Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Pedagogy - Pedagogic Psychology

Väter und Söhne

Kommunikation mit Adoleszenten in der Frühphase

Title: Väter und Söhne

Seminar Paper , 2004 , 70 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: lic. phil. Piero Raselli (Author), Mathias Küchler (Author)

Pedagogy - Pedagogic Psychology
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Gegenstand dieser Untersuchung war eine Analyse des Eltern-Kind-Kommunikationsverhaltens von Jugendlichen in der Frühphase der Adoleszenz. Dabei wurde der Fokus auf die Kommunikations-Merkmale der männlichen Familienmitglieder (Vater-Sohn) gerichtet. Neben erfassten Kommunikationsmerkmalen zwischen Vater und Sohn werden auch quantitative (Wie oft kommunizieren Vater und Sohn?), thematische (Welche Themen sind wie oft Gegenstand ihrer Kommunikation?) und auch formale Aspekte untersucht.
In die Untersuchung flossen die Angaben von 37 Schülerinnen und 40 Schülern der ersten Oberstufe (Sek. A & B) in Opfikon-Glattbrugg (ZH) ein. Die Daten wurden mittels eines Fragebogens erhoben.
Zum Zeitpunkt der Erhebung waren die Befragten zwischen 13 und 15 Jahren alt und befanden sich damit in der Frühphase der Adoleszenz, einer Zeit, die einen vielseitigen Umbruch physiologisch-biologischer, psychologischer, kognitiver sowie auch sozialer Natur verspricht. In diesen Veränderungsprozessen wird dem Entwicklungskontext Elternhaus eine bedeutende Rolle zugemessen, dies besonders in Bezug auf die anstehenden Entwicklungsaufgaben.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Unterschiede zwischen den einzelnen Dyaden allgemein gering ausfallen. Allerdings stellen die Mütter für ihre Söhne die wichtigsten Ansprechpartnerinnen dar, im Gegensatz zu den Vätern, die in eher marginale Rollen einnehmen. 90 Prozent der Jungen bezeichnen die Beziehung zu beiden Elternteilen als zumindest „gut“, wobei Jungen wie auch Mädchen die Beziehung zur Mutter besser werten, als diejenige zum Vater. Die Dyade Tochter-Mutter erreicht punkto Bindung die höchsten, die Dyade Tochter-Vater die tiefsten Mittelwerte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. FRAGESTELLUNG

