Low-Carb Diät versus Low-Fat Diät. Bedingungen und Auswirkungen im Vergleich

Ein kurzer Überblick


Hausarbeit, 2019

14 Seiten, Note: 1,7

Anonym


Leseprobe

I. Inhaltsverzeichnis

II. Abkürzungsverzeichnis

III. Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vergleich einer Low-Carb und einer fettreduzierten Diät
2.1 Durchführung beider Diäten und gesundheitliche Aspekte
2.1.1 Definition einer Low-Carb Diät und mögliche gesundheitliche Folgen
2.1.2 Definition einer Low-Fat Diät und mögliche gesundheitliche Folgen
2.1.3 Umsetzbarkeit beider Diäten im Vergleich
2.2 Grundgedanken beider Diäten in Bezug auf eine Gewichtsreduktion
2.2.1 Grundgedanke der Low-Carb Diät und Auswirkungen auf eine Insulinresistenz
2.2.2 Grundgedanke der fettarmen Diät und Auswirkungen auf den Insulinspiegel
2.2.3 Erfolgsaussichten beider Diäten im Vergleich

3. Fazit

IV. Literaturverzeichnis

II. Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

III. Abbildungsverzeichnis

Abb.1 Grafik zu den Gewichtsreduktionen im Vergleich über 12 Monate

1. Einleitung

In Deutschland sind mittlerweile mehr als die Hälfte der Menschen übergewichtig, etwa ein Viertel ist sogar adipös und hat damit einen BMI über 30. (Koula-Jenik 2006, S. 419). Adipositas ist mittlerweile also keine Randerscheinung mehr, sondern hat sich vielmehr zu einer Volkskrankheit entwickelt. Starkes Übergewicht bringt schwerwiegende gesundheitliche Folgen mit sich indem es das Risiko vieler chronischer Krankheiten erhöht und sollte deshalb unbedingt therapiert werden. An verschiedenen Möglichkeiten für eine Gewichtsreduktion mangelt es hierbei nicht, denn mittlerweile haben sich unterschiedlichste Diätformen etabliert, darunter beispielsweise die fettreduzierte und die kohlenhydratreduzierte Kost, auf die ich im Weiteren näher eingehen werde. Hierbei stellt sich die Frage, wie die jeweiligen Diäten durchzuführen sind und welche Vor-beziehungsweise Nachteile sich in Bezug auf eine Gewichtsreduktion ergeben. Mein Ziel dieser Arbeit ist es, einen Überblick über beide Diäten zu schaffen, auf einige Vor- und Nachteile einzugehen und die unterschiedlichen Grundgedanken beider Ernährungsformen darzustellen. Hierbei werde ich jedoch nur ausgewählte Aspekte behandeln, da dieses Thema ansonsten den Rahmen der Arbeit sprengen würde.

Im Folgenden werde ich zuerst beschreiben, unter welchen Bedingungen die Diäten durchzuführen sind und welche Einschränkungen, beziehungsweise Vorteile dadurch folglich im Alltag entstehen. Dann werde ich hierbei auch kurz auf mögliche gesundheitliche Auswirkungen eingehen. Dabei handelt es sich jedoch auf ausgewählte Beispiele, keineswegs um alle möglichen gesundheitlichen Folgen.

Daraufhin beziehe ich mich auf die unterschiedlichen Grundgedanken, die sich jeweils hinter den Diäten verbergen und durch die eine Gewichtsreduktion erzielt werden soll. Dabei gehe ich bei der Low-Carb Diät auf den Stoffwechsel ein und beziehe mich speziell auf die Auswirkungen der Diät auf eine bestehende Insulinresistenz. Bei der Low-Fat Diät werde ich ebenfalls den Einfluss auf den Stoffwechsel thematisieren, danach jedoch den Grundgedanken darstellen, der hierbei eher in einem Kaloriendefizit liegt. Folglich vergleiche ich bisher erzielte Erfolge anhand einiger Studien und werde schließlich mithilfe der ausgearbeiteten Informationen einen Schluss auf den größeren Erfolg einer langfristigen Gewichtsabnahme ziehen.

Abschließend werde ich in einem Fazit kurz meine Ergebnisse zusammenfassen und eine persönliche Schlussfolgerung in Bezug auf die richtige Wahl einer Diät ziehen.

