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Die Mithridatischen Kriege. Römer gegen Griechen?

Título: Die Mithridatischen Kriege. Römer gegen Griechen?

Trabajo Escrito , 2016 , 11 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Felix Wilhelm (Autor)

Historia - Otros
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Die zentrale Fragestellung dieser Hausarbeit ist, zu untersuchen, ob man bei den Mithridatischen Kriegen von einem Kampf des römischen Volkes gegen das griechische sprechen darf oder ob diese Sichtweise zu kurz greift oder gar falsch ist.
Zunächst wird hierzu eine Definition der Begriffe Hellenismus und Romanismus geliefert.

Im Folgenden wird untersucht, inwiefern das Königreich Pontus wirklich hellenisiert war oder ob es sich nicht doch eher um ein Königreich persischer Prägung mit hellenistischen Merkmalen handelte, die, geschickt hervorgehoben, dem Gewinn griechischer Verbündeter zuträglich sein sollten. Hierbei wird auch auf Mithridates selbst eingegangen.
Anschließend wird untersucht werden, warum es überhaupt zu den Mithridatischen Kriegen kam. Waren diese wirklich Resultat einer drohenden Romanisierung und damit gleichgestellt einer drohenden Unterdrückung des griechischen Volkes, wie Mithridates sie heraufbeschwor, oder waren diese Kriege letztlich doch nur Resultat eines von Machthunger getriebenen Mannes. Auch soll festgestellt werden, ob und inwiefern auch die Römer, die sich stets als die Angegriffenen bezeichneten, Schuld am Ausbruch des Krieges hatten.

In der Folge wird thematisiert, wie es zu der Vesper von Ephesos, der an einem Tag 80000 Italiker und Römer zum Opfer fielen, kommen konnte und welche Rolle die Ausbeutung und Unterdrückung der griechischen Poleis von römischer Seite in der Provinz Asia dabei spielte. Zum Ende dieser Abhandlung soll die Frage beantwortet werden, wer genau im Mithridatischen Krieg auf welcher Seite kämpfte. War es wirklich ein Krieg Römer gegen Griechen, also ein Krieg des Romanismus gegen den Hellenismus, oder nicht doch nur ein normaler Krieg zweier Staaten, an dem sich verschiedene Kräfte auf der einen oder auf der anderen Seite beteiligten?

Abschließend werden die aus den einzelnen Punkten gewonnenen Ergebnisse noch einmal kurz zusammengefasst und bewertet um schlussendlich zu einer Beantwortung der eingangs gestellten Leitfrage der Hausarbeit zu kommen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Definitionen

Pontus, ein hellenisches Königreich?

Kriegsgründe - Machtgier oder Beschützer des Hellenismus ?

Die Vesper von Ephesos

Die Mithridatischen Kriege - Römer gegen Griechen ?

Konklusion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch die Interpretation der Mithridatischen Kriege als einen reinen Zusammenstoß zwischen dem Hellenismus und der römischen Expansion. Die zentrale Forschungsfrage zielt darauf ab, ob diese Sichtweise historisch haltbar ist oder ob die Konflikte eher als eine machtpolitische Auseinandersetzung zwischen zwei expansiven Reichen zu verstehen sind, in denen die Identität der beteiligten Parteien vielschichtiger war als oft angenommen.

  • Kulturelle Identität und politischer Charakter des Königreichs Pontus
  • Analyse der Kriegsgrund-Argumentationen des Mithridates VI. Eupator
  • Rolle von Propaganda und wirtschaftlichen Interessen im Konflikt
  • Hintergründe und Durchführung der Vesper von Ephesos
  • Beteiligung griechischer Poleis und Bevölkerungsgruppen an den Kriegen

Auszug aus dem Buch

Kriegsgründe - Machtgier oder Beschützer des Hellenismus ?

„Die Römer kennen von alters her nur einen einzigen Grund, um auf der ganzen Welt mit Stämmen, Völkern und Königen Krieg zu führen: die tiefe Gier nach Herrschaft und Reichtum… Von Anfang ist alles, was sie besitzen, durch Raub zusammengebracht. Zusammengelaufenes Volk waren sie einst, ohne Vaterland…zum Fluch für die ganze Welt bestimmt. Sie richten ihre Waffen gegen jeden, am heftigsten aber gegen die, deren Überwindung ihnen die größte Beute verschafft…“

„…Oder weißt du nicht, dass die Römer, nachdem ihrem Marsch nach Westen der Ozean eine Grenze gesetzt hat, ihre Waffen hierher gerichtet haben…vor allem aber Monarchien, für feindliches Gebiet zu halten.“