3. METHODE

3.1. AUSWAHLVERFAHREN

3.1.1. Kriterium Alter

3.1.2. Kriterium Schulbildung

3.1.3. Kriterium soziale Struktur

3.2. KONSTRUKTION DES FRAGEBOGENS

3.3. DATENERHEBUNG

3.4. PROBLEME

4. THEORETISCHE ÜBERLEGUNGEN

4.1. DIE „ADOLESZENZ“ ALS LEBENSPHASE

4.2. DIE ZEITEN DER VERÄNDERUNGEN

4.2.1. Physiologisch-biologische Veränderungen

4.2.2. Psychologische Veränderungen

4.2.3. Kritik an der Theorie von William Stern

4.2.4. Neuere Theorien über die psychologischen Veränderungen

4.2.5. Körperliche Veränderungen als direktes Problem

4.2.6. Soziale Veränderungen

4.2.7. Kognitive Veränderungen

4.3. IDENTITÄTSENTWICKLUNG

4.3.1. Entwicklungsaufgaben in der Adoleszenz

4.3.2. Entwicklungsaufgaben aus der Perspektive Jugendlicher

4.3.3. Entwicklungsaufgaben nach Fend

4.4. INDIVIDUATION

4.4.1. Beziehung zu Gleichaltrigen

4.4.2. Eltern-Kind-Beziehung

4.4.3. Definition der Familie

4.5. AUFGABEN DER FAMILIE IN BEZUG AUF DIE UMSETZUNG DER ENTWICKLUNGSAUFGABEN

4.5.1. Emotionale Verbundenheit

4.5.2. Autonomie

4.5.3. Kontrolle

4.5.4. Umbau der sozialen Beziehungen

4.5.5. Zusammenfassung

4.6. VERÄNDERUNGEN IN DER INTERAKTION / KOMMUNIKATION

4.6.1. Das Gespräch als Instrument

4.6.2. Die Veränderung im Gespräch

4.7. ASPEKTE IN DER ELTERN-KIND-KOMMUNIKATION

4.7.1. Gesprächsthemen

4.7.2. Kommunikationsformen

4.7.3. Autorität

4.7.4. Disziplin

5. RESULTATE UND DISKUSSION

5.1. DAS SAMPLE

5.2. WICHTIGSTE ANSPRECHPERSON

5.3. BEZIEHUNGSEINSCHÄTZUNG / EMOTIONALE VERBUNDENHEIT

5.4. STREITHÄUFIGKEIT

5.5. GESPRÄCHSDAUER

5.6. THEMATISCHER ASPEKT

5.6.1. Allgemeine Themen

5.6.2. Schule und Zukunftspläne

5.6.3. Drogen

5.6.4. Regeln

5.6.5. Freundschaft / Liebesbeziehung / Sexualität

5.6.6. Freizeit

5.7. WERTSCHÄTZUNG RESPEKT

5.8. STRAFINTENSITÄT UND MISSACHTUNG

6. SCHLUSSFOLGERUNGEN

6.1. QUANTITATIVER ASPEKT

6.2. THEMATISCHER ASPEKT

6.3. FORMALER ASPEKT

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht deskriptiv das Kommunikationsverhalten von Jugendlichen in der Frühphase der Adoleszenz, mit einem spezifischen Fokus auf die männlichen Familienmitglieder. Ziel ist es, Merkmale der Kommunikation zwischen Vater und Sohn zu identifizieren und diese im Vergleich zur Kommunikation zwischen Mutter und Sohn sowie Vater und Tochter als Indikatoren für die Beziehungsqualität zu analysieren.

  • Kommunikationsverhalten im Kontext der Entwicklungsaufgaben während der Adoleszenz
  • Vergleichende Analyse der Dyaden Sohn-Vater, Sohn-Mutter sowie Vater-Sohn und Vater-Tochter
  • Quantitativer Aspekt der Kommunikation (Häufigkeit und Dauer)
  • Thematische Schwerpunkte der Interaktion (z. B. Schule, Regeln, Freizeit, Sexualität)
  • Rolle der Eltern als Ansprechpartner und deren Einfluss auf die Beziehungsbeschaffenheit

Auszug aus dem Buch

4.2.1. Physiologisch-biologische Veränderungen

Wir beschreiben die wichtigsten körperlichen Veränderungen im Zeitraum zwischen dem 13. und dem 18. Lebensjahr oder anders gesagt, zwischen den Anfängen der biologischen Veränderungen und der „vollen biologischen Reproduktionsreife“ (Fend 2000, S. 102) mit der Beendung des eigentlichen Körperwachstums. Biologen nennen diese Phase „Pubertät“.

Die wichtigsten Veränderungen: In der Pubertät findet eine hormonale Umstimmung statt, welche die Ausbildung der sekundären Geschlechtsmerkmale und einen körperlichen Wachstumsschub auslöst: Dem Jungen wachsen Schamhaare, Achselhaare und Barthaare. Der Kehlkopf wird grösser, die Stimmbänder werden länger und die Stimme wird während des Stimmbruchs tiefer. Die Jungen haben normalerweise eine kräftigere Muskulatur als die Mädchen. Ähnlich wie bei den Jungen wachsen den Mädchen – bei ihnen beginnt der „Pubertätswachstumsschub“ im Durchschnitt zwei Jahre früher als beim Jungen (vgl. Fend, 2000, S. 103) – ebenfalls Schamhaare und Achselhaare (vgl. Bauer, 1993, S. 28-29). Ein Wachstum erfahren auch die Brüste. Die primären Geschlechtsmerkmale Penis und Hoden bzw. Gebärmutter erfahren eine „sexuelle Reifung im Sinne der Menarche und Spermarche“ (Fend, 2000, S. 102).

Was bedeuten nun diese körperlichen Veränderungen für die Heranwachsenden? „In der Summe bedeuten sie, dass der Mensch in dieser Lebensphase quasi in einen neuen Körper hineinwächst. Ihn ‚bewohnen’ zu lernen wird zu einer zentralen Entwicklungsaufgabe“ (Fend, 2000, S. 102).