2. Vergleich einer Low-Carb und einer fettreduzierten Diät

2.1 Durchführung beider Diäten und gesundheitlicher Aspekte

2.1.1 Definition einer Low-Carb Diät und mögliche gesundheitliche Folgen

Unter einer Low-Carb Diät werden unterschiedliche Diätformen zusammengefasst, die alle auf einer Reduktion von Kohlenhydraten basieren. Von einer solchen Diät sprechen viele Autoren dann, wenn die Gesamtmenge an verwertbaren Kohlenhydraten unter 100 g pro Tag liegt, eine einheitliche Definition existiert für diese Ernährungsform allerdings nicht (Ellrott 2009, S. 180). Ein Vergleich zur Veranschaulichung: die Energiedeckung einer gesunden Mischkost sollte laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, zu mehr als 50 % aus Kohlenhydraten bestehen. Bei einem durchschnittlichen Gesamtenergiebedarf eines Erwachsenen von ungefähr 2200 kcal pro Tag, würde dies einer Menge von etwa 300 g Kohlenhydraten entsprechen. Die Kohlenhydratzufuhr muss bei dieser Diät folglich um mehr als die Hälfte reduziert werden und weicht somit enorm von der empfohlenen Zufuhrmenge ab. Bei einigen Low-Carb Diätformen wird die Kohlenhydratzufuhr sogar noch weiter beschränkt. Zum Beispiel sind bei der sogenannten Atkins-Diät während den ersten 14 Tagen maximal 20 g Kohlenhydrate pro Tag erlaubt (Koula-Jenik 2006, S. 221).

Da diese Form der Ernährung lediglich auf der Reduktion von Kohlenhydraten beruht, ist das Zählen von Kalorien hierbei zwar nicht nötig, die Auswahl der Nahrungsmittel ist jedoch stark begrenzt. Auf kohlenhydratreiche Lebensmittel wie Reis, Nudeln, Brot und auch Obst muss weitgehend verzichtet werden, stattdessen basiert die Kost vor allem auf eiweiß- und fettreichen Nahrungsmitteln. Fisch, Fleisch Käse und Eier dürfen beispielsweise in unbegrenzten Mengen gegessen werden (Wirth 2013, S.290).

Durch die relativ einseitige Ernährung birgt diese Form der Diät auch einige Risiken, darunter beispielsweise der Anstieg des Homocysteinspiegels durch den geringen Verzehr an Obst und Gemüse, der ein Risikofaktor für Herz-Kreislaufkrankheiten ist. (O’ Callaghan 2005, S. 542).

Auch der gesteigerte Fettverzehr ist gesundheitlich fraglich. Es sollte vor allem auf die Art der Fettsäuren geachtet werden, um eine zu hohe Aufnahme an gesättigten Fettsäuren zu vermeiden. Diese wirken sich nämlich ungünstig auf das Lipidprofil aus, indem sie den Gesamtcholesterinspiegel erhöhen. Einfach ungesättigte und mehrfach ungesättigte Fettsäuren haben dagegen einen positiven Effekt, indem sie diesen entgegenwirkend senken. Ein zu hoher Cholesterinspiegel ist zum Beispiel mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislaufkrankheiten verbunden (Koula-Jenik 2006, S.188).

Ein weiterer Nachteil entsteht durch die gesteigerte Aufnahme von Eiweiß. Eiweißreiche Lebensmittel enthalten zum Teil einen hohen Harnsäuregehalt, der zu der Entstehung von Hyperurikämie und Gicht beitragen kann (Koula-Jenik 2006, S.189). Auch der Vitamin- und Ballaststoffbedarf wird durch den Verzicht von Obst und anderen nährstoffreichen Lebensmitteln nicht mehr ausreichend gedeckt und sollte durch Supplementation ergänzt werden. Vor allem Vitamin D, Selen, Elektrolyte, Kalzium und die Pankreasfermente sollten während einer kohlenhydratarmen Diät durch einen Arzt kontrolliert werden (Müller 2013, S. 429-430).

Ein weiterer Aspekt, der zwar nicht die Gesundheit betrifft, jedoch trotzdem berücksichtigt werden sollte ist der Kostenpunkt, der bei dieser Ernährung auf Dauer eine Rolle spielen würde. Denn Low-Carb Diäten sind nahezu 100 % teurer als eine normale Mischkost und verursachen somit Mehrkosten von einigen tausend Euro im Jahr pro Person. (Drewnowski, Darmon 2005, S. 265 ff.)

2.1.2 Definition einer Low-Fat Diät und mögliche gesundheitliche Folgen

Bei dieser Form der Diät wird lediglich die Fettaufnahme auf 60 g pro Tag begrenzt. Im Vergleich zu dem durchschnittlichen Verzehr eines Erwachsenen von 110 – 130 g Fett pro Tag werden somit etwa 500 kcal pro Tag eingespart, woraus eine moderate Gewichtsreduktion resultiert (Schauder 2006, S. 709).

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt im Rahmen einer gesunden Mischkost eine Bedarfsdeckung durch Fett von etwa 25-30 % pro Tag, was einer Menge von 80 g entsprechen würde. (Ruch 2012, S. 24ff) Somit weicht die maximale Zufuhrmenge des Makronährstoffes Fett bei dieser Diät nicht weit von der empfohlenen Zufuhrmenge ab. 20 g Fett können beispielsweise schon durch zwei Scheiben Käse eingespart werden.

