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Lernzettel Ältere deutsche Literatur und Sprache

Title: Lernzettel Ältere deutsche Literatur und Sprache

Abstract , 2020 , 32 Pages

Autor:in: Alisia Wenzel (Author)

German Studies - Older German Literature, Medieval Studies
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Dieser Lernzettel mit dem Titel "Ältere deutsche Literatur und Sprache" enthält u.a. folgende Inhalte in Stichpunkten:

Hartmann von Aue - Erec und alles, was dazu gehört: Ritterlichkeit, Minne, Mittelhochdeutsch usw.

Aus dem Inhalt:
- WANN WAR „DAS“ MITTELALTER?;
- GEGENWÄRTIGE SITUATION DER GERMANISTISCHEN MEDIÄVISTIK;
- DAS MITTELALTERLICHE BILDUNGSWESEN;
- [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Lernzettel Ältere deutsche Literatur und Sprache

2. Einblicke in die Geschichte des Fachs

3. Gegenwärtige Situation der germanistischen Mediävistik

4. Das mittelalterliche Bildungswesen

4.1 Die Klosterschule

4.2 Die Universitäten

4.3 Die Scholastik

4.3.1 Die sieben freien Künste (septem artes liberales)

4.3.2 Die unfreien Künste (artes mechanicae)

4.3.3 verbotene Künste

5. Zum Verhältnis von Literarizität und Illiterarizität

6. Lautliche Veränderungen vom Mhd. zum Nhd.: Vokalismus

6.1 Änderung der Vokalqualität

6.2 Änderung der Vokalquantität

7. Lautliche Veränderungen von Mhd. zum Nhd. Konsonantismus

8. Lautliche Phänomene innerhalb des Mhd.

9. Präterito-Präsentien

10. Häufige unregelmäßige Verben

11. Das Verbum Sîn/Wesen

12. Syntax

13. Literaturgeschichte

14. Merseburger Zaubersprüche (MZ)

15. Hildebrandslied

16. Mündlichkeit & Schriftlichkeit

17. Konzeptionelle Mündlichkeit - Oralität

18. Mündlichkeit und Vokalität

19. Wie entsteht ein Buch (im Mittelalter)?

20. Die Feudalgesellschaft

21. Das Lehnswesen

22. Der vasallistische Vertrag

23. Herrschaftsorte

24. Die höfische Gesellschaft

25. Das Rittertum

26. Literaturgeschichte

27. Gattungstrias

28. Heldenepik

29. Höfischer Roman

30. Spielmannsepik

31. (Welt-)Chronistik

32. Legende

33. Märe

34. Bîspel

35. Rede

36. Schwank

37. Schwankroman

38. Tierepik

39. Grammatik § 24 (und § 6) und § 25

40. Definition: Ablaut (§ 6)

41. Wiederholung: Grammatischer Wechsel, § 11

42. Auffälligkeiten bei starken Verben, § 24

43. Schwache Verben, § 25

44. Kurzgrammatik § 29—31

45. Negation § 30 und § 31

46. Einführung in die mittelalterlich-christliche Bedeutungskunde (Hermeneutik)

47. Einführung in die Hermeneutik

48. Gottfried von Straßburg: Tristan

49. Die Minnegrotte – ein Paradies?

50. Was ist ein Locus Amoenus?

51. Rückblick: Gattungsgeschichte

52. Semantik

53. Der Ordo-Gedanke und rechtliche Grundlagen des Mittelalters: Begriffserklärungen

54. Der Autor (im Mittelalter)

55. Autor und Erzähler

56. Der Erzähler im Erec-Roman

57. Auffrischung Nibelungenlied

58. Schematisches Erzählen

59. Erzählschema im Erec

60. Doppelter Kursus im Erec

61. Korrespondenz der Âventiure-Episoden

62. Interpretation & Diskussion

63. Famurgan als Topos der Zauberin und Gegenpol des höfisch- christlichen Frauenideals

64. Ginover – die ideale Herrscherin als soziale Rolle

65. Männer ohne Frauen – Junggesellen in Hartmanns Roman

66. Das Spiel von triuwe und untriuwe in Hartmanns ‚Erec’

67. Enite und Erec – triuwe / untriuwe in der Ehe

68. 3.2. Der erste Graf und Enite – triuwe in der untriuwe

69. Die Beziehung zwischen Erec und Lac

Zielsetzung & Themen

Das Dokument dient als grundlegendes Kompendium für das Studium der älteren deutschen Literatur und Sprache, mit dem Ziel, einen fundierten Überblick über mediävistische Forschungsmethoden, literarische Gattungen sowie die gesellschaftlichen und linguistischen Rahmenbedingungen des Mittelalters zu vermitteln.

  • Historische und sprachwissenschaftliche Entwicklung des Deutschen (Althochdeutsch bis Neuhochdeutsch).
  • Strukturen des mittelalterlichen Bildungswesens, Lehnswesens und der Feudalgesellschaft.
  • Systematische Analyse literarischer Gattungen wie Heldenepik, höfischer Roman und Schwank.
  • Methoden der mediävistischen Textanalyse, insbesondere unter Berücksichtigung von Erzähltheorie und Hermeneutik.
  • Untersuchung zentraler Begriffe wie Triuwe/Untriuwe und das Wirken von Autoren und Erzählern im Mittelalter.

