich. Vorteile, Herausforderungen und Reichweite


Bachelorarbeit, 2020

34 Seiten


Leseprobe

1. Einleitung

2. Definition und Ursprung des Journalismus
2.1. Definition des Journalismus
2.2. Geschichtliche Entwicklung
2.3. Formen und Typen des Journalismus

3. Die Zeitung als Feld des Journalismus
3.1. Der Begriff Zeitung
3.2. Geschichte der Zeitung
3.3. Die Tageszeitung

4. Die elektronische Zeitung
4.1. Was ist die elektronische Zeitung?
4.2. Geschichtliche Entwicklung
4.3. Charakteristika der E-Zeitung
4.4. Technische Grundlagen der E-Zeitung

5. Der Begriff „E-Paper”
5.1. Anwendungsgebiet des E-Papers
5.2. E-Paper und die Umwelt

6 Print- und E-Zeitungen im Vergleich
6.1. Vertriebsform
6.2. Was bevorzugen die Leute?

7. Die Werbung auf E-Zeitung
7.1. Was ist die Werbung?
7.2. Die Zeitung als Werbeträger
7.3.Onlinewerbung von E-Zeitung
7.4. Unterschiede zwischen Print- und Onlinewerbung auf der Zeitung
7.5. E-Zeitungen und Adblocker

8. E-Zeitungen als Apps

9. Die Situation der elektronischen Zeitung in Marokko

10. Fazit

11 .Literaturverzeichnis

Danksagung

An dieser Stelle möchte ich all jenen danken, die durch ihre fachliche und persönliche Unterstützung dieser Abschlussarbeit beigetragen haben.

Zuerst möchte ich mich bei meinem Betreuer Prof. Dr. Mohammed Laasri sehr herzlich für die Übernahme des Themas und für die Unterstützung bei der Erstellung dieser Arbeit bedanken.

Des Weiteren möchte ich mich auch herzlich bei Prof. Dr. Frau Blanck Wiebke bedanken, die mir viel beim wissenschaftlichen Arbeiten geholfen hat.

Ein herzliches „Dankeschön!“ geht auch an meine Freunde Samir Andahmou und Ayoub Bouhraoua für ihre Zeit und Mühe als Korrekturleser, die konstruktive Kritik und die motivierenden Worte.

Der größte Dank gilt meinen Eltern. Vielen Dank für die finanzielle Unterstützung sowie euren motivierenden Beistand während meines gesamten Studiums!

1. Einleitung

Der Begriff „Sterben der Printzeitung“ ist in aller Munde und ein Diskussionsgegenstand geworden. Mit ihm verbinden sich hoffnungsvolle Erwartungen, dass die neu modernen Techniken von E-Zeitungen durch einfachere Informationszugänge das Leben erleichtert, und auch gerade in der heutigen Zeit, dass Änderungen und neue Formen von Werbungen durch diese neue Wirtschaft entstehen. Es gibt jedoch auch Bedenken insbesondere in Unternehmen, die durch die neuen Medien eine Konkurrenz für sich sehen. Exemplarisch dafür steht das Verhältnis von herkömmlichen Zeitungen zu den elektronischen Zeitungen. Diese Änderung ließ die Zeitungsverlage nicht spurlos, indem die Anzahl der verkauften Ausgaben manchmal stabil bleibt und manchmal stark zurückgeht.

Viele Aspekte spielen bei dieser Entwicklung der Verkaufszahlen eine Rolle, sowohl äußere Einflüsse durch eine wandelnde Gesellschaft und ändernde Lesegewohnheiten, als auch Faktoren innerhalb der Branche, in der die Bereitschaft mancher Zeitungen zur Anpassung und Umgestaltung ihres Angebots angesichts des wirtschaftlichen und technischen Wandels der Medien zu spät gekommen ist. Der größte Umbruch für die Zeitung als Medium begann allerdings mit der Etablierung des Internets. Dieser Aufbruch in die virtuelle Welt wurde nur zögerlich angefangen und ist noch nicht abgeschlossen.

Die Zeitungsverlage sehen außerdem noch großen Herausforderungen. Die Etablierung der Zeitungen im virtuellen Markt ist noch nicht ganz gefestigt. Die Phase des Wandels zwischen gedruckter und elektronischer Zeitung dauert noch an. Welche Art von Zeitung, ob gedruckt oder elektronisch, sich langfristig durchsetzen wird, ob die elektronische die gedruckte Version ersetzt oder weiterhin damit leben kann, ist bisher immer noch nicht abzusehen.

