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Projektorientiertes Lernen im Musikunterricht

Am Beispiel der Produktion von Hip-Hop und Rap-Musiken

Title: Projektorientiertes Lernen im Musikunterricht

Examination Thesis , 2002 , 85 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Andreas Krumwiede (Author)

Pedagogy - Music education
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Summary Excerpt Details

Die Arbeit bietet anregende Möglichkeiten, sich dem Thema Hip-Hop projektorientiert auf unterschiedliche Weise zu nähern. Sie stellt das Projekt (nach Karl Frey), den Projektgedanken (nach John Dewey und William Heard Kilpatrick) und Handlungsorientierten Unterricht (nach Herbert Gudjons) vor. Ebenso stellt sie die Entstehung und Entwicklung des Hip-Hop dar von den 1970er Jahren (Grandmaster Flash, Cool DJ Herc) bis heute dar. Der Autor bietet verschiedene Projektideen (nach der Produktionsdidaktik von Christopher Wallbaum) zum Thema Hip-Hop mit an.

Die Jugendlichen von heute und damit die Schüler stehen einer immer größer werdenden Auswahl an Musik gegenüber. Populäre Musik ist allgegenwärtig und die dominierende Musikform unserer Zeit. Ständig werden neue Stile geprägt oder vorhandene weiterentwickelt. Ebenso schnell, wie sie entstanden, verschwinden viele davon wieder. Das gilt für Hip-Hop und Rap nicht. Seit Entstehen der Jugendkultur Hip-Hop Mitte der siebziger Jahre in New York und der Verbreitung in der Öffentlichkeit seit 1979 hat sich diese Kultur zu einer festen, sich ständig weiterentwickelnden Musikrichtung und Lebenseinstellung und somit zu einer der wichtigsten Jugendkulturen unserer Zeit etabliert.

Diese Sparte stellt eines der meistumsetzenden Segmente der Tonträgerindustrie dar und wird vornehmlich von Jugendlichen, also insbesondere Schülern, gehört. Hip-Hop ist heute weltweit in allen Medien vom Film bis zur Werbung präsent und hat sich somit zu einem globalen Phänomen zwischen Mainstream und Untergrund entwickelt.
Auch das Projekt hat als Unterrichtsform nach wie vor Konjunktur. Im Zeitalter der Informationen wird es zunehmend wichtiger, dass Schülern die Gelegenheit gegeben wird, authentische Erfahrungen mit der Wirklichkeit zu machen und sie nicht nur durch Betrachten, Hören oder Lesen zu vermitteln. Ob und in welcher Weise sich der Projektgedanke und die ihm zugehörigen Unterrichtsmethoden eignen, Erfahrungen mit der Herstellung von Handlungsprodukten im Musikunterricht zu machen, ist ein Thema der Arbeit. Welche Handlungsprodukte sind möglich? Welche Voraussetzungen herrschen auf Schüler- bzw. Lehrerseite? Welche Hilfsmittel didaktischer, methodischer und technischer Art stehen dem interessierten Lehrer zur Verfügung? Welche ästhetischen Anforderungen soll, muss oder kann ein von Schülern und Lehrer(n) hergestelltes Produkt erfüllen? Wozu sollen Produkte überhaupt gut sein, welche Lernerfahrungen können sie vermitteln?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. THEORETISCHE ASPEKTE

1. Einführende Betrachtungen zum Handlungsorientiertem Unterricht

1.1. Definition von Handlungsorientiertem Unterricht

1.2. Voraussetzungen für Handlungsorientierten Unterricht

1.3. Merkmale von Handlungsorientiertem Unterricht

1.4. Produkte im Handlungsorientierten Unterricht

2. Der Projektgedanke – Unterrichtskonzeptionen und Besonderheiten

2.1. Projekt, Projektunterricht, Projektmethode sowie Geschichte der Projektmethode

2.1.1. Definition des Projekts

2.1.2. Der Begriff des Projektorientierten Lernens

2.1.3. Definition der Projektmethode

2.1.4. Geschichte der Projektmethode

2.2. Theoretische Ansätze der Projektmethode und des Projektunterrichts

2.2.1. Die Urväter des Projektes in der allgemein bildenden Schule: John Dewey (1859-1952) und William Heard Kilpatrick (1871-1965)