Dieses Zitat soll von Mithridates stammen, welcher es in einem Brief an den Partherkönig Arsakes geschrieben haben soll. Es ist allerdings nicht gesichert, dass es wirklich von Mithridates und nicht aus der Feder des Sallust stammt, welcher einfach noch gute Zitate für seine Historia brauchte. Dennoch passt dieses Zitat perfekt auf Mithridates, der es wie keiner der früheren Gegner Roms verstand, die Mittel der politischen Propaganda gegen Rom selbst zu verwenden, um so den Krieg aus seiner Sicht zu legitimieren und neue Verbündete um sich zu scharen. Auch weist Mithridates die Schuld für den Kriegsausbruch den Römern zu. Diese seien von unstillbarer Gier nach Reichtum und Macht erfüllt und bräuchten gar keine Gründe außer diesen, um den Krieg und Vernichtung zu anderen Völkern zu tragen. Zudem seien die Römer der Fluch der ganzen Welt und alles, was sie besäßen, sei von Anfang an durch Raub errungen. Hierbei spielt er wahrscheinlich sogar auf die Gründungslegende Roms und den Raub der Sabinerinnen an.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in das Thema der Mithridatischen Kriege und Formulierung der zentralen Fragestellung, inwiefern diese Kriege als Kampf zwischen Hellenismus und Romanismus zu interpretieren sind.

Definitionen: Erläuterung der für die Arbeit zentralen Begriffe Hellenisierung und Romanisierung als Akkulturationsphänomene bzw. Konzepte zum Wandel.

Pontus, ein hellenisches Königreich?: Untersuchung der kulturellen und ethnischen Zusammensetzung des Königreichs Pontus, das als vielschichtiges Reich hellenistischer Prägung charakterisiert wird.

Kriegsgründe - Machtgier oder Beschützer des Hellenismus ?: Analyse der Argumentationsmuster des Mithridates, insbesondere seiner propagandistischen Selbstdarstellung als Befreier des griechischen Volkes gegenüber römischer Expansion.

Die Vesper von Ephesos: Betrachtung der massenhaften Ermordung von Italikern und Römern in Kleinasien sowie der Rolle der lokalen Bevölkerung und deren langjährig angestautem Hass.

Die Mithridatischen Kriege - Römer gegen Griechen ?: Untersuchung der tatsächlichen Lagerbildung während der Kriege und Aufzeigen, dass die Realität komplexer war als eine einfache Dichotomie zwischen Griechen und Römern.

Konklusion: Abschließende Bewertung der Ergebnisse und Beantwortung der Leitfrage mit dem Fazit, dass die Kriege eher eine Auseinandersetzung zwischen zwei Reichen waren als ein rein kulturell motivierter Konflikt.

Schlüsselwörter

Mithridates VI. Eupator, Pontus, Mithridatische Kriege, Rom, Hellenismus, Romanisierung, Kleinasien, Propaganda, Vesper von Ephesos, Sulla, Expansion, kulturelle Identität, antike Geschichte, Poleis, Vielvölkerstaat

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historische Natur der Mithridatischen Kriege und hinterfragt die gängige Interpretation, dass es sich hierbei primär um einen Kampf des Hellenismus gegen die römische Expansion handelte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die kulturelle Prägung des Königreichs Pontus, die politische Propaganda des Mithridates, die wirtschaftlichen und sozialen Hintergründe der Vesper von Ephesos sowie die reale parteipolitische Konstellation während der Konflikte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, die Vereinfachung der Kriege als „Griechen gegen Römer“ zu dekonstruieren und eine differenziertere Sichtweise auf die komplexen machtpolitischen Interessen beider Seiten zu erarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse antiker Quellen, die Auswertung moderner historischer Fachliteratur und die kritische Untersuchung der propagandistischen Selbstdarstellung des Königs Mithridates.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des pontischen Staates, die Analyse der Kriegsgrunde, die Schilderung des Massakers von Ephesos und eine detaillierte Betrachtung der wechselnden Loyalitäten griechischer Städte während der kriegerischen Auseinandersetzungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Mithridates VI., Pontus, Hellenismus, Romanisierung, Vesper von Ephesos und Machtpolitik charakterisiert.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Mithridates bei den Kriegsgründen?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Mithridates seine Rolle als „Beschützer des Hellenismus“ gezielt propagandistisch einsetzte, um Verbündete zu gewinnen, während sein Handeln maßgeblich von eigenem Expansionsdrang bestimmt war.

Welches Fazit zieht der Autor zur Vesper von Ephesos?

Der Autor stellt fest, dass das Massaker zwar durch den Befehl des Mithridates ausgelöst wurde, die Ausführung jedoch durch den tief verwurzelten Hass der lokalen Bevölkerung auf die römische Ausbeutung ermöglicht wurde, wobei sich jedoch nicht alle Griechen an den Morden beteiligten.

Final del extracto de 11 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Mithridatischen Kriege. Römer gegen Griechen?
Universidad
University of Erfurt
Calificación
1,7
Autor
Felix Wilhelm (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
11
No. de catálogo
V904098
ISBN (Ebook)
9783346207357
ISBN (Libro)
9783346207364
Idioma
Alemán
Etiqueta
Pontus Mithridates
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Felix Wilhelm (Autor), 2016, Die Mithridatischen Kriege. Römer gegen Griechen?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/904098
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