Gerade in diesem Zustand des Zusammenlebens, der nun bereits seit einigen Jahren vorherrscht und in dem sich beide Medien weit aneinander gewöhnt sind, sowohl auf technischer, als auch auf inhaltlicher Ebene teilweise angenähert haben, lohnt sich ein Vergleich zwischen diesen beiden Medienformen. Zur grundlegenden Einordnung werden die beiden Medien (Print- und E-Zeitung) im Fokus als Plattform der Verbreitung von Informationen anhand alle ihrer spezifischen Eigenschaften dargestellt.

2. Definition und Ursprung des Journalismus

2.1. Definition des Journalismus

Der Journalismus kann so allgemein definiert werden, dass die Nachricht seine Grundlage ist, und das Interesse der Gesellschaft nachkommt. So existiert auch diese Definition, bevor die technischen Mittel zur Verfügung standen.

Der Journalismus bezeichnet sich für einen Arbeitsbereich, der sich mit der Veröffentlichung von Wort und Bild in den Medien befasst. Journalismus unterscheidet sich dadurch, dass er möglichst vorhandene Informationen bestimmt, Sachverhalten zusammenstellt und präsentiert.

Die Massenmedien bieten vielfältige Formen, deshalb ist für jede Form zu entscheiden, ob es sich um Journalismus handelt oder nicht. Journalismus lässt sich von den Massenmedien nicht klar unterscheiden. Selbst mit einer guten wissenschaftlichen Definition ist nicht einfach nach der Feststellung vorzugehen.1

Der Journalismus lässt sich aufgrund seiner Komplexität auf drei Ebenen zu definieren: Erstens: Auf der gesellschaftlichen Ebene ist ein soziales System zu verstehen, dass eine spezifische Funktion für die Gesellschaft erfüllt. Er wird auf speziellen Kommunikationsformen basiert. z. B. die Beobachtung der Gesellschaft der verschiedenen Bereiche. So lässt sich der Journalismus von anderen Formen der Kommunikation wie z. B. die Werbung, Public Relationen und Literatur abgrenzen.

Zweitens: Auf der organisatorischen Ebene arbeiten Medienbetrieben institutionell für den Journalismus. Sie sind zuständig für die journalistischen Kommunikationen.

Meistens wird sich zwischen journalistischen und - nicht journalistischen Medien verwechselt: Die nicht journalistischen Medien beruht sich auf keinen Grundsätze der journalistischen Kommunikationen und haben keine selbstständigen Redakteure. Dazu gehören z. B. Bücher, Satiremagazine und PR-Medien (Public Relations), die nur zu den eigenen Unternehmen, Vereinen, Parteien oder Verbänden bedienen.

Drittens: Auf der Ebene des redaktionellen Teils wird sich zwischen den professionellen und nicht- professionellen Akteuren im Journalismus unterschieden. Zu den professionellen Akteuren gehören die Journalisten, die als hauptsächliche Angestellter oder freier Mitarbeiter arbeiten, d. h. ein Journalist wendet mehr als die Hälfte seiner Arbeitszeit für die journalistische Produktion auf. Freiwillige, arbeitslose, nebenberufliche Journalisten zählen nicht zu den Professionellen Akteuren.2

2.2. Geschichtliche Entwicklung

Der Journalismus besteht zum ersten Mal aus Europa nicht nur begrifflich, sondern auch sachlich. Der Begriff „Journalismus“ leitete sich von dem französischen Wort „Jour“ ab und bedeutet Tag. Er kam beruhend auf der französischen Revolution 1989, als die Presse als Form der Meinung war. Im 19. Jahrhundert verbreitete sich in anderen Länder breit.3

Der Beruf „Journalist“ wurde zuerst für die Verfasser des Journals des Sqavans verwendet, (die erste wissenschaftliche Zeitschrift der Welt).4 Im 18. Jahrhundert erhielt die Berufsbezeichnung in alle anderen Länder seine allgemeine Bedeutung.