Durch die alleinige Begrenzung der Fettzufuhr bleibt außerdem die Möglichkeit einer ausgewogenen und vielfältigen Ernährung bestehen. Es sollten Vollkornprodukte, Gemüse und Obst bevorzugt und im Gegensatz dazu rotes Fleisch und Wurst gemieden werden. (Wirth 2013, S. 290). Alles in allem kann die Kost jedoch abwechslungsreich gestaltet werden und die Fettreduktion auf unterschiedliche Wege erfolgen. Einfache und alltägliche Möglichkeiten der Fettreduktion sind zum Beispiel die Wahl einer fettreduzierten Milch, die Verwendung von Margarine statt Butter, oder die Wahl einer fettarmen Fleischsorte. Kalorien werden auf diesem Weg eingespart, ohne die gewohnten Essgewohnheiten stark einschränken zu müssen.

Obwohl eine gesunde und vielfältige Ernährung möglich ist, kann auch eine extreme Fettreduktion gesundheitlich negative Folgen haben: Fettlösliche Vitamine, wie Vitamin A, D, E und K können nicht mehr in vollem Umfang resorbiert werden, wodurch möglicherweise ein Mangel entsteht.

Des Weiteren sollte während der Fettreduktion speziell auf eine ausreichende Versorgung mit essenziellen Fettsäuren geachtet werden. Da diese nicht vom Körper selbst synthetisiert werden können, ist eine Aufnahme über die Nahrung unabdingbar. Essenzielle Fettsäuren übernehmen unterschiedliche Funktionen im Stoffwechsel und tragen somit unter anderem zu einer normalen Herzfunktion, Sehkraft und Gehirnleistung bei. (Ruch 2012, S. 24-27)

2.1.3 Umsetzbarkeit beider Diäten im Vergleich

Vergleicht man die Diäten miteinander fällt auf, dass weder bei der Low-Carb Diät noch bei einer fettreduzierten Kost, Kalorien gezählt werden müssen. Lediglich auf die Zufuhrmenge der Kohlenhydrate, beziehungsweise des Fettanteils muss genau geachtet werden.

Die Low-Carb Diät hat eine relativ eingeschränkte Möglichkeit der Nahrungsmittelwahl zur Folge und birgt außerdem kaum vermeidbare Risiken. Um diesen gesundheitlich negativ zu bewertenden Aspekten entgegenzuwirken, muss hierbei vor allem auf eine günstige Zusammensetzung der Fettsäuren geachtet werden. Einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind dabei zu bevorzugen.

Bei der fettreduzierten Kost bleibt dagegen die Auswahl an Lebensmitteln groß und die Umstellung ist somit nicht auffallend. Durch einen abwechslungsreich gestalteten Speiseplan besteht die Möglichkeit sich trotz Diät vollwertig und gesund zu ernähren. Bei extremer Fettreduktion gibt es jedoch auch bei dieser Diät mögliche gesundheitliche Folgen, wie zum Beispiel die reduzierte Aufnahme fettlöslicher Vitamine.

Vergleicht man beide Diäten mit den Empfehlungen der DGE für Makronährstoffe, weicht die kohlenhydratarme Diät enorm von den Werten ab, während die fettreduzierte Diät eher den Empfehlungen entspricht.

Ein weiterer Aspekt sind die zusätzlichen Kosten, die bei der Low-Carb Diät entstehen. Da vermehrt Fett- und Proteinreiche Produkte gegessen werden, werden günstige Nudel- oder Reisprodukte beispielsweise durch teures Fleisch oder Fisch ersetzt.

Alles in allem scheint die fettreduzierte Diät leichter umsetzbar zu sein und ähnelt eher den Empfehlungen einer gesunden, ausgewogenen Mischkost. Gesundheitlich gibt es auch hier einige negative Aspekte, im Gegensatz zu der Low-Carb Diät fallen sie jedoch nur eingeschränkt aus.

[...]

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Low-Carb Diät versus Low-Fat Diät. Bedingungen und Auswirkungen im Vergleich
Untertitel
Ein kurzer Überblick
Hochschule
Internationale Fachhochschule Bad Honnef - Bonn
Note
1,7
Jahr
2019
Seiten
14
Katalognummer
V903869
ISBN (eBook)
9783346222060
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Diät, Low-Fat, Low-Carb, Stoffwechsel, Ernährung
Arbeit zitieren
Anonym, 2019, Low-Carb Diät versus Low-Fat Diät. Bedingungen und Auswirkungen im Vergleich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/903869

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