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Verhaltensökonomische Ansätze in der Bewegungsförderung

Wie bringt man Menschen mit Framing, Habit Formation und Anchor Points zu mehr Bewegung?

Titel: Verhaltensökonomische Ansätze in der Bewegungsförderung

Essay , 2020 , 14 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Biologie - Krankheiten, Gesundheit, Ernährung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit versucht, die Ursachen des weltweiten Bewegungsmangels darzustellen, die verhaltensökonomischen Ansätze von Framing, Habit Formation und Anchor Points zu skizzieren und anhand konkreter Beispiele aus der Praxis darzulegen, wie diese Ansätze in Policies zur Bewegungsförderung Anwendung finden.

Dass ausreichend körperliche Ertüchtigung nicht nur für das persönliche Wohlbefinden bedeutend, sondern auch ein wesentlicher Faktor für das gesundheitliche Wohlergehen ist, ist weitgehend unbestritten: Wie später noch detaillierter ausgeführt wird, bewegen sich Millionen Menschen trotzdem nicht genug und leiden nicht selten unter daraus resultierenden Krankheiten wie Übergewicht oder Krebs.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: Warum körperliche Aktivität gesund ist und sich Menschen dennoch zu wenig bewegen

2. Verhaltensökonomische Ansätze

2.1 Wie entstehen Entscheidungen?

2.2 Wie können Entscheidungen beeinflusst werden?

2.3. Verhaltensökonomische Ansätze

2.3.1 Framing

2.3.2. Anchor points

2.3.3 Habit formation

3. Bewegungsförderung in der Praxis: Welche Ansätze gibt es – welche verhaltensökonomischen Instrumente nutzen sie?

4. Fazit: Wie kann erfolgreiche Bewegungsförderung auf Basis verhaltensökonomischer Ansätze aussehen?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie verhaltensökonomische Strategien genutzt werden können, um das Bewegungsverhalten von Menschen positiv zu beeinflussen. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse psychologischer Mechanismen wie dem Framing, der Habit formation und der Nutzung von Anchor points, um wirksame Impulse für eine gesündere Lebensweise zu setzen.

  • Grundlagen verhaltensökonomischer Entscheidungsmodelle (System 1 und System 2)
  • Anwendung von Framing-Techniken in der Gesundheitskommunikation
  • Einsatz von Anchor points als unbewusste Orientierungshilfen
  • Bedeutung der Habit formation für die langfristige Etablierung körperlicher Aktivität
  • Analyse praxisnaher Bewegungsförderungsprojekte wie "Wheeling Walks" und "moving schools"

Auszug aus dem Buch

2.1 Wie entstehen Entscheidungen?

Dass Menschen sich in vielen Situation für ungesundes und schädliches Verhalten entscheiden, liegt daran, dass sie oft irrationale Entscheidungen treffen - vollkommen rationale Entscheidungen können nur getroffen werden, wenn alle dafür notwendigen Informationen vorliegen und diese ohne eine Überbewertung persönlicher Gefühle und Einstellungen verarbeitet werden. Um diese Prozesse zu erklären, kann das Prinzip der Zwei Systeme nach Kahnemann herangezogen werden: Dieser Ansatz geht davon aus, dass Denkprozesse grundsätzlich in zwei „Systemen“ stattfinden: System 1 arbeitet weitgehend mühelos und automatisch: Es ist der bewussten Kontrolle nicht zugänglich und funktioniert assoziativ. System 2 ist im Gegensatz zu seinem Gegenstück nicht jederzeit „aktiv“, sondern führt bewusst gesteuerte und logische Denkschritte aus, rationaler und anstrengender als die Arbeit von System 1.

Beide Systeme, das emotional-intuitive und das reflektierende, sind aufeinander angewiesen und wirken zusammen bei jeder Entscheidungsfindung mit – lässt sich das nicht bewusst steuerbare System 1 aufgrund seiner intuitiven Funktionsweise jedoch täuschen, kommt es zu einer „Verzerrung“ – und damit nicht selten zu Fehlentscheidungen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Warum körperliche Aktivität gesund ist und sich Menschen dennoch zu wenig bewegen: Die Einleitung beleuchtet die gesundheitliche Relevanz von Bewegung sowie die Problematik des weltweiten Bewegungsmangels trotz eindeutiger medizinischer Evidenz.

2. Verhaltensökonomische Ansätze: Dieses Kapitel erläutert die psychologischen Grundlagen der Entscheidungsfindung und stellt zentrale Instrumente wie Framing, Ankerpunkte und Gewohnheitsbildung vor.

3. Bewegungsförderung in der Praxis: Welche Ansätze gibt es – welche verhaltensökonomischen Instrumente nutzen sie?: Anhand von Fallbeispielen wie dem Projekt "Wheeling Walks" und dem Konzept der "moving schools" wird aufgezeigt, wie verhaltensökonomische Methoden in realen Förderprogrammen Anwendung finden.

4. Fazit: Wie kann erfolgreiche Bewegungsförderung auf Basis verhaltensökonomischer Ansätze aussehen?: Das Fazit fasst die Wirksamkeit der Instrumente zusammen und betont die Notwendigkeit einer Kombination aus Framing und Habit formation für eine nachhaltige Gesundheitsförderung.

Schlüsselwörter

Verhaltensökonomie, Bewegungsförderung, Nudging, Framing, Habit formation, Anchor points, Gesundheitskommunikation, Entscheidungsfindung, System 1, System 2, öffentliche Gesundheit, Prävention, Lebensstil, psychologische Mechanismen, moving schools.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie verhaltensökonomische Prinzipien eingesetzt werden können, um Menschen zu einem aktiveren Lebensstil zu motivieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die Psychologie der Entscheidungsfindung, Framing-Effekte, die Entstehung von Ankerpunkten und die wissenschaftlichen Grundlagen der Gewohnheitsbildung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch "sanfte" Beeinflussung (Nudging) Barrieren für körperliche Aktivität abgebaut und gesundheitsförderliches Verhalten in Policies integriert werden können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse aktueller verhaltensökonomischer Theorien und deren Anwendung in gesundheitswissenschaftlichen Praxisprojekten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Konzepte hinter Framing, Ankerpunkten und Habit formation und verknüpft diese mit praktischen Beispielen aus der Gesundheitsförderung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Verhaltensökonomie, Nudging, Framing, Habit formation und Bewegungsförderung.

Wie unterscheiden sich System 1 und System 2 in der Entscheidungsfindung?

System 1 arbeitet intuitiv, schnell und automatisch, während System 2 für bewusste, logische und anstrengendere Denkprozesse zuständig ist.

Warum ist das Konzept der "moving school" aus verhaltensökonomischer Sicht effektiv?

Es nutzt die Habit formation, indem es Bewegung in den Schulalltag integriert, anstatt sie als Zusatzaufgabe zu definieren, was eine langfristige Verhaltensprägung begünstigt.

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Details

Titel
Verhaltensökonomische Ansätze in der Bewegungsförderung
Untertitel
Wie bringt man Menschen mit Framing, Habit Formation und Anchor Points zu mehr Bewegung?
Hochschule
Wirtschaftsuniversität Wien  (Department für Sozioökonomie)
Veranstaltung
Angewandte Ökonomie
Note
2,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
14
Katalognummer
V903896
ISBN (eBook)
9783346203236
ISBN (Buch)
9783346203243
Sprache
Deutsch
Schlagworte
anchor points menschen habit framing formation bewegungsförderung bewegung ansätze verhaltensökonomische
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2020, Verhaltensökonomische Ansätze in der Bewegungsförderung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/903896
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  14  Seiten
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