Als Geschichte des Journalismus gibt es eine Begriffsverwirrung. Zum einen wird den Journalismus als „American Invention“ betrachtet. Sie ist auf die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts zu datieren. Zum anderen wird der Ursprung des Journalismus in Deutschland im 18. Jahrhundert gesehen, als er mit der Aufklärung kam.5

Die Periodisierung der Geschichte von Journalismus liegt für alle Länder nicht ähnlich vor, indem er sich im Laufe von vier Jahrhunderten aufgrund der technischen Erfindungen und kommunikationspolitischen und rechtlichen Regulierungen sowie wirtschaftlichen und sozialen Wandels entwickelte. Die kulturelle Vielfalt aller Länder macht es schwierig, die Geschichte des Journalismus zu beschreiben.6

Für Deutschland schlägt Dieter Paul Baumert vier Einteilungen zu den Phasen der deutsch journalistischen Geschichte.

Präjournalismus : Nach Baumert bezeichnet die Zeit des Journalismus bis zum Beginn des Zeitungswesens d. h. vor der Erfindung der Zeitung gab es kein Journalismus. (Bis zum Anfang des 17. Jahrhunderts).

korrespondierender Journalismus : In dieser Periode bezeichnet die Zeit unmittelbar nach dem Beginn des Zeitungswesens. (Bis zur Aufklärungsepoche).

Schriftstellerischer Journalismus : Diese Periode beginnt Ende des 18. Jahrhunderts mit der damaligen gesellschaftlichen Veränderung durch die Zivilisation aber auch mit der französischen Revolution. (Bis zur Professionalisierung in der Mitte des 19. Jahrhunderts).

Redaktioneller Journalismus : Diese ist die letzte Periode und beginnt in der Mitte des 19. Jahrhundert, als die Träger des Journalismus verschiedene Personen waren. (Bis zum Zusammenwirken von Nachrichten und Tagesliteratur in der Redaktion).7

2.3. Formen und Typen des Journalismus

Journalismus lässt sich vielfach klassifizieren: Nach der Art des Mediums, nach der Zielgruppe, nach der Aktualität und nach dem journalistischen Anspruch, denn das Berufsverständnis ist von Journalisten in der Massenmedien kontrastiv.

Die Ausdifferenzierung des Journalismus wird sich auf drei Ebenen beschrieben.

Anfangs sind auf institutioneller Ebene verschiedene Medien wie die Fachpresse, Special-interest-Zeitschriften,8 Blogs zu finden. Auf der anderen Seite sind im Fernsehen und Radio die Vollprogramme und im Internet die Nachrichtenportale und die tagesaktuelle Presse zu identifizieren. Vor allem haben diese Massenmedien jeweils spezifische Typen und Formen des Journalismus und sich innerlich in Ressorts aufgegliedert.9

Die Formen des Journalismus lassen sich je nach Berichterstattungsform in folgende Kategorien untergliedern:

- Interpretativer Journalismus: Fakten plus Hintergrund, Zusammenhang, Analyse.
- Boulevardjournalismus: Thematisierte Themen.
- Neuer Journalismus oder New Journalism: Persönlich gefärbter Journalismus.
- Enthüllungsjournalismus: Investigativer, detektivischer Journalismus.
- Informationsjournalismus: Objektive Berichterstattung.

Die Formen des Journalismus lassen sich auch je nach Spezialisierung untergliedern:

- Kulturjournalismus
- Sportjournalismus
- Wirtschaftsjournalismus
- Nutzwert- oder Ratgeberjournalismus
- Modejournalismus
- Wissenschaftlicher Journalismus
- Technikjournalismus
- Lokaljournalismus

Die wichtigsten tatsachenorientieren Formen des Journalismus lauten:

- Meldung: Sie ist die grundlegende Form der Information und auch die knappste Form der
- Mitteilung über ein Ereignis (wer, was, wann, wo).
- Nachricht: Der erste Satz beinhaltet meistens die Meinung. Eine Nachricht ist zumeist eine
- Erweiterung der Meldung um Hintergrundinformationen.
- Bericht: Die Inhalte der Nachricht werden um weitere interessante Hintergründe erweitert. Der Z Bericht ist die Langform einer Nachricht.
- Reportage: Eine Reportage ist eine subjektiv geprägte, anschauliche Berichtsform.
- Feature: Enthält Merkmale einer Reportage und eines Berichtes.
- Interview: Befragung, um persönliche Informationen zu einem Sachverhalt darzustellen.10

Die wichtigsten meinungsorientieren Formen des Journalismus lauten:

- Kommentar: Informative, subjektive Stellungnahme in appellativer Form.
- Glosse: witzig-ironischer kurzer Kommentar.
- Kolumne: kurzer Meinungsbeitrag.
- Essay: geistreiche Abhandlung zu wissenschaftlichen, kulturellen oder gesellschaftlichen Themen.

