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Wirtschaftspolitik in der EU als Modell für China?

Chinas Außenhandel und Außenhandelspolitik

Title: Wirtschaftspolitik in der EU als Modell für China?

Seminar Paper , 2008 , 34 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Benjamin Jorberg (Author)

Business economics - Economic Policy
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Summary Excerpt Details

Ein Wirtschaftswachstum, wie es in China in den vergangenen 25 Jahren zu beobachten war, ist weltgeschichtlich eine Besonderheit.
Die Volksrepublik China (VRC), die mit 1,3 Milliarden (Mrd.) Menschen das bevölkerungsreichste Land der Welt darstellt, hat bis vor kurzem in der Weltwirtschaft kaum eine Rolle gespielt. Erst nach dem Tod Mao Zhedongs übernahm eine Gruppe pragmatisch orientierter Funktionäre um Deng Xiaoping die Macht und leitete im Jahre 1978 mit der Kampagne „Befreiung des Denkens“ die Abkehr der VRC von der kommunistischen Ideologie hin zu einer pragmatischen Reformpolitik ein. In den letzten drei Reform-Jahrzehnten seit 1978 hat sich die VRC kontinuierlich den internationalen Märkten geöffnet und konnte in diesem Zuge umfangreiche Auslandsinvestitionen sowie Technologien und Managementwissen ins eigene Land holen. Aufgrund der massiven Investitionen in die eigene Infrastruktur und dem nahezu grenzenlosen Angebot an billigen Arbeitskräften hat sich die VRC zu einem der wettbewerbsfähigsten Produktionsstandorte für internationale Unternehmen entwickelt. Die jährliche reale Wachstumsrate der letzten 25 Jahre betrug durchschnittlich nahezu 10%. Die VRC ist mittlerweile nach den USA, Japan und Deutschland die viertgrößte Volkswirtschaft der Welt in absoluten Größen. Wenn man das Bruttoinlandsprodukt (BIP) auf die Kaufkraftparität bezieht, liegt China sogar an zweiter Stelle hinter den USA. Dieses enorme Wirtschaftswachstum ist nicht nur auf die demographische und geographische Größe des „Reichs der Mitte“ zurückzuführen, sondern auch auf die hohe Dynamik des Außenhandels, die nationale Sparquote (rund 30% des BIP) und die ausländischen Direktinvestitionen (FDI).

Im Rahmen dieser Arbeit möchte ich mich mit der Darstellung und Analyse des chinesischen Außenhandelssektors befassen und ferner darauf eingehen, welche Branchen zum chinesischen Wirtschaftswunder beigetragen haben und in Zukunft das Wachstum weiter stützen werden. Die vorliegende Arbeit gliedert sich in fünf Teile. Das folgende Kapitel 2 stellt in aller Kürze die grundlegenden Außenhandelstheorien dar. In Kapitel 3 werden die elementaren Faktoren beschrieben, die den Außenhandel zum Motor des chinesischen Wirtschaftswachstums machten. Darauf aufbauend wird im 4. Kapitel die Branchenstruktur des chinesischen Außenhandels untersucht. Da die Leistungsbilanzüberschüsse Chinas auf den Überschüssen der Handelsbilanz basieren, wird in dieser Arbeit nicht auf den Dienstleistungssektor eingegangen. Der Schwerpunkt in diesem Kapitel liegt auf der Textil- und Bekleidungsindustrie, sowie auf der Informations- und Telekommunikationsindustrie, da sich die Exportdynamik auf diese beiden Branchen stützt. Im 5. Kapitel werden die Ergebnisse zusammengefasst und ein kurzer Ausblick gegeben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Grundlagen des internationalen Handels

3 Der chinesische Außenhandel

3.1 Chinas Beitritt zur WTO

3.2 Die Bedeutung der Auslandsdirektinvestitionen

3.2.1 Entwicklung und Charakteristika der FDI Zuflüsse nach China

3.2.2 Investitionen chinesischer Firmen im Ausland

3.3 Chinas Handelsüberschuss auf Rekordhoch

3.4 Die Entwicklung der Im- und Exporte

3.5 Der Einfluss der Währungspolitik auf den Außenhandel

4 Die Branchenstruktur des chinesischen Außenhandels

4.1 Die Analyse ausgewählter Branchen

4.2 Die Textil- und Bekleidungsindustrie

4.3 Die Informations- und Telekommunikationsindustrie

5 Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Transformation und Dynamik des chinesischen Außenhandelssektors seit Beginn der Reformpolitik 1978, analysiert die treibenden Branchen des Wirtschaftswachstums und erörtert die zukünftigen Herausforderungen im globalen Wettbewerb unter besonderer Berücksichtigung der Währungspolitik.

  • Entwicklung des chinesischen Außenhandels und Auswirkungen des WTO-Beitritts.
  • Analyse der Rolle von Auslandsdirektinvestitionen (FDI) für Technologie- und Kapitaltransfer.
  • Untersuchung der Branchenstruktur mit Fokus auf Textil-, Bekleidungs- sowie IuK-Industrie.
  • Einfluss der chinesischen Wechselkurspolitik auf die globale Handelsbilanz.