2.2.2. Die Projektmethode nach Karl Frey

2.2.3. Projektunterricht nach Herbert Gudjons

2.3. Besonderheiten des Projektmethode, des Projektunterrichts und des Projektorientierten Lernens

2.3.1. Besonderheiten der Lehrerrolle

2.3.2. Besonderheiten der Schülerrolle

2.3.3. Die Schule: eine andere Rolle im Projektunterricht

2.3.4. Leistungsbegriff und Leistungsbeurteilung im Projekt

2.3.5. Die Bedeutung der Produkte im Projekt

3.1. Ästhetik und ästhetische Erfahrung

3.2. Das Produkt bei Wallbaum

3.3. Ästhetische Theorie in der Produktionsdidaktik

3.4. Die Prozess-Produkt-Didaktik und die ästhetische Erfahrung

4. Thesen und aktuelle Forderungen an einen zeitgemäßen Musikunterricht

II. SACHANALYSE

1. HipHop bzw. Rap

1.1 Definitionen von HipHop und Rap

1.1.1 Definition von HipHop

1.1.2 Definition von Rap

1.2 Entstehung und Geschichte der HipHop-Kultur

1.3 Die Elemente der HipHop-Kultur: Rap, Breakdance, Graffiti

1.3.1 Die Musik: Rap und DJing

1.3.2 Der Tanz: Breakdance

1.3.3 Die visuelle Ausdrucksform: Graffiti

1.4 Stilistische Entwicklung der HipHop- bzw. Rapmusik

1.4.1 Die Schools des HipHop

1.4.2. HipHop in Europa und Deutschland

1.5 Die Texte

III. UNTERRICHTSPRAKTISCHE ASPEKTE

1. Informationsquellen

1.1 Informationsquellen für Schüler

1.2 Informationsquellen für Lehrer

2. Voraussetzungen für produktorientierten Projektunterricht im Fach Musik

2.1 Rahmenplananalyse

2.2 Die Voraussetzungen für die Schüler

2.3 Die Voraussetzungen für die Lehrer

2.4 Die Ausstattung des Musikfachraums bzw. des Projektraums

2.5 Materialien und Einrichtungen

3. Die Produktionstechniken

3.1 Die Produktion des Textes

3.2 Die Produktion der Musik

4. Projektvorschläge zum Thema HipHop bzw. Rap

4.1. Die Ausstellung zum Thema HipHop: ein theoretischer Aspekt

4.2. Praktische Projektideen und ihre Entwürfe

4.3. Ein Kleinprojekt: Erarbeiten eines rhythmischen Patterns und eines Raps

4.4. Ein Mittelprojekt: Lebensentwürfe am Beispiel des Songs „Millenium“

4.5. Die Produktion und Aufnahme eines eigenen Songs

5. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Voraussetzungen eines produktorientierten Projektunterrichts im Fach Musik, wobei das Phänomen HipHop und Rap als konkretes Anwendungsbeispiel dient. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Jugendliche durch die aktive Produktion eigener Musikstücke und Texte nicht nur ihre musikalische Kompetenz erweitern, sondern auch authentische Erfahrungen mit der Lebenswirklichkeit sammeln und ihre Identitätsentwicklung fördern können.