3. Die Zeitung als Feld des Journalismus

3.1. Der Begriff Zeitung

Die Zeitung wird durch die Bedeutungen Aktualität (zeitnahe Berichterstattung), Periodizität (regelmäßiges Erscheinen), Publizität (Zugang für alle Leser öffentlich), Universalität (inhaltliche Vielfalt) gekennzeichnet. Vereinfacht kann die Zeitung wie folgt definiert werden:

Eine Zeitung muss öffentlich, aktuell, regelmäßig, und vielfältig sein.

Öffentlich bedeutet, dass sie für jeden zugänglich und erreichbar sein.

Aktuell bedeutet, dass sie sich mit aktuellen Themen befasst und über sie berichtet.

Regelmäßig bedeutet, dass sie täglich, wöchentlich oder monatlich erscheinen muss. Vielfältig bedeutet, dass sie viele Themen umfangreich behandeln muss.

Das Wort „Zeitung“ wurde früher selbst als „Nachricht” verwendet. In einer Zeitung gibt es meistens verschiedene Paragrafen, die sich Rubriken bezeichnen. (Politik, Medien, Sport, Wirtschaft). Die Zeitungen werden sich auf Hinblick ihrer Vertriebsform (Straßenverkauf oder Abonnement) ihres Vertriebsgebietes (lokal, regional, überregional) und ihre Erscheinungszeit (Tages, - Wochen, - Monatszeitung) unterschieden.

Heute gibt es auch Zeitungen im Internet, die elektronische Zeitungen oder Online-Zeitungen genannt werden. Viele davon sind kostenlos erreichbar.

Vor allem begrenzt sich die Zeitung von der Zeitschrift ab, dass sie durch ihre Universalität gekennzeichnet. Von den Rundfunkmedien wie Radio und Fernsehen unterscheidet sie sich, dass die Informationen in Schriftform vermittelt werden.11

3.2. Geschichte der Zeitung

Vor vierzigtausend Jahren beginnt in den Höhlen des afrikanischen Kontinents die Geschichte der Zeitung. Einer von der Vorfahren, der Homo Erectus verwendete die Tier Blut und die Pflanzenfarben, um die andere Generation ihre Jagdmethoden zu lehren.

Die Antiken, Griechen und Römer hatten ein ganz einfaches System, um die wichtigsten Nachrichten im ganzen Imperium zu verbreiten. Wenn es ein neuer Kaiser oder eine andere wichtige Persönlichkeit gab, benutzten sie nur ihre Münzen, indem ihr Konterfei auf eine Münze gedruckt wurde. Auf dieser Weise wurden die Nachrichten im ganzen Reich ausbreitet und so erfuhren alle Menschen, was sich in der Hauptstadt so existiert.11

Der Begriff „Zeitung” wurde ursprünglich kein gedrucktes Medium, sondern als eine neue zufällige Nachricht verwendet. Später bekam dieser Begriff zwischen dem 17. und 18. Jahrhunderts die heutige bekannte Bedeutung.

Nach der Erfindung des Buchdrucks von Johannas Gutenberg wurde die Vermittlung der Information zu allen Menschen leichter. Mit seiner Technik war es möglich, Texte ohne große Mühe immer wieder zu drucken.12

Gegen Ende des 15. Jahrhunderts tauchen die Einblattdrücke auf, die mit Holzschnitten dekorierte Zettel waren. Daneben versuchte auch manche Flugblättern, sich fundierte Nachrichten und Glaubwürdigkeit zu befleißigen.13

Als erste Vorläufer der Zeitung waren die Fuggerzeitungen. Sie erschienen zwischen 1568 und 1605. Diese wurden als handschriftliche Nachrichten vom Handelshaus Fugger in Augsburg veröffentlicht. Im Jahre 1605 wurde als erste Zeitung der Welt in deutscher Sprache in Straßburg veröffentlicht. Die Fuggerzeitung war als Beginn für vielen anderen Zeitungen in andern großen Städten in Deutschland.