Auszug aus dem Buch

3.3 Chinas Handelsüberschuss auf Rekordhoch

Das Wachstum des Außenhandels ist eine bemerkenswerte Facette des chinesischen Wirtschaftswunders. In den ersten drei Quartalen im Jahr 2007 betrug der Gesamtwert der chinesischen Im- und Exporte 1,57 Billionen USD, dies entspricht im Vergleich zu den ersten drei Quartalen des Vorjahres einer Steigerung um 23,5%. Die Chinesen haben somit in den ersten drei Quartalen bereits einen Handelsüberschuss von 185,7 Mrd. USD erwirtschaftet. Das ist ein Handelsüberschussmehrwert von 75,8 Mrd. USD im Vergleich zur selben Periode im Jahr 2006. Damit hat China bereits im September seinen Vorjahresrekord gebrochen. 2006 betrug der Handelsüberschuss in vier Quartalen 177,47 Mrd. USD. Die seit Jahren wachsenden Handelsüberschüsse basieren auf der einen Seite darauf, dass die VRC immer mehr zu einer „Verarbeitungsplattform“ für Zwischengüter aus den anderen asiatischen Staaten wurde und auf der anderen Seite auf einer im Vergleich zur Importrate schneller wachsenden Exportrate.

Diese hohen Handelsüberschüsse kann China jedoch nur gegenüber den Industriestaaten in Europa und Nordamerika aufweisen, während die Handelsbilanzen gegenüber den meisten pazifischen Nachbarländern defizitär sind. Der Rekordstand beim Handelsüberschuss versetzt die Regierung in Peking erneut unter Druck, ihre Landeswährung Renminbi (RMB) weiter aufzuwerten. Europa und die USA werfen China unfairen Wettbewerb vor, da das Land seine Exporte durch die künstlich niedrig gehaltene Währung zu Lasten der EU und den USA ankurbelt. Zusammenfassend kann man sagen: Wenn die chinesische Wirtschaft weiterhin in diesem Tempo wächst, wird Deutschland schon sehr bald seinen Titel „Exportweltmeister“ an China abtreten müssen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet den rasanten wirtschaftlichen Aufstieg Chinas seit der Reformpolitik von 1978 und definiert die Zielsetzung der Analyse des chinesischen Außenhandelssektors.

2 Theoretische Grundlagen des internationalen Handels: Das Kapitel erläutert die ökonomischen Theorieansätze, insbesondere das Ricardo-Modell und das Heckscher-Ohlin-Modell, als theoretisches Fundament zur Erklärung von Handelsgewinnen und komparativen Vorteilen.

3 Der chinesische Außenhandel: Es werden die zentralen Faktoren wie der WTO-Beitritt, die Bedeutung von Direktinvestitionen, die Handelsbilanzdynamik sowie die Wechselkurspolitik als Motoren des chinesischen Handels beschrieben.

4 Die Branchenstruktur des chinesischen Außenhandels: Dieses Kapitel analysiert die Veränderung der Exportstruktur weg von der Leichtindustrie hin zur technologieintensiven Produktion, mit Fokus auf die Textil- sowie die Informations- und Telekommunikationsindustrie.

5 Zusammenfassung und Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse und einem Ausblick auf die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung Chinas im globalen Kontext.

Schlüsselwörter

Außenhandel, China, Wirtschaftswachstum, Reformpolitik, WTO-Beitritt, Auslandsdirektinvestitionen, FDI, Handelsüberschuss, Renminbi, Wechselkurspolitik, Textilindustrie, Informationsindustrie, Telekommunikationsindustrie, Globalisierung, Export.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit analysiert den rasanten Aufstieg Chinas im internationalen Außenhandel und untersucht, welche Faktoren und Branchen diesen Prozess maßgeblich vorangetrieben haben.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen sind die "Reform- und Öffnungspolitik", der Einfluss von Auslandsinvestitionen, die Branchenstruktur der Exporte sowie die Währungspolitik und deren internationale Auswirkungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Beitrag des Außenhandels zum chinesischen Wirtschaftswunder darzustellen und zu bewerten, wie sich die Produktionsstruktur durch technologische Entwicklungen verändert hat.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Analyse zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten ökonomischen Analyse, die durch die Anwendung klassischer Außenhandelstheorien und die Auswertung empirischer Handelsdaten untermauert wird.

Was steht im inhaltlichen Fokus des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die Analyse der makroökonomischen Faktoren des Außenhandels sowie eine detaillierte Untersuchung der Textil- und der IuK-Industrie.

Welche Schlagworte charakterisieren das Dokument am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Außenhandelsdynamik, Reformpolitik, Wettbewerbsvorteile, FDI und technologische Transformation charakterisiert.

Warum ist der chinesische WTO-Beitritt für das Land so bedeutsam?

Der Beitritt verpflichtete China zu marktliberalen Reformen und baute Handelshemmnisse ab, was den Zugang zu globalen Märkten massiv erleichterte und den Außenhandel weiter ankurbelte.

Welchen Einfluss hat die Währungspolitik auf das Handelsbilanzdefizit der USA?

Die USA argumentieren, dass der durch eine kontrollierte Währung unterbewertete Renminbi chinesische Exporte künstlich verbilligt und somit einen unfairen Wettbewerbsvorteil gegenüber westlichen Volkswirtschaften schafft.

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Details

Title
Wirtschaftspolitik in der EU als Modell für China?
Subtitle
Chinas Außenhandel und Außenhandelspolitik
College
University of Freiburg  (Institut für Finanzwissenschaft und monetäre Ökonomie)
Course
Seminar: Wirtschaftspolitik in der EU als Modell für China?
Grade
1,3
Author
Benjamin Jorberg (Author)
Publication Year
2008
Pages
34
Catalog Number
V90445
ISBN (eBook)
9783638072175
ISBN (Book)
9783640358854
Language
German
Tags
Wirtschaftspolitik Modell China Seminar Wirtschaftspolitik Modell China
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Benjamin Jorberg (Author), 2008, Wirtschaftspolitik in der EU als Modell für China?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/90445
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