Im folgenden werde ich ein Werk des russischen Künstlers Kasimir Malewitsch mit dem Titel „Komposition mit La Gioconda“, datiert auf das Jahr 1914, beschreiben, also mit eigenen Worten zu erfassen versuchen, was ich sehe. Dann analysiere ich Elemente wie Schriftzüge, Symbole und ähnliches, das sich nicht durch bloßes Betrachten erschließt. Im Anschluss möchte ich auf die Bedeutung dieser Collage, die zur Zeit des Ersten Weltkrieges entstand, für den Künstler selbst, seine Zeitgenossen und nachfolgende Künstler eingehen. Schlüsselbegriffe definiere ich zum besseren Verständnis in Fußnoten, wem die Erläuterungen bekannt sind, kann sie einfach überspringen. Am Ende findet sich ein Verzeichnis der Literatur, die ich verwendet habe.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Beschreibung
3. Analyse und Interpretation
4.Vom Kubo-Futurismus zum Suprematismus
5. Fazit
6. Literatur
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Werk „Komposition mit La Gioconda“ (1914) von Kasimir Malewitsch, um dessen Übergang vom Kubo-Futurismus zum Suprematismus sowie die künstlerische Auseinandersetzung mit traditionellen Malprinzipien und Sprache zu analysieren.
- Strukturelle und motivische Analyse der Collage
- Vergleich der künstlerischen Ansätze von Malewitsch, Picasso und Braque
- Deutung der integrierten Schriftzüge und ihrer Bezüge zur Oper „Sieg über die Sonne“
- Untersuchung der Entwicklung hin zur gegenstandslosen Malerei
- Würdigung des Einflusses Malewitschs auf die Moderne
Auszug aus dem Buch
3. Analyse und Interpretation
Wie bei anderen Werken von Malewitsch aus dieser Zeit, etwa „Kuh mit Violine, 1913“ oder „Der Aviator, 1914“, erschließen sich auch bei der „Komposition mit La Gioconda“ Bedeutungszusammenhänge und Gesamtaussage nicht durch das bloße Betrachten. Aus diesem Grund versuche ich im folgenden eine mögliche Interpretation der beschriebenen Einzelelemente, wobei ich mich auf die geometrischen Figuren, das Mona Lisa – Motiv und die Schriftzüge konzentrieren und mögliche Bezüge zwischen ihnen herstellen möchte.
Das Motiv der Mona Lisa, das Malewitsch verwendet, hat über fünf Jahrhunderte ihre wechselnden Besitzer sowie das Publikum verzückt. Storey bezeichnet die Mona Lisa als „da Vinci’s most beautiful painting, a Renaissance masterpiece and one of the great artworks of all time“. Es gibt hunderte von Kopien bereits zu Lebzeiten des Künstlers, ebenso wie in den folgenden Jahrhunderten. Die wohl berühmtesten Verfremdungen nach Malewitschs Collage stammen wohl von Duchamp, Warhol und Nakamura. Dieses berühmte Gesicht wird überall auf der Welt kommerziell vermarktet, als Haarnadel, als Restaurantname, als Markenname einer Tomatendose. Dieses Symbol abendländischer Sujetmalerei, das jeder Betrachter sofort identifiziert, erkennt und versteht, an dessen Prinzipien, also Zentralperspektive, Proportionalität, Dreidimensionalität, Realitätsnähe und Verständlichkeit sich Künstler seit der Renaissance gehalten haben, negiert Malewitsch exemplarisch, in dem er das Abbild der Mona Lisa zweifach durchstreicht.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das zu analysierende Werk „Komposition mit La Gioconda“ ein und legt das methodische Vorgehen der Untersuchung dar.
2. Beschreibung: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte visuelle Bestandsaufnahme der Collage, einschließlich der geometrischen Formen, Collageelemente und ihrer Anordnung.
3. Analyse und Interpretation: Der Abschnitt widmet sich der inhaltlichen Deutung der Einzelelemente und setzt Malewitschs Werk in Bezug zu kunsthistorischen Traditionen und Zeitgenossen.
4.Vom Kubo-Futurismus zum Suprematismus: Hier wird die stilistische Entwicklung des Künstlers im Jahr 1913/1914 beleuchtet und der Übergang zur gegenstandslosen Malerei verortet.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung der Collage als Manifest der künstlerischen Wende und als Ausgangspunkt für Malewitschs spätere suprematistische Werke zusammen.
6. Literatur: Dieses Kapitel listet sämtliche für die Arbeit herangezogenen Quellen und Sekundärliteratur auf.
Schlüsselwörter
Kasimir Malewitsch, Komposition mit La Gioconda, Suprematismus, Kubo-Futurismus, Collage, Abstraktion, Mona Lisa, Alogismus, Kunstgeschichte, Moderne, gegenstandslose Welt, Konstruktivismus, Bildanalyse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem 1914 entstandenen Werk „Komposition mit La Gioconda“ des russischen Künstlers Kasimir Malewitsch und dessen kunsthistorischer Einordnung.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Im Zentrum stehen die Analyse der Collage-Elemente, die Überwindung traditioneller Malprinzipien durch Malewitsch sowie die Entwicklung des Suprematismus.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, durch die Interpretation der verschiedenen Bildelemente zu verstehen, wie Malewitsch den Übergang vom kubo-futuristischen Stil zur gegenstandslosen Malerei vollzog.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine kunsthistorische Bildanalyse, ergänzt durch den Vergleich mit zeitgenössischen Künstlern wie Picasso und Braque sowie eine Auswertung von Fachliteratur.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine visuelle Beschreibung, eine tiefgehende Analyse der Symbole und Schriftzüge sowie eine theoretische Reflexion über den Suprematismus.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Wichtige Begriffe sind Kasimir Malewitsch, Suprematismus, Kubo-Futurismus, Collage, Abstraktion und die Auseinandersetzung mit der klassischen Mimesis.
Welche Rolle spielt die Mona Lisa in Malewitschs Collage?
Das durchgestrichene Abbild der Mona Lisa dient als Symbol der Ablehnung der traditionellen abendländischen Malprinzipien, wie etwa der Zentralperspektive und der Realitätsnähe.
Wie werden die russischen Schriftzüge in der Collage gedeutet?
Die Schriftzüge, wie „Partielle Finsternis“, werden als alogische Elemente und potenzielle Anspielungen auf die Oper „Sieg über die Sonne“ interpretiert, an der Malewitsch mitarbeitete.
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- Elisabeth Falgner (Author), 2002, Komposition mit La Gioconda, 1914, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9052