In 1650 wurde die erste Tageszeitung in Leipzig veröffentlicht. Die schwedische Zeitung "Post-och Inrikes Tidningar" gilt heute als die älteste noch erscheinende Zeitung der Welt. In jener Zeit spielte die Zeitung eine große Rolle, da weder Radio noch Fernsehen existierte.14

Zukünftig in der Zeit des Nationalsozialismus wurden viele bekannte Zeitungen verboten.

Der Aufschwung der Zeitung beginnt zum Verschwinden, als das Radio und Fernsehen sich verbreiteten, aber weiterhin mit dem Aufkommen des Internets beginnt die Zeitungen wieder fit zu werden. Alle Zeitungen waren gezwungen, mit der Technologie Schritt zu halten, um ihren guten Ruf zu bewahren.

Trotz der Notfälle, die die Zeitungen im Laufe der Zeit erlebten, sind sie heute von vielen Menschen das beste Medium der Information. Sie spielte eine zentrale Rolle, indem sie den Menschen die Neuigkeiten und die wichtige Bescheide über den Staat benachrichtigt. Darüber hinaus half sie die Ideen der Demokratie zu verbreiten, was jedoch auch für die Zwecke des diktatorischen Regimes sehr hilfreich war.

3.3. Die Tageszeitung

Die Tageszeitung ist eine mehrmals wöchentliche Zeitung, die meist jeden Tag von Montag bis Samstag erscheint. Die Tageszeitung bietet eine umfassende Presseberichterstattung und richtet sich nach einem allgemeinen Publikum. Die Tageszeitung ist nach ihrem Verbreitungsgebiet zwischen lokalen bzw. regionalen Zeitungen und überregionalen Zeitungen zu unterscheiden.

Lokale und regionale Tageszeitung sind die, deren Verbreitungsgebiet eine bestimmte Region beinhaltet und in der Regel mit Abonnement verbunden ist.

Überregionale Tageszeitung sind die, deren Verbreitungsgebiete über eine Region beinhaltet, bzw. im gesamten Bundesgebiet verbreitete und auch mit Abonnement verbunden ist.

Eine weitere Untergattung der Tageszeitungen sind die Kauf- oder Boulevardzeitungen.

Sie werden lediglich im einzelnen Verkauf vermarktet, d. h. durch den Einzelhandel (z. B. Kiosk), durch Straßenverkäufer oder in Automaten.15

Die Stadt Leipzig war die Hochburg der ersten Tageszeitung. Ab 1. Juli 1650 gab Timotheus Ritzsch seine neuen Einkommende Zeitungen sechsmal wöchentlich heraus.

Damals war nicht leicht, die Tageszeitungen in der frühen Neuzeit zu drucken. Die zahlreichen Postlinien und der Drucktechnik lässt Timotheus Ritzsch nach heutiger Bewertung als Erfinder der Tageszeitung gelten.16

Erste Tageszeitung der Welt17

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

4. Die elektronische Zeitung

4.1.Was ist die elektronische Zeitung?

Eine elektronische Zeitung bezeichnet sich oft in der Literatur als (E-Zeitung, E-Journal, E-Paper, digitale Zeitung oder engl. E-Newspaper). Sie ist meistens die elektronische Version eines Printmediums, das über einen Bildschirm dargestellt oder ein Handy verbreitet wird. Öfter wird die Internetversion einer Zeitung mit einem kommerziellen Online-Dienst18 zusammengearbeitet. Diese können als codierte (kopiergeschützte) PDF-Datei oder auswählbar in einem Pop-up-Fenster oder in einer Textversion gefunden werden. Es gibt auch digitale Publikationen, die durch die APPS Mobil gebietet werden.19

4.2. Geschichtliche Entwicklung

Die elektronische Existenz von Zeitungen begann in der Mitte der Achtzigerjahre, als die Zeitungen ihre Inhalte bzw. Archive als Datenbankdienste verfügbar stellten. Die erste elektronische Zeitung war der Columbus Dispatch, sie startete im Juli 1980 als Experiment und wurde sich in den USA und Kanada verstreut verbreitet. Bevor das WWW (World Wide Web) dt. (Weltweites Netz) erfunden wurde, war die The Columbus Dispatch- Zeitung schon im ersten Zeitraum des Internets über die Plattform „Compuserve” (Online-Portal für die Nutzung des Internets) zugänglich. Nachdem das WWW die Plattform des Internets übernommen wurde, begann der Spiegel am 25. Oktober 1994 als erste weltweit Zeitung zu arbeiten.20

Die erste Seite von Spiegel: 21

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

4.3. Charakteristiken der E-Zeitung

Die meisten erfolgreichen E-Zeitungen stützen sich heute mithilfe des World Wid Web „WWW” auf Charakteristiken, die sie heute stärker machen.

