Die tote Geliebte in den fantastischen Werken von Théophile Gautier


Seminararbeit, 2007

10 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I) Vorwort

II) Die tote Geliebte

III) Die Erscheinung der toten Geliebten:

IV) Beziehung zwischen den fantastischen Frauen und den Erzählern: Die Liebe

V) Nachwort

Literaturverzeichnis

I) Vorwort:

In der folgenden Hausarbeit werde ich mich mit der toten Geliebten in den fantastischen Werken von Théophile Gautier beschäftigen. Die Titel der contes fantastiques konzentrieren sich auf ein fantastisches oder übernatürliches Wesen. Überwiegend bezieht sich der Titel auf einen Frauenname oder ein weibliches Wesen. In den contes fantastiques spielt die Frau folglich eine wichtige Rolle. Sie ist allgegenwärtig und erscheint in zwei Varianten: tot oder lebendig. Allerdings wird sie nie als böses Wesen dargestellt, sie entbehrt jeder Niederträchtigkeit. Meist sind die toten Geliebten der Auslöser, der den Erzähler in die Fantasie zieht. So auch bei den contes fantastiques La cafetière, La morte amoureuse, Le pied de momie, Omphale, histoire rococo und Arria Marcella, die in dieser Hausarbeit im Vordergrund stehen sollen. Zunächst werde ich einen allgemeinen Überblick über die Frauen in den bereits erwähnten Geschichten geben, um dann näher auf ihre Erscheinungen einzugehen. Im Anschluss daran, werde ich die Beziehungen der Frauen zu den Erzählern der jeweiligen Geschichte veranschaulichen. Das Fremde und der Tod gehören zu einer unbekannten Welt, die unerreichbar ist. Doch den Erzählern wird für eine kurze Zeit das Tor in diese Welt geöffnet.

II) Die tote Geliebte:

In La cafetière tanzt der Erzähler Theodore mit einem wunderschönen Mädchen, doch am Ende der Geschichte erfährt er, daß sie vor einiger Zeit bereits gestorben ist. In Arria Marcella sowie in Omphale, histoire rococo werden Frauen aus alten Zeiten wieder zum Leben erweckt. In La morte amoureuse verführt Clarimonde den jungen Priester Romuald, der jedoch durch den Abt Serapion erkennt, dass sie ein Vampir ist. In Le pied de momie trifft ein zeitgenössischer junger Mann auf eine ägyptische Prinzessin aus der Zeit der Pharaonen.

Diese Frauen werden durch etwas Übernatürliches am Leben erhalten, obwohl sie diese Welt bereits verlassen haben. Ausser Angela aus La cafetière, haben die Frauen Einfluss auf ihr Können. Allerdings vermögen sie sich nicht gegen die Männer zu wehren, die sich ihnen am Ende der jeweiligen Geschichte in den Weg stellen und ihrem „künstlichen“ Leben ein Ende bereiten.

In der Tradition der fantastischen Literatur sind die Wesen, die sich durch verborgene oder unerklärliche Mittel am Leben erhalten, meist gefährlich oder bringen Unheil mit sich, denn „sie übertreten die natürlichen Gesetze, die von Gott festgelegt wurden und lehnen sich so gegen ihn auf, genau wie Luzifer[1].“ Anders treten die fantastischen Frauen jedoch bei Gautier auf. Selbst Clarimonde, die ein wenig zwiespältig und beunruhigend auftritt, ist nicht so teuflisch, wie Serapion sie darstellt. Durch ihre Liebe zu Romuald, ruft sie Mitgefühl statt Abscheu hervor, trotz ihrer vampirischen Eigenschaften. Auch Arria Marcella und die Marquise Antoinette de T*** aus Omphale, histoire rococo verfolgen keine teuflischen Pläne, obwohl sie von den Toten auferstehen.

[...]


[1] Viegnes, Michel: Contes fantastiques, résumés, personnages, thèmes. Paris : Hatier 1998. S. 39

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
Die tote Geliebte in den fantastischen Werken von Théophile Gautier
Hochschule
Universität zu Köln
Veranstaltung
Fantastische Erzählungen in der französischen Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts
Note
2,0
Autor
Jahr
2007
Seiten
10
Katalognummer
V90667
ISBN (eBook)
9783638048460
Dateigröße
396 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Geliebte, Werken, Théophile, Gautier, Fantastische, Erzählungen, Literatur, Jahrhunderts
Arbeit zitieren
Eva-Maria Litudis (Autor), 2007, Die tote Geliebte in den fantastischen Werken von Théophile Gautier, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/90667

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