Alfred Hitchcock’s film "North by Northwest" serves as an example for a film largely lacking logical sense. It instead consists of a wide range of absurdities. The purpose of this paper is not only to review how the protagonist Roger Thornhill copes with this lack of a logical frame of reference, but also how this recurring confrontation with the absurd in daily life is absolutely crucial in order for both the protagonist’s and the spectator to genuinely engage with one’s inner fears and desires.
Human beings are used to constantly make sense of things. If logic is somehow endangered, the mind is forced to re-adjust again. This allows for a new process of evaluation which is necessary in order to be able to cope with life’s incongruities. Despite the fact that logic is widely encouraged in our Western world, it often keeps us from realising what there still is when logic ends. The definition of the absurd as something "completely stupid or unreasonable" (Longman s.v. “absurd”) makes it the perfect counterpart to logic.
Inhaltsverzeichnis
1 Introduction
2 Existentialism
2.1 General Ideas of Existentialism
2.2 Albert Camus’s Notion of Existentialism and the Absurd
3 The Theatre of the Absurd
3.1 The Origin of the Theatre of the Absurd
3.2 The Spectator’s Experience
3.3 Harold Pinter’s Comedy of Menace
4 Existentialism in North by Northwest
4.1 Roger Thornhill and Existentialism
4.2 Roger Thornhill and Death
5 Theatricality in North by Northwest
5.1 The Role of the Theatre
5.1 Elements of the Theatre of the Absurd
6 Conclusion
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht Alfred Hitchcocks Film "North by Northwest" durch die theoretische Linse des Existenzialismus und des Theaters des Absurden. Ziel ist es aufzuzeigen, wie der Protagonist Roger Thornhill durch die Konfrontation mit absurden Situationen gezwungen wird, seine gewohnte logische Weltsicht abzulegen und sich mit seiner eigenen Existenz sowie der Unausweichlichkeit des Todes auseinanderzusetzen.
- Existenzialistische Grundlagen und Albert Camus' Konzept des Absurden.
- Die Geschichte und die Wirkung des Theaters des Absurden auf den Zuschauer.
- Analyse von Roger Thornhills Charakterentwicklung im Kontext existenzialistischer Freiheit und Verantwortung.
- Untersuchung der Theatralität und surrealer Elemente in Hitchcocks Inszenierung.
- Vergleich von Hitchcocks Film mit den "Comedies of Menace" von Harold Pinter.
Auszug aus dem Buch
3.2 The Spectator’s Experience
The observation an absurd drama often involves a confounding experience for the spectator. As Anja Easterling says in her dissertation Shakespearean Parallels and Affinities with the Theatre of the Absurd in Tom Stoppard’s Rosencrantz and Guildenstern Are Dead, “the absurd drama [...] reflects man’s tragic sense of loss at the disappearance of the comforting certainties of generally known and universally accepted metaphysical systems” (Easterling 1982: 6). The spectator of an absurd drama is thereby confronted with a “heightened picture of disintegration” (Easterling 1982: 7) and has two opportunities to deal with this incongruity. She or he is compelled “either to reject it or to make an effort at interpretation and integration” (Easterling 1982: 7-8).
If it is integration which is intended, Easterling asserts the possibility of a “therapeutic effect” (Easterling 1982: 7) which is especially powerful in a world like ours; a schizophrenic world, which exhibits side by side a large number of unreconcilable beliefs and attitudes” (Easterling 1982: 7).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Introduction: Einführung in die Thematik der Absurdität als Gegenpol zur Logik und Darlegung des Forschungsziels, Roger Thornhills Umgang mit dieser Absurdität zu untersuchen.
2 Existentialism: Erläuterung der existenzialistischen Grundideen, insbesondere der Konzepte von Maurice Natanson und Albert Camus bezüglich der menschlichen Existenz in der Realität.
3 The Theatre of the Absurd: Herleitung der Ursprünge dieses Genres, der Rolle des Zuschauers sowie die Einführung in Harold Pinters "Comedy of Menace".
4 Existentialism in North by Northwest: Anwendung existenzialistischer Theorien auf den Protagonisten Roger Thornhill, unter besonderer Berücksichtigung seines Umgangs mit Verantwortung und der Konfrontation mit dem Tod.
5 Theatricality in North by Northwest: Analyse der theatralen Inszenierung des Films und der gezielten Verwendung absurder Elemente, wie sie im Theater des Absurden gebräuchlich sind.
6 Conclusion: Zusammenführung der Ergebnisse und Reflexion darüber, wie das Überwinden existenzialistischer Ängste Thornhill zu einer neuen Selbstwahrnehmung verhilft.
Schlüsselwörter
Existenzialismus, Theater des Absurden, North by Northwest, Alfred Hitchcock, Albert Camus, Roger Thornhill, Comedy of Menace, Surrealismus, Existenz, Tod, Angst, Theatralität, Identität, Freiheit, Absurdität.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert, wie Alfred Hitchcocks Film "North by Northwest" existenzialistische Themen und Konzepte des Theaters des Absurden nutzt, um die psychologische Entwicklung des Protagonisten zu verdeutlichen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Schwerpunkte liegen auf dem Existenzialismus nach Albert Camus, der Geschichte des Theaters des Absurden und der filmischen Inszenierung von Identitätsverlust und drohender Gefahr.
Welches ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es zu untersuchen, wie Roger Thornhill durch die Konfrontation mit einer absurden Welt lernt, Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen und sich seiner eigenen Sterblichkeit zu stellen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin verwendet eine literatur- und filmwissenschaftliche Analyse, bei der theoretische Konzepte (z.B. von Camus und Esslin) auf spezifische Filmszenen angewendet werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Existenzialismus und Theater des Absurden) und deren praktische Anwendung auf den Film, etwa in der Auktionsszene oder der Crop-Duster-Sequenz.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Existenzialismus, Theater des Absurden, Absurdität, Freiheit, Identität und Hitchcocks filmischer Ästhetik beschreiben.
Wie trägt die "Comedy of Menace" von Harold Pinter zum Verständnis des Films bei?
Das Konzept hilft dabei, die Mischung aus Humor, Drohung und der unvorhersehbaren Einengung des Protagonisten zu interpretieren, die in Hitchcocks Film eine zentrale Rolle spielt.
Welche Bedeutung hat die Auktionsszene für die These der Arbeit?
Die Auktionsszene wird als Wendepunkt analysiert, an dem Thornhill aktiv die Kontrolle über die absurde Situation übernimmt, statt passives Opfer zu bleiben, was seine existenzielle Metamorphose zeigt.
- Arbeit zitieren
- Annika Kelm (Autor:in), 2014, Elements of the Theatre of the Absurd in Alfred Hitchcock’s "North by Northwest", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/905832