Auszug aus dem Buch

Famurgan als Topos der Zauberin und Gegenpol des höfisch- christlichen Frauenideals

Einzig präsente und näher charakterisierte Frauenfigur im „Erec“ neben Enite ist Famurgan, die Schwester Königs Artus. Diese ist zum Zeitpunkt der Handlung bereits verstorben und alles, was über sie bekannt wird, ist der Erinnerung des Erzählers entnommen. Die Figur der Famurgan ist von Hartmann neu erfunden. In der Vorlage von Chrétien de Troyes existiert die Fee Morgue als Schwester Artus. Diese ist jedoch eindeutig positiv belegt, während im „Erec“ ein zwiespältiges Bild von Famurgan entwickelt wird und ihr auch dämonische Eigenschaften zugesprochen werden. Hierfür werden Motive aus der antiken und keltischen Mythologie verwendet, unter anderem werden Sibylle und Ericto erwähnt. Bereits in der „Vita Merlin“ (ca. Mitte des 12. Jh.) von Geoffrey of Monmouth wird die Fee „Morgen“ aus dem keltischen Feenreich Avalon erwähnt und im „Draco Normannicus“ von Etienne de Rouen (ca. 1168) wird diese als Figur „Morgan“ als Schwester von Artus bezeichnet.[32]

Die Figur Famurgan ist für den Leser schwer zu fassen. Einerseits wird das phlaster, ein heilender Verband aus ihrem Nachlass, zweimal verwendet, um Erecs Wunden zu behandeln und zu heilen. Sowohl Ginover als auch die Schwestern Guivreiz benutzen das phlaster, es wird also im höfisch-christlichen Umfeld der Artusgesellschaft angewendet und dies mit einem positiven Effekt, der Heilung. Andererseits wird Famurgan mit dämonischen Eigenschaften gekennzeichnet und mit widernatürlichen Handlungen in Verbindung gebracht. Zunächst berichtet der Erzähler von ihr „si was ein gotinne.“[33] Hierzu erläutert Christine Wand-Wittkowski: „Das Wort ‚gotinne‘ ist sonst in Hartmanns Romanen für die heidnischen Götter Juno und Pallas reserviert. Heidnische Götter sind nach dem christlichen Verständnis des Mittelalters entweder Erfindungen oder teuflische Dämonen.“[34]

Zusammenfassung der Kapitel

Mittelalterliches Bildungswesen: Erläutert die Rolle der Klosterschulen und Universitäten sowie das scholastische Lehrsystem der freien und mechanischen Künste.

Lautliche Veränderungen vom Mhd. zum Nhd.: Vokalismus: Detaillierte Darstellung der vokalischen Wandelprozesse wie Diphthongierung, Monophthongierung und Rundung.

Gottfried von Straßburg: Tristan: Biografische Eckpunkte und literaturwissenschaftliche Einordnung des unvollendeten Tristan-Epos inklusive der Minnegrotten-Episode.

Das Spiel von triuwe und untriuwe in Hartmanns ‚Erec’: Analyse der moralischen und gesellschaftlichen Bedeutung der Begriffe Treue und Untreue innerhalb der Erec-Ehe und in der Interaktion mit dem Umfeld.

Schlüsselwörter

Mediävistik, Althochdeutsch, Mittelhochdeutsch, Höfischer Roman, Heldenepik, Triuwe, Hermeneutik, Scholastik, Erzählschema, Artusgesellschaft, Vokalismus, Gattungsgeschichte, Minnesang, Locus Amoenus, Famurgan.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Es handelt sich um ein grundlegendes Lern- und Nachschlagewerk für das Fachgebiet der älteren deutschen Literatur und Sprache.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Arbeit behandelt Sprachgeschichte, literarische Gattungen, das mittelalterliche Bildungssystem sowie gesellschaftliche Strukturen und Ideale.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Vermittlung fundierter Kenntnisse über die mediävistische Literaturwissenschaft, von linguistischen Grundlagen bis hin zu komplexen Textanalysen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Das Dokument nutzt Methoden der philologischen Analyse, der historischen Kontextualisierung und der literaturwissenschaftlichen Interpretation.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst linguistische Analysen, die Vorstellung verschiedener Gattungen (z.B. Märe, Chronik, Epos) und Interpretationen spezifischer Werke wie Hartmanns Erec.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Mediävistik, Mhd./Nhd. Sprachwandel, höfische Literatur und das Konzept von Triuwe und Untriuwe.

Wie ist die Ehe von Erec und Enite laut Text einzuordnen?

Sie wird als Spannungsfeld zwischen Treue und Untreue analysiert, in dem Erec Enites Verhalten einer harten Prüfung unterzieht.

Welche Rolle spielt die Figur Famurgan im Erec?

Famurgan wird als zwiespältige Figur dargestellt, die sowohl als Heilerin innerhalb der Artusgesellschaft fungiert als auch dämonische Züge trägt.

Excerpt out of 32 pages  - scroll top

Details

Title
Lernzettel Ältere deutsche Literatur und Sprache
College
University of Mannheim
Author
Alisia Wenzel (Author)
Publication Year
2020
Pages
32
Catalog Number
V904600
ISBN (eBook)
9783346214027
Language
German
Tags
ältere lernzettel literatur sprache
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alisia Wenzel (Author), 2020, Lernzettel Ältere deutsche Literatur und Sprache, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/904600
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