Nebst den körperlichen Veränderungen interessieren uns auch die psychologischen Veränderungen. Die Adoleszenz sei eine Phase, bei der „die Grenze der Kindheit“ überschritten werde und beim Adoleszenten „eine Wendung von aussen nach innen“ stattfinde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Autoren begründen das Thema ihrer Seminararbeit aus ihrer beruflichen Erfahrung als Primarlehrer und ihrem Interesse an der Kommunikation innerhalb von Familien mit Adoleszenten.

2. FRAGESTELLUNG: Die Arbeit konzentriert sich auf das Kommunikationsverhalten in der Frühphase der Adoleszenz, wobei der Vergleich zwischen verschiedenen Familien-Dyaden (Sohn-Vater, Sohn-Mutter, Vater-Tochter) im Mittelpunkt steht.

3. METHODE: Es wird der Ablauf der empirischen Untersuchung an einer Zürcher Schule beschrieben, inklusive Auswahlverfahren, Fragebogenkonstruktion und Durchführung.

4. THEORETISCHE ÜBERLEGUNGEN: Dieser Teil beleuchtet die Adoleszenz als Entwicklungsphase, zentrale Themen wie Individuation, Identitätsentwicklung sowie die Bedeutung von Kommunikation als Instrument für diese Prozesse.

5. RESULTATE UND DISKUSSION: Die Ergebnisse der quantitativen Befragung werden zu Themenbereichen wie Ansprechpartner, Streithäufigkeit, Gesprächsdauer und Themenwahl dargestellt und diskutiert.

6. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die Arbeit fasst die deskriptiven Ergebnisse zusammen, wobei festgestellt wird, dass die Mutter als Ansprechpartnerin eine zentralere Rolle einnimmt als der Vater.

Schlüsselwörter

Adoleszenz, Kommunikation, Eltern-Kind-Beziehung, Vater, Sohn, Mutter, Individuation, Entwicklungsaufgaben, Gesprächsverhalten, Pubertät, familiäre Interaktion, Konfliktgespräche, Familienstruktur, Jugendalter, Beziehungsqualität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Seminararbeit untersucht das Kommunikationsverhalten von Jugendlichen in der Frühphase der Adoleszenz innerhalb ihrer Familien, mit einem Fokus auf Vater-Sohn-Beziehungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den zentralen Themen gehören die Bedeutung der Adoleszenz als Lebensphase, die Identitätsentwicklung, die Individuation sowie die Rolle der Kommunikation als Instrument zur Bewältigung von Entwicklungsaufgaben.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, deskriptive Merkmale der Kommunikation zwischen Vater und Sohn herauszuarbeiten und diese mit der Kommunikation zu Müttern und Töchtern zu vergleichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autoren führten eine empirische, schriftliche Befragung von Jugendlichen einer Sekundarklasse durch und werteten die Daten quantitativ aus.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Überlegungen zur Adoleszenz und Familie sowie eine detaillierte Diskussion der Ergebnisse zu Aspekten wie Streit, Gesprächsdauer und thematischen Präferenzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Adoleszenz, Kommunikation, Eltern-Kind-Interaktion, Vater-Sohn-Dyade, Individuation und Entwicklungsaufgaben.

Welche Rolle spielt die Mutter laut der Untersuchung?

Die Untersuchung zeigt, dass die Mutter bei den Jugendlichen als Ansprechpartnerin häufiger gewählt wird und die Beziehung zur Mutter tendenziell als enger und qualitätsvoller eingeschätzt wird.

Gibt es signifikante Unterschiede in der Kommunikation zwischen den Geschlechtern?

Die Unterschiede zwischen den Dyaden sind insgesamt gering und statistisch oft nicht signifikant, jedoch gibt es Tendenzen, dass Mädchen und Jungen unterschiedliche Schwerpunkte in der Kommunikation mit ihren Eltern setzen.

Excerpt out of 70 pages  - scroll top

Details

Title
Väter und Söhne
Subtitle
Kommunikation mit Adoleszenten in der Frühphase
College
University of Zurich  (Pädagogisches)
Grade
sehr gut
Authors
lic. phil. Piero Raselli (Author), Mathias Küchler (Author)
Publication Year
2004
Pages
70
Catalog Number
V90454
ISBN (eBook)
9783638051293
ISBN (Book)
9783640099139
Language
German
Tags
Väter Söhne
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
lic. phil. Piero Raselli (Author), Mathias Küchler (Author), 2004, Väter und Söhne, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/90454
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  70  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint