Die Migration ist eine der wichtigsten Faktoren der Bevölkerungsentwicklung und eines der Zeitprobleme für Wirtschaft und Gesellschaft, Politik und Kultur in Geschichte und Gegenwart. Von besonderem Interesse für die Entwicklung und Veränderung der Sozialstruktur von Industriegesellschaften sind Wanderungs-bewegungen von Arbeitskräften sowie Stadt–Land–Wanderungen. Weltweit suchen heute mehr als 100 Millionen Migranten Arbeit und Wohnung außerhalb ihres Landes und etwa 20 Millionen Menschen sind auf der Flucht vor Verfolgung. Ein Großteil der weltweiten Migration findet innerhalb von Regionen statt und hat somit von erheblicher Bedeutung in der interregionalen Wanderungsbewegung gewonnen. Immer schon waren Migration und Flucht eine entscheidende Triebkraft menschlicher Entwicklung, sowohl die individuelle Suche nach Verbesserung von Lebensbedingungen als auch die Flucht vor Unterdrückung und Verfolgung. Das Thema Migration ist ein Reizthema. Diese Bearbeitung wird versuchen, die unterschiedlichsten Facetten des Themenbereichs zu strukturieren und darzustellen. Er wird dabei auf die Gründe von Migrationen eingehen und einige Lösungskonzepte vorstellen. Der zweite Teil der Bearbeitung wird sich mit der Migration in Deutschland auseinandersetzen. Sich mit Zahlen und Fakten beschäftigen und die Situation von Migranten in Deutschland klären.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Flucht und Migration
2.1. Definition der Migration
2.2. Ursachen der Migration
2.3. Historischer Kontext
3. Migration in Deutschland
3.1. Gründe von Einwanderung
3.2. Lebenssituationen von Zuwanderern
4. Fazit – Was schulden wir Migranten?
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit befasst sich mit der zentralen Rolle von Migration als Faktor der Bevölkerungsentwicklung und als gesellschaftliches Reizthema, wobei die Forschungsfrage darauf abzielt, die Facetten der Zuwanderung in Deutschland sowie die damit verbundenen Herausforderungen für die Integration zu strukturieren und zu analysieren.
- Grundlagen und Definitionen von Migration und Flucht
- Ursachen und historische Hintergründe von Wanderungsbewegungen
- Analyse der Einwanderungsgründe in Deutschland nach 1989
- Empirische Untersuchung der Lebenssituationen von Zuwanderern
- Diskussion von Integrationsperspektiven und Herausforderungen
Auszug aus dem Buch
3.1. Gründe von Einwanderung
Seit 1989 hat eine neue Einwanderungsära begonnen. Mit dem Fall der Mauer im November 1989 und der deutschen Vereinigung im Oktober 1990 ist auch der „Eiserne Vorhang“ zwischen Ost- und Westeuropa gefallen. Für Deutschland heißt dies, dass vor allem wieder Migrierende mit so genannter deutscher Volkszugehörigkeit nach Art. 116 GG einwandern.
Die Einwanderung von Ausländern in die Bundesrepublik Deutschland erfolgt aus unterschiedlichen Gründen und Interessen. Eine Form ist der Familiennachzug. Diese Form der Einwanderung erfolgt auf Grund von Rechtsansprüchen im Rahmen der EU-Freizügigkeit oder Asylgewährung. Der Nachzug ausländischer Familienangehöriger steht unter dem grundgesetzlichen Schutz von Ehe und Familie. Die derzeitigen Regelungen zum Familiennachzug im Ausländergesetz gehen allerdings von einem sehr engen Familienbegriff aus und setzen zahlreiche Bedingungen für den Nachzug.
Eine weitere Form ist der Antrag auf Asyl. Die vorhandenen Regelungen zum Familiennachzug und Asyl sind individuell einklagbare verfassungsrechtliche und gesetzliche Ansprüche, auf die sich die Bundesrepublik Deutschland verfassungsrechtlich und völkerrechtlich verpflichtet hat. Im Verhältnis zu seiner Einwohnerzahl ist Deutschland nur durchschnittlich mit Asylbewerbern belastet.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung der Migration als globales Phänomen ein und skizziert das Ziel der Arbeit, die Facetten der Zuwanderung und deren Auswirkungen auf Deutschland zu strukturieren.
2. Flucht und Migration: In diesem Kapitel werden grundlegende Definitionen von Migranten und Flüchtlingen sowie die Push- und Pull-Faktoren und der historische Kontext von Wanderungsbewegungen erörtert.
3. Migration in Deutschland: Dieser Hauptteil beleuchtet die spezifischen Gründe für die Einwanderung nach Deutschland seit 1989 sowie die sozioökonomischen Lebenssituationen verschiedener Zuwanderergruppen auf Basis statistischer Daten.
4. Fazit – Was schulden wir Migranten?: Das Fazit fasst die Relevanz der Migrationsdebatte zusammen, betont die Notwendigkeit einer sachlichen Auseinandersetzung und hebt die Bedeutung gelungener Integration durch Sprachförderung und Bildung hervor.
Schlüsselwörter
Migration, Flüchtlinge, Zuwanderung, Integration, Arbeitsmarkt, demografischer Wandel, Familiennachzug, Asylrecht, soziale Sicherung, Ausländergesetz, Industriegesellschaft, Deutschland, Sozialstruktur, Bevölkerungsentwicklung, Lebensbedingungen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Migration als globalen Faktor sowie die spezifische Situation der Zuwanderung in der Bundesrepublik Deutschland.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die Definition von Migration, die Ursachen für Wanderungen, die rechtlichen und sozialen Rahmenbedingungen der Einwanderung in Deutschland sowie die Herausforderungen der Integration.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die vielfältigen Facetten der Zuwanderung zu strukturieren, die Gründe für Einwanderung zu erläutern und die Lebenssituation von Migranten in Deutschland anhand von Fakten zu verdeutlichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine deskriptive Analyse sowie eine literaturbasierte Aufarbeitung von Daten und Fakten, um den Zusammenhang zwischen Wanderung, Lebensbedingungen und politischem Handeln aufzuzeigen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die Gründe der Einwanderung nach Deutschland, unter anderem durch Familiennachzug und Asyl, sowie die statistisch belegte Lebenssituation von Zuwanderern hinsichtlich Bildung, Beruf und Einkommen analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Migration, Zuwanderung, Integration, demografischer Wandel, Arbeitsmarkt und soziale Teilhabe.
Welche Rolle spielt die Bildung für die Integration laut der Arbeit?
Die Arbeit betont, dass insbesondere die Verbesserung der deutschen Sprachkenntnisse und der Bildungschancen für Kinder von Migranten zentral für eine erfolgreiche gesellschaftliche Integration sind.
Wie unterscheidet sich die Arbeit von Migranten aus verschiedenen Herkunftsregionen?
Die Arbeit zeigt durch statistische Tabellen auf, dass Zuwanderer aus verschiedenen Herkunftsregionen (z.B. Türkei, Südwest-Europa, Ex-Jugoslawien) deutliche Unterschiede hinsichtlich Bildungsabschluss, Berufsgruppe und Einkommensniveau aufweisen.
- Citar trabajo
- Juliane Brose (Autor), 2008, Migration in Deutschland, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/90687