Diese sind im Folgenden erläutert werden: Multimedialität, Hypertextualität, große Speicherkapazität, globale Verbreitung, permanente Aktualisierbarkeit, Selektivität, sowie Interaktivität.

Multimedialität: Ist die Möglichkeit der Kombination von Text, Foto, Grafik, Video, Animation und Musik.

Hypertextualität: Ist die Möglichkeit der Verbindung von Seiten durch „Hyperlink“ (die Funktion um beispielsweise Filme, Bilder und Animationen zu erreichen oder Dateien auf einen Computer herunterzuladen). Und die Möglichkeit des Bildlaufs „eng. Scrolling“ (das Verschieben von Bildschirminhalten sowohl Text als auch Grafik).

Große Speicherkapazität: Ist die Möglichkeit der Schaffung einer Datenbank sowohl von Informationen als auch von Datenspeicher (Archive). Außerdem gibt es die Möglichkeit, durch diese Archive, die zeitlich jüngeren und älteren Artikel zu suchen.

Globale Verbreitung: Ist die Möglichkeit des Zugangs zu einer Zeitung aus der ganzen Welt. Darüber hinaus die globale Verbreitung erstellt das Problem der ehrenwerten Konkurrenz, was die Zeitungen sich entwickeln lassen.

[...]


1 Vgl. Meier, Klaus, 2013, S.13.

2 Vgl. Waischenberg, S. / Malik, M. / Scholl, A. ,2006, S. 346.

3 Vgl. Wilke, Jürge, 2013.

4 Vgl. Académie des inscriptions et belles-lettres, 1665.

5 Vgl. Wilke, Jürge, 2013.

6 Vgl. Meier, Klaus, 2013, S.71.

7 Vgl. Baumert, Dieter Paul, 2013.

8 Special-Interest-Zeitschriften sind Zeitschriften, die sich an Leser mit einem bestimmten Interessengebiet wenden.

9 Vgl. Barnhurst, Kevin, 2015, S. 308.

10 O.v, http://fernstudium-journalismus.de/formen-des-journalismus.

11 O.v, https://www.fachzeitungen.de/zeitschriften-zeitgeschichte.

12 Vgl. Schulze, Volker, 2001, S. 17.

13 O.v, https://www.was-war-wann.de/geschichte/zeitung.html.

14 Vgl. Schulze, Volker, 2001, S. 21.

15 O.v, https://www.die-zeitungen.de/media/faq/zeitungsgattungen.html.

16 Vgl. Rüdiger, Bettina.

17 Bild aus: Stadtarchiv Leipzig, 1650, http://bit.ly/37CLRkl. [12.06.2020].

18 Online-Dienst ist der Zugriff auf die Nutzung von Daten, die in einer Datenbank gespeichert sind und im Onlinebetrieb anbietet.

19 Vgl. Gerpott, Torsten J. / Schlegel, M., 2000, S. 335.

20 Vgl. Hooffacker, Gabriele, 2017.

21 Bild aus: Spiegel-Archiv, 1994, http://bit.ly/2XN3eu8. [12.06.2020].

Ende der Leseprobe aus 34 Seiten

Details

Titel
Print- und E-Zeitung im Vergleich. Vorteile, Herausforderungen und Reichweite
Hochschule
Université Sidi Mohamed Ben Abdellah
Autor
Jahr
2020
Seiten
34
Katalognummer
V903436
ISBN (eBook)
9783346282194
ISBN (Buch)
9783346282200
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Germanistik, Journalismus, Zeitung, E-Zeitung, E-Paper, elektronische Zeittung
Arbeit zitieren
Salah Chtioui (Autor), 2020, Print- und E-Zeitung im Vergleich. Vorteile, Herausforderungen und Reichweite, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/903436

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