  • Grundlagen des handlungsorientierten Unterrichts und der Projektmethode
  • Sachanalyse zur Entstehung, Geschichte und den musikalischen Elementen der HipHop-Kultur
  • Didaktische Kriterien für einen produktorientierten Musikunterricht nach Christopher Wallbaum
  • Praktische Umsetzungsvorschläge für verschiedene Projektgrößen (Klein-, Mittel- und Großprojekte)
  • Integration von Technik, Textproduktion und musikalischer Gestaltung in den schulischen Kontext

Auszug aus dem Buch

2.1.1. Definition des Projekts

Etymologisch leitet sich das Wort Projekt vom lateinischen Verb „projicere“ ab, das soviel wie „vorauswerfen, entwerfen, planen, sich vornehmen“ bedeutet (vgl. Frey 1998, S. 14). Der Begriff „Projekt“ gehört zum allgemeinen Wortschatz der deutschen Sprache. So verfolgt z.B. der Architekt ein Bau-Projekt, die Forscherin arbeitet an einem Projekt. In vielen Bereichen der Wirtschaft ist die Zusammenarbeit im Projekt an der Tagesordnung. Die Gruppe, die sich für ein Projekt zusammenfindet, kann aus Schülern, Mitarbeitern, Vereinsmitgliedern etc. bestehen.

„In der Pädagogik hat das Wort ‚Projekt’ eine etwa 300jährige Geschichte“ (Frey 1998, S. 13). Zum ersten Male im Sinne der heute gebräuchlichen Form der zusammenhängenden Arbeit an einem Gegenstand wurde der Begriff laut Frey (1998) in der amerikanischen Reformpädagogik am Anfang des letzten Jahrhunderts benutzt.

Gudjons dagegen vertritt die Auffassung, dass neuerer Forschung zufolge der Begriff „Projekt“ nicht aus Amerika oder der Reformpädagogik stammt, sondern „aus Italien im 16. Jahrhundert bzw. aus Frankreich, Anfang des 18. Jahrhunderts. Dort hatten die Studenten der Akadémie [!] Royale d’Architecture die Aufgabe, regelmäßig ‚projets’ einzureichen [...] – kooperativ, originell und selbständig, als Bestandteil ihrer Ausbildung“ (Gudjons 1997, S.67).

Nach Kilpatrick ist ein Projekt „planvolles Handeln aus ganzem Herzen und inmitten einer sozialen Umgebung“ (Kilpatrick 1918, S. 162). Ob es sich um ein Werk individueller Planung handelt oder um ein Gruppenprojekt, „wesentlich sind das Vorhandensein eines Planes, sowie die Intensität, mit der die Schüler dabei sind“ (Schweingruber 1984, S. 25). Mit Kilpatricks Formulierung „aus ganzem Herzen und inmitten einer sozialen Umgebung“ wird auch eine besonders wichtige Komponente des Projekts angesprochen: die des individuellen und gemeinsamen sozialen Lernens und des Lernens in und durch Gruppenprozesse.

Zusammenfassung der Kapitel

Einführende Betrachtungen zum Handlungsorientiertem Unterricht: Definition und Merkmale von handlungsorientiertem Unterricht werden kurz dargelegt, da dieser als theoretischer Überbegriff für projektorientiertes Lernen fungiert.

Der Projektgedanke – Unterrichtskonzeptionen und Besonderheiten: Dieses Kapitel liefert eine fundierte theoretische Basis, indem die Geschichte, Definitionen und bedeutende pädagogische Ansätze (Dewey, Kilpatrick, Frey, Gudjons) zum Thema Projektunterricht analysiert werden.

Ästhetik und ästhetische Erfahrung / Das Produkt bei Wallbaum / Ästhetische Theorie in der Produktionsdidaktik / Die Prozess-Produkt-Didaktik und die ästhetische Erfahrung: Hier wird die Produktionsdidaktik nach Christopher Wallbaum vorgestellt, um Kriterien für die Gestaltung ästhetisch wertvoller Lernprozesse und Produkte im Musikunterricht zu entwickeln.

HipHop bzw. Rap: Eine ausführliche Sachanalyse, die die soziokulturelle Entstehung, die musikalischen Stilmittel und die Bedeutung der HipHop-Kultur als Gegenstand für den Musikunterricht beleuchtet.

Unterrichtspraktische Aspekte: Dieses Kapitel bietet konkrete Orientierungshilfen zu Informationsquellen, Rahmenbedingungen und technischer Ausstattung für die praktische Durchführung von HipHop-Projekten an Schulen.

Die Produktionstechniken: Darstellung konkreter Methoden für die Arbeit mit Schülern, insbesondere im Hinblick auf die Produktion von Rap-Texten und musikalischen Patterns.

Projektvorschläge zum Thema HipHop bzw. Rap: Ein praxisorientierter Katalog mit verschiedenen Projektmodellen, von der Ausstellung bis hin zur Aufnahme eines eigenen Songs, zur unmittelbaren Umsetzung im Unterricht.

Schlüsselwörter

Projektunterricht, Handlungsorientierter Unterricht, HipHop, Rap, Musikpädagogik, Produktionsdidaktik, Ästhetische Erfahrung, Medienkompetenz, Schülermusik, Projektmethode, Kreativität, Jugendkultur, Sampling, Songproduktion, Musikunterricht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Integration von HipHop-Musik und Rap in den Musikunterricht unter Anwendung projektorientierter und produktionsdidaktischer Methoden.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Arbeit ab?

Sie deckt theoretische Grundlagen des Projektunterrichts, eine fundierte Sachanalyse der HipHop-Kultur sowie praktische didaktische Handlungsanweisungen für Musiklehrer ab.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Schüler durch die eigene Musik- und Textproduktion in einem Projektrahmen tiefere Lernerfahrungen und ein besseres Verständnis für populäre Musik gewinnen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine wissenschaftliche Hausarbeit, die eine pädagogische Literaturanalyse mit der Auswertung von Unterrichtsmodellen und musikpraktischen Konzepten kombiniert.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Aspekte des Projektunterrichts, eine Sachanalyse zu HipHop/Rap und die Darstellung unterrichtspraktischer Voraussetzungen und konkreter Projektideen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Projektunterricht, Produktionsdidaktik, HipHop, Rap, ästhetische Erfahrung und kreative Schülermusik charakterisiert.

Warum wird HipHop als besonders geeignet für den Musikunterricht angesehen?

HipHop bietet einen hohen Identifikationsfaktor für Jugendliche, ist musikalisch patternorientiert und ermöglicht eine Produktion, die auch ohne klassische Instrumentalausbildung realisierbar ist.

Welche Rolle spielt die Technik bei der Musikproduktion im Unterricht?

Technische Hilfsmittel wie Sampler, Computer mit Sequenzer-Software oder Aufnahmegeräte sind zentral, um zeitgemäße Ergebnisse zu erzielen und Schülern ein „professionelles“ Arbeiten zu ermöglichen.

Wie gehen die Autoren mit dem Problem der Leistungsbewertung in Projekten um?

Die Autoren schlagen vor, das produzierte Ergebnis oder den Arbeitsprozess selbst als Leistungsnachweis zu begreifen und Zensuren transparent oder kooperativ mit den Schülern zu erarbeiten.

Wie sollten Lehrer auf die „Schülermusik“ reagieren?

Lehrer werden dazu angehalten, eine Balance zwischen professioneller Begleitung und nötiger Distanz zu finden, um nicht als „Eindringlinge“ in die Lebenswelt der Schüler wahrgenommen zu werden.

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Details

Title
Projektorientiertes Lernen im Musikunterricht
Subtitle
Am Beispiel der Produktion von Hip-Hop und Rap-Musiken
College
University of the Arts Berlin  (Musikdidaktik)
Grade
1,0
Author
Andreas Krumwiede (Author)
Publication Year
2002
Pages
85
Catalog Number
V90579
ISBN (eBook)
9783638042772
ISBN (Book)
9783638940252
Language
German
Tags
Projektorientiertes Lernen Musikunterricht Beispiel Produktion Hip-Hop Rap-Musiken schülerorientiert schülerorientierter unterricht pädagogik musikpädagogik hip hop musik projekt modern usa geschichte des
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Krumwiede (Author), 2002, Projektorientiertes Lernen im Musikunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/90579
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